Von: David Lorenz
Auf die Frage, wie Stan Van Gundy seinen Point-Guard vor der Partie mit den Los Angeles Lakers motiviert hätte, antwortete Orlandos Headcoach: „Ich habe zwei Tage lang gegrübelt um ihm letztendlich nur zu sagen, er solle sein Spiel abziehen. Sie können mich diesbezüglich zitieren, zwei Tage lang habe ich über diesem Satz gebrütet.“
Doch die einfachen Worte Van Gundys sollten ihre Wirkung auf Rafer Alston nicht verfehlen. Nach zwei äußerst enttäuschenden Auftritten in den vorangegangenen Partien gegen die Lakers zeigte die Streetball-Legende mit 20 Punkten, vier Vorlagen sowie mehreren spektakulären Dribblings und Drives eine ganz starke Partie. Überragend war dabei seine Trefferquote aus dem Feld. Acht erfolgreich versenkte Würfe bei 12 Versuchen stehen im krassen Gegensatz zu Alstons Bilanz aus den Partien eins und zwei der Serie, als er lediglich drei von 17 Würfen verwandeln konnte.
Zusätzliches Selbstvertrauen vermochte Van Gundy seinem Spielgestalter einzuflössen, als er bekannt gab, dass der lange Zeit verletzte All-Star Jameer Nelson (Foto) nach seinem Comeback unter keinen Umständen für Orlando starten würde und dessen Spielzeit im dritten Aufeinandertreffen mit L.A. auf 11 Minuten limitierte.
„Meine Mitspieler haben mir gesagt, ich solle einfach ich selbst sein“, so Alston nach dem 108:104-Sieg seiner Mannschaft über den Favoriten aus Kalifornien. „Ich habe das sehr ernst genommen. Meine Jungs haben mich aufgebaut, mich auf dem Spielfeld gesucht und mir das nötige Selbstvertrauen gegeben. Sie sind einfach die Besten.“
Die große Schwäche Orlandos im bisherigen Serien-Verlauf war neben einer durchwachsenen Trefferquote aus dem Feld stets das Auftreten der beiden Point-Guards Alston und Nelson. Nach der vergangenen Nacht dürften diese Defizite dank einer 62,5 prozentigen Trefferquote sowie einem Alston in Spiellaune erst einmal der Vergangenheit angehören.
Rafer Alston gegen die Los Angeles Lakers (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
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Es fällt ungemein schwer, nach der kollektiv überzeugenden Vorstellung Orlandos gegen Los Angeles einen Spieler aus dem Team hervorzuheben. Doch Rafer Alston (Foto), der bis dato so enttäuschend agierende Spielmacher der Magic, konnte endlich sein Potenzial abrufen, nachdem ihm Stan Van Gundy das Vertrauen gegenüber Jameer Nelson ausgesprochen hatte.