Es ist an der Zeit, dass LeBron James (Foto) seinen ersten Titel holt - zumindest, wenn es nach den Fans in Cleveland geht. Zum zweiten Mal schloss Cleveland die Saison mit der besten Bilanz ab, diesmal soll aber auch der ganz große Wurf gelingen. Auf dem Weg dahin sind die Chicago Bulls nur eine Randnotiz - oder etwa doch nicht? (mehr…)
Nun, da die Wechsel-Periode der Vergangenheit angehört, klärt sich die Situation um den Free-Agency-Sommer 2010 etwas auf. Neben Superstars wie Miamis Dwyane Wade oder Torontos Chris Bosh ist Clevelands LeBron James (Foto) derbegehrtesteSpieler der gesamten Liga. Der NBA-Blog vergleicht drei Teams und ihre Chancen auf die Verpflichtung des „Kings“ im kommenden Sommer. (mehr…)
Im dritten Teil der NBA-Blog-Serie zu den finanziellen und wirtschaftlichen Hintergründen der National Basketball Association werden die Topverdiener der Liga von Rang 61 bis 90 unter die Lupe genommen. Dabei setzt sich ein Trend der vorangegangenen Platzierungen fort: Die großen Jungs auf der Center-Position, egal ob talentiert oder nicht, sind teilweise hoffnungslos überbezahlt. Eine Analyse. (mehr…)
Beim gestrigen Aufeinandertreffen in Detroit verloren die Pistons gegen die Gäste aus Philadelphia bereits ihr 12. Spiel in Folge. Weder Teamstar Richard Hamilton (Foto, 12 Punkte) noch Neuzugang Ben Gordon (20 Punkte) konnten die Pleite verhindern. Der Angriff bleibt die große Schwäche des Teams. Während der Niederlagenserie konnten die Pistons kein einziges Mal mehr als 100 Punkte erzielen. Die Lust am Basketball scheint in Detroit abhanden gekommen zu sein. (mehr…)
Rashard Lewis (Foto), Forward der Orlando Magic, wurde jüngst für zehn Spiele suspendiert, da er gegen das Antidoping-Programm der NBA verstoßen hatte. Das Team verliert somit zum Saisonstart einen wichtigen Spieler. Birgt dieser Tatbestand mögliche Folgen oder Risiken für Orlando? Oder kommen die Magier mit einem Schrecken davon? (mehr…)
Die Minnesota Timberwolves sind auf der Suche nach einem neuen Headcoach endlich fündig geworden. Kurt Rambis, langjähriger Spieler und Assistant-Coach der Los Angeles Lakers, übernimmt zukünftig die Regie an der Seitenlinie der T-Wolves. Ben Wallace hat derweil noch nicht genug vom Basketball und unterschreibt für die kommende Saison bei seinem Ex-Verein, den Detroit Pistons. (mehr…)
Das Warten wird erträglicher. Anfang dieser Woche wurde der Spielplan für die kommende NBA Saison veröffentlicht, der uns viele hochkarätige Begegnungen verspricht. Die Rockets dürften allerdings nicht sonderlich erfreut darüber sein, denn kein einziges Houston-Spiel wird im nationalen Fernsehen (ABC/ESPN/TNT) übertragen (in der letzten Saison konnte man Yao & Co. noch stolze 14 Mal bestaunen). Hier also einige der Highlights. (mehr…)
Die Zukunft von Lamar Odom (Foto) ist weiterhin ungewiss. Nachdem sich der Power-Forward mit den Los Angeles Lakers bisher auf keinen neuen Vertrag einigen konnte, steigen nun die Miami Heat ins Werben um Odom ein. Unterdessen konnten die Detroit Pistons mit Chris Wilcox einen weiteren Neuzugang vermelden. (mehr…)
Die Atlanta Hawks halten ihren Spielmacher. Mike Bibby (Foto) verlängert seinen auslaufenden Vertrag bei den Falken um drei weitere Spielzeiten. Derweil konnten sich die Detroit Pistons mit Avery Johnson auf keine Zusammenarbeit einigen und stehen stattdessen vor der Verpflichtung von John Kuester, bisherigem Assistant-Coach der Cleveland Cavaliers. (mehr…)
Der ehemalige „Bad Boy“ der Liga hat einen neuen Verein. Ron Artest (Foto) wechselt von den Houston Rockets zu seinem absoluten Lieblingsclub, den Los Angeles Lakers. Im Gegenzug verlässt Trevor Ariza den amtierenden Meister und ersetzt Artest zukünftig in Houston. Die Dallas Mavericks stehen währenddessen vor der Verpflichtung eines Neuzugangs auf der Center-Position. (mehr…)
Vergangene Nacht kam der Free-Agent-Markt so richtig in Schwung. Größter Abnehmer von Spielern ohne Vertrag: die Detroit Pistons. Das Team aus „Motor City“ verstärkt sich mit Ben Gordon (Foto) aus Chicago und Charlie Villanueva von den Bucks. Zudem muss Zach Randolph bei den Los Angeles Clippers für Rookie Blake Griffin Platz machen und wechselt nach Memphis. (mehr…)
Seit dem heutigen Mittwoch dürfen die Teams der NBA mit vertragslosen Spielern über eine Verpflichtung verhandeln. Doch noch bleibt die Lage entspannt. Kobe Bryant (Foto) machte in Los Angeles von seiner Ausstiegsklausel erwartungsgemäß keinen Gebrauch. Auch Carlos Boozer und Mehmer Okur bleiben ihrem Team erhalten. In Detroit feuerte man derweil den glücklosen Headcoach Michael Curry. (mehr…)
Eddie House lieferte vergangene Nacht die Definition für den Begriff „X-Faktor“.
Der Shooting-Guard in Reihen der Celtics machte im siebten und entscheidenden Spiel gegen die Bulls (109:99) den Unterschied für seine Mannschaft aus.
In 22 Minuten auf dem Parkett entnervte House den Gegner aus Chicago mit einer hundertprozentigen Trefferquote aus dem Feld, beim Freiwurf und jenseits der Dreierlinie. Am Ende hatte der 30-Jährige 16 Punkte auf seinem Konto, darunter vier zum Teil ganz wichtige Dreier.
Mit dieser Leistung von House war vor der Begegnung nicht unbedingt zu rechnen. In den beiden vorangegangenen Partien gegen die Bulls verwandelte Bostons Nummer 50 lediglich einen Versuch aus dem Feld.
Doch neben House’ überragender Trefferquote wusste der Wandervogel (acht verschiedene Teams in acht Jahren) durch weiteren Qualitäten zu überzeugen. Ben Gordon, mit 33 Zählern erfolgreichster Punktesammler der Partie, hatte gegen House die größten Probleme im Abschluss. Kein einziger Treffer bei fünf Versuchen aus dem Feld gelang Gordon gegen die bissige Verteidigung des 1,85-Meter-Mannes, der seine gute Leistung in der Defensive zudem mit drei Steals auf dem Statistik-Bogen belegen konnte.
Mit109:99setzten sich die Boston Celtics im siebten Spiel der Serie „Best-of-Seven“ gegen die Chicago Bulls durch und treffen nun in den Conference-Semi-Finals auf die Orlando Magic.
„Es war eine lange und mörderische Serie“, so Paul Pierce(Foto, 20 Punkte, neun Rebounds, vier Vorlagen) nach der Begegnung. „Ich denke, das waren mit die mental härtesten Auseinandersetzungen die ich jemals durchgemacht habe. Aber wir sind immer noch der Champion, und uns muss erst einmal jemand schlagen.“
Das finale Aufeinandertreffen beider Mannschaften sollte nicht ganz dieKlasse der vorhergegangenen Partienerreichen, dafür fehlte es über weite Strecken der Begegnung an der nötigen Spannung. Der amtierende NBA-Champion übernahm mit Beginn des zweiten Viertels, das mit 29:11 Zählern an die Celtics ging, die Kontrolle über die Partie und sollte in der Folge die Führung nicht mehr abgeben.
Chicago hatte den ersten Spielabschnitt mit 28:23 für sich entschieden, vor allem, weil Boston aufBen Gordonanfangs keine Antwort fand. Der Brite erzielte 12 seiner 33 Zähler in Viertel Nummer eins. Doch schnell besann sich die Mannschaft aus „Beantown“ auf ihre Stärken: Defense, Defense, Defense.
„Gott sei Dank verfügen wir über eine wirklich kampferprobte Mannschaft“, so Pierce über die Leistung seines Teams. Doc Rivers, Headcoach der Truppe, blies derweil ins selbe Horn: „Wir haben uns endlich wieder in die wahren Celtics verwandelt. Defensive Schlüsselszenen und reihenweise wichtige Punkte im Angriff, das hat uns heute ausgemacht.“
Bei den Bulls lief mit Beginn der zweiten 12 Minuten dank der starken Celtics-Verteidigung nur noch wenig zusammen. Gordon verwandelte seine Würfe von außen nicht mehr, und anstatt wie im ersten Viertel aggressiv zum Korb zu gehen, entschieden sich die Bulls für zu viele gut gedeckte Würfe aus der Mittel- und Ferndistanz.
Zum Halbzeitpfiff hieß es 39:52 aus Sicht Chicagos.
Langsam fand die Mannschaft von Headcoach Vinny Del Negro wieder zu ihrem Spiel.Derrick Rose(18 Zähler) suchte immer wieder erfolgreich den Abschluss in Korbnähe, währendKirk Hinrich(16 Punkte) nach einem holprigen Start langsam auftaute. Doch von Spielern wieBrad Miller(neun Zähler) undJohn Salmons(12), die im bisherigen Serien-Verlauf des Öfteren den Unterschied ausmachten, kam vergangene Nacht einfach zuwenig. Daneben erwischteTyrus Thomasmit vier Punkten und fünf Rebounds eine ganz schwache Partie.
Im vierten Viertel konnten sich die Bulls noch einmal bis auf 86:89 herankämpfen, doch mehrere überhastete Würfe von Gordon sowie fehlende Durchschlagskraft am Offensiv-Rebound machten am Ende jede Chance auf die Sensation zunichte.
Boston hatte in Pierce und Ray Allen(23 Punkte) seine auffälligsten Akteure, daneben lenkteRajon Rondomit 11 Vorlagen (bei sieben Zählern) das Spiel des Meisters gewohnt umsichtig.
Ein Schlüssel zum Erfolg der Celtics lag des Weiteren inBrian Scalabrine (acht Punkte) undEddie House(Foto, 16 Zähler), die fast jedes Mal, wenn Chicago den Spielstand verkürzen konnte, per Dreier die richtige Antwort fanden. Scalabrine verwandelte zwei von drei Versuchen jenseits der Dreipunkt-Linie, House starke vier von vier.
Die Bulls können dennoch mehr als stolz auf ihre Leistung sein. Die Serie gegen Boston wird als die beste Erstrunden-Begegnung aller Zeiten in die Annalen der NBA-Playoffs eingehen und daneben als eine der spannendsten Duelle überhaupt in den Erinnerungen der Zuschauer haften bleiben.
„Wir haben viele junge Spieler in unseren Reihen, die das erste Mal so etwas miterleben durften“, gab Del Negro, selbst im ersten Jahr als Headcoach einer NBA-Mannschaft tätig, nach dem Ausscheiden seiner Bulls zu Protokoll. „Diese Erfahrung wird uns für die Zukunft äußerst nützlich sein. Die Serie hat uns als Team einfach besser gemacht.“
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Die Chicago Bulls liefern sich mit den Boston Celtics das momentan aufregendste Erstrunden-Duell der diesjährigen Playoffs.
Mit dem gestrigen 121:118-Sieg Chicagos nach zweifacher Verlängerung über den amtierenden Meister der NBA ist die Serie vor der fünften Begegnung beider Mannschaften mit 2:2 ausgeglichen.
Bisher bringt der Showdown alles mit, was man sich als Basketball-Fan nur wünschen kann: Äußerst spannende Schlussphasen, drei Verlängerungen, physisch geführte Partien mit mehreren unsportlichen Fouls und ein Spielmacher-Duell, das in die Geschichte eingehen könnte.
Beide Mannschaften treffen sich bislang auf absoluter Augenhöhe, abgesehen von Spiel Nummer drei, das Boston mit 107:86 dominierte. Die anderen Partien wurden mit zwei, drei und abermals drei Punkten Differenz entschieden.
„Jeder, mit dem ich über diese Serie spreche, sagt mir, es sei derzeitig das spannendste Duell der NBA, so Chicagos Ben Gordon.
Und das ist auf Seiten der Bulls zum größten Teil Derrick Rose (Foto) zuzuschreiben, der das Spiel seiner Mannschaft unermüdlich antreibt. Direkt in der ersten Partie stellte er mit 36 Punkten (neben 11 Vorlagen) den 39 Jahre alten NBA-Rekord von Kareem Abdul-Jabbar für die meisten Zähler eines Rookies in seiner ersten Playoff-Begegnung ein.
Nach zwei durchwachsenen Vorstellungen schrammte er gestern mit 23 Punkten, 11 Rebounds und neun Vorlagen nur hauchdünn an einem Triple-Double vorbei.
Doch so beeindruckend die Leistungen des frisch gekürten „Rookie of the Year“ auch sind, sein Gegenüber von den Celtics wußte Rose noch zu übertrumpfen.
Rajon Rondo (Foto) avancierte in den absolvierten vier Partien zum besten Spieler der Serie. Mit 24,3 Punkten, 10,8 Rebounds und 10,0 Assists pro Partie erzielte der Spielmacher während den vier Begegnungen mit Chicago ein Triple-Double im Schnitt (!). „Er macht wirklich alles für uns“, so Bostons Headcoach Doc Rivers über seinen verlängerten Arm auf dem Spielfeld. „Das Einzige worum man ihn noch bitten könnte, wäre es, beim Verlassen der Halle den Müll rauszutragen.“
Vertrauen kann Rivers derzeitig auch dem besten Schützen seiner Mannschaft: Ray Allen. Ihm hatten es die Celtics zu verdanken, dass sie gestern überhaupt erst in die Verlängerung kamen. 10 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit versenkte Allen nach einer schönen Einwurfvariante sträflich alleingelassen den Dreier zum 96:96.
Nach einer ganz schwachen ersten Begegnung, die der Shooting-Guard mit nur vier Punkten beendete (lediglich ein verwandelter Wurf aus dem Feld bei 12 Versuchen), entschied Allen das zweite Aufeinandertreffen beider Mannschaften mit einem Dreier kurz vor Ende der Verlängerung zum 118:115.
Auf Seiten der Bulls wusste zuletzt neben Rose auch immer wieder Ben Gordon zu überzeugen. Der gebürtige Brite präsentiert sich derzeitig in einer außergewöhnlichen Form und rettete Chicago gestern mit einem unglaublichen Dreier zum 110:110 in die zweite Verlängerung.
Nach dem Wurf griff sich Gordon demonstrativ in den Schritt, „Eier, wir brauchen Eier.“
„Vielleicht mögen wir Chicago ein bisschen zu gerne“, so Rivers, dort geboren und aufgewachsen, nach der gestrigen Partie scherzhaft. „Die Pizza hier ist wirklich gut.“
„Aber jetzt müssen wir schleunigst mit solchen Vorstellungen aufhören, denn sonst verspielen wir ganz schnell die Möglichkeit auf eine Titelverteidigung.“
Dem neutralen Beobachter dürfte es nur recht sein, falls es zwischen Bulls und Celtics weiterhin so spannend zur Sache geht.
Am besten gleich im nächsten Spiel der Serie, wenn Boston Mittwochnacht im heimischen TD Banknorth Garden zum fünften Schlagabtausch bittet. Spiel sechs findet dann abermals in Chicago statt.
Spätestens dann kann sich Doc Rivers wieder die örtliche Pizza schmecken lassen.