Seit dem heutigen Mittwoch dürfen die Teams der NBA mit vertragslosen Spielern über eine Verpflichtung verhandeln. Doch noch bleibt die Lage entspannt. Kobe Bryant (Foto) machte in Los Angeles von seiner Ausstiegsklausel erwartungsgemäß keinen Gebrauch. Auch Carlos Boozer und Mehmer Okur bleiben ihrem Team erhalten. In Detroit feuerte man derweil den glücklosen Headcoach Michael Curry. (mehr…)
Artikel-Schlagworte: „Ben Gordon“
News & Infos: Kobe bleibt, Pistons feuern Curry
Mittwoch, 1. Juli 2009Spieler des Tages: Eddie House
Sonntag, 3. Mai 2009Eddie House lieferte vergangene Nacht die Definition für den Begriff „X-Faktor“.
Der Shooting-Guard in Reihen der Celtics machte im siebten und entscheidenden Spiel gegen die Bulls (109:99) den Unterschied für seine Mannschaft aus.
In 22 Minuten auf dem Parkett entnervte House den Gegner aus Chicago mit einer hundertprozentigen Trefferquote aus dem Feld, beim Freiwurf und jenseits der Dreierlinie. Am Ende hatte der 30-Jährige 16 Punkte auf seinem Konto, darunter vier zum Teil ganz wichtige Dreier.
Mit dieser Leistung von House war vor der Begegnung nicht unbedingt zu rechnen. In den beiden vorangegangenen Partien gegen die Bulls verwandelte Bostons Nummer 50 lediglich einen Versuch aus dem Feld.
Doch neben House’ überragender Trefferquote wusste der Wandervogel (acht verschiedene Teams in acht Jahren) durch weiteren Qualitäten zu überzeugen. Ben Gordon, mit 33 Zählern erfolgreichster Punktesammler der Partie, hatte gegen House die größten Probleme im Abschluss. Kein einziger Treffer bei fünf Versuchen aus dem Feld gelang Gordon gegen die bissige Verteidigung des 1,85-Meter-Mannes, der seine gute Leistung in der Defensive zudem mit drei Steals auf dem Statistik-Bogen belegen konnte.
Eddie House gegen die Chicago Bulls:
Boston zu stark für Chicago
Sonntag, 3. Mai 2009Die große Überraschung blieb letztendlich aus.
Mit 109:99 setzten sich die Boston Celtics im siebten Spiel der Serie „Best-of-Seven“ gegen die Chicago Bulls durch und treffen nun in den Conference-Semi-Finals auf die Orlando Magic.
„Es war eine lange und mörderische Serie“, so Paul Pierce (Foto, 20 Punkte, neun Rebounds, vier Vorlagen) nach der Begegnung. „Ich denke, das waren mit die mental härtesten Auseinandersetzungen die ich jemals durchgemacht habe. Aber wir sind immer noch der Champion, und uns muss erst einmal jemand schlagen.“
Das finale Aufeinandertreffen beider Mannschaften sollte nicht ganz die Klasse der vorhergegangenen Partien erreichen, dafür fehlte es über weite Strecken der Begegnung an der nötigen Spannung. Der amtierende NBA-Champion übernahm mit Beginn des zweiten Viertels, das mit 29:11 Zählern an die Celtics ging, die Kontrolle über die Partie und sollte in der Folge die Führung nicht mehr abgeben.
Chicago hatte den ersten Spielabschnitt mit 28:23 für sich entschieden, vor allem, weil Boston auf Ben Gordon anfangs keine Antwort fand. Der Brite erzielte 12 seiner 33 Zähler in Viertel Nummer eins. Doch schnell besann sich die Mannschaft aus „Beantown“ auf ihre Stärken: Defense, Defense, Defense.
„Gott sei Dank verfügen wir über eine wirklich kampferprobte Mannschaft“, so Pierce über die Leistung seines Teams. Doc Rivers, Headcoach der Truppe, blies derweil ins selbe Horn: „Wir haben uns endlich wieder in die wahren Celtics verwandelt. Defensive Schlüsselszenen und reihenweise wichtige Punkte im Angriff, das hat uns heute ausgemacht.“
Bei den Bulls lief mit Beginn der zweiten 12 Minuten dank der starken Celtics-Verteidigung nur noch wenig zusammen. Gordon verwandelte seine Würfe von außen nicht mehr, und anstatt wie im ersten Viertel aggressiv zum Korb zu gehen, entschieden sich die Bulls für zu viele gut gedeckte Würfe aus der Mittel- und Ferndistanz.
Zum Halbzeitpfiff hieß es 39:52 aus Sicht Chicagos.
Langsam fand die Mannschaft von Headcoach Vinny Del Negro wieder zu ihrem Spiel. Derrick Rose (18 Zähler) suchte immer wieder erfolgreich den Abschluss in Korbnähe, während Kirk Hinrich(16 Punkte) nach einem holprigen Start langsam auftaute. Doch von Spielern wie Brad Miller (neun Zähler) und John Salmons (12), die im bisherigen Serien-Verlauf des Öfteren den Unterschied ausmachten, kam vergangene Nacht einfach zuwenig. Daneben erwischte Tyrus Thomas mit vier Punkten und fünf Rebounds eine ganz schwache Partie.
Im vierten Viertel konnten sich die Bulls noch einmal bis auf 86:89 herankämpfen, doch mehrere überhastete Würfe von Gordon sowie fehlende Durchschlagskraft am Offensiv-Rebound machten am Ende jede Chance auf die Sensation zunichte.
Boston hatte in Pierce und Ray Allen (23 Punkte) seine auffälligsten Akteure, daneben lenkte Rajon Rondo mit 11 Vorlagen (bei sieben Zählern) das Spiel des Meisters gewohnt umsichtig.
Ein Schlüssel zum Erfolg der Celtics lag des Weiteren in Brian Scalabrine (acht Punkte) und Eddie House (Foto, 16 Zähler), die fast jedes Mal, wenn Chicago den Spielstand verkürzen konnte, per Dreier die richtige Antwort fanden. Scalabrine verwandelte zwei von drei Versuchen jenseits der Dreipunkt-Linie, House starke vier von vier.
Die Bulls können dennoch mehr als stolz auf ihre Leistung sein. Die Serie gegen Boston wird als die beste Erstrunden-Begegnung aller Zeiten in die Annalen der NBA-Playoffs eingehen und daneben als eine der spannendsten Duelle überhaupt in den Erinnerungen der Zuschauer haften bleiben.
„Wir haben viele junge Spieler in unseren Reihen, die das erste Mal so etwas miterleben durften“, gab Del Negro, selbst im ersten Jahr als Headcoach einer NBA-Mannschaft tätig, nach dem Ausscheiden seiner Bulls zu Protokoll. „Diese Erfahrung wird uns für die Zukunft äußerst nützlich sein. Die Serie hat uns als Team einfach besser gemacht.“
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Chicago Bulls gegen Boston Celtics 121:118 n.2.V.
Sonntag, 26. April 2009Playoff-Basketball vom Feinsten.
Das vierte Aufeinandertreffen zwischen den Chicago Bulls und den Boston Celtics war an Spannung nicht zu überbieten. Nach zwei Verlängerungen setzte sich die Mannschaft von Headcoach Vinny Del Negro mit 121:118 gegen den amtierenden Champion der NBA durch.
Angeführt von Derrick Rose, der mit 23 Punkten, 11 Rebounds und neun Assists ein Triple-Double nur knapp verpasste, konnte Chicago somit die Erstrunden-Serie zwischen beiden Mannschaften zum 2:2 ausgleichen.
Neben Rose präsentierten sich auf Seiten der Bulls Ben Gordon mit 22 und John Salmons mit 20 Zählern auffällig. Boston hatte in Rajon Rondo (Triple-Double mit 25 Punkten, 11 Rebounds und 11 Assists) Paul Pierce (29 Zähler) und Ray Allen (28) seine stärksten Akteure. Außergewöhnlich: Rondo erzielt in der ersten Runde der Playoffs bisher ein Triple-Double im Durschschnitt.
Spiel Nummer fünf der Serie findet am kommenden Dienstag im TD Banknorth Garden zu Boston statt.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Spieler des Tages: Ray Allen
Dienstag, 21. April 2009Ray Allen ist wieder da. Und wie.
Nach dem vielleicht schlechtesten Spiel seiner Karriere während Bostons 103:105-Heimniederlage gegen die Bulls (vier Punkte, lediglich ein Treffer bei 12 Versuchen aus dem Feld), zeigte Allen in der zweiten Begegnung der Playoff-Erstrundenserie mit Chicago sein wahres Gesicht.
Beim knappen 118:115-Sieg seiner Celtics über die Gäste aus dem Bundesstaat Illinois erzielte der Scharfschütze 30 Punkte (28 Zähler in Halbzeit zwei), darunter sechs von zehn verwandelten Dreiern. Allen war es auch, der zwei Sekunden vor Ende der Partie mit einem Dreipunktwurf den Endstand herstellte und somit seiner Mannschaft zum Sieg verhalf. Bereits Bostons Punkte 113 bis 115 gingen auf das Konto des 33-Jährigen, bevor Ben Gordon (42 Punkte, Karriere-Playoff-Bestleistung) von der Gegenseite ausgleichen konnte.
Im dritten und vierten Viertel geriet die Partie zum Privatduell zwischen Allen und Gordon, die phasenweise für alle Punkte der Begegnung verantwortlich waren und dem Publikum in TD Banknorth Garden eine spektakuläre Show boten.
„Ich kam mir vor wie auf dem Freiplatz im Sommer“, so Gordon anschließend. „Es war wie ein eins gegen eins.“
Mit dem besseren Ende für Allen und seine Celtics.
Auf seine Leistungsexplosion während der zweiten Spielhälfte angesprochen, antwortete der Shooting-Guard: „Unser Coach [Doc Rivers] hat mir gesagt, ich solle einfach aggressiv bleiben und das Spiel auf mich zukommen lassen. Ich habe nie einen Gedanken daran verschwendet, meinen Wurf-Rhythmus vielleicht nicht mehr zu finden. Das Leben eines Shooters kann manchmal eine Schinderei sein. Aber als Scorer willst du immer eine Möglichkeit finden, für dein Team zu punkten.”
Allen startete in die Playoffs der vergangenen Spielzeit ebenfalls mit großen Schwierigkeiten bei seinem Wurf von außen. Damals dauerte es zwei ganze Runden, bis der neunfache All-Star in den Conference-Finals gegen die Detroit Pistons endlich zu seinem Rhythmus fand. Nach der ersten Partie der diesjährigen Endrunde gegen Chicago wurden bereits Erinnerungen an das letzte Jahr wach. Doch Allen bewies vergangene Nacht eindrucksvoll, dass von einer persönlichen Krise keine Rede sein kann.




Und das ist auf Seiten der Bulls zum größten Teil
Rajon Rondo