Die Saison ist gerettet, seit gestern steht sogar der Spielplan und NBA-Fans haben ihren ganz persönlichen Adventskalender um einen Tag auf den 25. Dezember erweitert. Nur gut, dass bis dahin genügend Gesprächsstoff vorhanden sein wird – welches Signing clever war, welcher Spieler den Joe Johnson „WTF??? So viel Geld???“-Preis abräumt und wer neuer Contender ist. Mittendrin: Natürlich wir. (mehr…)
Artikel-Schlagworte: „Brad Miller“
Zurück in die Zukunft?
Sonntag, 17. Oktober 2010
Wenn man eine Umfrage durchführen würde, wer zu den besten GM’s der Liga gehört - der Name von Daryl Morey würde mit großer Sicherheit fallen. Vieles hat “Dork Elvis”, wie er genannt wird, richtig gemacht - lediglich der große sportliche Erfolg blieb bislang aus. Nachdem man zuletzt zum ersten Mal seit 2006 die Playoffs verpasste, müsste jetzt doch die Wende kommen - oder? (mehr…)
Der Titel soll her
Donnerstag, 15. April 2010
Es ist an der Zeit, dass LeBron James (Foto) seinen ersten Titel holt - zumindest, wenn es nach den Fans in Cleveland geht. Zum zweiten Mal schloss Cleveland die Saison mit der besten Bilanz ab, diesmal soll aber auch der ganz große Wurf gelingen. Auf dem Weg dahin sind die Chicago Bulls nur eine Randnotiz - oder etwa doch nicht? (mehr…)
Ans Eingemachte!
Dienstag, 2. März 2010
Nun, da die Wechsel-Periode der Vergangenheit angehört, klärt sich die Situation um den Free-Agency-Sommer 2010 etwas auf. Neben Superstars wie Miamis Dwyane Wade oder Torontos Chris Bosh ist Clevelands LeBron James (Foto) der begehrteste Spieler der gesamten Liga. Der NBA-Blog vergleicht drei Teams und ihre Chancen auf die Verpflichtung des „Kings“ im kommenden Sommer. (mehr…)
Boston zu stark für Chicago
Sonntag, 3. Mai 2009Die große Überraschung blieb letztendlich aus.
Mit 109:99 setzten sich die Boston Celtics im siebten Spiel der Serie „Best-of-Seven“ gegen die Chicago Bulls durch und treffen nun in den Conference-Semi-Finals auf die Orlando Magic.
„Es war eine lange und mörderische Serie“, so Paul Pierce (Foto, 20 Punkte, neun Rebounds, vier Vorlagen) nach der Begegnung. „Ich denke, das waren mit die mental härtesten Auseinandersetzungen die ich jemals durchgemacht habe. Aber wir sind immer noch der Champion, und uns muss erst einmal jemand schlagen.“
Das finale Aufeinandertreffen beider Mannschaften sollte nicht ganz die Klasse der vorhergegangenen Partien erreichen, dafür fehlte es über weite Strecken der Begegnung an der nötigen Spannung. Der amtierende NBA-Champion übernahm mit Beginn des zweiten Viertels, das mit 29:11 Zählern an die Celtics ging, die Kontrolle über die Partie und sollte in der Folge die Führung nicht mehr abgeben.
Chicago hatte den ersten Spielabschnitt mit 28:23 für sich entschieden, vor allem, weil Boston auf Ben Gordon anfangs keine Antwort fand. Der Brite erzielte 12 seiner 33 Zähler in Viertel Nummer eins. Doch schnell besann sich die Mannschaft aus „Beantown“ auf ihre Stärken: Defense, Defense, Defense.
„Gott sei Dank verfügen wir über eine wirklich kampferprobte Mannschaft“, so Pierce über die Leistung seines Teams. Doc Rivers, Headcoach der Truppe, blies derweil ins selbe Horn: „Wir haben uns endlich wieder in die wahren Celtics verwandelt. Defensive Schlüsselszenen und reihenweise wichtige Punkte im Angriff, das hat uns heute ausgemacht.“
Bei den Bulls lief mit Beginn der zweiten 12 Minuten dank der starken Celtics-Verteidigung nur noch wenig zusammen. Gordon verwandelte seine Würfe von außen nicht mehr, und anstatt wie im ersten Viertel aggressiv zum Korb zu gehen, entschieden sich die Bulls für zu viele gut gedeckte Würfe aus der Mittel- und Ferndistanz.
Zum Halbzeitpfiff hieß es 39:52 aus Sicht Chicagos.
Langsam fand die Mannschaft von Headcoach Vinny Del Negro wieder zu ihrem Spiel. Derrick Rose (18 Zähler) suchte immer wieder erfolgreich den Abschluss in Korbnähe, während Kirk Hinrich(16 Punkte) nach einem holprigen Start langsam auftaute. Doch von Spielern wie Brad Miller (neun Zähler) und John Salmons (12), die im bisherigen Serien-Verlauf des Öfteren den Unterschied ausmachten, kam vergangene Nacht einfach zuwenig. Daneben erwischte Tyrus Thomas mit vier Punkten und fünf Rebounds eine ganz schwache Partie.
Im vierten Viertel konnten sich die Bulls noch einmal bis auf 86:89 herankämpfen, doch mehrere überhastete Würfe von Gordon sowie fehlende Durchschlagskraft am Offensiv-Rebound machten am Ende jede Chance auf die Sensation zunichte.
Boston hatte in Pierce und Ray Allen (23 Punkte) seine auffälligsten Akteure, daneben lenkte Rajon Rondo mit 11 Vorlagen (bei sieben Zählern) das Spiel des Meisters gewohnt umsichtig.
Ein Schlüssel zum Erfolg der Celtics lag des Weiteren in Brian Scalabrine (acht Punkte) und Eddie House (Foto, 16 Zähler), die fast jedes Mal, wenn Chicago den Spielstand verkürzen konnte, per Dreier die richtige Antwort fanden. Scalabrine verwandelte zwei von drei Versuchen jenseits der Dreipunkt-Linie, House starke vier von vier.
Die Bulls können dennoch mehr als stolz auf ihre Leistung sein. Die Serie gegen Boston wird als die beste Erstrunden-Begegnung aller Zeiten in die Annalen der NBA-Playoffs eingehen und daneben als eine der spannendsten Duelle überhaupt in den Erinnerungen der Zuschauer haften bleiben.
„Wir haben viele junge Spieler in unseren Reihen, die das erste Mal so etwas miterleben durften“, gab Del Negro, selbst im ersten Jahr als Headcoach einer NBA-Mannschaft tätig, nach dem Ausscheiden seiner Bulls zu Protokoll. „Diese Erfahrung wird uns für die Zukunft äußerst nützlich sein. Die Serie hat uns als Team einfach besser gemacht.“
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Rondo für finalen Showdown spielberechtigt
Samstag, 2. Mai 2009
Vor dem alles entscheidenden siebten Spiel in der ersten Runde der NBA-Playoffs zwischen Boston und Chicago gibt es gute Nachrichten für die Celtics: Rajon Rondo (Foto) wird wegen seinem Vergehen aus der vorangegangenen Partie nicht gesperrt.
Der 23-Jährige war während Bostons 127:128-Niederlage nach drei Verlängerungen in Chicago negativ aufgefallen, als er Gegenspieler Kirk Hinrich bei vollem Lauf in den Anschreiber-Tisch beförderte. Im anschließenden Gerangel verpasste Rondo mit einem Ellbogen-Check Hinrichs Gesicht nur knapp.
Der Spielmacher der Kelten bekam dafür ein unsportliches Foul, das von der Liga nach gründlicher Prüfung mit einer Sperre belegt hätte werden können, wie es in einem ähnlichen Fall kurz zuvor schon Dwight Howard von den Orlando Magic widerfahren war. Doch die Ofiziellen der NBA entschieden sich dagegen.
Bereits im fünften Aufeinandertreffen beider Mannschaften hatte Rondo für Aufsehen gesorgt, als er Brad Miller von den Bulls per Foul eine blutige Nase verpasste.
Ob die Entscheidung der Liga einen politischen Hintergrund hat, fällt schwer zu sagen. Immerhin präsentiert sich Rondo während der laufenden Erstrunden-Serie als bester Akteur beider Mannschaften, und kann durchschnittlich mit 21,5 Punkten, 11,7 Vorlagen und 10,0 Rebounds ein Triple-Double pro Partie (!) aufweisen.
Heute Nacht ab 2:00 Uhr deutscher Zeit hat Rondo die Gelegenheit, das in ihn gesetzte Vertrauen seitens der Liga mit einem fairen Auftreten zurückzuzahlen. Oder er entscheidet sich, für Sieg und Zuschauer abermals über die Grenzen des Erlaubten hinauszugehen.
Rondo vs. Hinrich:




Die Hoffnungen, die Jahr für Jahr in die Talentewahl gesteckt werden, sind immens. Einzelne Spieler sollen ganzen Franchises neue Hoffnung geben und kein anderer Tag neben der Trade Deadline sorgt für derart viele Tauschgeschäfte. Diese gab es auch dieses Jahr – genauso wie etliche überraschende Picks, tief gefallene Spieler und was sonst noch dazu gehört. Ohne weitere Umschweife: Der XXL-Rückblick.
Im zweiten Teil der NBA-Blog-Serie zu den finanziellen und wirtschaftlichen Hintergründen der National Basketball Association werden die Topverdiener der Liga von Rang 31 bis 60 unter die Lupe genommen. Dabei sind krasse Fehlinvestitionen gegenüber gelungenen Preis-Leistungs-Verhältnissen in der Überzahl. Aber wie sagt man so schön? Hinterher ist man immer schlauer. Eine Analyse.