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Dallas Mavericks @ San Antonio Spurs 84:105

Dienstag, 21. April 2009

Da war es wieder, das längst überwunden geglaubte zweite Gesicht der Dallas Mavericks.

Nach einer starken ersten Partie gegen die San Antonio Spurs in Runde eins der Playoffs 2008/2009 setzte es vergangene Nacht eine schmerzhafte 84:105-Klatsche gegen den Erzrivalen aus Texas, der die Serie somit zum 1:1 ausgleichen konnte.

Die Fans der Mavericks dürften sich mit einem Déja-vu-Erlebnis konfrontiert sehen. Wie so oft in der vergangenen Saison folgte auf eine viel versprechende Vorstellung der Totalabsturz.

Die Mannschaft von Headcoach Rick Carlisle präsentierte sich wie ausgewechselt. Viel zu viele Einzelaktionen resultierten aus einem kaum vorhandenen Zusammenspiel der Dallas-Akteure.

Nach einem schwachen ersten Viertel, das mit 19:30 abgegeben wurde, konnte man vielleicht noch an den Auftaktsieg der Mavs denken, als die Mannschaft ähnlich mühsam in die Begegnung startete. Im zweiten Spielabschnitt, den Dallas mit 27:27 ausgeglichen gestalten konnte, keimte wieder etwas Hoffnung auf. Doch nach der Pause lief dann gar nichts mehr zusammen. Viertel Nummer drei, ansonsten eher Schlüsselabschnitt im positiven Sinne der Mannschaft, wurde mit 17:28 hergeschenkt und die Partie war beim Stand von 63:85 bereits entschieden.

Tony ParkerTony Parker (Foto), im ersten Spiel der Serie noch mit moderaten 24 Zählern von der Dallas-Defense einigermaßen im Zaum gehalten, präsentierte sich während der vergangenen Nacht wieder als absolute Nemesis der Mavericks. Mit 38 Punkten (16 von 22 verwandelten Würfen aus dem Feld) und acht Vorlagen spielte der Franzose praktisch ohne Gegenspieler und agierte im Angriff seiner Mannschaft nach Belieben.

„Ich habe versucht, mit viel Biss zu spielen“, so Parker nach der Partie. „Ein Sieg war für uns heute einfach Pflicht.“

Gregg Popovich, Headcoach San Antonios, konnte es sich sogar erlauben, Tim Duncan (13 Punkte, 11 Rebounds) nur 28 Minuten einzusetzen um ihn bereits für die kommende Begegnung zu schonen.

Vor allem an den Brettern zeigten sich die Spurs deutlich aggressiver als im ersten Spiel und dominierten gegen schwache Gäste die Rebound-Statistik mit 44:28 Abprallern.

Dirk Nowitzki blieb auf der Gegenseite während der zweiten Partie in Folge unter 20 Zählern. Der Deutsche spielte phasenweise ohne Selbstvertrauen und beendete die Partie mit 14 Punkten und einer ganz schwachen Wurfquote aus dem Feld von lediglich drei Treffern bei 14 Versuchen. Im dritten Viertel verletzte sich der 30-Jährige zu allem Übel auch noch am Daumen und musste mit einem Verband weiterspielen.

Kein Dallas-Akteur vermochte gegen die Spurs-Verteidigung mehr als 20 Punkte zu erzielen. Am erfolgreichsten präsentierte sich noch Jason Terry mit 16 Zählern, wofür er allerdings auch 15 Würfe aus dem Feld benötigte. Von den zuletzt gelobten J.J. Barea (fünf Zähler) und Brandon Bass (acht Punkte) war wenig zu sehen, Josh Howard, viel beschworener X-Faktor im Spiel seiner Mannschaft, tauchte mit lediglich sieben erzielten Zählern komplett ab.

Einzig Jason Kidd erreichte mit 14 Zählern, vier Rebounds, fünf Assists und drei Steals annähernd seine Normalform.

Trotz der unterirdischen Leistung ist die Ausgangssituation der Mavericks für die kommenden Partien komfortabel, schließt man eine Wiederholung der heutigen Vorstellung einmal aus. Durch den Auswärtssieg im ersten Spiel der Serie ist Dallas im Besitzt des Heimvorteils, sprich, wenn das Team von Besitzer Mark Cuban seine drei verbleibenden Heimspiele gewinnt, kommt es eine Runde weiter.

Dazu ist allerdings das andere Gesicht der Mannschaft nötig. Sonst sieht es für die Mavs auch im heimischen American Airlines Center düster aus, wo in der Nacht auf Freitag Spiel Nummer drei der Serie steigt.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Vorschau Spiel 2: Dallas Mavericks @ San Antonio Spurs

Montag, 20. April 2009

„Für uns steht es in der Serie immer noch 0:0.“

Diese Devise gibt Dirk Nowitzki vor der zweiten Partie im Erstrunden-Duell der diesjährigen Playoffs zwischen den Mavericks und San Antonio aus.

Nachdem das Team aus „Big D“ die Auftakt-Begegnung beider Mannschaften in der Nacht von Samstag auf Sonntag überraschend mit 105:97 für sich entscheiden konnte, mahnt Nowitzki an, mit dem gewonnenen Heimvorteil sei in der Serie noch nichts entschieden.

„Wir werden den Druck auf San Antonio weiter erhöhen. Den Vorteil, den wir uns durch die erste Partie erarbeitet haben, wollen wir nicht wieder abgeben. Es könnte durchaus möglich sein, dass wir zweimal bei den Spurs gewinnen müssen, um eine Runde weiter zu kommen.“

Rein statistisch gesehen hat Dallas hervorragende Chancen auf den Einzug in die Conference-Semi-Finals. Rund 78 Prozent aller Teams in der Geschichte der NBA, die das Auftakt-Match einer Erstrunden-Serie gewinnen konnten, kamen später auch weiter. Auf der anderen Seite ist San Antonio ein Spezialist darin, Auftaktniederlagen noch in ein Weiterkommen umzuwandeln. Vergangenes Jahr in Runde zwei der Playoffs ging die erste Partie gegen die New Orleans Hornets verloren, die Spurs gewannen die Serie dennoch. Gleiches Bild während der Erstrunden-Serie 2006/2007 gegen die Denver Nuggets. Nach einer Auftaktniederlage im heimischen AT&T-Center entschied San Antonio das Duell noch zu seinen Gunsten.

J.J. BareaDoch Dallas muss sich nach der guten Vorstellung vom Wochenende keinesfalls vor dem verhassten Rivalen aus Texas verstecken. Die Mavericks überzeugten durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, sechs Akteure erzielten eine zweistellige Punkteausbeute. Spieler wie J.J. Barea (Foto), Brandon Bass oder Erick Dampier sprangen für die eher mäßig agierenden Nowitzki und Jason Terry in die Bresche und sammelten direkt zu Playoff-Beginn emsig Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gegen San Antonio.

Tim Duncan bereitete der Dallas-Defense zwar einige Schwierigkeiten, doch Dampier bekam den vielleicht besten Power-Forward aller Zeiten im letzten Viertel immer besser in den Griff. Gleiches Bild bei Tony Parker. Nachdem der Franzose in Halbzeit eins noch 13 Punkte und sieben Vorlagen gegen die Mavericks verbuchen konnte, stellte sich vor allem Barea während der zweiten 24 Spielminuten immer besser auf Parker ein und wusste dessen Kreise durchaus zu stören (unter anderem durch die Aufnahme zweier Offensiv-Fouls des Finals-MVP’s von 2007).

Raum zur Verbesserung gibt es für Dallas dagegen in der Verteidigung der gegnerischen Dreierschhützen. Unglaubliche 11 von 14 Würfen versenkten Roger Mason, Michael Finley & Co. von jenseits der Dreipunktlinie. Hier besteht dringender Handlungsbedarf durch Mavs-Headcoach Rick Carlisle, denn normalerweise ist gegen eine derartige Quote kein Spiel zu gewinnen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Parker, Duncan und die Dreierschützen bilden die schlagkräftigsten Waffen im Arsenal der Spurs. Zumindest zwei der genannten Faktoren muss Dallas in der Verteidigung einigermaßen in den Griff bekommen, dann stehen die Chancen auf einen weiteren Sieg mehr als gut.

Nowitzki und Terry werden sich sicher nicht von ihrer durchschnittlichen Leistung im Angriff der Mavs während der ersten Partie beeindrucken lassen.

Und falls doch, sind da ja noch Josh Howard, Barea und Bass, die bewiesenermaßen einen Engpass in der Offensive zumindest zeitweise überbrücken zu können.

Dallas Mavericks @ San Antonio Spurs 105:97

Sonntag, 19. April 2009

Ausrufezeichen beim Erzrivalen.

Die Dallas Mavericks nehmen den Schwung aus der regulären Saison mit in die Playoffs und besiegen zum Erstrunden-Auftakt die San Antonio Spurs mit 105:97 im gegnerischen AT&T-Center.

Somit steht es 1:0 in der „Best-of-Seven“-Serie zwischen beiden Mannschaften. Dallas entreißt durch den Auswärtssieg direkt im ersten Spiel des Texas-Showdowns San Antonio den Heimvorteil.

Für das Team von Headcoach Rick Carlisle war es der erste Erfolg in fremder Halle während einer Endrunden-Serie seit dem Western-Conference-Finale von 2006. Zuletzt mussten sich die Mavericks in den Playoffs neun mal in Folge auswärts geschlagen geben.

„Wir sind ein geduldiges, aber sehr hungriges Team“, äußerte sich Carlisle nach der Begegnung über seine Mannschaft. „Wir wussten, wie stark San Antonio hier spielt und haben nicht aufgegeben zu kämpfen, auch wenn es in der ersten Halbzeit lange nicht gut aussah.“

Und das tat es wirklich nicht.

Brandon BassDas erste Viertel verschlief Dallas direkt mit 18:29, bevor sich die Mannschaft, angeführt von einem ganz starken Brandon Bass (Foto), der im zweiten Spielabschnitt zehn seiner 14 Punkte erzielte, zur Halbzeitpause auf 45:49 herankämpfte. Viertel Nummer drei entwickelte sich ausgeglichen, mit Vorteilen auf Seiten der Mavericks. Nach einem Zwischenspurt der Spurs ging Dallas durch Jason Terry (12 Punkte) kurz vor Ende des Abschnittes mit 74:72 in Führung, bevor Tim Duncan (27 Punkte, neun Rebounds) noch auszugleichen wusste.

Beim Stande von 74:77 aus Sicht der Mavs machte Dallas ernst und zog durch einen 21:6-Lauf auf und davon. Erick Dampier (zehn Punkte, 11 Rebounds) zeigte während des finalen Viertels in der Verteidigung einen hervorragenden Job gegen Duncan, während J.J. Barea (13 Zähler) im Angriff der Mavs heiß lief und durch seine Schnelligkeit die Spurs ein ums andere Mal vor unlösbare Probleme stellte.

Als es San Antonio knapp vier Minuten vor Ende der Begegnung durch einen Dreier von Roger Mason (13 Punkte) noch mal gelang, auf 88:95 zu verkürzen, lag es an Dirk Nowitzki (19 Zähler, acht Rebounds), durch vier schnelle Punkte den Abstand wieder zu vergrößern und letzten Endes durch zwei erfolgreiche Freiwürfe den Endstand herzustellen.

Mit dem Schlusspfiff ließ sich Carlisle zu einer Geste der Genugtuung hinreißen, als er mit verbissener Miene die „Becker-Faust“ ballte. Ein emotionaler Ausbruch, den man während der laufenden Spielzeit das erste Mal beim stoischen Coach der Mavericks beobachten durfte.

Neben einer effektiven Verteidigung des alten Dallas-Schreckgespenstes Tony Parker (24 Punkte, acht Vorlagen), der ständig mit frischen Verteidigern traktiert wurde, war die Geschlossenheit der Mavs-Mannschaft der Schlüssel zum Sieg. In einer Begegnung, in der Nowitzki und Terry nicht ihren besten Abend erwischten, und Jason Kidd mit nur fünf Vorlagen (neben vier Punkten und acht Rebounds) erstaunlich uneffektiv auftrat, waren es Bass, Dampier, Barea und vor allem Josh Howard (25 Zähler), die die Scoring-Last auf mehreren Schultern verteilten. So beendeten sechs Dallas-Akteure die Partie mit einer zweistelligen Punkteausbeute.

Das schlug sich auch im direkten Bank-Vergleich beider Mannschaften nieder. Die Einwechselspieler der Mavs entschieden das Duell gegen die Spurs-Reserve mit 39:14 Zählern für sich.

Barea war es, der Parker von der Bank kommend in der Verteidigung die größten Probleme bereitete. Nachdem Antoine Wright (acht Zähler) dem Franzosen in Halbzeit eins noch 13 Punkte und sieben Vorlagen gestattete und früh mit Foulproblemen belastet war, machte es Barea nach der Pause besser. „Ich habe alles gegeben, ihm das Leben einfach so schwer wie möglich zu machen“, so der kleine Guard nach der Partie. Der Puerto Ricaner wusste zudem Parker innerhalb der letzten 20 Minuten der Partie zwei Offensiv-Fouls anzuhängen.

San Antonio überzeute vor allem durch eine überragende Dreierquote von 11 Treffern bei 14 Versuchen (78,6 Prozent), allein Ex-Maverick Michael Finley (19 Punkte) versenkte fünf Mal von Downtown ohne einen einzigen Fehlwurf. Hier gilt es für Dallas, schleunigst eine Lösung in der Verteidigung zu finden. Denn sonst wird nicht Parker, sondern die Dreier-Schützen der Spurs neben Duncan größter Faktor im Angriff San Antonios.

Für Nowitzki, der früh mit Foulproblemen zu kämpfen hatte und die letzten neun Minuten der ersten Halbzeit von der Bank aus verfolgen musste, war es nach 25 Partien in Folge das erste Spiel, in dem er an der 20-Punkte-Marke scheiterte. Bei einem Sieg in San Antonio dürfte das den achtfachen All-Star wohl kaum kümmern. 

Terry warnte derweil vor der zweiten Partie der Serie von Montag auf Dienstag. „Es wird hart. Es gibt neben Cleveland wahrscheinlichen keinen Ort in der Liga, wo es schwerer ist zu gewinnen als in San Antonio. Und das wird sich im nächsten Spiel nicht ändern.“

Solange die Mavericks ihre Heimspiele gewinnen, ist das gar nicht mehr nötig.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks gegen Houston Rockets 95:84

Donnerstag, 16. April 2009

Es ist vollbracht.

Durch einen 95:84-Sieg über die Houston Rockets und einer gleichzeitigen 98:105-Niederlage n.V. der New Orleans Hornets bei den San Antonio Spurs beenden die Dallas Mavericks die reguläre Spielzeit 2008/2009 auf dem sechsten Rang der Western-Conference.

In der ersten Runde der diesjährigen Playoffs kommt es nun zum Texas-Duell mit dem verhassten Nachbarn aus San Antonio.

In einer teilweise hart geführten Begegnung zogen die Mavs den gastierenden Rockets im letzten Viertel den Zahn. Nachdem sich das Team von Headcoach Rick Carlisle während des dritten Spielabschnitts zwischenzeitlich mit 14 Punkten im Hintertreffen befand, dominierte Dallas sein Gegenüber in den finalen zwölf Minuten der Partie mit 30:14.

Jason TerryJason Terry (23 Zähler, Foto) erzielte im vierten Viertel mit 14 Punkten genauso viele Zähler wie die gesamte Mannschaft der Rockets. Auf der Gegenseite gelang Yao Ming (23 Punkte, neun Rebounds) während der letzten 21 Minuten der Partie, durch Brandon Bass (sechs Zähler) hauteng verteidigt, kein einziger Punkt mehr. Der 26 cm kleinere und 27 kg leichtere Bass meldete den Chinesen völlig ab.

„Wir hatten auf einmal große Probleme, den Ball ordentlich zu bewegen“, so Yao nach der Partie. „Ich konnte meine Position im High-Post nicht ordentlich verteidigen, das geht auf meine Kappe.“

Durch einen Sieg hätte Houston die reguläre Saison auf dem zweiten Rang der Western-Conference abgeschlossen und den ersten Division-Titel seit 1994 eingefahren. Mit der Niederlage rutschen die Rockets dagegen auf Platz fünf der Tabelle ab, müssen in der ersten Runde der Playoffs gegen die Portland Trail Blazers antreten und haben dabei nicht einmal den Heimvorteil im Rücken.

Topscorer der Partie war derweil einmal mehr Dirk Nowitzki, der mit 30 Zählern und 15 Rebounds die 25. Partie in Folge mindestens 20 Punkte erzielte - die längste Serie aller NBA-Akteure während der laufenden Saison. Daneben verbuchte Jason Kidd mit 11 Zählern, 12 Vorlagen und zehn Rebounds das 103. Triple-Double seiner Karriere.

Josh Howard, nach seiner Pause gegen die Minnesota Timberwolves wieder ins Team gerückt, erwischte einen schwachen Start und vergab seine ersten sieben Würfe aus dem Feld. Doch während der Aufholjagd im dritten Viertel erzielte der 28-Jährige 13 Punkte und beendete die Partie mit 15 Zählern.

Auf der Gegenseite verbuchten neben Yao lediglich Kyle Lowry mit 15 und Ron Artest mit  zehn Zählern eine zweistellige Punktausbeute.

Nach der Begegnung reckte Terry stolz eine Hand mit fünf ausgestreckten Fingern in Richtung des Publikums, während die andere Hand eine Null formte. 50.

Für Dallas war es der 50. Sieg der Saison und die mittlerweile 9. Spielzeit in Folge, die mit mindestens 50 Erfolgen abgeschlossen wurde. In der Geschichte der NBA gelangen erst drei anderen Teams noch längere derartige Serien.

„Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt mehr Selbstvertrauen als die ganze Saison über“, gab sich Nowitzki angriffslustig im Bezug auf die anstehende Erstrunden-Serie mit den Spurs.

„Es ist großartig, mit solch einer Form in die Playoffs einzuziehen“, blies Carlisle nach der Partie ins selbe Horn. „Es garantiert dir zwar gar nichts, aber mit einem Sieg in die Endrunde zu gehen, gibt mir ein gutes Gefühl.“

Derby-Time!

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

New Orleans Hornets vs. Dallas Mavericks 102:92

Montag, 13. April 2009

Dämpfer für die Dallas Mavericks.

Nach zuletzt drei überzeugenden Siegen in Serie musste sich das Team aus Texas am Sonntagabend den New Orleans Hornets mit 92:102 geschlagen geben.

Die Taktik aus dem 100:92-Erfolg über die Hornissen zwei Tage zuvor ging für die Mannschaft von Headcoach Rick Carlisle beim abermaligen Aufeinandertreffen beider Teams nicht auf. Während Freitagnacht die Dallas-Defensive Chris Paul schalten und walten lies, dafür aber seine Nebenleute erfolgreich verteidigte, hatte New Orleans’ Point-Guard am Sonntag wieder die volle Unterstützung seiner Mannschafts-Kameraden.

Mit 31 Punkten, 17 Vorlagen und neun Rebounds schrammte der 23-Jährige knapp an seinem siebten Triple-Double der Saison vorbei. Erfolgreichster Abnehmer von Pauls Pässen war dabei David West, der ebenfalls 31 Punkte für sich verbuchen konnte. Im Hinspiel der Mini-Serie zwischen Mavs und Hornets profitierte Dallas noch von einer durchwachsenen Leistung des Power Forwards, der für 20 Punkte 20 Würfe aus dem Feld benötigte. Beim gestrigen Sieg seiner Mannschaft versenkte West dagegen starke 14 von 21 Versuchen aus dem Feld.

Die Mavericks gestalteten das Spiel währenddessen über lange Zeit offen und waren keinesfalls chancenlos. Nachdem das erste Viertel mit 13:22 verschlafen wurde, startete Dallas, angeführt von einem starken Dirk Nowitzki (29 Punkte, 14 Rebounds), im zweiten Spielabschnitt eine Aufholjagd. Zur Halbzeitpause hieß es 44:45 aus Sicht der Mavs. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, 24 mal hieß es Gleichstand, 16 mal wechselte die Führung. Beim Stand von 79:79 ging es in den finalen Spielabschnitt.

Dann jedoch machte Paul ernst. Der beste Spielmacher der Liga punktete während den letzten 12 Minuten der Partie fast nach Belieben und lies die Dallas-Defensive mit 13 Zählern (vier von vier aus dem Feld, fünf von fünf jenseits der Freiwurflinie) in Viertel Nummer vier ein ums andere mal alt aussehen.

“Wir haben alles versucht”, resignierte Carlisle anschließend. “Egal ob gegen Double-, oder Triple-Teams, er fand immer einen Weg entweder selbst zu punkten oder den freien Mann zu finden. Das macht einen wirklich großen Spieler aus.”

Abermals wurde deutlich, warum New Orleans sieben der letzten neun Begegnungen mit den Mavericks für sich entschied. Im Kader der Texaner findet sich weit und breit kein Akteur, der Paul in der Defensive auch nur ansatzweise das Wasser reichen könnte.

“Auf einen Gegner wie Chris Paul musst du deine ganze Verteidigung einstellen”, gab Jason Terry (13 Zähler) nach der Begegnung zu Protokoll. “Man kann seine Punkte oder Vorlagen kaum verhindern. Er ist der Kopf der Schlange.  Aber um zu gewinnen, muss man ihn einer seiner beiden Eigenschaften berauben, Passen oder Punkten.”

Den Mavericks gelang keines von beiden.

Neben Nowitzki und Terry zeigten Josh Howard (15 Punkte) und Brandon Bass (13) für Dallas eine auffällige Partie, doch insgesamt bekam der Deutsche im Angriff der Mavs, bei denen nur acht Akteure zum Einsatz kamen,  zu wenig Unterstützung von seinen Nebenleuten.

Durch die Niederlage verpasste Dallas den Sprung auf Rang sechs in der Western-Conference und wird bei noch zwei ausstehenden Begegnungen die Hornets von selbigem wohl nicht mehr verdrängen können. Nur wenn die Mavericks ihre letzten beiden Partien der regulären Spielzeit für sich entscheiden (vs. Minnesota, vs. Houston), und New Orleans seinerseits zweimal patzt (@ Houston, @ San Antonio), erobert Dallas den sechsten Tabellenplatz.

Gleichzeitig muss das Team von Besitzer Mark Cuban auch nach hinten schauen, wo die achtplatzierten Utah Jazz, mit lediglich einem Erfolg weniger auf dem Konto, lauern. Die Mannschaft aus Salt Lake City bestreitet seine letzten Begegnungen zuhause gegen die Los Angeles Clippers und auswärts bei den Los Angeles Lakers, und würde mit zwei Siegen und einer gleichzeitigen Pleite der Mavericks noch auf Rang sieben vorrücken.

Dallas hält trotz der heutigen Niederlage noch alle Trümpfe in der Hand, eine stark durchwachsene Saison zumindest auf dem siebten Platz zu beenden um somit den gefürchteten Lakers in Runde eins der Playoffs aus dem Weg zu gehen.

Auf Chris Paul und seine Hornets würden die Mavericks frühestens in den Conference-Semi-Finals treffen. Gott sei Dank.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks vs. New Orleans Hornets 100:92

Samstag, 11. April 2009

Perfektes Timing.

Rechzeitig zur entscheidenden Phase der regulären Spielzeit zeigen die Dallas Mavericks ihren besten Basketball der Saison. Vergangene Nacht bekamen dies die New Orleans Hornets durch einen überzeugenden 100:92-Sieg zu spüren.

Mit dem Erfolg über den Angstgegner und einer gleichzeitigen Niederlage Utahs in San Antonio (99:105) rücken die Mavs nach acht langen Wochen auf den ersehnten siebten Rang in der Western-Conference vor. Doch es ist noch mehr drin. Das Team von Headcoach Rick Carlisle ist nun im Besitz der gleichen Bilanz wie die Hornets. Beim abermaligen Aufeinandertreffen beider Teams am Sonntag in New Orleans kann Dallas noch einen Platz in der Tabelle gutmachen.

Nach dem dritten überzeugenden Sieg der Mavericks in Folge zeigte sich Dirk Nowitzki (25 Punkte, sieben Rebounds) angriffslustig: „Wirklich starke Teams können öfter als drei Mal in Serie gewinnen. Wir haben jetzt zuhause ziemlich gut gespielt, doch der wirkliche Test wartet auswärts am Sonntag. Das wird die wichtigste Begegnung der Saison.“

Die Texaner haben jetzt alle Trümpfe in der Hand. Gewinnen sie die letzten drei Partien der regulären Spielzeit (Sonntag @ New Orleans, Montag vs. Minnesota, Mittwoch vs. Houston), startet das Team vom sechsten Rang in die Playoffs.

„Wir spielen zurzeit so, als ob die Endrunde für uns in diesem Jahr einfach früher begonnen hätte“, wusste Nowitzki eine Erklärung für den Leistungssprung der Mavericks in den vergangenen Wochen.

Gegen New Orleans avancierte derweil einmal mehr Josh Howard zum Matchwinner im American Airlines Center. Anhaltende Beschwerden am Sprunggelenk konnten den ehemaligen All-Star nicht an 25 Punkten und 11 Rebounds hindern. Howard hat in den vergangenen Partien endlich wieder die Rolle im Team eingenommen, die er während der Spielzeit 2005/2006 so überzeugend ausfüllen konnte: Anführer in der Defensive, effektiver Scorer im Angriff.

„Alle Spieler im Team sind heute aggressiv zu Korb gegangen“, lobte Howard währenddessen seine Teamkameraden. „Jeder hat für sich die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment getroffen.“

Dass es gegen New Orleans nicht zu einem deutlich höheren Sieg kam, hatte Dallas dem eigenen Schlendrian und Chris Paul von der Gegenseite zu verdanken. Nach dem ersten Viertel lagen die Mavs bereits mit 30:17 in Front, zur Halbzeitpause stand es 49:39. Mit Beginn des letzten Spielabschnittes sah Dallas mit einer 77:61-Führung bereits wie der sichere Sieger aus, bevor erwähnter Schlendrian Einzug hielt.

Paul, der die Partie mit 42 Punkten (davon 17 Zähler im Schlussabschnitt), neun Rebounds und sieben Vorlagen beendete, stellte die Verteidigung der Mavs wie so oft in der Vergangenheit vor fast unlösbare Probleme. Per Dreier verkürzte der Point-Guard eine Minute vor Ende der Partie auf 89:93 aus Sicht der Hornissen. Doch im Gegenzug machte Nowitzki alles klar. Der Deutsche zog zielstrebig zum gegnerischen Korb und wurde von James Posey (fünf Punkte) gefoult. Die fälligen Freiwürfe verwandelte Nowitzki standesgemäß sicher und der Widerstand der Hornets war gebrochen.

Für „Dirkules“ war es das 22. Spiel in Folge mit mindestens 20 erzielten Punkten - längste Serie aller Akteure der Liga während der laufenden Spielzeit.

Neben Howard und Nowitzki zeigten Jason Terry (18 Punkte) und Jason Kidd wie gewohnt starke Leistungen für Dallas. Kidd hatte in der Verteidigung zwar wie so oft große Probleme mit seinem Gegenüber Paul, doch überzeugte er dafür selbst in der Offensive. 15 Vorlagen (neben sieben Rebounds) standen am Ende für den 36-Jährigen zu Buche. Seine einzigen drei Punkte der Partie erzielte Kidd per Freiwürfe in den letzten 26 Sekunden der Begegnung.

Brandon Bass (acht Punkte) griff sich derweil 13 Rebounds aus der Luft - eine neue persönliche Karriere-Bestleistung des Power-Forwards. Insgesamt ging das Duell unter den Brettern mit 54:38 Abprallern an die Mavericks (davon 20 in der Offensive).

Auf Seiten der Gäste punktete neben Paul lediglich David West mit 20 Zählern zweistellig. Für New Orleans war es die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Partien. Die Formkurve der Hornets zeigt steil nach unten.

Ganz im Gegensatz zu der von Dallas.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Phoenix @ Dallas 116:140

Montag, 6. April 2009

Die Dallas Mavericks können endlich für die Playoffs planen.

Mit 140:116 wurden Sonntagabend die Suns aus Phoenix demontiert. Für die Texaner war es der lang ersehnte Befreiungsschlag nach einer Saison voller Höhen und Tiefen und die fällige Wiedergutmachung für eine peinliche 102:107-Niederlage in Memphis.

Dallas hat nun einen komfortablen, vier Spiele umfassenden Vorsprung auf die neuntplatzierten Suns. Zudem sind die Mavs im Besitz des Tiebreakers, da drei von vier Partien  aus der regulären Spielzeit gegen die Mannschaft aus der Pacific-Division gewonnen wurden. Dies bedeutet, dass Dallas die restlichen fünf Saisonspiele verlieren müsste um noch aus den Playoff-Rängen zu rutschen. Phoenix hätte gleichzeitig fünf Mal in Folge zu gewinnen.

„Wir müssen immer noch ein Spiel gewinnen, um die Qualifikation zu erreichen“, trat Headcoach Rick Carlisle nach der Partie erst einmal auf die Euphoriebremse. „Dennoch, wir haben ein äußerst gefährliches Team und werden alles daran setzen, in der Tabelle noch ein Stück nach oben zu klettern.“

Das direkte Duell der Kontrahenten geriet im ausverkauften American Airlines Center derweil zum Schaulaufen der Mavericks vor ihren begeisterten Anhängern. Während Phoenix das erste Viertel mit 33:39 noch relativ ausgeglichen gestalten konnte, dominierten die Mavs Abschnitt zwei mit 42:26 und lagen zum Halbzeitpfiff mit 81:59 in Front - Saisonrekord für die meisten Punkte in einer Halbzeit.

Der Ausgang der Partie war in der Folge nur noch Formsache. Doch die Begegnung bot weiteren Raum für Rekorde. Jason Kidd erzielte in lediglich drei Vierteln auf dem Parkett neben 19 Punkten überragende 20 Assists (Saison-Bestmarke und Vereins-Rekord) und verdrängte somit Magic Johnson vom dritten Rang der ewigen Vorlagen-Statistik der NBA.

1. John Stockton: 15.806 Assists
2. Mark Jackson: 10.334 Assists
3. Jason Kidd: 10.148 Assists
4. Magic Johnson: 10.141 Assists
5. Oscar Robertson: 9.887 Assists 

Kidd verbuchte daneben mit 16 Assists in einer Halbzeit einen weiteren clubinternen Meilenstein.

34 Vorlagen und 15 verwandelte Dreier bedeuten zudem ebenfalls interne Rekorde für die laufende Spielzeit der Mavericks.

Insgesamt punkteten bei Dallas sieben Spieler zweistellig - noch eine Saison-Bestmarke. Angeführt wurden die Mavs-Akteure dabei einmal mehr von Dirk Nowitzki, der 28 Punkte erzielte und starke zehn von zwölf Würfen aus dem Feld verwandelte (in lediglich 29 Minuten Einsatzzeit). Für den Deutschen war es bereits die 20. Partie in Folge mit mindestens 20 erzielten Punkten - aktuell die längste Serie der NBA.

Unterstützung bekam Nowitzki von Rückkehrer Josh Howard (24 Punkte), Jason Terry (18), Brandon Bass (14), J.J. Barea (12, für Antoine Wright in der Startformation) und James Singleton (zehn). Howard sorgte auch für das Highlight der an spektakulären Szenen reichen Partie, als er mit der Schlusssirene des zweiten Viertels einen Wurf tief aus der eigenen Hälfte verwandelte. An diesem Abend lief einfach alles für Dallas. Sogar der 3000-US-Dollar-Wurf eines Fans von der Mittellinie in der Halbzeitpause fand sein Ziel.

„Wir waren immer davon überzeugt, dass wir mit allen Spielern an Bord über eine gute Truppe verfügen“, so Nowitzki nach der Begegnung. „Leider hatten wir immer wieder mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen, aber das ist Teil dieses Spiels. Wenn sich Josh weiterhin in dieser Form präsentiert und auch die anderen Jungs fit bleiben, sind wir als Mannschaft schwer zu schlagen.“

Wie treffsicher sich der Vizemeister der Saison 2005/2006 gegen das Team aus Arizona präsentierte, belegen folgende Statistiken: 60 % Trefferquote aus dem Feld, 60 % Trefferquote von der Dreierlinie und 92 % Trefferquote von der Freiwurflinie - außergewöhnlich. Phoenix hatte dem nichts entgegenzusetzen.

Auf Seiten der chancenlosen Suns spielten Grant Hill mit 23, sowie Leandro Barbosa mit 24 Zählern am auffälligsten. Für Phoenix beendeten ebenfalls sieben Akteure die Partie mit einer zweistelligen Punktausbeute.

Dallas hat nun die Möglichkeit, in der Tabelle doch noch den ersehnten Sprung auf den siebten Rang zu vollziehen. Die abschließenden fünf Partien der Saison bestreitet das Team zuhause gegen Utah, New Orleans, Minnesota und Houston, daneben auswärts abermals gegen New Orleans.

Vor allem das Duell gegen die siebtplatzierten Jazz am kommenden Mittwoch dürfte zum vorgezogenen Endspiel um Rang sieben avancieren. Damit würde Dallas in der ersten Runde der Playoffs ein Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers verhindern.

„Ich habe unseren Jungs vor dem Spiel gesagt, dass es in dieser Liga kein anderes Team gibt, das einen ähnlichen Saisonverlauf erlebt hat wie wir“, so Coach Carlisle. „Die Höhen und Tiefen, die Erfolgsserien, die großen Siege und die harten Niederlagen. All das bereitet dich auf eine Partie wie die heutige vor. Wenn jeder mit voller Konzentration und Energie bei der Sache ist, es fällt mir schwer die richtigen Worte zu finden, aber dann können magische Dinge passieren. Wir schauen, dass wir weiter auf dieser Welle reiten.“

An Selbstvertrauen dürfte es den Dallas Mavericks für die kommenden Aufgaben nicht mangeln.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas @ Memphis 102:107

Samstag, 4. April 2009

Es ist das alte Spiel, das die Dallas Mavericks in der laufenden Saison mit ihren Fans treiben.

Nach zuletzt zwei Siegen und der damit verbundenen Hoffnung, die Saison wenigstens einigermaßen ordentlich über die Bühne zu bringen, kassierten die Mavs vergangene Nacht eine peinliche 102:107-Pleite gegen die Memphis Grizzlies.

Doppelt bitter: Da gleichzeitig die Rivalen der Texaner, Utah gegen die Timberwolves (102:103), Houston in Los Angeles (81:93) und New Orleans gegen Golden State (103:111) patzten, wurde leichfertig die Chance auf eine bessere Platzierung in der Western-Conference vergeben.

Und jetzt könnte sogar das Erreichen der Playoffs noch einmal ernsthaft in Gefahr geraten. Phoenix, das seine Partie gegen die Sacramento Kings mit 139:111 gewinnen konnte, verkürzte den Abstand von Rang neun zu den achtplatzierten Mavericks auf drei Partien. Am Sonntag kommt es zum direkten Duell der Kontrahenten im American Airlines Center - eine Begegnung mit Endspielcharakter.

Gegen Memphis zeigte Dallas wie schon so oft in dieser Saison, dass es dem Team schwer fällt, einen vermeintlich unterlegenen Gegner ernst zu nehmen. „Da kannst du sagen was du willst“, so ein frustrierter Antoine Wright (fünf Punkte) nach der Partie. „Im Vorfeld haben wir viel von einer besseren Platzierung in der Tabelle gesprochen. Wenn Du dann gegen die Grizzlies so auftrittst, waren das nichts mehr als leere Worte.“

Auch das verletzungsbedingte Fehlen von Josh Howard (Sprunggelenk), der zuletzt stark aufspielte, darf nicht als Entschuldigung für die Niederlage herhalten. Memphis erzielte in der ersten Halbzeit 61 Punkte, beendete die Partie mit einer Trefferquote von 53,8 Prozent und stellte fünf Spieler, die zweistellig punkteten. „Unentschuldbar“, so Wright. „Dafür haben wir alle die Verantwortung zu übernehmen.“

Auch Dirk Nowitzki konnte mit 35 Punkten und neun Rebounds die Schwächen in der Defensive nicht ausgleichen. Neben dem All-Star punkteten auf Seiten der Mavericks Erick Dampier (zehn), J.J. Barea (zehn), Brandon Bass (zehn) und Jason Terry (16) zweistellig. Jason Kidd beendete die Partie mit neun Punkten und zehn Assists. Bei den Grizzlies agierten Rudy Gay mit 27 Zählern neben zehn Rebounds sowie Mike Conley mit 25 Punkten am stärksten.

Hauptgrund für die wackelige Defensive und die damit verbundene Niederlage der Mavs war einmal mehr das schwache Reboundverhalten. Mit 45:32 dominierte Memphis diese Statistik. Drei Minuten vor Ende der Partie, bei einem ausgeglichenen Spielstand, war für Dallas noch alles drin. Doch abermals verfiel die Mannschaft in ein altes Verhaltensmuster, mit dem kein Spiel zu gewinnen ist. Sechs der letzten acht Dallas-Würfe waren Dreier - nur einer davon fand sein Ziel.

Im Gegenzug zeigten die jungen Grizzlies den erfahrenen Mavericks, wie ein Spiel in der Schlussphase entschieden wird. Mit aggressivem Zug zum Korb und den damit verbundenen Freiwürfen.

„Wir hatten hier die Möglichkeit auf einen Sieg“, gab sich Dampier anschließend frustriert. „Doch wir haben sie leichtfertig vergeben. Man darf in dieser Liga kein Team unterschätzen.“

„Eine ganz schmerzvolle Niederlage“, assistierte Nowitzki. „Mit oder ohne Josh, wir müssen einen Weg finden, solche Spiele zu gewinnen.“

Da Howards Einsatz gegen Phoenix noch fraglich ist, und er nach eigenen Aussagen auch für die Playoffs nicht zu hundert Prozent fit sein wird, wäre am Sonntag ein guter Zeitpunkt, direkt damit anzufangen.

Zusammenfassung der Partie:

Miami @ Dallas 96:98

Donnerstag, 2. April 2009

Diese Partie versprühte Playoff-Atmosphäre.

In einer hart umkämpften, teils ruppig geführten Begegnung behielten die Dallas Mavericks am Ende die Oberhand und besiegten die Miami Heat mit 98:96.

22 Mal wechselte die Führung, neun Mal war das Spiel ausgeglichen. Die Spielentscheidende Szene trug sich 2,3 Sekunden vor dem Schlusspfiff zu, als Josh Howard (20 Punkte, acht Rebounds) beim Stand von 97:96 ein Offensiv-Foul von Rookie Mario Chalmers (18 Zähler) aufnahm.

„Er hat mich auf seine rechte Seite gelockt, doch ich bin einfach stehen geblieben und habe meine Position verteidigt“, äußerte sich Howard zu der Szene. „Chalmers hat mich über den Haufen gerannt und ich bekam den Foulpfiff.“

Miami foulte im Gegenzug Jason Terry (13 Punkte), der einen von zwei Freiwürfen verwandeln konnte. Dwyane Wade (23 Punkte, sechs Assists) kam in der letzten Sekunde der Partie, von Jason Kidd (drei Punkte, 11 Assists) hauteng verteidigt, nicht mehr rechtzeitig zum Abschluss und verfehlte seinen Wurf zudem.

„Wir haben heute als Mannschaft großartig verteidigt“, so Matchwinner Howard nach der Partie. „Alle Spieler auf dem Parkett haben gut kommuniziert und jeder hat heute mit einer Menge Energie gespielt.“ Allen voran der Foward selbst, der im zweiten Spiel nach seiner Zwangspause wegen einer Sprunggelenksverletzung den Unterschied ausmachte.

Howard verbuchte zwei seiner drei Steals in den letzten sechs Minuten der Partie, als die Mavericks einen 87:91-Rückstand  wettmachen konnten. Dallas bekam vor allem Wade, Topscorer der Liga, während der Schlussphase immer besser in den Griff.

„Wir haben einen Weg gefunden, ihn zu stoppen“, so Mavs-Headcoach Rick Carlisle anschließend. „Und das war auch nötig. Am Ende waren es Courage und Einsatz, denen wir diesen Sieg zu verdanken haben.“

Courage und Einsatz, beides nicht unbedingt Eigenschaften, mit denen man üblicherweise die Mavericks in Verbindung bringt. Doch Howard sorgte neben seiner Entlastung im Angriff vor allem für den nötigen Biss in der Defensive, um so eine Partie zu gewinnen.

Fleißigster Punktesammler auf dem Parkett war derweil Dirk Nowitzki, der die Partie mit 30 Zählern beendete. Neben dem Deutschen, Howard und Terry punktete Brandon Bass für Dallas mit zehn Zählern zweistellig. Auf Seiten Miamis spielten außer Wade und Chalmers Michael Beasley mit 17, Jermaine O’Neal mit 12 und Daequan Cook mit 13 Punkten auffällig.

Für die Mavericks war es bereits der zehnte Sieg in Folge über Miami bei einer Begegnung aus der regulären Saison. Nach den NBA-Finals der Saison 2005/2006 hatte Wade seinen ersten Auftritt in Texas, da er die Partien aus den vergangenen beiden Spielzeit verletzt aussetzen musste.

Über die Rückkehr zu der Stätte seines größten Triumphes meinte der Goldmedaillen-Gewinner von Peking nur lapidar: “Ich dachte vor der Partie, die Mavericks-Fans würden mich etwas lauter ausbuhen.”

Da vergangene Nacht auch die Phoenix Suns ihr Heimspiel gegen die Houston Rockets mit 114:109 gewinnen konnten, beträgt der Abstand zwischen Dallas auf Rang acht und dem Team aus Arizona auf Platz neun weiterhin vier Siege. Doch bei lediglich sieben ausstehenden Partien dürften die Mavericks so langsam für die Playoffs planen.

Zum direkten Duell der beiden Kontrahenten kommt es am Sonntag, wenn Dallas im heimischen American Airlines Center die Suns empfängt. Zuvor müssen die Texaner am Freitag noch bei den Memphis Grizzlies antreten.

Gelegenheit also, in dieser Woche alles klar zu machen.

Zusammenfassung der Partie:

Washington @ Dallas 103:119

Sonntag, 8. März 2009

Das Erfolgsrezept war altbekannt und simpel.

Dirk Nowitzki und Jason Terry trugen die Dallas Mavericks fast im Alleingang zu einem 119:103-Sieg über die Washington Wizards. Das Duo erzielte dabei 67 Punkte (Nowitzki 34, daneben neun Rebounds und eine Saison-Bestleistung von sieben Assitst, Terry 33 Zähler, Saison-Bestleistung) im heimischen American Airlines Center.

In Abwesenheit des verletzten Josh Howards (Knöchel), der den kommenden Auswärts-Trip von vier Partien zu verpassen droht, ging der Plan gegen eines der schlechtesten Teams der Liga auf. Ob Nowitzki und Terry aber in jedem Spiel und auch gegen deutlich stärkere Mannschaften die komplette Last in der Offensive schultern können, darf bezweifelt werden.

Dem widersprach Terry nach der Partie. „Ich sehe das nicht so. Das ist schließlich unser Job. Dirk und ich sind dazu in der Lage, wir haben keine Angst vor der Verantwortung. In meinen Augen ist es nicht verrückt, wenn Dirk und ich jede Nacht 25 Würfe nehmen würden.“

Zumindest sind die Mavericks mit dieser Taktik mehr als leicht auszurechnen.

Gegen die Wizards  entwickelte sich bis zur Halbzeit eine offene Partie (51:51), bevor sich Dallas im dritten Viertel auf 81:71 absetzen konnte. Im letzten Spielabschnitt wurde der Vorsprung schnell weiter ausgebaut. Doch die Wizards kamen noch einmal auf 97:105 heran. Angeführt von Terry, der einem 14:6-Lauf acht Punkte beisteuerte, wurde der Sieg letztendlich ungefährdet unter Dach und Fach gebracht.

Neben Terry und Nowitzki punkteten bei Dallas lediglich Antoine Wright (16) und Brandon Bass (13) zweistellig. Jason Kidd wusste daneben mit 11 Vorlagen zu überzeugen. Washington hatte in Antawn Jamison (24 Punkte, 11 Rebounds) und Caron Butler (20 Zähler) seine stärksten Akteure.

Ohne Howard könnte es in den kommenden Auswärtspartien gegen Phoenix, Portland, Golden State und die Lakers vor allem in den Anfangsphasen zu Problemen kommen. Howard ist zu Beginn einer Partie die Option Nummer eins im Angriff der Mavericks. Er war stets in der Lage, bereits im ersten Viertel zweistellig zu punkten, bevor dann Terry eingewechselt wurde. Gegen Washington startete für Howard Devean George (sechs Punkte), der wenn überhaupt für seine Defense bekannt ist. Es wird sich also zeigen, wie Dallas gegen einen stärkeren Gegner zu seinen Punkten kommt.

Von Nowitzki und Terry können nicht jede Nacht 67 Zähler erwartet werden.

Zusammenfassung der Partie:

Milwaukee @ Dallas 96:116

Donnerstag, 26. Februar 2009

Die Mavericks hatten eine Rechnung zu begleichen.

Am 21. Januar setzte es bei den Milwaukee Bucks eine 99:133-Pleite, die höchste Niederlage der Saison. „Ich habe mich daran erinnert“, so Josh Howard über die Demütigung. „Dieses Spiel habe ich in meinem Kalender angestrichen, es war eine Erniedrigung.“

Vergangene Nacht führte Howard Dallas zur ersehnten 116:96-Wiedergutmachung gegen die Bucks im heimischen American Airlines Center. Mit 27 Punkten war der so oft gescholtene Forward Topscorer der Mavericks. Unterstützung kam von Jason Kidd, der nach seiner Vorstellung gegen die San Antonio Spurs einiges wieder gut zu machen hatte. 19 Punkte und neun Assists konnte der 35-Jährige Aufbauspieler für sich verbuchen.

„Es war eine enttäuschende Niederlage gegen die Spurs“, zeigte sich Kidd nach der Partie einsichtig. „Ich denke, wir haben nicht genug Einsatz gezeigt. Wir haben eine gute Möglichkeit ausgelassen. Aber heute haben wir wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das machen wir schon die ganze Saison über so.“

Dallas schloss die erste Halbzeit mit einem 18:2-Lauf ab und ging mit einer komfortablen 65:41-Führung in die Pause. Dank einer starken Wurfquote aus dem Feld (53%, 39 von 73) und einer überragenden Reboundarbeit (51:25) geriet der Sieg in Halbzeit zwei zu keiner Zeit wirklich in Gefahr. Zwar kamen die Bucks acht Minuten vor Schluss noch einmal auf 83:94 heran, doch zwei schnelle Korbleger von Kidd und ein daraus resultierender 14:0-Lauf besiegelte die Niederlage Milwaukees.

Brandon Bass zeigte von der Bank kommend mit 18 Punkten und 11 Rebounds eine starke Vorstellung, während sich Dirk Nowitzki zurückhielt. Lediglich 14 Punkte erzielte der Deutsche und blieb damit im vierten Spiel hintereinander unter 15 Zählern.

Auf Seiten der Bucks zeigte Charlie Villanueva eine starke Partie. Der Forward verbuchte die ersten 11 Punkte Milwaukees für sich und schloss die Partie mit 25 Zählern ab. Daneben spielten Charlie Bell mit 19 und Richard Jefferson mit 16 Punkten auffällig.

Dallas bleibt trotz des Sieges auf Platz acht in der Western-Conference, hat aber in den nächsten drei Partien gegen Oklahoma City, Toronto und abermals Oklahoma City die Möglichkeit, Boden gut zu machen. Milwaukee steht weiterhin auf Platz acht der Eastern-Conference und wäre damit trotz der Ausfälle von Leistungsträgern wie Michael Redd (Knie) und Andrew Bogut (Rücken) für die Playoffs qualifiziert.

Randnotizen: Gegen die Mavericks wurden im ersten Viertel drei technische Fouls gepfiffen (Antoine Wright, Howard und Rick Carlisle). +++ Dallas verwandelte die letzten sieben Würfe in Halbzeit eins.

Golden State @ Dallas 93:117

Donnerstag, 29. Januar 2009

“Wenn wir so verteidigen, ist unsere Offensive automatisch gut”.

Dallas Coach Rick Carlisle war nach dem 117:93-Sieg (69:47) der Mavericks über die Golden State Warrios voll des Lobes für sein Team. Defensiv deutlich verbessert gegenüber den deftigen Niederlagen in Milwaukee und Boston hielt Dallas die zweitbeste Offensive der Liga unter 100 Punkten.

“Wenn Du eine wirklich starke Offensive mit vielen Schützen so gut im Griff hast, machst Du einen guten Job in der Verteidigung”, blies Dirk Nowitzki (20 Punkte) nach der Partie ins selbe Horn. “Wir haben gut rotiert, wir hatten schnelle Hände und haben super gereboundet.”

Spielentscheidend war neben der Defensive ein Zwischenspurt der Mavericks im zweiten Viertel. Angeführt von Nowitzki  und Josh Howard (19 Punkte) gelang Dallas in acht Minuten vor der Halbzeit ein 32:11-Lauf. Die Partie war danach beim Stande von 69:47 praktisch entschieden.

Auf  Seiten der Warriors zeigten Stephen Jackson mit 25 und  Corey Maggette mit 21 Punkten eine ansprechende Partie. Neben Nowitzki und Howard stachen bei den Mavs Jason Terry mit 22 und Brandon Bass mit 16 Zählern heraus. Bass erzielte zudem elf Rebounds und vier Blocks und zeigte seine vielleicht stärkste Leistung der Saison.

Randnotiz: 69 Punkte zur Halbzeit bedeuten einen Saisonrekord für Dallas, die alte Bestmarke lag bei 67 Zählern. Mavericks-Center Erick Dampier erzielte mit zehn Punkten und elf Rebounds das erste Double-Doulbe seit 13 Partien.

Zusammenfassung der Partie:

Dallas @ Detroit 112:91

Samstag, 24. Januar 2009

Wiedergutmachung war angesagt.

“Letzte Nacht haben wir 133 Punkte zugelassen.  Unser Coach musste nicht viel sagen, um uns deutlich zu machen, dass wir heute alles geben müssen”, so Jason Kidd nach der Partie.

Von Anfang an spielten die Mavericks mit einer ganz anderen Intensität als im Spiel zuvor, der deutlichsten Saison-Niederlage  gegen die Milwaukee Bucks (99:133). Angeführt von Dirk Nowitzki (26 Punkte, 7 Rebounds), einem stark verbesserten Josh Howard (22 Punkte) und Jason Kidd (11 Punkte, 10 Assists), bestimmten die Mavs fast das komplette Spielgeschehen und entschieden jedes Viertel für sich.

66% der Würfe verwandelte Dallas in Halbzeit eins aus dem Feld, die sie mit 63:51 für sich entschieden. “Mir gefiel die Art, wie wir auf das Milwaukee-Spiel geantwortet haben” meinte Dirk Nowitzki nach der Partie. “Detroit ist ein großartiges Team, speziell zu Hause. Für uns war es wichtig, dass wir direkt zu Beginn richtig Gas gegeben haben”.

Für die Pistons startete Amir Johnson anstatt Richard Hamilton, der in seiner  Karriere erst das zweite mal für Detroit von der Bank ins Spiel kam. Der Wechsel sollte sich letztendlich nicht auszahlen. Johnson, der über weite Strecken der Partie gegen Nowitzki verteidigte, bekam den Deutschen nie in den Griff. “Ich habe versucht ihn zu stoppen, aber es ist schwer gegen einen 2,13m-Mann mit einem Fade-Away-Jumpshot zu verteidigen”.

Brandon Bass erzielte mit 18 Punkten eine persönliche Saisonbestleistung und sorgte mit einem spektakulären Tip-In -Dunk für das Highlight des Spiels.

Seit Allen Iversons (11 Punkte, 3 von 9 Treffer aus dem Feld) Ankunft in Detroit stehen die Pistons bei 20:18 Siegen und belegen in der Eastern Conference den 5. Rang (24:18 Siege). Von den letzten zehn Spielen wurden sieben verloren.

Die Mavericks rücken durch ihren Sieg bei gleichzeitigen Niederlagen der Rivalen aus Houston (102:107 @ Indiana), Phoenix (76:98 @ Charlotte) und New Orleans (108:116 @ Minnesota) auf den siebten Rang in der Western Conference vor.

Statistik zum Spiel

Video zum Spiel: