Im US-Sport bezeichnet man Vorstellungen wie die von Monta Ellis gegen Sacramento als „Career Nights“.
42 Punkte, neun Rebounds und neun Assists bedeuten für den Guard die beste statistische Ausbeute seiner Karriere. Auf diese Leistung der Extraklasse waren die Golden State Warriors auch angewiesen. Hauchdünn wurden die gastierenden Kings mit 143:141 nach Verlängerung in einem wahren Offensivspektakel bezwungen.
„Wir haben heute großartigen Basketball gezeigt“, so Ellis nach der Partie. „Und darum haben wir auch gewonnen.“
Auf der Gegenseite erzielte Kevin Martin für die Kings mit 50 Punkten ebenfalls eine neue Karriere-Bestleistung.
Kleiner Wehrmutstropfen für das Team aus Oakland: Ellis verletzte sich in den Schlusssekunden der Partie an der Achillessehne und droht, die nächste Begegnung der „Krieger“ gegen New Orleans zu verpassen.
Kurios: Unser gestriger “Spieler des Tages”, David West, verletzte sich während seiner Galavorstellung ebenfalls. Und der Gegner kam wie gegen Golden State aus Sacramento.
Mit der Schlusssirene verwandelte Rasual Butler den entscheidenden Dreier zum 111:110-Sieg der New Orleans Hornets über die Sacramento Kings.
Doch bester Mann auf dem Platz war ein anderer: David West. Der Power-Forward verbuchte gegen das schlechteste Team der Liga 40 Punkte (Karriere-Bestleistung eingestellt) und neun Rebounds.
Dabei könnte West zum tragischen Helden der Begegnung avancieren, da er sich während seiner Galavorstellung am Sprunggelenk verletzte. Bei der morgigen Partie der Hornets gegen die Los Angeles Clippers ist er eventuell zum zuschauen verdammt.
„Dieser Sieg ist wirklich wichtig für uns“, so Hornets-Headcoach Byron Scott nach der Partie. „Gerade bei diesem unglaublich engen Rennen um die Playoff-Platzierungen und vor dem Hintergrund, dass David morgen vielleicht nicht spielen kann.“
Nach sieben Partien in zehn Tagen, inklusive vier in den letzten fünf, hatten die Mavericks den New Orleans Hornets ab Halbzeit zwei nichts mehr entgegenzusetzen und gaben die Partie am Ende deutlich mit 88:104 ab. Bis zur Pause konnten die Texaner das Duell gegen den Rivalen aus der Western-Conference offen gestalten. Zu Beginn des Dritten Viertels ging Dallas sogar durch einen Dreier von Dirk Nowitzki (27 Punkte) mit 51:46 in Führung.
Dann übernahm Chris Paul (27 Punkte, 15 Assists) die Partie.
Mit drei schnellen Alley-Oop-Pässen auf Tyson Chandler (zehn Punkte, 11 Rebounds) und ein paar unglaublichen Dribblings des Spielmachers zogen die Hornets auf 71:59 davon.
„Er hat das Spiel ab Halbzeit zwei komplett kontrolliert“, zeigte sich Jason Kidd (13 Punte) schwer beeindruckt. „Er traf immer die richtige Entscheidung.“
Dallas sollte in der verbleibenden Spielzeit nie näher als auf acht Punkte an New Orleans herankommen.
„Es lag heute nicht an mangelndem Einsatz“, so Jason Terry (zehn Punkte, lediglich vier von 13 aus dem Feld). „Wir hatten einfach nicht genug Benzin im Tank.“ Die Mavericks mussten zudem ab Halbzeit zwei ohne Josh Howard (bis dahin sieben Zähler) auskommen, dessen Knöchel-Verletzung aus der Oklahoma-City-Partie ihm wieder schwer zu schaffen machte.
Für Dallas war es bereits die fünfte Auswärtsniederlage in Folge, zuletzt gelang am 2. Februar in Orlando ein Sieg in der Fremde.
„Wir müssen dringend einen Weg finden, auch auswärts ein paar Spiele für uns zu entscheiden“, so Nowitzki. „In den Playoffs zeichnen sich gute Teams darin aus, dass sie auch in fremden Hallen gewinnen.“
Auch wenn der harte Spielplan sicherlich ein Grund für die Niederlage der Mavericks war, so wurden daneben bekannte Schwächen abermals schonungslos aufgedeckt. Kidd hat seinem Gegenüber Paul absolut nichts entgegenzusetzen. Nach der verlorenen Erstrunden-Serie in den Playoffs 2007/2008 zeigten sich die Mavs auch im zweiten Spiel der laufenden Saison gegen New Orleans deutlich unterlegen.
Dazu kamen gravierende Probleme unter dem Korb. 41:35 ging die Rebound-Statistik an die Hornets. Erick Dampier (sieben Punkte, neun Rebounds) und Nowitzki machten mehrmals einen schwachen Eindruck gegen Chandler und David West (19 Zähler, zehn Rebounds).
Wenn Paul zum Korb zieht, legt er entweder auf einen Mitspieler ab oder punktet selbst. Darin ist er der effektivste Spieler der Liga und fast unmöglich zu verteidigen. Warum jedoch mit James Singleton (zwei Punkte, zwei Rebounds), der zuletzt mehrmals stark aufspielte, ein schneller und athletischer Mann unter dem Korb nur sieben Minuten im Einsatz war, dürfte Rick Carlisles Geheimnis bleiben.
Nun hat Dallas bis Samstag erst einmal Verschnaufpause. Gegen Washington sollte dann nicht der Spielplan, sondern die Wizards der eigentliche Gegner sein. Ein Sieg wird ob der engen Tabellen-Konstellation im Westen dringend benötigt. Denn danach muss Dallas viermal in Folge auswärts antreten. Gelegenheit, die Statistik auf fremden Boden etwas aufzupolieren.
In einem Spiel, in dem sich Chris Paul (14 Zähler, neun Assists) mit dem Punkten zurückhielt, sprang Team-Kollege David West in die Bresche.
Der zweimalige All-Star erzielte beim 99:96-Sieg der New Orleans Hornets über die New Jersey Nets 32 Punkte (darunter 11 von 12 verwandelte Freiwürfe) und 11 Rebounds.
„Wir wussten, dass dies ein ganz schweres Spielt werden würde“, so West nach der Partie. „So wie sich die Nets in die letzten Partien präsentiert haben, war heute der größtmögliche Einsatz von uns gefragt.“
Dass die San Antonio Spurs noch lange nicht zum alten Eisen zählen, bewiesen sie vergangene Nacht eindrucksvoll mit einem 106:93-Sieg über die New Orleans Hornets.
Manu Ginobili, der bisher eine eher durchwachsene Saison spielte, scheint endgültig zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. 22 Punkte schenkte der Argentinier den Hornissen in nur 25 Minuten Spielzeit ein, darunter ein Dunk, der das Highlight des Spieltages markieren dürfte:
Auf der Gegenseite war Chris Paul trotz 38 Punkten machtlos. Sichtlich frustriert schrie Paul die Schiedsrichter an, gestikulierte verzweifelt und bekam schließlich ein Technisches Foul. Die Spurs waren an diesem Tag einfach zu stark.
Ein wahres Punkte-Spektakel boten die New York Knicks beim 122:113-Sieg über die Indiana Pacers. Die Mannschaft von Mike D’Antoni entwickelt sich immer mehr zu einem der aufregendsten Teams der Liga.
„Das ist der perfekte Spiel-Stil für mich“, gab sich Harrington nach der Partie begeistert. „Soviel Spaß wie jetzt hatte ich schon lange nicht mehr“. Der flexible Forward passt mit seiner Athletik und seinem guten Drei-Punkt-Wurf in der Tat perfekt in D’Antonis System.
Indiana hatte in T.J. Ford mit 36 Zählern (Karriere-Bestmarke) seinen stärksten Akteur. Dieser zeigte sich nach der Partie enttäuscht. „Wir kamen nur langsam in die Gänge und hatten das Spiel nie unter Kontrolle. Es war zu keiner Zeit knapp.“
New York belegt nach dem Sieg weiterhin den neunten Rang in der Eastern-Conference und geht auf Tuchfühlung zu den Playoff-Plätzen. Indiana dagegen findet sich auf dem drittletzten Platz wieder.
Die weiteren Partien vom Samstag: New Jersey @ Philadelphia 85:83, L.A. Lakers @ Memphis 115:98, L.A. Clippers @ Washington 94:106, Golden State @ Houston 93:110, Atlanta @ Milwaukee 107:110, Chicago @ Phoenix 122:111, Utah @ Portland 108:122.