Déjà-vu für die Boston Celtics. Wie bereits im vergangenen Jahr muss das Team aus „Bean Town“ nach der ersten Playoff-Runde nun auch in den Conference-Semi-Finals eine siebte Partie um das Weiterkommen absolvieren. Un das hatte einen Grund: bei der gestrigen 75:83-Pleite gegen die Orlando Magic fanden die Kelten keine Antwort auf Dwight Howard (Foto). (mehr…)
Artikel-Schlagworte: „Doc Rivers“
Spieler des Tages: Dwight Howard
Freitag, 15. Mai 2009Spieler des Tages: Glen Davis
Mittwoch, 13. Mai 2009Glen „Big Baby“ Davis hat im vergangenen halben Jahr eine atemberaubende Entwicklung durchlaufen. Vom Ergänzungsspieler zum Kevin Garnett Ersatz. Nachdem der massige Power-Forward bereits Spiel Nummer vier des Zweitrunden-Duells zwischen Boston und Orlando entschieden hatte, machte er gestern Nacht abermals mit einer starken Leistung auf sich aufmerksam. (mehr…)
Boston dreht Spiel und Serie
Mittwoch, 13. Mai 2009Punktlandung für die Boston Celtics. Beim 92:88-Sieg des amtierenden NBA-Champions über die Orlando Magic lag die Mannschaft von Headcoach Doc Rivers fast das gesamte Spielgeschehen über im Rückstand. Nur um kurz vor Schluss dank eines Dreiers von Ray Allen, stählernen Nerven von der Freiwurflinie und einem ehemaligen “Bad Boy” die Partie noch zu drehen. (mehr…)
Davis entscheidet Playoff-Thriller
Montag, 11. Mai 2009
Spielstand: 94:93 für Orlando, Boston im Ballbesitz, die Uhr tickt runter. Glen „Big Baby“ Davis (Foto) stellt Paul Pierce einen Block, rollt sich ab, bekommt das Leder, wirft aus etwa sieben Meter Korbentfernung - swish! Die Celtics besiegen die Magic mit 95:94 und erobern sich den Heimvorteil der Zweitrunden-Serie zurück. (mehr…)
Boston zu stark für Chicago
Sonntag, 3. Mai 2009Die große Überraschung blieb letztendlich aus.
Mit 109:99 setzten sich die Boston Celtics im siebten Spiel der Serie „Best-of-Seven“ gegen die Chicago Bulls durch und treffen nun in den Conference-Semi-Finals auf die Orlando Magic.
„Es war eine lange und mörderische Serie“, so Paul Pierce (Foto, 20 Punkte, neun Rebounds, vier Vorlagen) nach der Begegnung. „Ich denke, das waren mit die mental härtesten Auseinandersetzungen die ich jemals durchgemacht habe. Aber wir sind immer noch der Champion, und uns muss erst einmal jemand schlagen.“
Das finale Aufeinandertreffen beider Mannschaften sollte nicht ganz die Klasse der vorhergegangenen Partien erreichen, dafür fehlte es über weite Strecken der Begegnung an der nötigen Spannung. Der amtierende NBA-Champion übernahm mit Beginn des zweiten Viertels, das mit 29:11 Zählern an die Celtics ging, die Kontrolle über die Partie und sollte in der Folge die Führung nicht mehr abgeben.
Chicago hatte den ersten Spielabschnitt mit 28:23 für sich entschieden, vor allem, weil Boston auf Ben Gordon anfangs keine Antwort fand. Der Brite erzielte 12 seiner 33 Zähler in Viertel Nummer eins. Doch schnell besann sich die Mannschaft aus „Beantown“ auf ihre Stärken: Defense, Defense, Defense.
„Gott sei Dank verfügen wir über eine wirklich kampferprobte Mannschaft“, so Pierce über die Leistung seines Teams. Doc Rivers, Headcoach der Truppe, blies derweil ins selbe Horn: „Wir haben uns endlich wieder in die wahren Celtics verwandelt. Defensive Schlüsselszenen und reihenweise wichtige Punkte im Angriff, das hat uns heute ausgemacht.“
Bei den Bulls lief mit Beginn der zweiten 12 Minuten dank der starken Celtics-Verteidigung nur noch wenig zusammen. Gordon verwandelte seine Würfe von außen nicht mehr, und anstatt wie im ersten Viertel aggressiv zum Korb zu gehen, entschieden sich die Bulls für zu viele gut gedeckte Würfe aus der Mittel- und Ferndistanz.
Zum Halbzeitpfiff hieß es 39:52 aus Sicht Chicagos.
Langsam fand die Mannschaft von Headcoach Vinny Del Negro wieder zu ihrem Spiel. Derrick Rose (18 Zähler) suchte immer wieder erfolgreich den Abschluss in Korbnähe, während Kirk Hinrich(16 Punkte) nach einem holprigen Start langsam auftaute. Doch von Spielern wie Brad Miller (neun Zähler) und John Salmons (12), die im bisherigen Serien-Verlauf des Öfteren den Unterschied ausmachten, kam vergangene Nacht einfach zuwenig. Daneben erwischte Tyrus Thomas mit vier Punkten und fünf Rebounds eine ganz schwache Partie.
Im vierten Viertel konnten sich die Bulls noch einmal bis auf 86:89 herankämpfen, doch mehrere überhastete Würfe von Gordon sowie fehlende Durchschlagskraft am Offensiv-Rebound machten am Ende jede Chance auf die Sensation zunichte.
Boston hatte in Pierce und Ray Allen (23 Punkte) seine auffälligsten Akteure, daneben lenkte Rajon Rondo mit 11 Vorlagen (bei sieben Zählern) das Spiel des Meisters gewohnt umsichtig.
Ein Schlüssel zum Erfolg der Celtics lag des Weiteren in Brian Scalabrine (acht Punkte) und Eddie House (Foto, 16 Zähler), die fast jedes Mal, wenn Chicago den Spielstand verkürzen konnte, per Dreier die richtige Antwort fanden. Scalabrine verwandelte zwei von drei Versuchen jenseits der Dreipunkt-Linie, House starke vier von vier.
Die Bulls können dennoch mehr als stolz auf ihre Leistung sein. Die Serie gegen Boston wird als die beste Erstrunden-Begegnung aller Zeiten in die Annalen der NBA-Playoffs eingehen und daneben als eine der spannendsten Duelle überhaupt in den Erinnerungen der Zuschauer haften bleiben.
„Wir haben viele junge Spieler in unseren Reihen, die das erste Mal so etwas miterleben durften“, gab Del Negro, selbst im ersten Jahr als Headcoach einer NBA-Mannschaft tätig, nach dem Ausscheiden seiner Bulls zu Protokoll. „Diese Erfahrung wird uns für die Zukunft äußerst nützlich sein. Die Serie hat uns als Team einfach besser gemacht.“
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Spieler des Tages: Ray Allen
Freitag, 1. Mai 2009In den NBA-Playoffs 2008/2009 spielt sich momentan Unglaubliches ab.
Basketball-Fans auf der ganzen Welt werden Zeugen der besten Erstrunden-Serie aller Zeiten und einem der spannendsten Duelle in der Geschichte der NBA.
Das Aufeinandertreffen zwischen den Chicago Bulls und den Boston Celtics wird neben den besten Playoff-Serien überhaupt in die Annalen der NBA eingehen.
„Unglaublich“, zeigte sich Joakim Noah nach der Partie andächtig. „Ich fühle mich gesegnet, Teil dieser Geschehnisse sein zu dürfen. Hier ereignet sich zu Zeit Außergewöhnliches.“
Nach dreifacher Verlängerung entschied die Mannschaft aus Illinois gestern Nacht Spiel Nummer sechs des epischen Schlagabtausches mit 128:127 zu seinen Gunsten. Stand der „Best-of-Seven“-Serie: 3:3.
Es war bereits die vierte Begegnung beider Teams, die erst in einer Verlängerung entschieden werden konnte: NBA-Rekord für eine Endrunden-Serie.
Bester Mann auf dem Parkett und Spieler des Tages: Ray Allen. Zum ersten Mal wird einem Akteur der unterlegenen Mannschaft in meinem Blog diese Ehre zuteil. Allen erzielte mit 51 Punkten eine neue persönliche Playoff-Bestmarke und stellte daneben den NBA-Rekord von neun Dreiern in einer Endrunden-Partie ein.
Doch es sollte am Ende nicht zum Sieg der Kelten reichen.
„Das ist wirklich tragisch“, so Allen anschließend. „Es gibt nichts, worüber ich jetzt sprechen möchte. Wir haben verloren und müssen den Schmerz der Niederlage ertragen. Unsere Leistung war letztendlich einfach nicht ausreichend.“
“Ich habe nach dem Spiel unter der Dusche nur an die Würfe denken können, die ich nicht versenkt habe”, so der neunfache All-Star weiter, der 18 Treffer bei 32 Versuchen aus dem Feld erzielte. “Wenn wir gewonnen hätten, würde es mir deutlich leichter fallen, meine Leistung zu genießen.”
In der Nacht auf Sonntag bekommt das Team von Headcoach Doc Rivers die letzte Möglichkeit, es besser zu machen, wenn das finale siebte Spiel der Serie im TD Banknorth Garden von Boston steigt.
Zeit, der Saga das letzte Kapitel hinzuzufügen.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Spieler des Tages: Paul Pierce
Mittwoch, 29. April 2009Paul Pierce, letztes aktives Mitglied der „Big Three“ auf dem Feld, musste es für seine Mannschaft richten.
Und er sollte die Fans im heimischen TD Banknorth Garden nicht enttäuschen. Während Kevin Garnett wegen einer Knieverletzung die kompletten Playoffs auszufallen droht, und Ray Allen mit sechs persönlichen Fouls belastet nicht mehr spielberechtigt war, übernahm Pierce die Verantwortung.
Im fünften Aufeinadertreffen zwischen Bulls und Celtics in der wahrscheinlich besten Erstrunden-Serie aller Zeiten rettete der Forward seine Mannschaft zunächst per Jump-Shot in die Verlängerung, um drei Sekunden vor Ablauf selbiger abermals zuzuschlagen. Aus ähnlicher Position wie bereits zuvor verwandelte Pierce eiskalt zum 106:104-Sieg der Kelten.
„Es war ein phänomenaler Wurf“, so Bostons Headcoach Doc Rivers anschließend über die Leistung des Team-Kapitäns, der 15 seiner 26 Punkte während dem vierten Viertel und der Verlängerung erzielte.
Die Playoff-Saga zwischen beiden Mannschaften war um ein fesselndes Kapitel reicher.
Erstmalig in der Geschichte der NBA kam es in einer Endrunden-Serie zu drei Partien, die jeweils erst in der Extra-Zeit entschieden wurden.
Beim Stand von 3:2 für Boston besteht noch mindestens einmal die Möglichkeit auf eine weitere Verlängerung. Paul Pierce dürfte sich darauf freuen.
Pierce’ spielentscheidender Wurf gegen Chicago (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Spieler des Tages: Ray Allen
Dienstag, 21. April 2009Ray Allen ist wieder da. Und wie.
Nach dem vielleicht schlechtesten Spiel seiner Karriere während Bostons 103:105-Heimniederlage gegen die Bulls (vier Punkte, lediglich ein Treffer bei 12 Versuchen aus dem Feld), zeigte Allen in der zweiten Begegnung der Playoff-Erstrundenserie mit Chicago sein wahres Gesicht.
Beim knappen 118:115-Sieg seiner Celtics über die Gäste aus dem Bundesstaat Illinois erzielte der Scharfschütze 30 Punkte (28 Zähler in Halbzeit zwei), darunter sechs von zehn verwandelten Dreiern. Allen war es auch, der zwei Sekunden vor Ende der Partie mit einem Dreipunktwurf den Endstand herstellte und somit seiner Mannschaft zum Sieg verhalf. Bereits Bostons Punkte 113 bis 115 gingen auf das Konto des 33-Jährigen, bevor Ben Gordon (42 Punkte, Karriere-Playoff-Bestleistung) von der Gegenseite ausgleichen konnte.
Im dritten und vierten Viertel geriet die Partie zum Privatduell zwischen Allen und Gordon, die phasenweise für alle Punkte der Begegnung verantwortlich waren und dem Publikum in TD Banknorth Garden eine spektakuläre Show boten.
„Ich kam mir vor wie auf dem Freiplatz im Sommer“, so Gordon anschließend. „Es war wie ein eins gegen eins.“
Mit dem besseren Ende für Allen und seine Celtics.
Auf seine Leistungsexplosion während der zweiten Spielhälfte angesprochen, antwortete der Shooting-Guard: „Unser Coach [Doc Rivers] hat mir gesagt, ich solle einfach aggressiv bleiben und das Spiel auf mich zukommen lassen. Ich habe nie einen Gedanken daran verschwendet, meinen Wurf-Rhythmus vielleicht nicht mehr zu finden. Das Leben eines Shooters kann manchmal eine Schinderei sein. Aber als Scorer willst du immer eine Möglichkeit finden, für dein Team zu punkten.”
Allen startete in die Playoffs der vergangenen Spielzeit ebenfalls mit großen Schwierigkeiten bei seinem Wurf von außen. Damals dauerte es zwei ganze Runden, bis der neunfache All-Star in den Conference-Finals gegen die Detroit Pistons endlich zu seinem Rhythmus fand. Nach der ersten Partie der diesjährigen Endrunde gegen Chicago wurden bereits Erinnerungen an das letzte Jahr wach. Doch Allen bewies vergangene Nacht eindrucksvoll, dass von einer persönlichen Krise keine Rede sein kann.
Kevin Garnett vor Playoff-Aus
Freitag, 17. April 2009Da waren es nur noch zwei.
Die „Big Three“ der Boston Celtics, Paul Pierce, Ray Allen und Kevin Garnett (Foto), Herzstück der Meister-Mannschaft aus dem letzten Jahr, könnte am 25. März bei der 82:84-Niederlage gegen die Orlando Magic das letzte Mal während der laufenden Saison gemeinsam auf dem Parkett gestanden haben.
Garnett, an den Folgen einer Knieverletzung vom 19. Februar laborierend, kam in den vergangenen beiden Monaten der regulären Spielzeit lediglich viermal zum Einsatz.
Zunächst wurde erwartet, die Celtics würden ihren Führungsspieler angesichts einer sicheren und hohen Platzierung in der Tabelle der Eastern-Conference lediglich für die anstehende Endrunde schonen. Doch wie es aussieht, handelt es sich um weit größere Schwierigkeiten.
„Es ist noch nicht offiziell, dass er uns in den kompletten Playoffs fehlen wird“, so Bostons Headcoach Doc Rivers. „Ich sehe momentan nur einfach nicht, wie eine Rückkehr funktionieren sollte. Ich hoffe, ich liege da falsch, aber ich sehe es einfach nicht.“
Anscheinend hat Garnett anhaltende Probleme, im Training die volle Intensität zu gehen. Am gestrigen Donnerstag musste Rivers den 32-Jährigen während einer Einheit vom Parkett holen, da das Bein des elfmaligen All-Stars komplett dicht machte. Als der Power-Forward sich nicht gegen die Zwangspause sträubte, wusste Rivers, dass es ernst war.
„Er hat einfach alles dafür gegeben, zum Playoff-Beginn wieder in die Mannschaft zu rücken“, so der Coach. „Ich glaube, er wollte nicht, dass ich bemerke unter welchen Schmerzen er trainiert.“
Der amtierende „Defensive-Player-of-the-Year“ verbuchte während der Saison 2008/2009 in 57 Partien 15,9 Punkte, 8,5 Rebounds, 2,5 Vorlagen, 1,1 Steals und 1,2 Blocks pro Spiel.
„Ich bin am Boden zerstört“, äußerte sich Team-Kollege Allen zu der Nachricht. „Denn jetzt bricht die Phase der Saison an, auf die wir das ganze Jahr gewartet haben.“
„Er ist ohne Frage der Anführer dieses Clubs“, so Paul Pierce über seinen Mitspieler. „Er würde uns auch helfen, wenn er einfach auf der Bank sitzt und uns anfeuert. Doch ich bin mir sicher, dies würde hart für ihn. Kevin ist so wettkampforientiert, einfach nur zuzuschauen könnte gewaltig an ihm nagen.”
Ob die Boston Celtics ohne ihren „emotionalen Führer“ die Meisterschaft verteidigen können, darf zumindest bezweifelt werden.




Und das ist auf Seiten der Bulls zum größten Teil
Rajon Rondo