Kevin Durant (Foto) ist für jeden Gegenspieler ein Alptraum. Dank seiner Vielseitigkeit im Angriff ist „Durantula“ im Eins gegen Eins quasi nicht zu stoppen. Egal ob per Dreier, Jumpshot aus der Mitteldistanz, am Korb oder via Freiwurf, Oklahoma Citys Small-Forward findet fast immer einen Weg zu punkten. Vergangene Nacht bekamen dies die New Jersey Nets zu spüren, die Durant mit einer fast unglaublichen Effizienz zerlegte. (mehr…)
Artikel-Schlagworte: „George Gervin“
Spieler des Tages: Kevin Durant
Dienstag, 29. Dezember 2009Schlagworte:George Gervin, Kevin Durant, Kiki Vanderweghe, New Jersey Nets, Oklahoma City Thunder, Scott Brooks
Veröffentlicht in Spieler des Tages | 7 Kommentare »
Dallas Mavericks gegen San Antonio Spurs 99:90
Sonntag, 26. April 2009Tony Parker und Tim Duncan können es alleine nicht richten.
Auch 68 Punkte des Duos der San Antonio Spurs sollten an diesem Abend gegen eine ausgeglichene Mannschaftsleistung und ein frenetisches Publikum der Dallas Mavericks nicht ausreichen. Mit 99:90 bezwang die Truppe von Headcoach Rick Carlisle vergangene Nacht den ewigen Rivalen aus Texas. Dallas führt die Serie „Best of Seven“ nun mit 3:1 Siegen an und kann bereits am kommenden Dienstag den Einzug in die Conference-Semi-Finals durch einen Erfolg in San Antonio perfekt machen.
Doch dieser komfortablen Ausgangslage ging ein schweres Stück Arbeit voraus.
Von Beginn an narrte Parker die Dallas-Defense nach Lust und Laune. Ganz im Gegensatz zum vergangenen Duell beider Mannschaften, in dem der Shooting-Guard lediglich 12 Punkte erzielen konnte, fanden die Mavericks im vierten Aufeinandertreffen mit den Spurs kein Mittel gegen den Franzosen.
Parker verbuchte gegen Dallas 43 Zählern, davon 31 in Halbzeit eins (interne Playoff-Bestmarke von George Gervin eingestellt). Doch mit zunehmender Spieldauer fiel es dem 26-Jährigen sichtlich schwerer, die komplette Punktelast im Angriff seiner Mannschaft zu tragen. Das dritte Viertel beendete er mit lediglich vier Punkten, im Schlussabschnitt verbuchte er deren acht. Duncan konnte derweil an seinem 33. Geburtstag 25 Zähler und zehn Rebounds für sich verzeichnen. Doch kein anderer Akteur im Trikot San Antonios erzielte daneben mehr als sieben Punkte. Zusammengerechnet waren die Spurs-Akteure, die nicht Parker oder Duncan hießen, für nur 22 Zähler verantwortlich.
„Die Mavs haben im Angriff deutlich mehr Waffen als wir“, so Parker nach der Begegnung. „Unser Fokus ist limitiert auf Dirk und Jason Terry, und mit denen kommen wir bisher auch gut zurecht. Aber die anderen Jungs bringen uns um.“
Dallas erbrachte somit den Beweis, dass Basketball noch immer ein Teamsport ist. Fünf Spieler der Mavs wiesen eine zweistellige Punkteausbeute auf, darunter Josh Howard (Foto) mit 28 Zählern am erfolgreichsten (sieben von 14 aus dem Feld, drei von sechs jenseits der Dreierlinie, 11 von 13 Freiwürfen).
„Was Josh unserer Mannschaft gibt, ist nicht ersetzbar“, so Carlisle anschließend über die starke Leistung Howards.
Dirk Nowitzki erwischte derweil einen rabenschwarzen Tag. Der achtfache All-Star wirkte phasenweise komplett verunsichert und schenkte ein ums andere Mal in Bedrängnis und von den Spurs gedoppelt den Ball her. Mit 12 Punkten und nur neun Versuchen aus dem Feld (bei vier Treffern) zeigte der Deutsche offensiv seine schwächste Partie während der Erstrunden-Serie gegen San Antonio. In der Verteidigung konnte er allerdings mit 13 Rebounds voll überzeugen.
„Die anderen Jungs sind heute für Dirk in die Bresche gesprungen“, äußerte sich Jason Kidd über die Leistung seiner Mannschaft. „So wie wir uns die ganze Saison über auf ihn verlassen konnten, konnte er sich heute auf uns verlassen. Ich glaube nicht, dass er jede Nacht 30 Zähler erzielen muss. Wir sehen momentan in dieser Serie, dass wir auch so gewinnen können.“
Dallas hatte es sich währenddessen selbst zuzuschreiben, dass die Partie überhaupt so spannend geriet. Beim Stand von 47:38 im zweiten Viertel vergab Jason Terry (zehn Punkte, lediglich drei Treffer bei 17 Versuchen aus dem Feld) einen offenen Fastbreak-Korbleger. San Antonio drehte in der Folge die Partie und ging mit einer 55:51-Führung in die Halbzeitpause.
Nach einem starken dritten Spielabschnitt, den Dallas mit 29:16 dominierte, fanden die Spurs Mitte des vierten Viertels abermals zurück in die Partie. Beim Stande von 87:84 aus Sicht der Mavs war die Begegnung wieder völlig offen.
Doch das Team aus “Big D” präsentierte sich während der finalen Spielminuten nervenstark. Der defensiv auffällige Ryan Hollins (acht Rebounds, drei Blocks) verbuchte zunächst per Slam-Dunk seine einzigen Punkte des Abends, bevor Nowitzki mit einem Korbleger und Howard durch fünf von sechs verwandelten Freiwürfen die Partie zu Gunsten der Mavericks entschieden. Auf der Gegenseite hatten die Spurs ihr Heil in Dreipunktwürfen gesucht, doch mit sieben Fehlwürfen während der letzten drei Minuten der Begegnung nicht gefunden.
Herauszuheben ist auf Seiten der Mavericks die Leistung von Kidd (17 Punkte, sieben Vorlagen, sieben Rebounds). Dallas’ Spielgestalter lenkte die Geschicke seiner Mannschaft derart umsichtig, dass er in 40 Minuten auf dem Parkett keinen einzigen Ballverlust produzierte. Zudem strahlte er zu jeder Zeit der Begegnung eine absolute Ruhe aus und integrierte geschickt alle Mavs-Akteure ins Spiel seiner Mannschaft.
Auch Erick Dampier wusste unter den Brettern zu überzeugen. Mit einer Intensität, die man in Dallas lange von ihm vermisst hatte, stürzte sich der Center in jeden Zweikampf und beendete die Partie mit zehn Punkten und sechs Rebounds. Antoine Wright lies sich derweil von seiner Degradierung in die zweite Garde der der Mannschaft nicht irritieren (J.J. Barea, neun Punkte, vier Vorlagen, startete erneut an seiner Stelle), und lieferte mit neun Zählern, darunter zwei ganz wichtige Dreier, eine ansprechende Leistung ab.
Die Mavericks haben nun alle Chancen in der Hand, einer durchwachsenen Saison mit dem Erreichen der zweiten Playoff-Runde endgültig eine positive Wende zu geben.
San Antonio muss sich hingegen etwas einfallen lassen, um die minimale Chance auf ein Weiterkommen zu wahren. Tony Parker und Tim Duncan sind dabei auf die Hilfe ihrer Team-Kameraden angewiesen. Ohne sie wird es nicht reichen.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Schlagworte:Antoine Wright, Dallas Mavericks, Dirk Nowitzki, Erick Dampier, George Gervin, J.J. Barea, Jason Kidd, Jason Terry, Josh Howard, Rick Carlisle, Ryan Hollins, San Antonio Spurs, Tim Duncan, Tony Parker
Veröffentlicht in NBA-Playoffs 2008/2009, Spielbericht Dallas Mavericks | Keine Kommentare »



