Artikel-Schlagworte: „Gregg Popovich“

Taking Shots: 14.12.2010

Dienstag, 14. Dezember 2010

Basketball Es ist mal wieder soweit: Beinahe einen Monat nach der letzten Ausgabe von “Taking Shots” gibt es natürlich mehr als genug, was einer Erwähnung bedarf. Mit dabei sind u.a. die mehr als strauchelnden Detroit Pistons, der Backcourt in Denver, vielleicht-doch-Superstar Amare Stoudemire, Jarryd Bayless und natürlich Aktuelles aus der deutschen NBA-Blogosphäre. (mehr…)

Goldener Herbst

Mittwoch, 20. Oktober 2010

tim-duncanSie sind schon seit ziemlich genau fünf Jahren abgeschrieben, als zu alt verschrien, als zu langsam, zu langweilig, zu ausrechenbar - und doch sorgen sie fast immer für Paukenschläge. Den letzten gab es im April, als man Dallas mit 4:2 in der ersten Runde nach Hause schickte. Aber war es wirklich das letzte Hurra der San Antonio Spurs oder werden sie noch einmal alle überraschen? (mehr…)

Lost in Transition

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Chris PaulFans der New Orleans Hornets waren in den letzten Jahren wahrlich nicht zu beneiden: Ging es zunächst steil bergauf als Überraschungsteam 2008 und einem denkbar knappen Aus in den Conference Semifinals, wurde man der Favoriten-rolle im folgenden Jahr alles andere als gerecht: Erstrunden-aus mit einer 50-Punkte-Klatsche. Zuletzt verpasste man gar die Endrunde - Betriebsunfall oder mehr? (mehr…)

Vorschau: Los Angeles Lakers vs. Phoenix Suns

Dienstag, 11. Mai 2010

Kobe BryantSowohl die Phoenix Suns als auch die Los Angeles Lakers haben ihre Gegner in der zweiten Runde der NBA-Playoffs 2010 mit einem Sweep in den mehr oder weniger wohlverdienten Urlaub geschickt. Nun treffen sich die beiden Teams im Conference-Finale wieder. Die Lakers verloren 2006 und 2007 in den Playoffs gegen die Conference-Rivalen aus der Wüste und sinnen auf Revanche. (mehr…)

Bright sunshiny Day

Freitag, 7. Mai 2010

Channing FryeDie Entwicklung der Phoenix Suns ist die Cinderella-Story der NBA (neben den Geschichten der Thunder, Bucks und Grizzlies). Vor der Saison von der Experten-Riege noch als Wackelkandidat für das Erreichen der Playoffs ausgemacht, hat sich die Mannschaft von Alvin Gentry mittlerweile zu einem soliden bis starken Team entwickelt, das in Kürze die Conference-Finals erreichen könnte. Ein Kommentar. (mehr…)

Playoffgedanken

Dienstag, 4. Mai 2010

Jason RichardsonDie ganz großen Überraschungen - sieht man einmal von dem 4:2-Sieg der San Antonio Spurs über die Dallas Mavericks ab - blieben in der ersten NBA-Playoffrunde des Jahres 2010 aus. Es gibt dennoch einiges, aus dem sich Schlüsse für die kommenden Spielzeiten und natürlich für die zweite Runde der Playoffs ziehen lassen. Was genau, erfahrt ihr hier. (mehr…)

Rivalry, Part 2

Dienstag, 20. April 2010

Manu GinobiliDer Zug schien abgefahren für die Mavericks: Zwei Erstrundenniederlagen in Folge, ehe Dallas in den letzten Conference-Semifinals deutlich mit 4:1 von den Nuggets rausgeworfen wurde. Ein selten einseitiger Trade hat aber die Titelhoffnungen zurück gebracht. In der ersten Runde warten die San Antonio Spurs, die im Vorjahr deutlich von Dallas geschlagen wurden. Zeit für die Revanche? (mehr…)

Playoffs Recap, 1. Folge

Dienstag, 20. April 2010

Steve NashBevor es heute mit den drei noch ausstehenden Previews weitergeht, hier mal eine kurze Zusammenfassung des ersten Playoffwochenendes im Stile “Was wir jetzt wissen”. Dabei sollten keine tiefgründigen Analysen erwartet werden, sondern nur das, was mein Notizzettel nach einem Wochenendmarathon NBA hergibt. (mehr…)

NBA-Blog Top5: Niederlagen für die Spitzenteams

Freitag, 15. Januar 2010

Kevin GarnettDie NBA ist zur Saison 2009/2010 so ausgeglichen besetzt wie schon lange nicht mehr. An manchen Tagen scheint es fast, als ob jeder jeden schlagen kann. Das bekamen in der vergangenen Woche auch die topplatzierten Teams des NBA-Blog-Rankings zu spüren, die allesamt Niederlagen einstecken mussten. Allerdings bleibt anzumerken, dass gleich mehrere Top-Mannschaften mit zum Teil herben Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten. (mehr…)

Saison-Aus für Blake Griffin

Donnerstag, 14. Januar 2010

Blake GriffinDie erste Spielzeit Blake Griffins (Foto) ist bereits beendet, bevor sie überhaupt beginnen konnte. Der Power-Forward der Los Angeles Clippes muss sich in den kommenden Tagen einem chirurgischen Eingriff an seiner linken Kniescheibe unterziehen, die er sich während der Preseason gebrochen hatte. Der athletische Rookie bestritt bislang keine einzige NBA-Partie für seinen neuen Arbeitgeber und bleibt somit im Rennen um den besten Neuling der kommenden Saison. (mehr…)

Dallas Mavericks: Fragen und Antworten

Dienstag, 1. September 2009

Dirk NowitzkiIm Rahmen einer blog-übergreifenden Kooperation - ins Leben gerufen von meinem geschätzten Kollegen Paul Niemeyer - wage ich den Versuch, in einem ausführlichen Interview Fragen zu den Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki (Foto) im Angesicht der anstehenden Saison zu beantworten. Eine Analyse des neu formierten Kaders, sowie eine erste Prognose, wie die Mavericks im kommenden Jahr abschneiden werden, darf dabei natürlich nicht fehlen. (mehr…)

Vorhang auf zur Wechsel-Börse

Mittwoch, 24. Juni 2009

Richard JeffersonKaum hat die Sommerpause begonnen, da dreht sich auch schon munter das Wechsel-Karussell. Die San Antonio Spurs angeln sich einen prominenten Neuzugang: Richard Jefferson (Foto) von den Milwaukee Bucks wird zukünftig die Texaner verstärken. Auch die Washington Wizards beziehen neues Personal, während es in Boston Gerüchte über den Abgang eines Leistungsträgers gibt. (mehr…)

Dallas Mavericks @ San Antonio Spurs 106:93

Mittwoch, 29. April 2009

Es ist vollbracht.

Die Dallas Mavericks stehen in der zweiten Runde der NBA-Playoffs 2008/2009.

Angeführt von einem starken Dirk Nowitzki, der mit 31 Punkten und neun Rebounds sein bestes Spiel der diesjährigen Endrunde ablieferte, besiegte das Team aus „Big D“ die Spurs mit 106:93 im AT&T Center zu San Antonio.

Die Serie „Best-of-Seven“ geht dadurch mit 4:1 an die Mavericks, die zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in die Conference-Semi-Finals einziehen können. Dort trifft Dallas auf die Denver Nuggets oder die New Orleans Hornets (Stand der Serie: 3:1).

„Ich freue mich riesig für meine Jungs“, so Rick Carlisle, Headcoach der Mavericks, nach der Begegnung. „Es war ein turbulentes Jahr, aber uns sind einfach viele gute Dinge zum richtigen Zeitpunkt widerfahren. Die Mannschaft ist in den vergangenen Wochen zu einer verschworenen Einheit zusammengeschmolzen.“ 

Dallas zeigte im Duell mit dem großen Rivalen aus Texas von Beginn an eine überzeugende, teils souveräne Vorstellung. San Antonio entschied sich zu Spielbeginn, Nowitzki nicht zu doppeln, sondern im Eins gegen Eins zu verteidigen. Der Deutsche nutzte in der Folge seine neu gewonnenen Freiräume äußerst effektiv. Mit 11 Zählern im ersten Spielabschnitt erzielte er lediglich einen Punkt weniger als im vorhergegangenen Aufeinandertreffen beider Teams über die ganze Partie. Viertel Nummer eins ging dank Nowitzki mit 31:20 an Dallas.

Im folgenden Spielverlauf wussten die Mavericks ihren Vorsprung geschickt zu verteidigen, bevor die Spurs kurz vor Halbzeitpfiff noch einmal auf 48:52 verkürzen konnten. Bis dahin hatte die Dallas-Defense Tony Parker gut unter Kontrolle, der im Gegensatz zu seinen 31 Punkten in Hälfte eins der vierten Partie humane 12 Zähler für sich verbuchte.

Wer im dritten Viertel ein Aufbäumen San Antonios erwartet hatte, sollte sich gründlich täuschen. Mit 30:19 ging der Spielabschnitt an Dallas, den die Mavericks mit zwei Dreiern von Geburtstagskind Josh Howard (17 Punkte, acht Rebounds, 29 Jahre) und Jason Kidd (12 Zähler, fünf Vorlagen) zum 82:67 beenden sollten.

„Ich denke, Howard ist der MVP dieser Serie“, gab es nach dem Schlusspfiff ein dickes Lob von Carlilse. „Er hat großartig gespielt. Er war immer für uns zur Stelle und hat sich vor allem durch Aktionen ausgezeichnet, die nicht zwingend zu Punkten führten, aber dennoch äußerst wichtig für unser Spiel waren.“

In den letzten 12 Minuten der Partie waren es dann Nowitzki mit seinen typischen Würfen aus der Mitteldistanz und Jason Terry (19 Zähler, sieben von 14 aus dem Feld) mit zwei erfolgreichen Dreiern, die den Vorsprung der Mavericks konstant im zweistelligen Bereich hielten.

Beim Stand von 96:86 und einer restlichen Spieldauer von zweieinhalb Minuten waren die San Antonio Spurs geschlagen.

„Es ist eine Befreiung“, diktierte Kidd der versammelten Reporter-Riege nach dem Sieg seiner Mannschaft in die Notizbücher.

Dallas überzeugte vor allem durch eine gute Defensiv- und Reboundarbeit und konnte daneben mit 51,4 Prozent aus dem Feld (38 Treffer bei 74 Versuchen) und 50 Prozent von jenseits der Dreierlinie (zehn von 20 Würfen) eine starke Trefferquote aufweisen. Die Punktelast im Angriff wurde zudem äußerst gleichmäßig verteilt. Neben Nowitzki, Kidd, Terry und Howard beendeten J.J. Barea (zehn Punkte) und Erick Dampier (11 Zähler, 12 Rebounds) die Partie mit einer zweistelligen Punkteausbeute.

Ganz im Gegensatz zu den Spurs. Die Abhängigkeit der Mannschaft von Parker (erzielte letzten Endes 26 Punkten und 12 Vorlagen) und Tim Duncan (30 Zähler, acht Rebounds) war auch im fünften Aufeinandertreffen beider Teams nicht zu übersehen und zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Serie. Neben den beiden Stars der Truppe von Headcoach Gregg Popovich konnte abermals kein anderer Akteur im zweistelligen Bereich punkten.

Für San Antonio war es während der Ära Duncan erst das zweite Ausscheiden in Runde eins der Playoffs (zuvor gegen die Phoenix Suns im Jahr 2000, Duncan war damals verletzt). Daneben kann sich Dallas auf die Fahnen schreiben, die einzige Mannschaft der Liga zu sein, die den großen Rivalen in dessen eigener Halle aus der Endrunde kegelte. Nach 2006 gelang den Mavericks dieses Kunststück bereits zum zweiten Mal. Waren zu Beginn des Jahrtausends stets die Spurs der große Angstgegner der Mavericks, hat sich die Rollenverteilung inzwischen wohl endgültig umgekehrt.

„Sie waren das bessere Team, ganz einfach“, zeigte sich Popovich nach der Niederlage als fairer Verlierer.

Die Mannschaft von Besitzer Mark Cuban kann jetzt erst einmal in Ruhe den Geburtstag von Josh Howard feiern, dessen Party im Vergleich zum vergangenen Jahr nach dem Ausscheiden in Runde eins gegen die New Orleans Hornets deutlich fröhlicher ausfallen dürfte.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks gegen San Antonio Spurs 88:67

Freitag, 24. April 2009

Demontage des Erzrivalen.

Was die Dallas Mavericks gestern gegen die San Antonio Spurs ablieferten, wird als eine der besten Defensiv-Leistungen in die Geschichte der Mannschaft aus Texas eingehen.

88:67 hieß es am Ende zu Gunsten der Mavs, in einer Partie, die schnell entschieden war. Dallas trat derartig dominant auf, dass Headcoach Rick Carlisle seine Stars bereits früh für die nächste Begegnung schonen konnte. Mit J.J. Barea (13 Punkte, sieben Assists) stand nur ein Dallas-Akteur länger als 30 Minuten auf dem Parkett.

Dirk NowitzkiDirk Nowitzki, lediglich 26 Minuten im Einsatz, beendete die Partie mit 20 Zählern als Topscorer der Begegnung (starke acht Treffer bei 12 Versuchen aus dem Feld, sieben Rebounds). Somit endete die Serie von zwei Spielen in Folge, in denen der 30-Jährige die 20-Punkte-Marke nicht durchbrechen konnte. Neben dem Deutschen wussten Josh Howard (17 Zähler, acht Rebounds), sowie Jason Terry und Brandon Bass (jeweils zehn Punkte) zu gefallen.

“Das war heute eine großartige Leistung, offensiv wie defensiv. Doch ausschlaggebend war sicherlich unsere Verteidigung”, so Nowitzki, der vor der Partie als “Spieler des Monats April” der Western-Conference ausgezeichnet wurde.

Nach dem ersten Viertel führten die Mavericks bereits mit 27:16 und sollten in der Folge stets zweistellig in Front liegen. Zeitweise betrug der Vorsprung der Mavs 36 Punkte. Lediglich ein 25:13 Schlussviertel San Antonios lies die Niederlage auf dem Papier etwas milder erscheinen.

„Bitte habt ein bisschen Mitleid mit mir“, äußerte sich Gregg Popovich, Headcoach der Spurs, nach der Begegnung zur Klatsche seiner Mannschaft. „Diese Niederlage ist schlimm genug, da will ich mir nicht auch noch die Statistiken ansehen müssen”. Popovich nahm bereits Mitte des dritten (!) Viertels seine komplette Startformation vom Feld.

Tony Parker, in der Vergangenheit das Schreckgespenst der Mannschaft von Besitzer Mark Cuban, wurde in der Verteidigung das erste Mal während der laufenden Saison von den Dallas-Akteuren komplett unter Kontrolle gehalten. Parker, während dem zweiten Aufeinandertreffen beider Teams mit 38 Punkten noch Matchwinner San Antonios,  beendete die Partie mit mageren 12 Zählern (fünf von 14 aus dem Feld) - so viele hatte er am vergangenen Dienstag bereits Mitte des ersten Viertels auf seinem Konto. Dennoch war der Franzose mit dieser Ausbeute Topscorer seiner Mannschaft. 

Erick Dampier (zwei Punkte, neun Rebounds, drei Blocks) musste seiner Drohung, die er im Vorfeld der Partie geäußert hatte, keine Taten Folgen lassen. Der bullige Center auf Seiten der Mavs hatte versprochen, Parker mit dem ersten Ballbesitz der Begegnung per Foul auf die Bretter schicken zu wollen. Doch das war nicht von Nöten. Dampiers Nebenleute wussten den gegnerischen Spielmacher auch mit fairen Mitteln zu stoppen. Doch die Worte des 2,11-Meter-Kolosses hatten ihre Wirkung auf den Point-Guard anscheinend nicht verfehlt. Im ersten Viertel pflückte Dampier einen Korbleger-Versuch des 26-Jährigen blitzsauber vom Brett. Insgesamt dreimal während der ersten 12 Spielminuten wurde Parker mustergültig von einem Akteur der Mavs geblockt.

Neben dem Finals-MVP von 2007 punktete auf Seiten der Spurs lediglich Fabricio Oberto mit zehnPunkten zweistellig (und das zum größten Teil während der „Garbage-Time“, der Phase der Partie, in der bereits alles entschieden ist).

Tim Duncan stellte derweil mit vier Zählern (neben zwei Rebounds) einen persönlichen Negativ-Rekord auf. Nie zuvor gelangen dem Power-Forward in einer Playoff-Begegnung weniger Punkte, ebenso wie San Antonio nie zuvor eine Partie der Endrunde mit weniger Zählern beendete. „Das war ein schreckliches Spiel“, so Duncan anschließend. „Hoffentlich kann ich das nächste Mal meine Mannschaft besser anführen.“

Zur Halbzeit waren die Mavericks beim Stand von 46:30 ebenfalls  für einen neuen Rekord verantwortlich, allerdings im positiven Sinne: 30 zugelassene Punkte bedeuten auch statistisch gesehen die beste Verteidigungs-Leistung der Mannschaft zur Halbzeit einer Playoff-Partie.

Dallas führt die „Best-of-Seven“-Serie nun mit 2:1 Siegen an und kann in der Nacht auf Sonntag im vierten Aufeinandertreffen der Texas-Rivalen einen großen Schritt in Richtung Conference-Semi-Finals unternehmen. Jene Mannschaft, die in einer Serie mit 3:1 in Führung geht, kommt statistisch gesehen zu 76 Prozent auch eine Runde weiter.

„Unsere Aufgabe ist es nun, mit der gleichen Intensität ins nächste Spiel zu gehen“, so Carlisle nach der Partie. „Wir haben tollen Einsatz gezeigt und der Sieg war wichtig. Doch das war nur ein Schritt in die richtige Richtung.“

Partie Nummer vier findet ebenfalls im American Airlines Center zu Dallas statt, wo sich die Mavericks während der Saison als wahre Heim-Macht präsentierten (seit dem All-Star-Game mit einer Bilanz von 15:1 Siegen).

Es darf mit Spannung erwartet werden, ob San Antonio auf diese Klatsche eine Antwort findet.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks @ San Antonio Spurs 84:105

Dienstag, 21. April 2009

Da war es wieder, das längst überwunden geglaubte zweite Gesicht der Dallas Mavericks.

Nach einer starken ersten Partie gegen die San Antonio Spurs in Runde eins der Playoffs 2008/2009 setzte es vergangene Nacht eine schmerzhafte 84:105-Klatsche gegen den Erzrivalen aus Texas, der die Serie somit zum 1:1 ausgleichen konnte.

Die Fans der Mavericks dürften sich mit einem Déja-vu-Erlebnis konfrontiert sehen. Wie so oft in der vergangenen Saison folgte auf eine viel versprechende Vorstellung der Totalabsturz.

Die Mannschaft von Headcoach Rick Carlisle präsentierte sich wie ausgewechselt. Viel zu viele Einzelaktionen resultierten aus einem kaum vorhandenen Zusammenspiel der Dallas-Akteure.

Nach einem schwachen ersten Viertel, das mit 19:30 abgegeben wurde, konnte man vielleicht noch an den Auftaktsieg der Mavs denken, als die Mannschaft ähnlich mühsam in die Begegnung startete. Im zweiten Spielabschnitt, den Dallas mit 27:27 ausgeglichen gestalten konnte, keimte wieder etwas Hoffnung auf. Doch nach der Pause lief dann gar nichts mehr zusammen. Viertel Nummer drei, ansonsten eher Schlüsselabschnitt im positiven Sinne der Mannschaft, wurde mit 17:28 hergeschenkt und die Partie war beim Stand von 63:85 bereits entschieden.

Tony ParkerTony Parker (Foto), im ersten Spiel der Serie noch mit moderaten 24 Zählern von der Dallas-Defense einigermaßen im Zaum gehalten, präsentierte sich während der vergangenen Nacht wieder als absolute Nemesis der Mavericks. Mit 38 Punkten (16 von 22 verwandelten Würfen aus dem Feld) und acht Vorlagen spielte der Franzose praktisch ohne Gegenspieler und agierte im Angriff seiner Mannschaft nach Belieben.

„Ich habe versucht, mit viel Biss zu spielen“, so Parker nach der Partie. „Ein Sieg war für uns heute einfach Pflicht.“

Gregg Popovich, Headcoach San Antonios, konnte es sich sogar erlauben, Tim Duncan (13 Punkte, 11 Rebounds) nur 28 Minuten einzusetzen um ihn bereits für die kommende Begegnung zu schonen.

Vor allem an den Brettern zeigten sich die Spurs deutlich aggressiver als im ersten Spiel und dominierten gegen schwache Gäste die Rebound-Statistik mit 44:28 Abprallern.

Dirk Nowitzki blieb auf der Gegenseite während der zweiten Partie in Folge unter 20 Zählern. Der Deutsche spielte phasenweise ohne Selbstvertrauen und beendete die Partie mit 14 Punkten und einer ganz schwachen Wurfquote aus dem Feld von lediglich drei Treffern bei 14 Versuchen. Im dritten Viertel verletzte sich der 30-Jährige zu allem Übel auch noch am Daumen und musste mit einem Verband weiterspielen.

Kein Dallas-Akteur vermochte gegen die Spurs-Verteidigung mehr als 20 Punkte zu erzielen. Am erfolgreichsten präsentierte sich noch Jason Terry mit 16 Zählern, wofür er allerdings auch 15 Würfe aus dem Feld benötigte. Von den zuletzt gelobten J.J. Barea (fünf Zähler) und Brandon Bass (acht Punkte) war wenig zu sehen, Josh Howard, viel beschworener X-Faktor im Spiel seiner Mannschaft, tauchte mit lediglich sieben erzielten Zählern komplett ab.

Einzig Jason Kidd erreichte mit 14 Zählern, vier Rebounds, fünf Assists und drei Steals annähernd seine Normalform.

Trotz der unterirdischen Leistung ist die Ausgangssituation der Mavericks für die kommenden Partien komfortabel, schließt man eine Wiederholung der heutigen Vorstellung einmal aus. Durch den Auswärtssieg im ersten Spiel der Serie ist Dallas im Besitzt des Heimvorteils, sprich, wenn das Team von Besitzer Mark Cuban seine drei verbleibenden Heimspiele gewinnt, kommt es eine Runde weiter.

Dazu ist allerdings das andere Gesicht der Mannschaft nötig. Sonst sieht es für die Mavs auch im heimischen American Airlines Center düster aus, wo in der Nacht auf Freitag Spiel Nummer drei der Serie steigt.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):