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Wachablösung in der Southwest-Division

Montag, 23. März 2009

Im Texas-Duell konnte sich Houston vergangene Nacht bei den Spurs in San Antonio hauchdünn mit 87:85 durchsetzen. Durch den Sieg ziehen die Rockets mit einer Bilanz von 47 Siegen bei 25 Niederlagen vorerst am Champion von 2007 (45:24) vorbei auf den ersten Rang der Southwest-Division.

Diese Entwicklung hatte sich bereits angebahnt. Bei Houston zeigt die Formkurve steil nach oben, 16 der vergangenen 20 Partien konnte die Mannschaft von Headcoach Rick Adelman zuletzt gewinnen. Den Spurs hingegen fehlt der verletzte Manu Ginobili (Sprunggelenk) an allen Ecken und Enden. Bei sieben der letzten 13 Begegnungen musste San Antonio den Platz als Verlieren verlassen.

Im gestrigen Schlagabtausch machte derweil ein anderer Argentinier den Unterschied: Luis Scola. 19 Punkte und 17 Rebounds konnte der Power-Forward für sich verbuchen, darunter die letzten fünf Punkte der Rockets. Zweimal brachte Scola seine Mannschaft nach einem Rückstand per Korbleger wieder in Front, beide Male von Yao Ming (13 Punkte, acht Rebounds) vorbereitet.

Normalerweise sieht das Setplay der Rockets Scola auf dem High- und Yao auf dem Lowpost vor. In der letzten Minute der Partie tauschten beide ihre Positionen, was die Spurs so verwirrte, dass Scola zweimal zu einem freien Korbleger kam.

Auf die Frage, wie oft Houston in der laufenden Saison diesen Spielzug bereits angewandt hatte, antwortete Adelman nach der Partie knapp: „zweimal.“

Brisant: San Antonio hatte über Jahre hinweg die Rechte an Scola, konnte sich aber nie zu einer Verpflichtung des 28-Jährigen durchringen und gab ihn im Sommer 2007 per Trade an die Rockets ab. Scola, der seit dem All-Star-Weekend bereits 11 Double-Doubles erzielte, schien aus dieser Konstellation seine ganz eigene Motivation zu beziehen.

„Wir haben uns in der entscheidenden Phase der Partie drei dicke Patzer in der Verteidigung erlaubt“, gab sich auf der Gegenseite Spurs-Coach Gregg Popovich enttäuscht.

San Antonio hatte einmal mehr in Tim Duncan (23 Punkte) und Tony Parker (22 Zähler, 12 Assists) seine stärksten Akteure, doch beide vergaben zusammen 29 von 46 Würfen aus dem Feld. Bei den Rockets konnte neben Scola Ron Artest mit 24 Punkten überzeugen.

Doch wie so oft in der laufenden Saison überdrehte Artest und versuchte in der Offensive zuviel alleine. „Unsere Spieler müssen verstehen, dass sie nicht die ganze Scoring-Last auf ihre Schultern nehmen können“, so Adelman anschließend. „Ron spielt wirklich aggressiv und wir müssen schauen, dass wir ihm vermehrt freie Würfe verschaffen und er sie sich nicht alleine kreieren muss.“

Gegen San Antonio hatte das allerdings keine Auswirkung auf den Ausgang der Partie. Denn da gab es ja noch die neu geschaffene Yao-Scola-Combo.

Zusammenfassung der Partie:

Sefolosha vermiest Popovich-Jubiläum, Mutombo erteilt Lehrstunde

Dienstag, 17. März 2009

Die Verpflichtung von Thabo Sefolosha erweist sich für Oklahoma City als absoluter Volltreffer. Beim überraschenden 78:76-Sieg über San Antonio erzielte der Neuzugang von den Chicago Bulls 12 Punkte und drei Steals. Daneben blockte der Schweizer in der Schlusssekunde einen Dreier von Tony Parker (28 Zähler) und sicherte somit seiner Mannschaft den Sieg.

In den letzten fünf Spielen klaute der Defensiv-Spezialist seinen Gegnern im Durchschnitt 3,2 Bälle pro Partie. Seit Sefolosha für die Thunder aufläuft, hat er seinen Punkteschnitt von 4,5 auf 11,5 pro Begegnung gesteigert. Oklahoma City, zuvor das schlechteste Team der Liga, konnte mit dem Eidgenossen zudem sechs der letzten elf Spiele gewinnen.

Angeführt von Kevin Durant (25 Punkte) vermiesten die Thunder Spurs-Coach Gregg Popovich dessen Jubiläum im 1000. Spiel auf der Trainerbank der Texaner. Dabei lag San Antonio zeitweise mit 17 Punkten in Führung.

„Das ist der größte Alptraum eines Coaches“, zeigte sich „Pop“ ob der unnötigen Pleite enttäuscht. „Wir haben alle zusammen diese Niederlage zu verantworten.“

“Not in my House”

In New Orleans trat währenddessen eine lebende Legende zurück ins Rampenlicht. Weil Yao Ming wegen einer Grippe aussetzen musste, lief Dikembe Mutombo beim 95:84-Sieg seiner Rockets über die Hornets für die erste Fünf seiner Mannschaft auf. In knapp 25 Minuten auf dem Parkett verbuchte der 42-Jährige einen Punkt, sechs Rebounds und drei Blocks (alle gegen den 20 Jahre jüngeren Julian Wrigth). Das berühmte Fingerwackeln durfte dabei natürlich kein einziges Mal fehlen.

„Ich habe nur deswegen mit meinem Finger gewackelt, um eine kleine extra Verschnaufpause zu bekommen“, gab Mutombo nach der Partie mit einem Grinsen im Gesicht zu Protokoll. „Ich bin alt, ich muss nicht die ganze Zeit den Platz hoch und runter rennen.“

Bei Houston punkteten sechs Spieler zweistellig, Ron Artest mit 18 Zählern am häufigsten. Auf der Gegenseite war es einmal mehr Chris Paul, der mit 29 Punkten und 11 Assists für New Orleans zu überzeugen wusste.

Durch die Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg Portlands (103:92 @ Memphis) tauschen die Hornets und die Trail Blazers die Plätze fünf und sechs in der Tabelle der Western-Conference. Denver konnte mit einem 121:96-Sieg zuhause über New Jersey den vierten Platz verteidigen, während das Polster der zweit platzierten Spurs auf Houston nur noch drei Spiele beträgt. 

Spieler des Tages: Tony Parker

Donnerstag, 26. Februar 2009

Tony Parker hat einen Lauf.

Nachdem der Franzose in der Nacht zuvor den Dallas Mavericks 37 Punkte eingeschenkt hatte, war Mittwochabend Portland an der Reihe. In Abwesenheit von Tim Duncan und Manu Ginobili erlegte Parker die Trail Blazers beim 99:84-Sieg seiner Spurs fast im Alleingang und schloss die Partie mit 39 Zählern und neun Assists ab.

„Tony lief abermals heiß und hat unsere ganze Offensive getragen“, zeigte sich Spurs-Coach Gregg Popovich voll des Lobes über seinen Spielmacher. „Seine Führungsqualitäten auf dem Feld waren außergewöhnlich.“