Heute Nacht können die Dallas Mavericks das erste Mal seit drei Jahren wieder eine Playoff-Serie für sich entscheiden.
Ab 3:30 Uhr deutscher Zeit steigt in San Antonio das fünfte Duell der Texas-Rivalen. Beim aktuellen Stand von 3:1 zieht Dallas mit einem Sieg in die Conference-Semi-Finals ein und wird dort entweder auf Denver oder New Orleans treffen.
Dirk Nowitzki (Foto) zeigt sich vor dem Showdown äußerst zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft. Auf die Frage, ob er über seinen Punkteschnitt von nur 16,3 Zählern pro Partie enttäuscht wäre, antwortete der Deutsche: „Wir liegen mit 3:1 vorne. Ich spiele für den Erfolg der Mannschaft und nicht für meine persönlichen Statistiken. Ich spiele, um in den Playoffs weiterzukommen.“
Auch ohne 25 Punkte pro Partie durch den achtfachen All-Star waren die Mavericks zuletzt im Stande, San Antonio in die Knie zu zwingen.
Nowitzkis Mitspieler profitieren dabei extrem von der erhöhten Aufmerksamkeit, die dem Forward von Seiten der Spurs-Defensive zuteil wird. „Wer behauptet, Dirk würde nicht genug punkten, der versteht dieses Spiel nicht“, so Team-Kollege Jason Kidd. „Dirk macht das sehr gut. Er bleibt geduldig und nimmt keine schlechten Würfe gegen Double- oder Triple-Teams.“
Stattdessen schafft Nowitzki Räume für seine Nebenleute, die dadurch zu offenen Würfen kommen oder den gewonnenen Platz nutzen, um zum Korb zu ziehen.
Ähnlich steht es um Jason Terry, der mit 12 Punkten pro Spiel gegen die Spurs 6,6 Zähler unter seinem Saisonschnitt liegt. Doch Terry bindet meist Bruce Bowen an sich, den besten Verteidiger in Reihen San Antonios.
Die Spurs befinden sich in einem Dilemma. Nowitzki muss gedoppelt werden, Bowen wird auf Terry angesetzt. Wer verteidigt nun Josh Howard (Foto), J.J. Barea, Antoine Wright oder Brandon Bass? Genau hier liegt der Schlüssel zum guten Abschneiden der Mavericks begraben. Die Mitspieler von Terry und Nowitzki wissen ihre Freiräume exzellent zu nutzen und machen bisher den Unterschied in der Serie aus.
„Wir agieren als Einheit“, so Barea über die Stärke seines Teams. „Wir wollen alle das Gleiche. Man kann es auf dem Parkett in Dirks Augen sehen. Egal wer punktet, er will einfach nur gewinnen. Wenn dein Anführer so denkt, beginnen alle Spieler so zu denken.“
Während der regulären Saison war Dallas die meiste Zeit abhängig von Terry und Nowitzki. Mittlerweile gilt die Ausgeglichenheit im Kader als größte Stärke der Mavericks.
Ganz im Gegensatz zu den Spurs, die im Angriff lediglich über zwei Optionen verfügen. Tony Parker und mit Abstrichen Tim Duncan (anhaltende Knieprobleme). Dahinter kommt absolut nichts. Zuletzt erzielte das Duo während Spiel Nummer vier der Serie 68 der 90 Spurs-Zähler. Zuwenig, Dallas gewann die Partie mit 99:90.
Auch dank einer Energie-Leistung von Nachwuchs-Center Ryan Hollins.
Als Erick Dampier im dritten Viertel mit vier Fouls belastet vom Spielfeld musste, bekam Hollins seine große Chance. Und er packte sie am Schopf. In 19 Spielminuten griff sich der 24-Jährige acht Rebounds und blockte drei Würfe.
„Ich weiß nicht, was er vor dem Spiel eingeworfen hat“, so Nowitzki scherzhaft über seinen Mitspieler. „Aber er muss mir unbedingt etwas von diesem Zeug abgeben.“
Der Würzburger weiter: „Er war überall auf dem Platz. Er ist unsere Ein-Mann-Presse.“
Weniger gute Nachrichten gibt es derweil von Josh Howard, der heute nicht am Training seiner Mannschaft teilnehmen konnte. Der Small-Forward plagt sich immer noch mit den Folgen einer Sprunggelenksverletzung herum. Doch es gilt als unwahrscheinlich, dass Howard an seinem 29. Geburtstag nicht für die Mavericks auflaufen wird.
„Ich habe für diesen Tag nur einen Wunsch. Den Sieg.“




Dallas erbrachte somit den Beweis, dass Basketball noch immer ein Teamsport ist. Fünf Spieler der Mavs wiesen eine zweistellige Punkteausbeute auf, darunter
Der 31-Jährige bekommt für die reguläre Spielzeit 2008/2009 den Titel des „Sixth Man of the Year“ verliehen. In 63 von 74 Partien kam Terry von der Bank ins Spiel seiner Mannschaft und erzielte dabei durchschnittlich 19,6 Punkte pro Partie - soviel wie kein anderer Einwechsel-Spieler der Liga. Mit einer Wurfquote von 46,3 Prozent aus dem Feld und 36,6 Prozent von jenseits der Dreierlinie zeigte er daneben eine ordentliche Trefferbilanz. Den höchsten Punkteschnitt seiner Karriere von 19,7 Zählern pro Begegnung, aufgestellt unter den Atlanta Hawks während der Saison 2000/2001, verpasste der „Jet“ denkbar knapp.
Tony Parker
Das erste Viertel verschlief Dallas direkt mit 18:29, bevor sich die Mannschaft, angeführt von einem ganz starken
Heute Nacht kommt es zur mit Spannung erwarteten Neuauflage der Conference-Semi-Finals von 2006. Im Texas-Showdown treffen die Dallas Mavericks auf die San Antonio Spurs. Auf
Jason Terry
Neuerdings heizt der amtierende All-Star-Game-MVP (zusammen mit