Artikel-Schlagworte: „Jason Terry“

Dallas Mavericks setzen Ausrufezeichen

Samstag, 31. Oktober 2009

Jason KiddSo sieht eine gelungene Wiedergutmachung aus. Die Dallas Mavericks um Jason Kidd (Foto) haben vergangene Nacht die Lakers im Staples Center von Los Angeles eindrucksvoll besiegt. Dank einer im Vergleich zur Auftaktpleite gegen die Washington Wizards stark verbesserten Defensive, sowie einer ausgeglichenen Leistung im Angriff, dominierten die Mavs phasenweise das Spielgeschehen gegen den amtierenden NBA-Champion. Eine Analyse. (mehr…)

Dallas verpatzt Saisonauftakt

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Das war nix. Die Dallas Mavericks haben vor eigenem Publikum die erste Partie der Saison gegen Washington verloren. In der neu formierten Truppe von Headcoach Rick Carlisle lief offensiv wie defensiv wenig zusammen. Die Mannschaft wies gegen die Wizards viele Schwachstellen auf - positive Aspekte hielten sich stark in Grenzen. Dirk Nowitzki musste mit seiner Leistung bereits ans Limit gehen. Ein Kommentar. (mehr…)

Kader-Planung der Mavericks vor dem Abschluss

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Knapp eine Woche bevor die anstehende NBA-Saison am 27. Oktober beginnt, haben die Dallas Mavericks noch einen Spieler abgegeben. Somit reduziert sich die Anzahl der Dallas-Akteure auf 16 Athleten, von denen einer die Mannschaft noch verlassen muss. Die Entscheidung wird wohl zwischen einem Center und einem Forward fallen. (mehr…)

Dallas Mavericks: Preseason macht Lust auf mehr

Freitag, 16. Oktober 2009

Shawn MarionDie bisherige  Saisonvorbereitung der Dallas Mavericks kann durchaus positiv bewertet werden. Lediglich Verletzungssorgen um Shawn Marion (Foto) und Josh Howard sowie eine Niederlage gegen Orlando trüben etwas die Erfolge aus drei eingefahrenen Siegen in den Vorbereitungspartien. Dirk Nowitzki präsentierte sich dabei in einer viel versprechenden Frühform. (mehr…)

Playoff-Aus: Denver zu stark für Dallas

Donnerstag, 14. Mai 2009

Dirk NowitzkiDie Saison der Dallas Mavericks ist beendet. Mit einer 110:124-Niederlage verabschiedet sich die Mannschaft um Dirk Nowitzki (Foto) im fünften Spiel gegen die Denver Nuggets aus den diesjährigen NBA-Playoffs. Trotz aufopferungsvollen Kampfes vermochten die Texaner einen deutlichen Rückstand aus Halbzeit eins im weiteren Spielverlauf nicht mehr zu drehen. (mehr…)

Das Ende eines Fluchs: Dallas gewinnt hitzige Nervenschlacht

Dienstag, 12. Mai 2009

Dirk NowitzkiDie schwarze Serie von sieben Niederlagen in Folge gegen die Denver Nuggets ist gebrochen, die Ehre der Dallas Mavericks wieder hergestellt. Durch einen an Spannung kaum zu überbietenden 119:117-Sieg verkürzt die Truppe aus Texas den Rückstand in den Conference-Semi-Finals auf 1:3 Siege. Dirk Nowitzki (Foto) zeigte dabei sein stärkstes Spiel während den laufenden Playoffs. (mehr…)

Vorschau: Dallas Mavericks gegen Denver Nuggets

Montag, 11. Mai 2009

Rick CarlisleFür die Dallas Mavericks geht es heute Nacht um nichts Geringeres als die Ehre. Das Team von Rick Carlisle (Foto) liegt nach drei Partien gegen die Denver Nuggets in den Conference-Semi-Finals mit 0:3 im Hintertreffen. Bislang vermochte keine Mannschaft in der Geschichte der Playoffs einen derartigen Rückstand noch zu drehen. (mehr…)

Kontroverser Spielausgang in Dallas

Sonntag, 10. Mai 2009

Carmelo AnthonyDie Dallas Mavericks stehen vor dem Playoff-Aus. Durch einen Dreier von Carmelo Anthony (Foto) eine Sekunde vor Schlusspfiff musste sich die Truppe aus Texas im dritten Spiel der Conference-Semi-Finals mit 105:106 geschlagen geben. Somit befindet sich Dallas in der Serie „Best of Seven“ mit 0:3 Siegen im Hintertreffen. (mehr…)

Dallas Mavericks @ Denver Nuggets 105:117

Mittwoch, 6. Mai 2009

Déjà-vu.

Die Dallas Mavericks haben es verpasst, aus ihrer Auftaktpleite die nötigen Lehren zu ziehen.

Nach einem fast identischen Spielverlauf musste sich das Team aus Texas auch im zweiten Duell gegen die Denver Nuggets am Ende deutlich mit 105:117 geschlagen geben.

Abermals legte Dallas mit 30:22 ein starkes erstes Viertel hin, abermals war die Partie zur Halbzeit beim Stand von 55:58 völlig offen. Nach einem ausgeglichenen dritten Abschnitt brachen im finalen Viertel jedoch erneut alle Dämme im Spiel der Mavericks.

„Ich glaube, dass Dallas heute teilweise sogar das bessere Team war“, lies Nuggets-Coach George Karl nach dem Sieg seiner Mannschaft verlauten. „Aber es liegt im Charakter unserer Mannschaft, während der letzten 12 Minuten einer Partie noch einmal richtig Gas zu geben und die Intensität unseres Spiels zu steigern.“

Darauf fanden die Mavericks in der entscheidenden Phase der Begegnung keine Antwort.

Zwar leistete sich die Truppe von Headcoach Rick Carlisle neun Ballverluste weniger als im ersten Aufeinandertreffen beider Teams (11 anstatt 20), und die Punkte-Differenz unter den Brettern konnte mit 34:50 etwas ausgeglichener gestaltet werden, doch waren es letztendlich die selben Schwächen, die Dallas jeglicher Chancen auf den Sieg berauben sollten: entscheidende Ballverluste im finalen Viertel, Defizite unterm Korb, schwache Verteidigung der gegnerischen Fast-Breaks.

Und dann kam auch noch Pech hinzu.

Josh HowardJosh Howard (Foto), neben Jason Kidd bester Maverick in der Erstrunden-Serie gegen die San Antonio Spurs, kam nach seiner Sprunggelenks-Verletzung aus Partie Nummer eins lediglich während den ersten sechs Minuten der Begegnung zum Einsatz. Dallas vermisste in der Folge Howards Zug zum Korb und dessen Verteidigung gegen den offensiv gefährlichsten Akteur der Nuggets, Carmelo Anthony (25 Punkte), schmerzlich.

Dirk Nowitzki zeigte derweil abermals eine ganz starke Partie und war mit 35 Punkten (11 von 20 aus dem Feld, 12 von 13 Freiwürfen, daneben neun Rebounds) Topscorer der Begegnung. Doch in Abwesenheit von Howard war die Scoring-Last der Mavericks auf zu wenigen Schultern verteilt. Neben dem Würzburger punkteten lediglich Jason Terry mit 21 und Antoine Wright mit zehn Zählern zweistellig. Carlisle hatte Wright anstelle von J.J. Barea (fünf Punkte) in die erste Fünf berufen, um seiner Mannschaft mehr spielerische Härte einzuimpfen - mit durchwachsenem Ergebnis. Abermals präsentierten sich die Nuggets über weite Strecken einsatzfreudiger und aggressiver.

„Wir sind einfach ein explosives Team“, gab Chauncey Billups (18 Punkte, acht Vorlagen) nach der Partie zu Protokoll. „Das ist unser Stil. So spielen wir bereits das ganze Jahr über.“

Kenyon MartinDas Schlüssel-Matchup der Serie spielte sich währenddessen abermals unter den Körben ab. Hier hat Dallas die größten Defizite, und Denver wusste dies bisher schonungslos offen zu legen. Erneut ließen der starke Nené (25 Zähler, acht Rebounds), Kenyon Martin (Foto, 12 Punkte) und Chris Andersen (acht Zähler, neun Rebounds) durch ihre Athletik und Schnelligkeit Erick Dampier (vier Punkte, vier Abpraller) und Ryan Hollins (acht Zähler, vier Rebounds) ganz alt aussehen. Carlisle versuchte es daneben mit James Singleton (fünf Punkte), der im bisherigen Playoff-Verlauf kaum zum Einsatz kam - ohne Erfolg.

Daneben spielten die Nuggets ihren Geschwindigkeits-Vorteil abermals gnadenlos aus und entschieden die Fast-Break-Statistik mit 25:9 Punkten deutlich zu ihren Gunsten.

Die Mavericks gehen nun mit einem 0:2-Rückstand aus der Serie „Best of Seven“ in den dritten Schlagabtausch beider Mannschaften, der Samstagnacht im American Airlines Center zu Dallas steigt. Dort besteht berechtigter Grund zur Hoffnung auf eine bessere Leistung, schließlich wurden von den vergangenen 18 Heimpartien 17 gewonnen. Die einzige Niederlage kam allerdings gegen die Nuggets zustande, die während der laufenden Saison nun eine Bilanz von 6:0 Siegen gegen das Team von Besitzer Mark Cuban aufweisen können.

Für die Mavericks wird es Zeit, diese Serie zu brechen, denn ein 0:3-Rückstand wäre mit dem Ausscheiden aus der Endrunde gleichzusetzen. Noch nie in der Geschichte der NBA-Playoffs war eine Mannschaft in der Lage, dieses Ergebnis noch drehen.

„Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit, um uns zu sammeln und neu zu formieren“, so Carlisle über die anstehende Aufgabe. „Wir müssen dringend an ein paar Dingen arbeiten.“

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks @ Denver Nuggets 95:109

Sonntag, 3. Mai 2009

Euphoriebremse für die Dallas Mavericks.

Im ersten Spiel der Conference-Semi-Finals gegen die Denver Nuggets musste das Team aus Texas am Ende eine deutliche 95:109-Schlappe einstecken. Die Mavs liegen zu Beginn der Serie „Best-of-Seven“ dadurch mit 0:1 Siegen im Hintertreffen.

Lange Zeit sah die körperbetonte Begegnung nach einer engen Angelegenheit aus. Viertel Nummer eins entschieden die Mavericks mit 24:16 zu ihren Gunsten, Denver wusste sich dabei phasenweise nur durch rüde Fouls zu helfen. Nach einem anschließenden 17:8 Zwischenspurt der Nuggets und dem Halbzeitergebnis von 47:51 hatten sich die Verhältnisse aber schnell wieder ausgeglichen. Im dritten Spielabschnitt konnte die Mannschaft von Rick Carlisle nochmals mit 66:64 in Führung gehen, bevor das Team komplett den Faden verlor.

Jason KiddWährend den letzten 15 Minuten der Partie häuften sich die individuellen Fehler auf Seiten der Mavs. Jason Kidd (Foto, 15 Punkte, vier Vorlagen), der über die komplette Serie gegen die San Antonio Spurs lediglich drei Ballverluste fabrizierte, verbuchte derer acht (!) gegen Denver. Völlig untypisch für den ansonsten so umsichtig agierenden Spielmacher. „Ich habe den Ball teilweise in die Zuschauerränge geworfen”, so Kidd anschließend. “Das darf mir nicht passieren.”

Insgesamt war die Truppe von Besitzer Mark Cuban für 20 Ballverluste verantwortlich. Ein Wert, mit dem keine Endrunden-Partie zu gewinnen ist. „Wir haben uns selbst geschlagen”, so Jason Terry nach der Begegnung, der selbst vier Mal den Ball verlor.

Ebenfalls ungewohnt für den bisherigen Playoff-Verlauf präsentierte sich die Bank der Mavericks. Terry erzielte zwar 15 Zähler für die zweite Garde seines Teams, doch daneben konnte kein Dallas-Einwechsel-Spieler mehr als sechs Zähler auf der Anzeigetafel vermerken. Ganz im Gegensatz zur Bank der Nuggets, die starke 39 Punkte zum Sieg ihrer Mannschaft beitrug.

Ein spielentscheidender Faktor der Partie war daneben die Punkteausbeute beider Mannschaften im Fast-Break. Denver schaltete stets blitzartig von Verteidigung in Offensive und beendete die Begegnung mit 29 Zählern nach schnellen Konterangriffen. Dallas dagegen konnte in dieser Statistik lediglich vier Punkte für sich verbuchen, auch dank der vielen Stockfehler von Kidd.

Nene HilarioGroße Defizite im Spiel der Mavericks wurden daneben unter den Brettern erkennbar. Erick Dampier (schwerfällig, drei Punkte, sechs Rebounds) und Ryan Hollins (unkonzentriert und übermotiviert, sechs Zähler, sechs Abpraller) hatten ihren Gegenspielern Nené (Foto, 24 Punkte, Karriere-Playoff-Bestleitungs) und Chris Andersen (11 Zähler, ebenfalls eine persönliche Bestmarke während der Endrunde, daneben fünf Blocks) offensiv wie defensiv nur wenig entgegenzusetzen. Vor allem Nené entwickelte sich bereits früh zum absoluten Albtraum-Matchup für Dampier, der dem gebürtigen Brasilianer in Sachen Athletik und Schnelligkeit nicht gewachsen war.

Dirk Nowitzki zeigte dagegen phasenweise ein ganz starkes Spiel und begann die Partie mit sechs Treffern bei sechs Versuchen aus dem Feld. Doch der Deutsche hatte gegen den „Birdman“ Andersen auch des Öfteren Schwierigkeiten, einen sauberen Wurf in der Offensive zu bekommen. Der achtfache All-Star beendete die Begegnung mit 28 Zählern und zehn Rebounds.

„Als ich mir nach dem Spiel die Statistik angeschaut habe, dachte ich, ich sehe nicht recht”, so Nowitzki über den Ausgang der Partie. „Ich hatte eher das Gefühl, wir hätten mit 30 Zählern Unterschied verloren. Jedes Mal, wenn wir die Chance hatten den Spielstand zu verkürzen, haben wir den Ball hergeschenkt.” 

Josh Howard zeigte währenddessen wie gewohnt mit 13 Punkten eine starke Anfangsphase, tauchte im späteren Spielverlauf jedoch völlig ab und beendete das Spiel mit lediglich 15 Zählern. Ende des ersten Viertels hatten Dallas und Howard dabei eine Schrecksekunde zu überstehen, als der 29-Jährige mit dem rechten Fuß umknickte. Nach kurzer Behandlung in der Umkleidekabine konnte Howard im zweiten Spielabschnitt aufs Parkett zurückkehren, doch wirkte er von da an längst nicht mehr so bissig wie zu Beginn der Partie.

Auf Seiten der Nuggets präsentierten sich neben Nené Carmelo Anthony mit 23 und J.R. Smith mit 15 Zählern auffällig. Chauncey Billups, Anführer der Truppe, durchlebte mit sechs Punkten und sechs Vorlagen dagegen einen eher ruhigen Arbeitstag.

Dallas muss währenddessen dringend den eigenen Spielaufbau in den Griff bekommen, um in der Nacht auf Mittwoch nicht bereits mit 0:2 Siegen ins Hintertreffen zu geraten. Daneben gilt es, das schnelle Umschalten der Nuggets von der Defensive in die Offensive effektiver zu unterbinden, sowie die Kreise von Nené unter dem Korb besser einzudämmen.

Viel Arbeit für Coach Carlisle und seine Jungs in ziemlich kurzer Zeit.

„Du kannst im Vorfeld soviel besprechen wie du willst”, gab Nowitzki über die Serie gegen Denver zu Protokoll. „Ich vermute, wir mussten heute hier einfach selbst die Erfahrung machen, wie es ist, in den Playoffs gegen die Nuggets zu spielen.”

„Jetzt liegt es an uns, im nächsten Aufeinandertreffen besser zu spielen.”

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks @ San Antonio Spurs 106:93

Mittwoch, 29. April 2009

Es ist vollbracht.

Die Dallas Mavericks stehen in der zweiten Runde der NBA-Playoffs 2008/2009.

Angeführt von einem starken Dirk Nowitzki, der mit 31 Punkten und neun Rebounds sein bestes Spiel der diesjährigen Endrunde ablieferte, besiegte das Team aus „Big D“ die Spurs mit 106:93 im AT&T Center zu San Antonio.

Die Serie „Best-of-Seven“ geht dadurch mit 4:1 an die Mavericks, die zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in die Conference-Semi-Finals einziehen können. Dort trifft Dallas auf die Denver Nuggets oder die New Orleans Hornets (Stand der Serie: 3:1).

„Ich freue mich riesig für meine Jungs“, so Rick Carlisle, Headcoach der Mavericks, nach der Begegnung. „Es war ein turbulentes Jahr, aber uns sind einfach viele gute Dinge zum richtigen Zeitpunkt widerfahren. Die Mannschaft ist in den vergangenen Wochen zu einer verschworenen Einheit zusammengeschmolzen.“ 

Dallas zeigte im Duell mit dem großen Rivalen aus Texas von Beginn an eine überzeugende, teils souveräne Vorstellung. San Antonio entschied sich zu Spielbeginn, Nowitzki nicht zu doppeln, sondern im Eins gegen Eins zu verteidigen. Der Deutsche nutzte in der Folge seine neu gewonnenen Freiräume äußerst effektiv. Mit 11 Zählern im ersten Spielabschnitt erzielte er lediglich einen Punkt weniger als im vorhergegangenen Aufeinandertreffen beider Teams über die ganze Partie. Viertel Nummer eins ging dank Nowitzki mit 31:20 an Dallas.

Im folgenden Spielverlauf wussten die Mavericks ihren Vorsprung geschickt zu verteidigen, bevor die Spurs kurz vor Halbzeitpfiff noch einmal auf 48:52 verkürzen konnten. Bis dahin hatte die Dallas-Defense Tony Parker gut unter Kontrolle, der im Gegensatz zu seinen 31 Punkten in Hälfte eins der vierten Partie humane 12 Zähler für sich verbuchte.

Wer im dritten Viertel ein Aufbäumen San Antonios erwartet hatte, sollte sich gründlich täuschen. Mit 30:19 ging der Spielabschnitt an Dallas, den die Mavericks mit zwei Dreiern von Geburtstagskind Josh Howard (17 Punkte, acht Rebounds, 29 Jahre) und Jason Kidd (12 Zähler, fünf Vorlagen) zum 82:67 beenden sollten.

„Ich denke, Howard ist der MVP dieser Serie“, gab es nach dem Schlusspfiff ein dickes Lob von Carlilse. „Er hat großartig gespielt. Er war immer für uns zur Stelle und hat sich vor allem durch Aktionen ausgezeichnet, die nicht zwingend zu Punkten führten, aber dennoch äußerst wichtig für unser Spiel waren.“

In den letzten 12 Minuten der Partie waren es dann Nowitzki mit seinen typischen Würfen aus der Mitteldistanz und Jason Terry (19 Zähler, sieben von 14 aus dem Feld) mit zwei erfolgreichen Dreiern, die den Vorsprung der Mavericks konstant im zweistelligen Bereich hielten.

Beim Stand von 96:86 und einer restlichen Spieldauer von zweieinhalb Minuten waren die San Antonio Spurs geschlagen.

„Es ist eine Befreiung“, diktierte Kidd der versammelten Reporter-Riege nach dem Sieg seiner Mannschaft in die Notizbücher.

Dallas überzeugte vor allem durch eine gute Defensiv- und Reboundarbeit und konnte daneben mit 51,4 Prozent aus dem Feld (38 Treffer bei 74 Versuchen) und 50 Prozent von jenseits der Dreierlinie (zehn von 20 Würfen) eine starke Trefferquote aufweisen. Die Punktelast im Angriff wurde zudem äußerst gleichmäßig verteilt. Neben Nowitzki, Kidd, Terry und Howard beendeten J.J. Barea (zehn Punkte) und Erick Dampier (11 Zähler, 12 Rebounds) die Partie mit einer zweistelligen Punkteausbeute.

Ganz im Gegensatz zu den Spurs. Die Abhängigkeit der Mannschaft von Parker (erzielte letzten Endes 26 Punkten und 12 Vorlagen) und Tim Duncan (30 Zähler, acht Rebounds) war auch im fünften Aufeinandertreffen beider Teams nicht zu übersehen und zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Serie. Neben den beiden Stars der Truppe von Headcoach Gregg Popovich konnte abermals kein anderer Akteur im zweistelligen Bereich punkten.

Für San Antonio war es während der Ära Duncan erst das zweite Ausscheiden in Runde eins der Playoffs (zuvor gegen die Phoenix Suns im Jahr 2000, Duncan war damals verletzt). Daneben kann sich Dallas auf die Fahnen schreiben, die einzige Mannschaft der Liga zu sein, die den großen Rivalen in dessen eigener Halle aus der Endrunde kegelte. Nach 2006 gelang den Mavericks dieses Kunststück bereits zum zweiten Mal. Waren zu Beginn des Jahrtausends stets die Spurs der große Angstgegner der Mavericks, hat sich die Rollenverteilung inzwischen wohl endgültig umgekehrt.

„Sie waren das bessere Team, ganz einfach“, zeigte sich Popovich nach der Niederlage als fairer Verlierer.

Die Mannschaft von Besitzer Mark Cuban kann jetzt erst einmal in Ruhe den Geburtstag von Josh Howard feiern, dessen Party im Vergleich zum vergangenen Jahr nach dem Ausscheiden in Runde eins gegen die New Orleans Hornets deutlich fröhlicher ausfallen dürfte.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Texas-Showdown vor der Entscheidung

Dienstag, 28. April 2009

Heute Nacht können die Dallas Mavericks das erste Mal seit drei Jahren wieder eine Playoff-Serie für sich entscheiden.

Ab 3:30 Uhr deutscher Zeit steigt in San Antonio das fünfte Duell der Texas-Rivalen. Beim aktuellen Stand von 3:1 zieht Dallas mit einem Sieg in die Conference-Semi-Finals ein und wird dort entweder auf Denver oder New Orleans treffen.

Dirk NowitzkiDirk Nowitzki (Foto) zeigt sich vor dem Showdown äußerst zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft. Auf die Frage, ob er über seinen Punkteschnitt von nur 16,3 Zählern pro Partie enttäuscht wäre, antwortete der Deutsche: „Wir liegen mit 3:1 vorne. Ich spiele für den Erfolg der Mannschaft und nicht für meine persönlichen Statistiken. Ich spiele, um in den Playoffs weiterzukommen.“

Auch ohne 25 Punkte pro Partie durch den achtfachen All-Star waren die Mavericks zuletzt im Stande, San Antonio in die Knie zu zwingen.

Nowitzkis Mitspieler profitieren dabei extrem von der erhöhten Aufmerksamkeit, die dem Forward von Seiten der Spurs-Defensive zuteil wird. „Wer behauptet, Dirk würde nicht genug punkten, der versteht dieses Spiel nicht“, so Team-Kollege Jason Kidd. „Dirk macht das sehr gut. Er bleibt geduldig und nimmt keine schlechten Würfe gegen Double- oder Triple-Teams.“

Stattdessen schafft Nowitzki Räume für seine Nebenleute, die dadurch zu offenen Würfen kommen oder den gewonnenen Platz nutzen, um zum Korb zu ziehen.

Ähnlich steht es um Jason Terry, der mit 12 Punkten pro Spiel gegen die Spurs 6,6 Zähler unter seinem Saisonschnitt liegt. Doch Terry bindet meist Bruce Bowen an sich, den besten Verteidiger in Reihen San Antonios.

Josh HowardDie Spurs befinden sich in einem Dilemma. Nowitzki muss gedoppelt werden, Bowen wird auf Terry angesetzt. Wer verteidigt nun Josh Howard (Foto), J.J. Barea, Antoine Wright oder Brandon Bass? Genau hier liegt der Schlüssel zum guten Abschneiden der Mavericks begraben. Die Mitspieler von Terry und Nowitzki wissen ihre Freiräume exzellent zu nutzen und machen bisher den Unterschied in der Serie aus.

„Wir agieren als Einheit“, so Barea über die Stärke seines Teams. „Wir wollen alle das Gleiche. Man kann es auf dem Parkett in Dirks Augen sehen. Egal wer punktet, er will einfach nur gewinnen. Wenn dein Anführer so denkt, beginnen alle Spieler so zu denken.“

Während der regulären Saison war Dallas die meiste Zeit abhängig von Terry und Nowitzki. Mittlerweile gilt die Ausgeglichenheit im Kader als größte Stärke der Mavericks.

Ganz im Gegensatz zu den Spurs, die im Angriff lediglich über zwei Optionen verfügen. Tony Parker und mit Abstrichen Tim Duncan (anhaltende Knieprobleme). Dahinter kommt absolut nichts. Zuletzt erzielte das Duo während Spiel Nummer vier der Serie 68 der 90 Spurs-Zähler. Zuwenig, Dallas gewann die Partie mit 99:90.

Auch dank einer Energie-Leistung von Nachwuchs-Center Ryan Hollins.

Als Erick Dampier im dritten Viertel mit vier Fouls belastet vom Spielfeld musste, bekam Hollins seine große Chance. Und er packte sie am Schopf. In 19 Spielminuten griff sich der 24-Jährige acht Rebounds und blockte drei Würfe.

„Ich weiß nicht, was er vor dem Spiel eingeworfen hat“, so Nowitzki scherzhaft über seinen Mitspieler. „Aber er muss mir unbedingt etwas von diesem Zeug abgeben.“

Der Würzburger weiter: „Er war überall auf dem Platz. Er ist unsere Ein-Mann-Presse.“

Weniger gute Nachrichten gibt es derweil von Josh Howard, der heute nicht am Training seiner Mannschaft teilnehmen konnte. Der Small-Forward plagt sich immer noch mit den Folgen einer Sprunggelenksverletzung herum. Doch es gilt als unwahrscheinlich, dass Howard an seinem 29. Geburtstag nicht für die Mavericks auflaufen wird.

„Ich habe für diesen Tag nur einen Wunsch. Den Sieg.“

Dallas Mavericks gegen San Antonio Spurs 99:90

Sonntag, 26. April 2009

Tony Parker und Tim Duncan können es alleine nicht richten.

Auch 68 Punkte des Duos der San Antonio Spurs sollten an diesem Abend gegen eine ausgeglichene Mannschaftsleistung und ein frenetisches Publikum der Dallas Mavericks nicht ausreichen. Mit 99:90 bezwang die Truppe von Headcoach Rick Carlisle vergangene Nacht den ewigen Rivalen aus Texas. Dallas führt die Serie „Best of Seven“ nun mit 3:1 Siegen an und kann bereits am kommenden Dienstag den Einzug in die Conference-Semi-Finals durch einen Erfolg in San Antonio perfekt machen.

Doch dieser komfortablen Ausgangslage ging ein schweres Stück Arbeit voraus.

Von Beginn an narrte Parker die Dallas-Defense nach Lust und Laune. Ganz im Gegensatz zum vergangenen Duell beider Mannschaften, in dem der Shooting-Guard lediglich 12 Punkte erzielen konnte, fanden die Mavericks im vierten Aufeinandertreffen mit den Spurs kein Mittel gegen den Franzosen.

Parker verbuchte gegen Dallas 43 Zählern, davon 31 in Halbzeit eins (interne Playoff-Bestmarke von George Gervin eingestellt). Doch mit zunehmender Spieldauer fiel es dem 26-Jährigen sichtlich schwerer, die komplette Punktelast im Angriff seiner Mannschaft zu tragen. Das dritte Viertel beendete er mit lediglich vier Punkten, im Schlussabschnitt verbuchte er deren acht. Duncan konnte derweil an seinem 33. Geburtstag 25 Zähler und zehn Rebounds für sich verzeichnen. Doch kein anderer Akteur im Trikot San Antonios erzielte daneben mehr als sieben Punkte. Zusammengerechnet waren die Spurs-Akteure, die nicht Parker oder Duncan hießen, für nur 22  Zähler verantwortlich.

„Die Mavs haben im Angriff deutlich mehr Waffen als wir“, so Parker nach der Begegnung. „Unser Fokus ist limitiert auf Dirk und Jason Terry, und mit denen kommen wir bisher auch gut zurecht. Aber die anderen Jungs bringen uns um.“

Josh HowardDallas erbrachte somit den Beweis, dass Basketball noch immer ein Teamsport ist. Fünf Spieler der Mavs wiesen eine zweistellige Punkteausbeute auf, darunter Josh Howard (Foto) mit 28 Zählern am erfolgreichsten (sieben von 14 aus dem Feld, drei von sechs jenseits der Dreierlinie, 11 von 13 Freiwürfen).

„Was Josh unserer Mannschaft gibt, ist nicht ersetzbar“, so Carlisle anschließend über die starke Leistung Howards.

Dirk Nowitzki erwischte derweil einen rabenschwarzen Tag. Der achtfache All-Star wirkte phasenweise komplett verunsichert und schenkte ein ums andere Mal in Bedrängnis und von den Spurs gedoppelt den Ball her. Mit 12 Punkten und nur neun Versuchen aus dem Feld (bei vier Treffern) zeigte der Deutsche offensiv seine schwächste Partie während der Erstrunden-Serie gegen San Antonio. In der Verteidigung konnte er allerdings mit 13 Rebounds voll überzeugen.

„Die anderen Jungs sind heute für Dirk in die Bresche gesprungen“, äußerte sich Jason Kidd über die Leistung seiner Mannschaft. „So wie wir uns die ganze Saison über auf ihn verlassen konnten, konnte er sich heute auf uns verlassen. Ich glaube nicht, dass er jede Nacht 30 Zähler erzielen muss. Wir sehen momentan in dieser Serie, dass wir auch so gewinnen können.“

Dallas hatte es sich währenddessen selbst zuzuschreiben, dass die Partie überhaupt so spannend geriet. Beim Stand von 47:38 im zweiten Viertel vergab Jason Terry (zehn Punkte, lediglich drei Treffer bei 17 Versuchen aus dem Feld) einen offenen Fastbreak-Korbleger. San Antonio drehte in der Folge die Partie und ging mit einer 55:51-Führung in die Halbzeitpause.

Nach einem starken dritten Spielabschnitt, den Dallas mit 29:16 dominierte, fanden die Spurs Mitte des vierten Viertels abermals zurück in die Partie. Beim Stande von 87:84 aus Sicht der Mavs war die Begegnung wieder völlig offen.

Doch das Team aus “Big D” präsentierte sich während der finalen Spielminuten nervenstark. Der defensiv auffällige Ryan Hollins (acht Rebounds, drei Blocks) verbuchte zunächst per Slam-Dunk seine einzigen Punkte des Abends, bevor Nowitzki mit einem Korbleger und Howard durch fünf von sechs verwandelten Freiwürfen die Partie zu Gunsten der Mavericks entschieden. Auf der Gegenseite hatten die Spurs ihr Heil in Dreipunktwürfen gesucht, doch mit sieben Fehlwürfen während der letzten drei Minuten der Begegnung nicht gefunden.

Herauszuheben ist auf Seiten der Mavericks die Leistung von Kidd (17 Punkte, sieben Vorlagen, sieben Rebounds). Dallas’ Spielgestalter lenkte die Geschicke seiner Mannschaft derart umsichtig, dass er in 40 Minuten auf dem Parkett keinen einzigen Ballverlust produzierte. Zudem strahlte er zu jeder Zeit der Begegnung eine absolute Ruhe aus und integrierte geschickt alle Mavs-Akteure ins Spiel seiner Mannschaft.

Auch Erick Dampier wusste unter den Brettern zu überzeugen. Mit einer Intensität, die man in Dallas lange von ihm vermisst hatte, stürzte sich der Center in jeden Zweikampf und beendete die Partie mit zehn Punkten und sechs Rebounds. Antoine Wright lies sich derweil von seiner Degradierung in die zweite Garde der der Mannschaft nicht irritieren (J.J. Barea, neun Punkte, vier Vorlagen, startete erneut an seiner Stelle), und lieferte mit neun Zählern, darunter zwei ganz wichtige Dreier, eine ansprechende Leistung ab.

Die Mavericks haben nun alle Chancen in der Hand, einer durchwachsenen Saison mit dem Erreichen der zweiten Playoff-Runde endgültig eine positive Wende zu geben.

San Antonio muss sich hingegen etwas einfallen lassen, um die minimale Chance auf ein Weiterkommen zu wahren. Tony Parker und Tim Duncan sind dabei auf die Hilfe ihrer Team-Kameraden angewiesen. Ohne sie wird es nicht reichen.

 Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks gegen San Antonio Spurs 88:67

Freitag, 24. April 2009

Demontage des Erzrivalen.

Was die Dallas Mavericks gestern gegen die San Antonio Spurs ablieferten, wird als eine der besten Defensiv-Leistungen in die Geschichte der Mannschaft aus Texas eingehen.

88:67 hieß es am Ende zu Gunsten der Mavs, in einer Partie, die schnell entschieden war. Dallas trat derartig dominant auf, dass Headcoach Rick Carlisle seine Stars bereits früh für die nächste Begegnung schonen konnte. Mit J.J. Barea (13 Punkte, sieben Assists) stand nur ein Dallas-Akteur länger als 30 Minuten auf dem Parkett.

Dirk NowitzkiDirk Nowitzki, lediglich 26 Minuten im Einsatz, beendete die Partie mit 20 Zählern als Topscorer der Begegnung (starke acht Treffer bei 12 Versuchen aus dem Feld, sieben Rebounds). Somit endete die Serie von zwei Spielen in Folge, in denen der 30-Jährige die 20-Punkte-Marke nicht durchbrechen konnte. Neben dem Deutschen wussten Josh Howard (17 Zähler, acht Rebounds), sowie Jason Terry und Brandon Bass (jeweils zehn Punkte) zu gefallen.

“Das war heute eine großartige Leistung, offensiv wie defensiv. Doch ausschlaggebend war sicherlich unsere Verteidigung”, so Nowitzki, der vor der Partie als “Spieler des Monats April” der Western-Conference ausgezeichnet wurde.

Nach dem ersten Viertel führten die Mavericks bereits mit 27:16 und sollten in der Folge stets zweistellig in Front liegen. Zeitweise betrug der Vorsprung der Mavs 36 Punkte. Lediglich ein 25:13 Schlussviertel San Antonios lies die Niederlage auf dem Papier etwas milder erscheinen.

„Bitte habt ein bisschen Mitleid mit mir“, äußerte sich Gregg Popovich, Headcoach der Spurs, nach der Begegnung zur Klatsche seiner Mannschaft. „Diese Niederlage ist schlimm genug, da will ich mir nicht auch noch die Statistiken ansehen müssen”. Popovich nahm bereits Mitte des dritten (!) Viertels seine komplette Startformation vom Feld.

Tony Parker, in der Vergangenheit das Schreckgespenst der Mannschaft von Besitzer Mark Cuban, wurde in der Verteidigung das erste Mal während der laufenden Saison von den Dallas-Akteuren komplett unter Kontrolle gehalten. Parker, während dem zweiten Aufeinandertreffen beider Teams mit 38 Punkten noch Matchwinner San Antonios,  beendete die Partie mit mageren 12 Zählern (fünf von 14 aus dem Feld) - so viele hatte er am vergangenen Dienstag bereits Mitte des ersten Viertels auf seinem Konto. Dennoch war der Franzose mit dieser Ausbeute Topscorer seiner Mannschaft. 

Erick Dampier (zwei Punkte, neun Rebounds, drei Blocks) musste seiner Drohung, die er im Vorfeld der Partie geäußert hatte, keine Taten Folgen lassen. Der bullige Center auf Seiten der Mavs hatte versprochen, Parker mit dem ersten Ballbesitz der Begegnung per Foul auf die Bretter schicken zu wollen. Doch das war nicht von Nöten. Dampiers Nebenleute wussten den gegnerischen Spielmacher auch mit fairen Mitteln zu stoppen. Doch die Worte des 2,11-Meter-Kolosses hatten ihre Wirkung auf den Point-Guard anscheinend nicht verfehlt. Im ersten Viertel pflückte Dampier einen Korbleger-Versuch des 26-Jährigen blitzsauber vom Brett. Insgesamt dreimal während der ersten 12 Spielminuten wurde Parker mustergültig von einem Akteur der Mavs geblockt.

Neben dem Finals-MVP von 2007 punktete auf Seiten der Spurs lediglich Fabricio Oberto mit zehnPunkten zweistellig (und das zum größten Teil während der „Garbage-Time“, der Phase der Partie, in der bereits alles entschieden ist).

Tim Duncan stellte derweil mit vier Zählern (neben zwei Rebounds) einen persönlichen Negativ-Rekord auf. Nie zuvor gelangen dem Power-Forward in einer Playoff-Begegnung weniger Punkte, ebenso wie San Antonio nie zuvor eine Partie der Endrunde mit weniger Zählern beendete. „Das war ein schreckliches Spiel“, so Duncan anschließend. „Hoffentlich kann ich das nächste Mal meine Mannschaft besser anführen.“

Zur Halbzeit waren die Mavericks beim Stand von 46:30 ebenfalls  für einen neuen Rekord verantwortlich, allerdings im positiven Sinne: 30 zugelassene Punkte bedeuten auch statistisch gesehen die beste Verteidigungs-Leistung der Mannschaft zur Halbzeit einer Playoff-Partie.

Dallas führt die „Best-of-Seven“-Serie nun mit 2:1 Siegen an und kann in der Nacht auf Sonntag im vierten Aufeinandertreffen der Texas-Rivalen einen großen Schritt in Richtung Conference-Semi-Finals unternehmen. Jene Mannschaft, die in einer Serie mit 3:1 in Führung geht, kommt statistisch gesehen zu 76 Prozent auch eine Runde weiter.

„Unsere Aufgabe ist es nun, mit der gleichen Intensität ins nächste Spiel zu gehen“, so Carlisle nach der Partie. „Wir haben tollen Einsatz gezeigt und der Sieg war wichtig. Doch das war nur ein Schritt in die richtige Richtung.“

Partie Nummer vier findet ebenfalls im American Airlines Center zu Dallas statt, wo sich die Mavericks während der Saison als wahre Heim-Macht präsentierten (seit dem All-Star-Game mit einer Bilanz von 15:1 Siegen).

Es darf mit Spannung erwartet werden, ob San Antonio auf diese Klatsche eine Antwort findet.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Sixth Man of the Year: Jason Terry

Donnerstag, 23. April 2009

Große Ehre für die Dallas Maverichs und Jason Terry.

Jason TerryDer 31-Jährige bekommt für die reguläre Spielzeit 2008/2009 den Titel des „Sixth Man of the Year“ verliehen. In 63 von 74 Partien kam Terry von der Bank ins Spiel seiner Mannschaft und erzielte dabei durchschnittlich 19,6 Punkte pro Partie - soviel wie kein anderer Einwechsel-Spieler der Liga. Mit einer Wurfquote von 46,3 Prozent aus dem Feld und 36,6 Prozent von jenseits der Dreierlinie zeigte er daneben eine ordentliche Trefferbilanz. Den höchsten Punkteschnitt seiner Karriere von 19,7 Zählern pro Begegnung, aufgestellt unter den Atlanta Hawks während der Saison 2000/2001, verpasste der „Jet“ denkbar knapp.

„Es war großartig, wie Coach Carlisle mich in seine Systeme eingebunden hat“, gab Terry gegenüber der Dallas Morning News zu Protokoll. „Daneben war natürlich Jason Kidd für mein Spiel enorm wichtig, weil er mich überall auf dem Parkett mit seinen Pässen gefunden hat. Dieser Award ist definitiv eine Auszeichnung für die ganze Mannschaft.“

Der Shooting-Guard hatte großen Anteil daran, dass Dallas die achte Saison in Folge mit mindestens 50 Siegen beendete und sich am letzten Spieltag noch auf den sechsten Rang der Western-Conference schob.

Terry avancierte während seinem fünften Jahr in „Big D“ zum absoluten Publikumsliebling und hat als sechster Mann der Mavs eine neue Rolle im Team gefunden.

„Viele Spieler mit Starqualitäten hätten große Probleme damit gehabt, eine Mannschaft von der Bank kommend zu unterstützen“, so Carlisle über den 1,88-Meter-Akteur. „Manu Ginobili von den Spurs hat die Rolle des sechsten Mannes in den vergangenen Jahren revolutioniert. Er sieht darin die beste Möglichkeit, seinem Team zu helfen. Er ist ein großartiges Vorbild für alle Einwechselspieler der Liga, genauso wie Terry.“

Carlisle weiter: „Jason kommt für uns in eine Partie und agiert wie ein Starter. Und genau das gibt unserem Spiel jedes Mal einen großen Schub.“

Terry ist neben Roy Tarpley im Jahre 1987/1988 und Antawn Jamison anno 2003/2004 bereits der dritte Akteur in der Geschichte der texanischen Franchise, der mit dem Award zum besten sechsten Mann der Liga geehrt wird.

Offiziell bekommt Terry die Auszeichnung am Samstag vor der vierten Begegnung der Playoff-Serie mit den San Antonio Spurs überreicht.