Artikel-Schlagworte: „Jermaine O'Neal“

News: Griffin verletzt, Tinsley entlassen

Donnerstag, 23. Juli 2009

Blake GriffinBlake Griffin (Foto) zahlt für seine starken Auftritte während der NBA-Summer-League in Las Vegas einen hohen Preis. Der Rookie der Los Angeles Clippers muss die kommenden drei bis vier Wochen aufgrund einer Schulterverletzung pausieren. Die Pacers trennen sich derweil nach langem Hickhack von Jamaal Tinsley und beenden somit die Ära der „Bad Boys“ in Indiana. (mehr…)

Atlanta dominiert überharte Playoff-Keilerei

Donnerstag, 30. April 2009

Die Erstrunden-Serie zwischen den Atlanta Hawks und den Miami Heat machte vergangene Nacht dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatte: physisches Spiel, harte Fouls, hohes Verletzungs-Risiko.

Mit dem besseren Ende für die gastgebende Mannschaft.

Die Hakws entschieden das Duell mit 106:91 zu Ihren Gunsten und übernehmen somit die 3:2-Führung in der Playoff-Serie „Best of Seven“. In der Nacht auf Samstag kann Atlanta nun zum ersten Mal nach 1997 wieder in die Conference-Semi-Finals der NBA einziehen.

Joe JohnsonUnd das hatte die Truppe von Headcoach Mike Woodson zum größten Teil Joe Johnson (Foto) zu verdanken, der mit 25 Punkten sein bestes Spiel der Serie ablieferte. Johnson war während des zweiten Viertels nicht zu bremsen und führte seine Mannschaft mit 13 Punkten in diesem Spielabschnitt zu einer 63:40-Halbzeitführung, von der sich Miami in der Folge nicht mehr erholen sollte.

Dwyane Wade, Superstar der Heat und Anwärter auf den diesjährigen MVP-Award, war mit 29 Punkten zwar Topscorer der Partie, doch erzielte er einen Großteil seiner Punkte erst dann, als die Begegnung bereits entschieden war.

Wade musste im ersten Viertel minutenlang auf dem Platz behandelt werden, nachdem er zuvor in Folge eines Zusammenstoßes mit Josh Smith (20 Punkte, acht Rebounds) mit dem Kopf auf dem Parkett aufgeschlagen war. Doch der Shooting-Guard stand seiner Mannschaft im zweiten Spielabschnitt wieder zur Verfügung.

Auf der Gegenseite forderte das körperbetonte Spiel beider Mannschaften einen weiteren Tribut: Nach einem harten Foul von James Jones (sechs Punkte, vier Vorlagen) an Al Horford (bis dahin drei Zähler und vier Rebounds) landete dieser unglücklich auf seinem rechten Fuß. Zwar ging der Center Atlantas noch an die Freiwurflinie, um die fälligen Würfe zu versenken, doch schell wurde deutlich, dass er nicht weitermachen konnte. Gestützt von zwei Mitgliedern des Coaching-Teams verließ Horford die Halle in Richtung Umkleidekabine und sollte nicht zurückkehren.

Unter den Augen von NBA-Comissioner David Stern stellte die Partie alle vorangegangenen Begegnungen beider Mannschaften in Sachen Intensität in den Schatten. In Halbzeit eins drohte das Spiel den Schiedsrichtern phasenweise aus den Händen zu gleiten, als es zu einem wüsten Gerangel zwischen Atlantas Solomon Jones (zwei Punkte, fünf Rebounds) und Miamis Wade kam, in das sich auch noch Smith und Jamaal Magloire (ohne Punkte und Rebounds) einmischten. Die Referees ließen in der Folge Milde walten, alle vier Akteure kamen mit einem technischen Foul davon.

“Ich denke, nach fünf Begegnungen können wir uns gegenseitig nicht mehr ausstehen”, äußerte sich Miamis Headcoach Erik Spoelstra nach der Begegnung über die Rivalität mit den Hawks.

Doch das war noch nicht alles.

Maurice Evans (zehn Zähler) wurde während eines Dunking-Versuches von Wade überhart gefoult. Abermals kam es zur Rudel-Bildung, woraufhin der Goldmedaillen-Gewinner von Peking wegen seiner Aktion mit einem unsportlichen Foul behaftet wurde. Schließlich setzte Zaza Pachulia (sechs Punkte, sechs Rebounds), selbst mit einem blauen Auge aus der vorherigen Partie gezeichnet,  den Schlusspunkt im Austausch der Nicklichkeiten, als er Miamis Jermaine O`Neal (14 Zähler) mit dem Ellbogen im Gesicht traf.

Playoff-Basketball par excellence.

„Wir lassen uns von niemandem herumschubsen“, so Mike Bibby (17 Punkte) über die Gangart seiner Mannschaft“. Und diese sollte Wirkung zeigen. Mit 37:29 dominierte Atlanta die Rebound-Statistik und steht nun vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte seit 15 Jahren.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

 

Miami @ Dallas 96:98

Donnerstag, 2. April 2009

Diese Partie versprühte Playoff-Atmosphäre.

In einer hart umkämpften, teils ruppig geführten Begegnung behielten die Dallas Mavericks am Ende die Oberhand und besiegten die Miami Heat mit 98:96.

22 Mal wechselte die Führung, neun Mal war das Spiel ausgeglichen. Die Spielentscheidende Szene trug sich 2,3 Sekunden vor dem Schlusspfiff zu, als Josh Howard (20 Punkte, acht Rebounds) beim Stand von 97:96 ein Offensiv-Foul von Rookie Mario Chalmers (18 Zähler) aufnahm.

„Er hat mich auf seine rechte Seite gelockt, doch ich bin einfach stehen geblieben und habe meine Position verteidigt“, äußerte sich Howard zu der Szene. „Chalmers hat mich über den Haufen gerannt und ich bekam den Foulpfiff.“

Miami foulte im Gegenzug Jason Terry (13 Punkte), der einen von zwei Freiwürfen verwandeln konnte. Dwyane Wade (23 Punkte, sechs Assists) kam in der letzten Sekunde der Partie, von Jason Kidd (drei Punkte, 11 Assists) hauteng verteidigt, nicht mehr rechtzeitig zum Abschluss und verfehlte seinen Wurf zudem.

„Wir haben heute als Mannschaft großartig verteidigt“, so Matchwinner Howard nach der Partie. „Alle Spieler auf dem Parkett haben gut kommuniziert und jeder hat heute mit einer Menge Energie gespielt.“ Allen voran der Foward selbst, der im zweiten Spiel nach seiner Zwangspause wegen einer Sprunggelenksverletzung den Unterschied ausmachte.

Howard verbuchte zwei seiner drei Steals in den letzten sechs Minuten der Partie, als die Mavericks einen 87:91-Rückstand  wettmachen konnten. Dallas bekam vor allem Wade, Topscorer der Liga, während der Schlussphase immer besser in den Griff.

„Wir haben einen Weg gefunden, ihn zu stoppen“, so Mavs-Headcoach Rick Carlisle anschließend. „Und das war auch nötig. Am Ende waren es Courage und Einsatz, denen wir diesen Sieg zu verdanken haben.“

Courage und Einsatz, beides nicht unbedingt Eigenschaften, mit denen man üblicherweise die Mavericks in Verbindung bringt. Doch Howard sorgte neben seiner Entlastung im Angriff vor allem für den nötigen Biss in der Defensive, um so eine Partie zu gewinnen.

Fleißigster Punktesammler auf dem Parkett war derweil Dirk Nowitzki, der die Partie mit 30 Zählern beendete. Neben dem Deutschen, Howard und Terry punktete Brandon Bass für Dallas mit zehn Zählern zweistellig. Auf Seiten Miamis spielten außer Wade und Chalmers Michael Beasley mit 17, Jermaine O’Neal mit 12 und Daequan Cook mit 13 Punkten auffällig.

Für die Mavericks war es bereits der zehnte Sieg in Folge über Miami bei einer Begegnung aus der regulären Saison. Nach den NBA-Finals der Saison 2005/2006 hatte Wade seinen ersten Auftritt in Texas, da er die Partien aus den vergangenen beiden Spielzeit verletzt aussetzen musste.

Über die Rückkehr zu der Stätte seines größten Triumphes meinte der Goldmedaillen-Gewinner von Peking nur lapidar: “Ich dachte vor der Partie, die Mavericks-Fans würden mich etwas lauter ausbuhen.”

Da vergangene Nacht auch die Phoenix Suns ihr Heimspiel gegen die Houston Rockets mit 114:109 gewinnen konnten, beträgt der Abstand zwischen Dallas auf Rang acht und dem Team aus Arizona auf Platz neun weiterhin vier Siege. Doch bei lediglich sieben ausstehenden Partien dürften die Mavericks so langsam für die Playoffs planen.

Zum direkten Duell der beiden Kontrahenten kommt es am Sonntag, wenn Dallas im heimischen American Airlines Center die Suns empfängt. Zuvor müssen die Texaner am Freitag noch bei den Memphis Grizzlies antreten.

Gelegenheit also, in dieser Woche alles klar zu machen.

Zusammenfassung der Partie: