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Vorschau: Dallas Mavericks gegen New Orleans Hornets

Freitag, 10. April 2009

Heute Nacht müssen die Dallas Mavericks ihrem absoluten Angstgegner gegenübertreten.

Lediglich eine der letzten sieben Partien konnten die Texaner gegen New Orleans für sich entscheiden. Doch es besteht berechtigter Grund zur Hoffnung, dass heute trotz der vernichtenden Bilanz gegen die Hornets ein Sieg eingefahren werden kann.

Zum einen spielt Dallas im heimischen American Airlines Center, wo zuletzt 12 von 13 Begegnungen gewonnen wurden. Zum anderen präsentierten sich die Mavs in den vergangenen Partien gegen Utah und Phoenix äußerst formstark. Auf der anderen Seite setzte New Orleans drei der vergangenen vier Partien in den Sand.

Für das Team um Dirk Nowitzki & Co. dürfte der Schlüssel zum Erfolg einmal mehr in einem gesunden Josh Howard liegen. Trotz anhaltender Probleme mit seiner Sprunggelenksverletzung ist der Small-Forward vielleicht in der besten Form der Saison und für Dallas so wertvoll wie seit langem nicht mehr. In der Defensive glänzt er durch Aggressivität und viele Steals, im Angriff entlastet er Nowitzki und Jason Terry enorm.

Hauptgrund für die schlechte Bilanz gegen das Team aus „The Big Easy“ war in den vergangenen Partien immer wieder Jason Kidd. Der 36-jährige Spielgestalter der Mavs hatte seinem Gegenüber Chris Paul meist nichts entgegenzusetzen. Eine Möglichkeit, den besten Point-Guard der Liga heute Nacht zu verteidigen, könnte darin liegen, J.J. Barea auf Paul anzusetzen. Der kleine Puerto Ricaner ist zwar von geringer Körpergröße, doch pfeilschnell auf den Beinen. Komplett lässt sich der Spielmacher der Hornets sicher nicht aus der Partie nehmen. Doch wäre es eine enorme Hilfe, den erfolgreichsten Passgeber und Balldieb der NBA zumindest in seinen Kreisen zu stören.

Die Alternative wäre eine Zonen-Verteidigung, um Paul effektiv am Zug zum Korb zu hindern. Diese Defensiv-Variante hat während vergangenen Partien gegen Mannschaften mit schwächeren Schützen zum Teil gut funktioniert.  Doch hatten die Mavs dann des Öfteren Probleme am Rebound, weil sie ihre Gegner beim Ausboxen zu spät ausfindig machen konnten.

Verlassen konnte sich Dallas zuletzt immer auf Nowitzki, der während den vergangenen fünf Partien 56 von 92 Würfen aus dem Feld für eine starke Quote von 60,9 Prozent verwandelte.

Ein weiterer Vorteil auf Seiten der Mannschaft von Rick Carlisle besteht darin, dass Tyson Chandler (Sprunggelenk) und James Posey (Ellbogen) New Orleans verletzungsbedingt fehlen werden. Dafür kann Hornissen-Headcoach Byron Scott wieder auf Peja Stojakovic zurückgreifen, der seine anhaltenden Rückenbeschwerden überwunden hat. Zuletzt zeigte der Serbe mit 24 und 18 Zählern zwei ansprechende Partien.

Bereits am Sonntag kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen der Mannschaften in New Orleans. Dallas muss beide Partien gewinnen, um die Hornets von Rang sechs der Western-Conference zu verdrängen, wodurch ein Erstrunden-Duell in den Playoffs mit den Los Angeles Lakers verhindert werden könnte.

Sie haben es selbst in der Hand.

Dallas Mavericks gegen Utah Jazz 130:101

Donnerstag, 9. April 2009

„Jetzt haben wir unser eigenes Schicksal in der Hand.“

Rick Carlisle, ansonsten eher als reservierter Zeitgenosse bekannt, konnte mit seiner Freude kaum hinterm Berg halten: „Was für eine Nacht.“

Mit 130:101 prügelten die Mavericks die gegnerischen Utah Jazz förmlich aus der Halle und verbuchten somit den letzten nötigen Erfolg, der den Texanern nun auch auf dem Papier eine Playoff-Teilnahme zusichert. Daneben hat Dallas jetzt die allerbesten Karten, während den restlichen vier Partien der regulären Spielzeit noch ein oder zwei Plätze in der Tabelle der Western-Conference gutzumachen.

Angeführt von einem starken Dirk Nowitzki (31 Punkte, sieben Rebounds) ließen die Mavs ihren Gegnern aus Salt Lake City von Anfang an keine Chance. Jedes Viertel entschied Dallas für sich, nach dem ersten Spielabschnitt stand es bereits 28:17.

„Es ist äußerst ungewöhnlich, wenn man während einer Partie jedes Viertel abgibt“, zeigte sich Utahs Coach Jerry Sloan nach der Begegnung frustriert. „Sie haben uns das ganze Spiel über beherrscht.“

Josh Howard, der zuletzt so oft den Unterschied für die Mavs ausmachte, konnte trotz seiner Sprunggelenksverletzung spielen. Und wie. Neben 13 Punkten und acht Rebounds erzielte der bissige Small-Forward einen persönlichen Karriere-Rekord von sieben Steals. Dallas klaute den Jazz insgesammt 16 Mal den Ball - neue Saison-Bestmarke. Ende des ersten Viertels kassierte Howard einen Schlag von Utahs Ronnie Brewer (16 Punkte) ins Gesicht und musste mit einer Platzwunde vom Feld. Doch das hielt den 28-Jährigen nicht davon ab,  später wieder ins Spielgeschehen einzugreifen.

„Solange mir meine Augäpfel nicht herausfallen oder ich nicht halb tot bin, spiele ich weiter“, so Howard nach der Partie.

An diesem Abend zeigte jeder der neun eingesetzten Mavs-Akteure eine engagierte Leistung, doch Howard war ganz deutlich der emotionale Führer auf dem Parkett. „Sein Auge war in der zweiten Halbzeit fast komplett zugeschwollen, doch er hat uns weiter gepusht“, so ein beeindruckter Carlisle anschließend.

Nowitzki benötigte für seine 31 Punkte lediglich 18 Würfe aus dem Feld. Der 30-Jährige baute somit seine Serie auf 21 Spiele in Folge mit mindestens 20 erzielten Zählern aus. Als die Jazz im dritten Viertel gefährlich nahe auf neun Punkte an Dallas herankamen, erzielte der Deutsche 12 Zähler in Serie.

Jason Terry führte die starke Bank der Mavericks mit 21 Punkten an und versenkte in den letzten 35 Sekunden des ersten Viertels zwei aufeinander folgende Dreier - Utah zeigte sich daraufhin früh demoralisiert. Insgesamt erzielten die Dallas-Ersatzspieler 63 Zähler - ein herausragender Wert.

J.J. Barea setzte seinen Höheflug aus den vergangenen Wochen fort und beendete die Partie mit 18 Punkten und neun Vorlagen (Saison-Rekord). Auffällig: Jeder Spieler der Mavs zeigte in der Defensive vollen Einsatz. Aggressiv wurden Passwege zugemacht und sich nach jedem Ball gehechtet. „Aus meiner Sicht war heute entscheidend, dass wir Utah in der Verteidigung wirklich stoppen konnten“, so Barea nach der Begegnung. „Wenn wir dazu in der Lage sind, präsentieren wir uns als komplett anderes Team.“

Dazu trugen auch Erick Dampier mit zehn Zählern und zehn Rebounds sowie James Singleton mit elf Punkten und sechs Abprallern bei. Jason Kidd zeigte sich mit fünf Zählern, zehn Vorlangen und sechs Rebounds gewohnt vielseitig. Utah hatte in Deron Williams mit 18 Punkten und 12 Assists seinen stärksten Akteur.  

Dallas hat nun die gleiche Bilanz wie die siebtplatzierten Jazz, bei noch vier ausstehenden Partien. Weil New Orleans auf Rang sechs liegend gestern eine Niederlage einstecken musste (100:105 zuhause gegen Phoenix), beträgt der Abstand zwischen Dallas und den Hornets nur eine Partie. Da die Mavericks noch zweimal gegen New Orleans antreten müssen, ist nun sogar Platz sechs der Tabelle in unmittelbarer Reichweite.

Restprogramm der Konkurrenten:

Dallas: vs. New Orleans, @ New Orleans, vs. Minnesota, vs. Houston Utah: @ San Antonio, vs. Golden State, vs. L.A. Clippers, @ L.A. Lakers New Orleans: @ Dallas, vs. Dallas, @ Houston, @ San Antonio

Dallas hat demzufolge den einfachsten Spielplan der drei Teams.

„Das war der größte Sieg der Saison für uns“, gab sich Terry währenddessen euphorisch. „Jetzt wissen wir, dass wir in den Playoffs sind. Mit welcher Platzierung wir die Spielzeit abschließen werden, liegt jetzt an uns. Wir werden unsere Chancen nutzen.“

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Phoenix @ Dallas 116:140

Montag, 6. April 2009

Die Dallas Mavericks können endlich für die Playoffs planen.

Mit 140:116 wurden Sonntagabend die Suns aus Phoenix demontiert. Für die Texaner war es der lang ersehnte Befreiungsschlag nach einer Saison voller Höhen und Tiefen und die fällige Wiedergutmachung für eine peinliche 102:107-Niederlage in Memphis.

Dallas hat nun einen komfortablen, vier Spiele umfassenden Vorsprung auf die neuntplatzierten Suns. Zudem sind die Mavs im Besitz des Tiebreakers, da drei von vier Partien  aus der regulären Spielzeit gegen die Mannschaft aus der Pacific-Division gewonnen wurden. Dies bedeutet, dass Dallas die restlichen fünf Saisonspiele verlieren müsste um noch aus den Playoff-Rängen zu rutschen. Phoenix hätte gleichzeitig fünf Mal in Folge zu gewinnen.

„Wir müssen immer noch ein Spiel gewinnen, um die Qualifikation zu erreichen“, trat Headcoach Rick Carlisle nach der Partie erst einmal auf die Euphoriebremse. „Dennoch, wir haben ein äußerst gefährliches Team und werden alles daran setzen, in der Tabelle noch ein Stück nach oben zu klettern.“

Das direkte Duell der Kontrahenten geriet im ausverkauften American Airlines Center derweil zum Schaulaufen der Mavericks vor ihren begeisterten Anhängern. Während Phoenix das erste Viertel mit 33:39 noch relativ ausgeglichen gestalten konnte, dominierten die Mavs Abschnitt zwei mit 42:26 und lagen zum Halbzeitpfiff mit 81:59 in Front - Saisonrekord für die meisten Punkte in einer Halbzeit.

Der Ausgang der Partie war in der Folge nur noch Formsache. Doch die Begegnung bot weiteren Raum für Rekorde. Jason Kidd erzielte in lediglich drei Vierteln auf dem Parkett neben 19 Punkten überragende 20 Assists (Saison-Bestmarke und Vereins-Rekord) und verdrängte somit Magic Johnson vom dritten Rang der ewigen Vorlagen-Statistik der NBA.

1. John Stockton: 15.806 Assists
2. Mark Jackson: 10.334 Assists
3. Jason Kidd: 10.148 Assists
4. Magic Johnson: 10.141 Assists
5. Oscar Robertson: 9.887 Assists 

Kidd verbuchte daneben mit 16 Assists in einer Halbzeit einen weiteren clubinternen Meilenstein.

34 Vorlagen und 15 verwandelte Dreier bedeuten zudem ebenfalls interne Rekorde für die laufende Spielzeit der Mavericks.

Insgesamt punkteten bei Dallas sieben Spieler zweistellig - noch eine Saison-Bestmarke. Angeführt wurden die Mavs-Akteure dabei einmal mehr von Dirk Nowitzki, der 28 Punkte erzielte und starke zehn von zwölf Würfen aus dem Feld verwandelte (in lediglich 29 Minuten Einsatzzeit). Für den Deutschen war es bereits die 20. Partie in Folge mit mindestens 20 erzielten Punkten - aktuell die längste Serie der NBA.

Unterstützung bekam Nowitzki von Rückkehrer Josh Howard (24 Punkte), Jason Terry (18), Brandon Bass (14), J.J. Barea (12, für Antoine Wright in der Startformation) und James Singleton (zehn). Howard sorgte auch für das Highlight der an spektakulären Szenen reichen Partie, als er mit der Schlusssirene des zweiten Viertels einen Wurf tief aus der eigenen Hälfte verwandelte. An diesem Abend lief einfach alles für Dallas. Sogar der 3000-US-Dollar-Wurf eines Fans von der Mittellinie in der Halbzeitpause fand sein Ziel.

„Wir waren immer davon überzeugt, dass wir mit allen Spielern an Bord über eine gute Truppe verfügen“, so Nowitzki nach der Begegnung. „Leider hatten wir immer wieder mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen, aber das ist Teil dieses Spiels. Wenn sich Josh weiterhin in dieser Form präsentiert und auch die anderen Jungs fit bleiben, sind wir als Mannschaft schwer zu schlagen.“

Wie treffsicher sich der Vizemeister der Saison 2005/2006 gegen das Team aus Arizona präsentierte, belegen folgende Statistiken: 60 % Trefferquote aus dem Feld, 60 % Trefferquote von der Dreierlinie und 92 % Trefferquote von der Freiwurflinie - außergewöhnlich. Phoenix hatte dem nichts entgegenzusetzen.

Auf Seiten der chancenlosen Suns spielten Grant Hill mit 23, sowie Leandro Barbosa mit 24 Zählern am auffälligsten. Für Phoenix beendeten ebenfalls sieben Akteure die Partie mit einer zweistelligen Punktausbeute.

Dallas hat nun die Möglichkeit, in der Tabelle doch noch den ersehnten Sprung auf den siebten Rang zu vollziehen. Die abschließenden fünf Partien der Saison bestreitet das Team zuhause gegen Utah, New Orleans, Minnesota und Houston, daneben auswärts abermals gegen New Orleans.

Vor allem das Duell gegen die siebtplatzierten Jazz am kommenden Mittwoch dürfte zum vorgezogenen Endspiel um Rang sieben avancieren. Damit würde Dallas in der ersten Runde der Playoffs ein Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers verhindern.

„Ich habe unseren Jungs vor dem Spiel gesagt, dass es in dieser Liga kein anderes Team gibt, das einen ähnlichen Saisonverlauf erlebt hat wie wir“, so Coach Carlisle. „Die Höhen und Tiefen, die Erfolgsserien, die großen Siege und die harten Niederlagen. All das bereitet dich auf eine Partie wie die heutige vor. Wenn jeder mit voller Konzentration und Energie bei der Sache ist, es fällt mir schwer die richtigen Worte zu finden, aber dann können magische Dinge passieren. Wir schauen, dass wir weiter auf dieser Welle reiten.“

An Selbstvertrauen dürfte es den Dallas Mavericks für die kommenden Aufgaben nicht mangeln.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas @ Memphis 102:107

Samstag, 4. April 2009

Es ist das alte Spiel, das die Dallas Mavericks in der laufenden Saison mit ihren Fans treiben.

Nach zuletzt zwei Siegen und der damit verbundenen Hoffnung, die Saison wenigstens einigermaßen ordentlich über die Bühne zu bringen, kassierten die Mavs vergangene Nacht eine peinliche 102:107-Pleite gegen die Memphis Grizzlies.

Doppelt bitter: Da gleichzeitig die Rivalen der Texaner, Utah gegen die Timberwolves (102:103), Houston in Los Angeles (81:93) und New Orleans gegen Golden State (103:111) patzten, wurde leichfertig die Chance auf eine bessere Platzierung in der Western-Conference vergeben.

Und jetzt könnte sogar das Erreichen der Playoffs noch einmal ernsthaft in Gefahr geraten. Phoenix, das seine Partie gegen die Sacramento Kings mit 139:111 gewinnen konnte, verkürzte den Abstand von Rang neun zu den achtplatzierten Mavericks auf drei Partien. Am Sonntag kommt es zum direkten Duell der Kontrahenten im American Airlines Center - eine Begegnung mit Endspielcharakter.

Gegen Memphis zeigte Dallas wie schon so oft in dieser Saison, dass es dem Team schwer fällt, einen vermeintlich unterlegenen Gegner ernst zu nehmen. „Da kannst du sagen was du willst“, so ein frustrierter Antoine Wright (fünf Punkte) nach der Partie. „Im Vorfeld haben wir viel von einer besseren Platzierung in der Tabelle gesprochen. Wenn Du dann gegen die Grizzlies so auftrittst, waren das nichts mehr als leere Worte.“

Auch das verletzungsbedingte Fehlen von Josh Howard (Sprunggelenk), der zuletzt stark aufspielte, darf nicht als Entschuldigung für die Niederlage herhalten. Memphis erzielte in der ersten Halbzeit 61 Punkte, beendete die Partie mit einer Trefferquote von 53,8 Prozent und stellte fünf Spieler, die zweistellig punkteten. „Unentschuldbar“, so Wright. „Dafür haben wir alle die Verantwortung zu übernehmen.“

Auch Dirk Nowitzki konnte mit 35 Punkten und neun Rebounds die Schwächen in der Defensive nicht ausgleichen. Neben dem All-Star punkteten auf Seiten der Mavericks Erick Dampier (zehn), J.J. Barea (zehn), Brandon Bass (zehn) und Jason Terry (16) zweistellig. Jason Kidd beendete die Partie mit neun Punkten und zehn Assists. Bei den Grizzlies agierten Rudy Gay mit 27 Zählern neben zehn Rebounds sowie Mike Conley mit 25 Punkten am stärksten.

Hauptgrund für die wackelige Defensive und die damit verbundene Niederlage der Mavs war einmal mehr das schwache Reboundverhalten. Mit 45:32 dominierte Memphis diese Statistik. Drei Minuten vor Ende der Partie, bei einem ausgeglichenen Spielstand, war für Dallas noch alles drin. Doch abermals verfiel die Mannschaft in ein altes Verhaltensmuster, mit dem kein Spiel zu gewinnen ist. Sechs der letzten acht Dallas-Würfe waren Dreier - nur einer davon fand sein Ziel.

Im Gegenzug zeigten die jungen Grizzlies den erfahrenen Mavericks, wie ein Spiel in der Schlussphase entschieden wird. Mit aggressivem Zug zum Korb und den damit verbundenen Freiwürfen.

„Wir hatten hier die Möglichkeit auf einen Sieg“, gab sich Dampier anschließend frustriert. „Doch wir haben sie leichtfertig vergeben. Man darf in dieser Liga kein Team unterschätzen.“

„Eine ganz schmerzvolle Niederlage“, assistierte Nowitzki. „Mit oder ohne Josh, wir müssen einen Weg finden, solche Spiele zu gewinnen.“

Da Howards Einsatz gegen Phoenix noch fraglich ist, und er nach eigenen Aussagen auch für die Playoffs nicht zu hundert Prozent fit sein wird, wäre am Sonntag ein guter Zeitpunkt, direkt damit anzufangen.

Zusammenfassung der Partie:

Denver @ Dallas 103:101

Samstag, 28. März 2009

Die Serie von neun Heimsiegen der Mavericks in Folge fand gestern Nacht ein jähes Ende.

Dirk Nowitzki vergab sieben Sekunden vor Schluss durch einen verpassten Spungwurf die Chance auf den Sieg und Dallas musste sich gegen die Denver Nuggets mit 101:103 geschlagen geben.

„Ich werde einen offenen Wurf mit der Möglichkeit auf den Sieg immer nehmen“, so Nowitzki, mit 26 Punkten und 11 Rebounds bester Mann auf Seiten der Texaner, nach der Partie trotzig. Dallas hatte sogar noch eine zweite Chance auf den Sieg, doch Antoine Wright (ein Punkt, null von sieben Versuchen aus dem Feld) vergab nach einem Offensiv-Rebound ebenfalls.

Durch die Niederlage der Mavs, die das erste Mal in dieser Spielzeit ohne Jason Kidd (Rücken) auskommen mussten, gestaltet sich das Erreichen einer besseren Platzierung für die diesjährigen Playoffs als immer schwieriger. Auf die Plätze sechs und sieben haben die achtplatzierten Mavericks zwei Spiele Abstand, von hinten machen die Phoenix Suns mit drei Partien Rückstand Druck.

„Es ist offensichtlich, wie wichtig Jason für unser Spiel ist“, gab Coach Rick Carlisle nach der Begegnung zu Protokoll. „Unser Gegner würde niemals 56 Prozent seiner Würfe verwandeln, wenn er auf dem Parkett steht.“ Kidd kam zuvor 100 mal in Folge für die Mavericks zum Einsatz.

Gegen Denver war es vor allem Carmelo Anthony, der Dallas vor fast unlösbare Probleme stellte und die Partie mit 43 Zählern, inklusive dem entscheidenden Korb 12 Sekunden vor Schluss, beendete. Egal ob am Brett, per Zug zum Korb oder durch weite Jump-Shots – der Forward kam an diesem Abend nach Belieben zu seinen Punkten.

„Ich kann immer scoren. Ich kann das sogar im Schlaf“, zeigte sich Anthony nach der Partie selbstbewusst. Unterstützung bekam er dabei von J.R. Smith (22 Zähler). Daneben erzielte kein Akteur der Nuggets mehr als zehn Punkte.

Bei Dallas rückte für Kidd Jason Terry (20 Punkte) auf die Position des startenden Spielmachers. Daneben kam James Singleton (drei Punkte, drei Rebounds) zu seinem ersten Einsatz von Beginn an in dieser Saison. Der Schachzug sollte nicht aufgehen. Singleton sah in der Verteidigung gegen Anthony kein Land und war auch im Angriff nicht gefährlich.

Dennoch hatte Dallas die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Am Ende lag es an der mangelnden Durchschlagskraft in der Offensive. 23 Sekunden vor Ende der Partie verwandelte J.J. Barea (22 Punkte) einen Dreier zur 101:100-Führung der Mavs, bevor Anthony die Kontrolle übernahm und Nowitzki scheiterte.

Der Deutsche durchlebte trotz seiner 26 Punkte einen durchwachsenen Abend. In der ersten Halbzeit verwandelte Nowitzki noch fünf von zehn Versuchen aus dem Feld, während es im zweiten Spielabschnitt lediglich zwei von 13 waren. Seine Freiwurfquote war hingegen mit 12 Treffern bei 13 Versuchen wie immer tadellos.

„Wir leben und sterben mit Dirks Würfen“, so Carlisle anschließend. „Gegen Indiana hat er den Game-Winner verwandelt und auch heute hatte er freie Sicht. Wir werden weiterhin auf ihn bauen, denn Dirk ist unser Anführer.“

Neben Nowitzki, Terry und Barea kam kein Spieler der Mavericks auf eine zweistellige Punktausbeute.

Dallas beendete die Partie mit schwachen 35 Prozent aus dem Feld, zeigte jedoch zu jedem Zeitpunkt der Begegnung vollen Einsatz und Leidenschaft. „Wir haben uns heute die Seele aus dem Leib gespielt“, so Ryan Hollins (neun Punkte, acht Rebounds) nach der Partie.

Doch ohne Kidd und den verletzten Josh Howard (Sprunggelenk) fehlt es der Mannschaft am nötigen Talent, Spiele gegen starke Gegner wie die Nuggets zu entscheiden.

Am Sonntag steht für Dallas das härteste Matchup der gesamten Liga auf dem Plan. Dann geht es nämlich zu den Cleveland Cavaliers, die Zuhause bisher erst eine Partie abgeben mussten. Mit oder ohne Kidd, eine fast unmöglich zu lösende Aufgabe.

Zusammenfassung der Partie:

Golden State @ Dallas 106:128

Donnerstag, 26. März 2009

Es war ein ungleiches Duell.

Ein ausgeruhtes Team aus Dallas besiegte nach vier spielfreien Tagen die Golden State Warriors mit 128:106, bei denen mehrere Schlüsselspieler verletzt ausfielen.

Dabei konnten es sich die Mavericks sogar erlauben, im letzten Viertel Dirk Nowitzki (26 Punkte) und den abermals für die erste Fünf auflaufenden Jason Terry (ebenfalls 26 Zähler) komplett zu schonen. Überragende 59 Prozent der Wurfversuche aus dem Feld verwandelte Dallas, 128 Punkte bedeuten daneben einen neuen Saisonrekord.

„Im Angriff haben wir wirklich gut gespielt“, so Nowitzki nach der Partie. „Defensiv haben wir es hin und wieder etwas schleifen lassen, da müssen wir uns noch steigern.“

Auch Point-Guard J.J. Barea machte ein starkes Spiel, erzielte Ende des dritten Viertels acht Mavericks-Punkte in Folge und konnte insgesamt 20 Punkte für sich verbuchen.

„Mein Team ist immer wieder unser „Pick-and-Roll“-System für mich gelaufen und ich habe einfach versucht, aggressiv zu bleiben“, so Barea mit einer einfachen Erklärung für seinen Punkteregen.

Die Warriors bestritten gegen Dallas bereits ihre dritte Partie in vier Tagen und mussten dabei alle Begegnungen verloren geben. Zudem konnten Corey Maggette (Prellung am Kopf), Andris Biedrins (Sprunggelenk), Jamal Crawford (Trainingsrückstand) und Marco Belinelli (ebenfalls Sprunggelenk) nicht für das Team aus Oakland auflaufen.

Bester Werfer für Golden State war Rookie Anthony Morrow mit 29 Zählern (starke zehn von 11 verwandelte Würfe aus dem Feld), unterstützt durch Monta Ellis mit 22 Punkten. Bei Dallas zeigten neben Nowitzki, Terry und Barea Gerald Green mit 14 und Antoine Wright mit 13 Zählern eine ansprechende Leistung.

Daneben kehrte Erick Dampier nach zwei Spielen Pause wegen einer Knieverletzung in die erste Fünf der Texaner zurück. In lediglich 23 Minuten auf dem Parkett erzielte der Center acht Punkte und zehn Rebounds.

Für die im Westen achtplatzierten Mavs war es derweil der neunte Heimsieg in Folge. Angesichts der Tatsache, dass Dallas sieben der letzten elf Partien im heimischen American Airlines Center bestreiten, gibt diese Bilanz Anlass zu Hoffnung auf eine Playoff-Platzierung von Nowitzki & Co.

Da die Suns auf Rang neun ihr Heimspiel gegen Utah mit 118:114 gewinnen konnten, bleibt Phoenix mit drei Spielen Rückstand immer noch in Schlagweite der Mavericks. Doch gleichzeitig beträgt der Abstand zu den drittplatzierten Rockets lediglich zwei Spiele.

Zusammenfassung der Partie:

Dallas @ Indiana 94:92

Samstag, 21. März 2009

Spielstand: 92:92. Noch 19 Sekunden zu spielen, Ballbesitz Dallas. Jeder im Conseco Fieldhouse wusste, was geschehen würde. Die Uhr tickt herunter, der Ball kommt zu Dirk Nowitzki an der rechten Ecke der gegnerischen Freiwurflinie.

Der Deutsche lässt weitere Sekunden verstreichen. Ein schnelles Dribbling zum Korb, ein Schritt zurück, Wurf. 1,1 Sekunden vor Schluss, Treffer. 94:92-Endstand. Sieg für die Mavericks.

„Ich habe versucht, möglichst viel Zeit von der Uhr zu nehmen“, so Nowitzki nach der Partie. „Ich konnte mir etwas Platz verschaffen und war glücklicherweise in der Lage, meinen Wurf zu versenken.“

Mit 23 Punkten war der Forward Topscorer der Partie.

Der spielentscheidenden Szene war eine äußert eng geführte Partie vorausgegangen, die von den Defensivreihen beider Teams bestimmt wurde. Jason Terry (17 Punkte) rückte zu Beginn der Begegnung für J.J. Barea (sieben Punkte, sechs Assists) in die erste Fünf der Mavs.

„Ich wollte ihm heute viele Minuten zusammen mit Jason Kidd (zehn Punkte, neun Rebounds, fünf Assists) auf dem Spielfeld geben“, begründete Coach Rick Carlisle seinen Schachzug. „Gegen Atlanta hatte er Probleme mit seinem Wurf, ich wollte ihn heute direkt von Beginn an in unser Spiel integrieren.”

Wie gegen die Hawks zeigte Dallas abermals von Außen keine gute Partie. Lediglich 42,2 % der Würfe aus dem Feld konnten die Mavs verwandeln. Doch die Verteidigung machte dieses Manko wieder wett und zwang Indiana zu einer noch schwächeren Wurfquote von 40,5% aus dem Feld. Dies schlug sich auch auf Danny Granger nieder, stärksten Akteur der Pacers. Zwar erzielte der Forward 18 Punkte (neben 11 Rebounds), doch benötigte er dafür 26 Würfe.

Zur Halbzeit waren die Mavericks mit 51:46 leicht in Front, jedoch gelang es den Texanern gelang zu keinem Zeitpunkt der Partie, sich abzusetzen. 11 mal wechselte die Führung, 12 mal war das Spiel ausgeglichen. Zwei Minuten war Schluss lag Dallas mit 87:89 im Hintertreffen. Doch erst verwandelte Nowitzki einen Turnaround-Jumpshot, bevor Terry eiskalt einen Dreipunkt-Wurf zur 92:89-Führung einstreute. Im Gegenzug versenkte T.J. Ford (11 Punkte) einen Verzweiflungsdreier, und die Partie war abermals ausgeglichen.

Dann kam Nowitzkis großer Auftritt. „Er ist der Mann, mit dessen Spiel wir leben oder sterben“, gab Carlisle anschließend martialisch zu Protokoll.

Für Dallas war es erst der fünfte Sieg in den letzten 15 Begegnungen bei den Pacers und lediglich der dritte Erfolg aus den vergangenen 11 Auswärtspartien. Nun hat das Team fünf Tage Zeit, sich zu erholen und eventuell den einen oder anderen verletzen Spieler zurück zu gewinnen. Erick Dampier setzte gegen Indiana bereits die zweite Partie in Folge mit einem geschwollenen Knie aus, fühlt sich aber in der Lage, am Mittwoch gegen Golden State wieder aufzulaufen. 

Ungewiss ist hingegen die Situation um Josh Howard (Sprunggelenk) und Jerry Stackhouse (Fuß). Stackhouse hätte bereits vor einer Woche wieder mit dem Team trainieren sollen,  sein Comeback wurde jedoch abermals verschoben. Howard soll in den nächsten Tagen mit dem Aufbautraining beginnen, doch wann er seine Mannschaft auf dem Parkett unterstützen kann, ist noch ungewiss.

In der Tabelle der Western-Conference hat sich derweil nichts geändert, da die Rivalen der Mavericks ihre Partien ebenfalls gewinnen konnten. New Orleans besiegte Memphis mit 96:84, Houston kam zu einem 107:88-Erfolg  über Minnesota. Utah bezwang Oklahoma City mit 101:94, und Denver konnte Washington mit 116:105 auf Distanz halten. Lediglich für San Antonio setzte es eine 77:80-Pleite gegen den Meister aus Boston.

Zusammenfassung der Partie:

Dallas @ Portland 93:89

Donnerstag, 12. März 2009

12 Partien in Folge hatte Portland im heimischen Rose Garden zuletzt gewonnen.

Dann kam Dallas. Mit 93:89 entschieden die Mavericks die Partie zu ihren Gunsten und gewannen somit auch die dritte und letzte Begegnung gegen die Trail Blazers in der laufenden Saison. Die Texaner finden sich zwar noch auf Rang acht der Western-Conference wieder, jedoch haben die dritt platzierten Houston Rockets lediglich eine Niederlage weniger auf dem Konto. Dies zeigt, wie eng es derzeitig im „Wilden Westen“ der NBA zugeht.

Vergangenen Nacht waren einmal mehr Dirk Nowitzki (29 Punkte, zehn Rebounds) und Jason Terry (24 Zähler) die Garanten für den Sieg der Mavericks.

Nur einen Tag nach dem 122:117-Erfolg über die Phoenix Suns bewies Dallas in der Endphase der Partie die besseren Nerven. Nachdem die Mavs über weite Teile der zweiten Halbzeit in Führung lagen, kämpfte sich Portland drei Minuten vor Schluss  durch Travis Outlaw (20 Zähler) wieder auf 84:86 heran.

Im Gegenzug verwandelte Nowitzki einen ganz schweren Wurf über LaMarcus Aldridge (23 Punkte, 11 Rebounds) bevor Outlaw wieder verkürzen konnte. Im nächsten Angriff der Mavericks wurde Terry zunächst geblockt, doch der Ball landete abermals bei Nowitzki. Dirk für Drei - 17 Sekunden vor Schluss - 91:86. Die Partie war somit entschieden.

„Dirk hat ganz schwere Würfe verwandelt“, lobte Brandon Roy (22 Punkte) von der Gegenseite den Deutschen. „Er hat die Bälle einfach Richtung Korb geworfen und sie fanden irgendwie Ihr Ziel.

Der Schlüssel zum Sieg der Mavericks lag neben Nowitzkis Heldentaten in der Verteidigung. Portland hatte große Probleme, konstant gegen die Zone von Dallas zu punkten. Die Trail Blazers konnten lediglich 41% ihrer Würfe aus dem Feld verwandeln, in der ersten Halbzeit waren es sogar nur 35%.

„Ihre Zone hat uns ein wenig aus der Bahn geworfen“, so Roy. „Wir haben einfach keine Wege zum Korb gefunden.“

Auf Seiten der Mavericks verpasste Jason Kidd mit sieben Punkten, zehn Rebounds und zehn Assists nur knapp ein Tripple-Double. J.J. Barea, abermals für den verletzten Josh Howard (Knöchel) in der ersten Fünf, beendete die Partie mit acht Zählern und fünf Abprallern. Erick Dampier zeigte mit zwölf Punkten und neun Rebounds ebenfalls eine ansprechende Leistung.

Terry gab sich währenddessen hochzufrieden. „Dieser Sieg ist für unser Selbstvertrauen ganz wichtig“, so der Anwärter auf den diesjährigen „Sixth-Man-Award“. „Die Leute haben uns schon das ganze Jahr über abgeschrieben. Aber uns gefällt, wo wir gerade stehen. Es fühlt sich wie eine neue Saison an, der Westen spielt im Moment verrückt.“

Gute Nachrichten gibt es unterdessen auch vom langzeitverletzten Jerry Stackhouse (Fuß). Der Shooting-Guard geht davon aus, in den nächsten Tagen wieder mit der Mannschaft trainieren zu können.

Für Dallas geht es Freitagnacht zu den Golden State Warriors. Dort kann der dritte Auswärtssieg in Folge eingefahren werden um in der Tabelle weiter Druck auf die Plätze drei bis sieben auszuüben.

Dallas @ Phoenix 122:117

Mittwoch, 11. März 2009

Im Fußball werden solche Partien als „Sechs-Punkte-Spiele“ bezeichnet.

Durch einen 122:117-Sieg über Phoenix festigte Dallas vergangene Nacht den achten Tabellenplatz in der Western-Conference. Der Abstand zu den neunt platzierten Suns wurde somit auf fünf Siege vergrößert.

Angeführt von einem ganz starken Dirk Nowitzki (34 Punkte, 13 Rebounds) gelang Dallas der erste Auswärtssieg bei einem Team aus dem Westen mit positiver Bilanz seit Weihnachten.

„Jetzt sind wir die Jäger“, gab Jason Kidd (12 Punkte, acht Rebounds) nach der Partie zu Protokoll. “Wir schauen nach vorne, nicht hinter uns. Wir wollen in der Tabelle so weit wie möglich nach oben.“

Bis zur Halbzeit entwickelte sich in Phoenix eine offene Partie. Die Suns gingen mit einer knappen 62:58-Führung in die Pause. Doch das dritte Viertel sollte für Dallas die Wende bringen. Coach Rick Carlisle fand laut Jason Terry (25 Punkte) in der Kabine die richtigen Worte. „Er sagte einfach, ihr seid das bessere Teams, also spielt auch so.“

Und das taten sie. Durch einen 18:4-Lauf zogen die Mavericks auf 82:74 davon. Mit 34:25 wurde das dritte Viertel zu Dallas Gunsten entschieden. Allein Nowitzki erzielte 15 Punkte in diesem Spielabschnitt.

„Dirk hat großartig gespielt, er war nicht zu stoppen“, zeigte sich Steve Nash (23 Zähler, 13 Assists) von der Gegenseite voll des Lobes über seinen alten Freund.

Drei Minuten vor Ende der Partie waren es Kidd und Nowitzki, die für die Entscheidung sorgten. Der Deutsche, von zwei Gegenspielern gedoppelt, passte den Ball gleich zweimal auf den freistehenden Kidd, der beide Male eiskalt von der Dreierlinie versenken konnte. Beim Stand von 112:99 war die Partie so gut wie entschieden.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung der Mavericks sind J.J. Barea und Ryan Hollins hervorzuheben. Barea rückte für den verletzten Josh Howard in die erste Fünf und beendete die Begegnung mit 16 Punkten. Hollins, in den vergangenen Spielen kaum zum Einsatz gekommen, musste früh für Erick Dampier (vier Punkte, fünf Rebounds) in die Partie, da dieser mit Foulproblemen zu kämpfen hatte. Und er erledigte seinen Job mit Bravour. In 14 Minuten auf dem Feld erzielte der Center neben sechs Punkte vier Rebounds und verteidigte Shaquille O’Neal (21 Punkte, acht Rebounds) äußerst effektiv. Shaq konnte Hollins auch mit einem Ellenbogen-Schlag ins Gesicht nicht verunsichern, wofür Dallas ein Offensiv-Foul zugesprochen bekam.

„Auf diese Chance habe ich lange gewartet“, zeigte sich Hollins nach der Partie euphorisch. „Ich spiele sehr gerne gegen körperlich überlegene Center. Gegen Shaq habe ich einfach versucht, meine Position zwischen Korb und ihm zu halten.“

Für Dallas war es der erste Auswärtserfolg seit dem 2. Februar in Orlando. Mit weiteren Siegen in fremder Halle in den kommenden Partien (in Portland, Golden State und bei den Lakers) können die Mavericks in der Tabelle weiter Boden gut machen. Die Suns müssen sich hingegen so langsam mit dem Gedanken an einen frühen Sommerurlaub anfreunden.

Zusammenfassung der Partie:

Das Fenster schließt sich für Dallas

Dienstag, 3. März 2009

Kaum wächst da ein zartes Pflänzchen der Hoffnung heran, wird es auch schon wüst zusammengetreten. Vom eigenen Gärtner.

Anstatt des vierten Sieges in Folge setzte es für die Dallas Mavericks eine 87:96-Niederlage in Oklahoma City. Und das, obwohl die Thunder ohne ihre beiden besten Männer Kevin Durant (Knöchel) und Jeff Green (Rücken) antreten mussten.

Für die Fans der Dallas Mavericks ist es ein bekanntes Bild in der laufenden Saison. Wie ein roter Faden ziehen sich starke Leistungsschwankungen durch die Spielzeit, Konstanz sucht man vergebens. Es scheint, als hätte das Team von Headcoach Rick Carlisle den Schritt in die Mittelklasse der Liga endgültig vollzogen. Sogar das Erreichen der Playoffs gerät wieder in akute Gefahr, bei lediglich einer Niederlage weniger auf dem Konto als die Phoenix Suns auf Rang neun.

Die Probleme der Maversicks sind derweil wohlbekannt. In der Offensive tragen Dirk Nowitzki (28 Punkte) und Jason Terry (im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr aufs Parkett starke 20 Zähler) die Scoring-Last fast alleine. Josh Howard (mit einer Knöchelverletzung zur Halbzeit raus, bis dahin sieben Punkte) spielt eine viel zu unkonstante Saison, als dass er im Angriff zu einer echten Stütze werden könnte. 

Die Position des startenden Shooting-Guards ist mit Antoine Wright (null Punkte) zu schwach besetzt, während die Probleme auf der Center-Position fast noch größer sind. Erick Dampier (vier Zähler) ist zwar ein solider Rebounder, in der Offensive jedoch viel zu ungefährlich. Gegen schnellere und athletischere Gegenspieler sieht er zudem in der Verteidigung meist alt aus. Sein Backup James Singleton (8 Punkte, sechs Rebounds) verfügt zwar über alle Fähigkeiten, die Dampier nicht besitzt, ist jedoch mit lediglich 2,03 Metern Körpergröße für die Center-Position deutlich zu klein.

Kommen wir zum letzten und vielleicht größten Problem: Jason Kidd (neun Punkte, fünf Vorlagen). Seine außergewöhnlichen Spielmacher-Qualitäten stehen nicht zur Debatte. Doch er ist lange nicht mehr der gefürchtete Verteidiger vergangener Tage. In der laufenden Saison sah er gegen so ziemlich jeden gegnerischen Point-Guard von Qualität alt aus. Im Falle Oklahoma Citys war dies Rookie Russell Westbrook, der gegen Kidd zum ersten Tripple-Double seiner Karriere kam (17 Punkte, zehn Rebounds, zehn Assists). Durch sein gutes Auge für den freien Mann und seine ungeheure Erfahrung kann Kidd vieles wettmachen, fehlende Schnelligkeit und Athletik jedoch nicht.

Davon besitzt sein Backup J.J. Barea (zwei Zähler) genug. Neben einem guten Wurf zeigt der gebürtige Puerto Ricaner auch den nötigen Einsatz auf dem Spielfeld. Jedoch fehlt es ihm in der Defensive an einigen Zentimetern Körpergröße (1,83 m).

Gerüchten zufolge kann Dallas auf eine Verpflichtung von Drew Gooden (von den Sacramento Kings aus dem Vertrag entlassen) hoffen, der die Probleme unter dem Korb eventuell etwas eindämmen könnte. Die Fans der Mavericks müssen sich aber so langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass die fetten Jahre endgültig vorbei sind.

Toronto @ Dallas 98:109

Montag, 2. März 2009

Der lockere 109:98-Sieg der Dallas Mavericks über die Toronto Raptors geriet fast zur Nebensache.

Zum einen, weil Jason Kidd mit 15 Vorlagen (neben neun Punkten und sechs Rebounds) als vierter Spieler in der Geschichte der NBA die 10.000-Assists-Marke durchbrach. Zum anderen, weil Jason Terry (acht Punkte) nach drei Wochen Verletzungspause wegen seiner gebrochenen Hand unter stehenden Ovationen aufs Parkett zurückkehrte.

„Die 10.000 Assists sagen viel über die Scoring-Qualitäten meiner Mitspieler aus“, gab sich Kidd nach der Partie bescheiden. „Ich hatte zu meinem Karrierebeginn nie damit gerechnet, diesen Meilenstein zu erreichen.“

Stärkster Akteur auf Seiten der Mavs, die das Spielgeschehen fast durchgängig bestimmten, war Dirk Nowitzki mit 24 Punkten, fünf Assists und zehn Rebounds. Daneben verbuchten Josh Howard 16 und Antoine Wright 15 Zähler. James Singleton bestätigte seine hervorragende Form der vergangenen Spiele mit 12 Punkten und einem Karriere-Bestwert von 16 Rebounds

Singleton kommt zwar hinter Erick Dampier (vier Punkte, fünf Rebounds) von der Bank ins Spiel, steht aber mittlerweile deutlich länger als der Starting-Center der Mavericks auf dem Parkett. Gegen Toronto waren es 33 Minuten für Singleton bei sieben Minuten für Dampier. Singleton ist zwar mit nur 2,03 Meter Körpergröße deutlich zu klein für die Center-Position, durch seine Atheltik, Schnelligkeit und seinen Einsatz machte er in den vergangen Partien diesen Nachteil jedoch mehr als wett.

Auf Seiten der Raptors spielte Chris Bosh, ehemaliger Star der Dallas-High-School, mit 28 Punkten und zehn Rebounds am auffälligsten. Doch auch er konnte die neunte Niederlage in Folge bei den Mavericks nicht verhindern. Der letzte Sieg der Kanadier über Dallas datiert noch aus den Zeiten, als Tracy McGrady und Vince Carter für Toronto aufliefen.

Als Hauptgrund für die Niederlage machte Jay Triano, Headcoach der Raptors, die Unterlegenheit seines Teams beim Rebounding aus. Mit 57:44 ging die Abpraller-Statistik an Dallas. „Die Mavericks hatten zu viele zweite Chancen am Brett“, so Triano. Durch den Ausfall von Shawn Marion, der im ersten Viertel mit Grippe-Symptomen vom Feld musste, fehlte den Raptors ein wichtiger Rebounder.

Dallas erwartet unterdessen ein knüppelhartes Programm von vier Spielen in den nächsten sechs Partien. Montagabend geht es zunächst nach Oklahoma City gegen die Thunder.

Randnotizen: Kidd kann in dieser Saison noch Magic Johnson (10.141 Karriere-Assists) und Mark Jackson (10.334) von Platz drei und zwei in der ewigen Vorlagen-Statistik der NBA verdrängen. +++ J.J. Barea verletzte sich bei einem Hechtsprung nach dem Ball an den Zähnen und wird am heutigen Montag operiert. Gegen Oklahoma City wird er aber aller Wahrscheinlichkeit nach auflaufen können. +++ Für Nowitzki war es erst das zweite Spiel in der laufenden Saison, in dem er mindestens 20 Punkte, zehn Rebounds und fünf Assists verbuchen konnte. Während seiner MVP-Saison 2006/2007 gelang ihm dies zum Vergleich 17 Mal.

Zusammenfassung der Partie: