Die Dallas Mavericks haben es verpasst, aus ihrer Auftaktpleite die nötigen Lehren zu ziehen.
Nach einem fast identischen Spielverlauf musste sich das Team aus Texas auch im zweiten Duell gegen die Denver Nuggets am Ende deutlich mit 105:117 geschlagen geben.
Abermals legte Dallas mit 30:22 ein starkes erstes Viertel hin, abermals war die Partie zur Halbzeit beim Stand von 55:58 völlig offen. Nach einem ausgeglichenen dritten Abschnitt brachen im finalen Viertel jedoch erneut alle Dämme im Spiel der Mavericks.
„Ich glaube, dass Dallas heute teilweise sogar das bessere Team war“, lies Nuggets-Coach George Karl nach dem Sieg seiner Mannschaft verlauten. „Aber es liegt im Charakter unserer Mannschaft, während der letzten 12 Minuten einer Partie noch einmal richtig Gas zu geben und die Intensität unseres Spiels zu steigern.“
Darauf fanden die Mavericks in der entscheidenden Phase der Begegnung keine Antwort.
Zwar leistete sich die Truppe von Headcoach Rick Carlisle neun Ballverluste weniger als im ersten Aufeinandertreffen beider Teams (11 anstatt 20), und die Punkte-Differenz unter den Brettern konnte mit 34:50 etwas ausgeglichener gestaltet werden, doch waren es letztendlich die selben Schwächen, die Dallas jeglicher Chancen auf den Sieg berauben sollten: entscheidende Ballverluste im finalen Viertel, Defizite unterm Korb, schwache Verteidigung der gegnerischen Fast-Breaks.
Und dann kam auch noch Pech hinzu.
Josh Howard (Foto), neben Jason Kidd bester Maverick in der Erstrunden-Serie gegen die San Antonio Spurs, kam nach seiner Sprunggelenks-Verletzung aus Partie Nummer eins lediglich während den ersten sechs Minuten der Begegnung zum Einsatz. Dallas vermisste in der Folge Howards Zug zum Korb und dessen Verteidigung gegen den offensiv gefährlichsten Akteur der Nuggets, Carmelo Anthony (25 Punkte), schmerzlich.
Dirk Nowitzki zeigte derweil abermals eine ganz starke Partie und war mit 35 Punkten (11 von 20 aus dem Feld, 12 von 13 Freiwürfen, daneben neun Rebounds) Topscorer der Begegnung. Doch in Abwesenheit von Howard war die Scoring-Last der Mavericks auf zu wenigen Schultern verteilt. Neben dem Würzburger punkteten lediglich Jason Terry mit 21 und Antoine Wright mit zehn Zählern zweistellig. Carlisle hatte Wright anstelle von J.J. Barea (fünf Punkte) in die erste Fünf berufen, um seiner Mannschaft mehr spielerische Härte einzuimpfen - mit durchwachsenem Ergebnis. Abermals präsentierten sich die Nuggets über weite Strecken einsatzfreudiger und aggressiver.
„Wir sind einfach ein explosives Team“, gab Chauncey Billups (18 Punkte, acht Vorlagen) nach der Partie zu Protokoll. „Das ist unser Stil. So spielen wir bereits das ganze Jahr über.“
Das Schlüssel-Matchup der Serie spielte sich währenddessen abermals unter den Körben ab. Hier hat Dallas die größten Defizite, und Denver wusste dies bisher schonungslos offen zu legen. Erneut ließen der starke Nené (25 Zähler, acht Rebounds), Kenyon Martin (Foto, 12 Punkte) und Chris Andersen (acht Zähler, neun Rebounds) durch ihre Athletik und Schnelligkeit Erick Dampier (vier Punkte, vier Abpraller) und Ryan Hollins (acht Zähler, vier Rebounds) ganz alt aussehen. Carlisle versuchte es daneben mit James Singleton (fünf Punkte), der im bisherigen Playoff-Verlauf kaum zum Einsatz kam - ohne Erfolg.
Daneben spielten die Nuggets ihren Geschwindigkeits-Vorteil abermals gnadenlos aus und entschieden die Fast-Break-Statistik mit 25:9 Punkten deutlich zu ihren Gunsten.
Die Mavericks gehen nun mit einem 0:2-Rückstand aus der Serie „Best of Seven“ in den dritten Schlagabtausch beider Mannschaften, der Samstagnacht im American Airlines Center zu Dallas steigt. Dort besteht berechtigter Grund zur Hoffnung auf eine bessere Leistung, schließlich wurden von den vergangenen 18 Heimpartien 17 gewonnen. Die einzige Niederlage kam allerdings gegen die Nuggets zustande, die während der laufenden Saison nun eine Bilanz von 6:0 Siegen gegen das Team von Besitzer Mark Cuban aufweisen können.
Für die Mavericks wird es Zeit, diese Serie zu brechen, denn ein 0:3-Rückstand wäre mit dem Ausscheiden aus der Endrunde gleichzusetzen. Noch nie in der Geschichte der NBA-Playoffs war eine Mannschaft in der Lage, dieses Ergebnis noch drehen.
„Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit, um uns zu sammeln und neu zu formieren“, so Carlisle über die anstehende Aufgabe. „Wir müssen dringend an ein paar Dingen arbeiten.“
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Im ersten Spiel der Conference-Semi-Finals gegen die Denver Nuggets musste das Team aus Texas am Ende eine deutliche 95:109-Schlappe einstecken. Die Mavs liegen zu Beginn der Serie „Best-of-Seven“ dadurch mit 0:1 Siegen im Hintertreffen.
Lange Zeit sah die körperbetonte Begegnung nach einer engen Angelegenheit aus. Viertel Nummer eins entschieden die Mavericks mit 24:16 zu ihren Gunsten, Denver wusste sich dabei phasenweise nur durch rüde Fouls zu helfen. Nach einem anschließenden 17:8 Zwischenspurt der Nuggets und dem Halbzeitergebnis von 47:51 hatten sich die Verhältnisse aber schnell wieder ausgeglichen. Im dritten Spielabschnitt konnte die Mannschaft von Rick Carlisle nochmals mit 66:64 in Führung gehen, bevor das Team komplett den Faden verlor.
Während den letzten 15 Minuten der Partie häuften sich die individuellen Fehler auf Seiten der Mavs. Jason Kidd (Foto, 15 Punkte, vier Vorlagen), der über die komplette Serie gegen die San Antonio Spurs lediglich drei Ballverluste fabrizierte, verbuchte derer acht (!) gegen Denver. Völlig untypisch für den ansonsten so umsichtig agierenden Spielmacher. „Ich habe den Ball teilweise in die Zuschauerränge geworfen”, so Kidd anschließend. “Das darf mir nicht passieren.”
Insgesamt war die Truppe von Besitzer Mark Cuban für 20 Ballverluste verantwortlich. Ein Wert, mit dem keine Endrunden-Partie zu gewinnen ist. „Wir haben uns selbst geschlagen”, so Jason Terry nach der Begegnung, der selbst vier Mal den Ball verlor.
Ebenfalls ungewohnt für den bisherigen Playoff-Verlauf präsentierte sich die Bank der Mavericks. Terry erzielte zwar 15 Zähler für die zweite Garde seines Teams, doch daneben konnte kein Dallas-Einwechsel-Spieler mehr als sechs Zähler auf der Anzeigetafel vermerken. Ganz im Gegensatz zur Bank der Nuggets, die starke 39 Punkte zum Sieg ihrer Mannschaft beitrug.
Ein spielentscheidender Faktor der Partie war daneben die Punkteausbeute beider Mannschaften im Fast-Break. Denver schaltete stets blitzartig von Verteidigung in Offensive und beendete die Begegnung mit 29 Zählern nach schnellen Konterangriffen. Dallas dagegen konnte in dieser Statistik lediglich vier Punkte für sich verbuchen, auch dank der vielen Stockfehler von Kidd.
Große Defizite im Spiel der Mavericks wurden daneben unter den Brettern erkennbar. Erick Dampier (schwerfällig, drei Punkte, sechs Rebounds) und Ryan Hollins (unkonzentriert und übermotiviert, sechs Zähler, sechs Abpraller) hatten ihren Gegenspielern Nené (Foto, 24 Punkte, Karriere-Playoff-Bestleitungs) und Chris Andersen (11 Zähler, ebenfalls eine persönliche Bestmarke während der Endrunde, daneben fünf Blocks) offensiv wie defensiv nur wenig entgegenzusetzen. Vor allem Nené entwickelte sich bereits früh zum absoluten Albtraum-Matchup für Dampier, der dem gebürtigen Brasilianer in Sachen Athletik und Schnelligkeit nicht gewachsen war.
Dirk Nowitzki zeigte dagegen phasenweise ein ganz starkes Spiel und begann die Partie mit sechs Treffern bei sechs Versuchen aus dem Feld. Doch der Deutsche hatte gegen den „Birdman“ Andersen auch des Öfteren Schwierigkeiten, einen sauberen Wurf in der Offensive zu bekommen. Der achtfache All-Star beendete die Begegnung mit 28 Zählern und zehn Rebounds.
„Als ich mir nach dem Spiel die Statistik angeschaut habe, dachte ich, ich sehe nicht recht”, so Nowitzki über den Ausgang der Partie. „Ich hatte eher das Gefühl, wir hätten mit 30 Zählern Unterschied verloren. Jedes Mal, wenn wir die Chance hatten den Spielstand zu verkürzen, haben wir den Ball hergeschenkt.”
Josh Howard zeigte währenddessen wie gewohnt mit 13 Punkten eine starke Anfangsphase, tauchte im späteren Spielverlauf jedoch völlig ab und beendete das Spiel mit lediglich 15 Zählern. Ende des ersten Viertels hatten Dallas und Howard dabei eine Schrecksekunde zu überstehen, als der 29-Jährige mit dem rechten Fuß umknickte. Nach kurzer Behandlung in der Umkleidekabine konnte Howard im zweiten Spielabschnitt aufs Parkett zurückkehren, doch wirkte er von da an längst nicht mehr so bissig wie zu Beginn der Partie.
Auf Seiten der Nuggets präsentierten sich neben Nené Carmelo Anthony mit 23 und J.R. Smith mit 15 Zählern auffällig. Chauncey Billups, Anführer der Truppe, durchlebte mit sechs Punkten und sechs Vorlagen dagegen einen eher ruhigen Arbeitstag.
Dallas muss währenddessen dringend den eigenen Spielaufbau in den Griff bekommen, um in der Nacht auf Mittwoch nicht bereits mit 0:2 Siegen ins Hintertreffen zu geraten. Daneben gilt es, das schnelle Umschalten der Nuggets von der Defensive in die Offensive effektiver zu unterbinden, sowie die Kreise von Nené unter dem Korb besser einzudämmen.
Viel Arbeit für Coach Carlisle und seine Jungs in ziemlich kurzer Zeit.
„Du kannst im Vorfeld soviel besprechen wie du willst”, gab Nowitzki über die Serie gegen Denver zu Protokoll. „Ich vermute, wir mussten heute hier einfach selbst die Erfahrung machen, wie es ist, in den Playoffs gegen die Nuggets zu spielen.”
„Jetzt liegt es an uns, im nächsten Aufeinandertreffen besser zu spielen.”
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Die Dallas Mavericks stehen in der zweiten Runde der NBA-Playoffs 2008/2009.
Angeführt von einem starken Dirk Nowitzki, der mit 31 Punkten und neun Rebounds sein bestes Spiel der diesjährigen Endrunde ablieferte, besiegte das Team aus „Big D“ die Spurs mit 106:93 im AT&T Center zu San Antonio.
Die Serie „Best-of-Seven“ geht dadurch mit 4:1 an die Mavericks, die zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in die Conference-Semi-Finals einziehen können. Dort trifft Dallas auf die Denver Nuggets oder die New Orleans Hornets (Stand der Serie: 3:1).
„Ich freue mich riesig für meine Jungs“, so Rick Carlisle, Headcoach der Mavericks, nach der Begegnung. „Es war ein turbulentes Jahr, aber uns sind einfach viele gute Dinge zum richtigen Zeitpunkt widerfahren. Die Mannschaft ist in den vergangenen Wochen zu einer verschworenen Einheit zusammengeschmolzen.“
Dallas zeigte im Duell mit dem großen Rivalen aus Texas von Beginn an eine überzeugende, teils souveräne Vorstellung. San Antonio entschied sich zu Spielbeginn, Nowitzki nicht zu doppeln, sondern im Eins gegen Eins zu verteidigen. Der Deutsche nutzte in der Folge seine neu gewonnenen Freiräume äußerst effektiv. Mit 11 Zählern im ersten Spielabschnitt erzielte er lediglich einen Punkt weniger als im vorhergegangenen Aufeinandertreffen beider Teams über die ganze Partie. Viertel Nummer eins ging dank Nowitzki mit 31:20 an Dallas.
Im folgenden Spielverlauf wussten die Mavericks ihren Vorsprung geschickt zu verteidigen, bevor die Spurs kurz vor Halbzeitpfiff noch einmal auf 48:52 verkürzen konnten. Bis dahin hatte die Dallas-Defense Tony Parker gut unter Kontrolle, der im Gegensatz zu seinen 31 Punkten in Hälfte eins der vierten Partie humane 12 Zähler für sich verbuchte.
Wer im dritten Viertel ein Aufbäumen San Antonios erwartet hatte, sollte sich gründlich täuschen. Mit 30:19 ging der Spielabschnitt an Dallas, den die Mavericks mit zwei Dreiern von Geburtstagskind Josh Howard (17 Punkte, acht Rebounds, 29 Jahre) und Jason Kidd (12 Zähler, fünf Vorlagen) zum 82:67 beenden sollten.
„Ich denke, Howard ist der MVP dieser Serie“, gab es nach dem Schlusspfiff ein dickes Lob von Carlilse. „Er hat großartig gespielt. Er war immer für uns zur Stelle und hat sich vor allem durch Aktionen ausgezeichnet, die nicht zwingend zu Punkten führten, aber dennoch äußerst wichtig für unser Spiel waren.“
In den letzten 12 Minuten der Partie waren es dann Nowitzki mit seinen typischen Würfen aus der Mitteldistanz und Jason Terry (19 Zähler, sieben von 14 aus dem Feld) mit zwei erfolgreichen Dreiern, die den Vorsprung der Mavericks konstant im zweistelligen Bereich hielten.
Beim Stand von 96:86 und einer restlichen Spieldauer von zweieinhalb Minuten waren die San Antonio Spurs geschlagen.
„Es ist eine Befreiung“, diktierte Kidd der versammelten Reporter-Riege nach dem Sieg seiner Mannschaft in die Notizbücher.
Dallas überzeugte vor allem durch eine gute Defensiv- und Reboundarbeit und konnte daneben mit 51,4 Prozent aus dem Feld (38 Treffer bei 74 Versuchen) und 50 Prozent von jenseits der Dreierlinie (zehn von 20 Würfen) eine starke Trefferquote aufweisen. Die Punktelast im Angriff wurde zudem äußerst gleichmäßig verteilt. Neben Nowitzki, Kidd, Terry und Howard beendetenJ.J. Barea(zehn Punkte) undErick Dampier(11 Zähler, 12 Rebounds) die Partie mit einer zweistelligen Punkteausbeute.
Ganz im Gegensatz zu den Spurs. Die Abhängigkeit der Mannschaft von Parker (erzielte letzten Endes 26 Punkten und 12 Vorlagen) und Tim Duncan (30 Zähler, acht Rebounds) war auch im fünften Aufeinandertreffen beider Teams nicht zu übersehen und zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Serie. Neben den beiden Stars der Truppe von Headcoach Gregg Popovich konnte abermals kein anderer Akteur im zweistelligen Bereich punkten.
Für San Antonio war es während der Ära Duncan erst das zweite Ausscheiden in Runde eins der Playoffs (zuvor gegen die Phoenix Suns im Jahr 2000, Duncan war damals verletzt). Daneben kann sich Dallas auf die Fahnen schreiben, die einzige Mannschaft der Liga zu sein, die den großen Rivalen in dessen eigener Halle aus der Endrunde kegelte. Nach 2006 gelang den Mavericks dieses Kunststück bereits zum zweiten Mal. Waren zu Beginn des Jahrtausends stets die Spurs der große Angstgegner der Mavericks, hat sich die Rollenverteilung inzwischen wohl endgültig umgekehrt.
„Sie waren das bessere Team, ganz einfach“, zeigte sich Popovich nach der Niederlage als fairer Verlierer.
Die Mannschaft von Besitzer Mark Cuban kann jetzt erst einmal in Ruhe den Geburtstag von Josh Howard feiern, dessen Party im Vergleich zum vergangenen Jahr nach dem Ausscheiden in Runde eins gegen die New Orleans Hornets deutlich fröhlicher ausfallen dürfte.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Heute Nacht können die Dallas Mavericks das erste Mal seit drei Jahren wieder eine Playoff-Serie für sich entscheiden.
Ab 3:30 Uhr deutscher Zeit steigt in San Antonio das fünfte Duell der Texas-Rivalen. Beim aktuellen Stand von 3:1 zieht Dallas mit einem Sieg in die Conference-Semi-Finals ein und wird dort entweder auf Denver oder New Orleans treffen.
Dirk Nowitzki (Foto) zeigt sich vor dem Showdown äußerst zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft. Auf die Frage, ob er über seinen Punkteschnitt von nur 16,3 Zählern pro Partie enttäuscht wäre, antwortete der Deutsche: „Wir liegen mit 3:1 vorne. Ich spiele für den Erfolg der Mannschaft und nicht für meine persönlichen Statistiken. Ich spiele, um in den Playoffs weiterzukommen.“
Auch ohne 25 Punkte pro Partie durch den achtfachen All-Star waren die Mavericks zuletzt im Stande, San Antonio in die Knie zu zwingen.
Nowitzkis Mitspieler profitieren dabei extrem von der erhöhten Aufmerksamkeit, die dem Forward von Seiten der Spurs-Defensive zuteil wird. „Wer behauptet, Dirk würde nicht genug punkten, der versteht dieses Spiel nicht“, so Team-Kollege Jason Kidd. „Dirk macht das sehr gut. Er bleibt geduldig und nimmt keine schlechten Würfe gegen Double- oder Triple-Teams.“
Stattdessen schafft Nowitzki Räume für seine Nebenleute, die dadurch zu offenen Würfen kommen oder den gewonnenen Platz nutzen, um zum Korb zu ziehen.
Ähnlich steht es um Jason Terry, der mit 12 Punkten pro Spiel gegen die Spurs 6,6 Zähler unter seinem Saisonschnitt liegt. Doch Terry bindet meist Bruce Bowen an sich, den besten Verteidiger in Reihen San Antonios.
Die Spurs befinden sich in einem Dilemma. Nowitzki muss gedoppelt werden, Bowen wird auf Terry angesetzt. Wer verteidigt nun Josh Howard (Foto), J.J. Barea, Antoine Wright oder Brandon Bass? Genau hier liegt der Schlüssel zum guten Abschneiden der Mavericks begraben. Die Mitspieler von Terry und Nowitzki wissen ihre Freiräume exzellent zu nutzen und machen bisher den Unterschied in der Serie aus.
„Wir agieren als Einheit“, so Barea über die Stärke seines Teams. „Wir wollen alle das Gleiche. Man kann es auf dem Parkett in Dirks Augen sehen. Egal wer punktet, er will einfach nur gewinnen. Wenn dein Anführer so denkt, beginnen alle Spieler so zu denken.“
Während der regulären Saison war Dallas die meiste Zeit abhängig von Terry und Nowitzki. Mittlerweile gilt die Ausgeglichenheit im Kader als größte Stärke der Mavericks.
Ganz im Gegensatz zu den Spurs, die im Angriff lediglich über zwei Optionen verfügen. Tony Parker und mit Abstrichen Tim Duncan (anhaltende Knieprobleme). Dahinter kommt absolut nichts. Zuletzt erzielte das Duo während Spiel Nummer vier der Serie 68 der 90 Spurs-Zähler. Zuwenig, Dallas gewann die Partie mit 99:90.
Auch dank einer Energie-Leistung von Nachwuchs-Center Ryan Hollins.
Als Erick Dampier im dritten Viertel mit vier Fouls belastet vom Spielfeld musste, bekam Hollins seine große Chance. Und er packte sie am Schopf. In 19 Spielminuten griff sich der 24-Jährige acht Rebounds und blockte drei Würfe.
„Ich weiß nicht, was er vor dem Spiel eingeworfen hat“, so Nowitzki scherzhaft über seinen Mitspieler. „Aber er muss mir unbedingt etwas von diesem Zeug abgeben.“
Der Würzburger weiter: „Er war überall auf dem Platz. Er ist unsere Ein-Mann-Presse.“
Weniger gute Nachrichten gibt es derweil von Josh Howard, der heute nicht am Training seiner Mannschaft teilnehmen konnte. Der Small-Forward plagt sich immer noch mit den Folgen einer Sprunggelenksverletzung herum. Doch es gilt als unwahrscheinlich, dass Howard an seinem 29. Geburtstag nicht für die Mavericks auflaufen wird.
„Ich habe für diesen Tag nur einen Wunsch. Den Sieg.“
Auch 68 Punkte des Duos der San Antonio Spurs sollten an diesem Abend gegen eine ausgeglichene Mannschaftsleistung und ein frenetisches Publikum der Dallas Mavericks nicht ausreichen. Mit99:90bezwang die Truppe von Headcoach Rick Carlisle vergangene Nacht den ewigen Rivalen aus Texas. Dallas führt die Serie „Best of Seven“ nun mit 3:1 Siegen an und kann bereits am kommenden Dienstag den Einzug in die Conference-Semi-Finals durch einen Erfolg in San Antonio perfekt machen.
Doch dieser komfortablen Ausgangslage ging ein schweres Stück Arbeit voraus.
Von Beginn an narrte Parker die Dallas-Defense nach Lust und Laune. Ganz im Gegensatz zumvergangenen Duell beider Mannschaften, in dem der Shooting-Guard lediglich 12 Punkte erzielen konnte, fanden die Mavericks im vierten Aufeinandertreffen mit den Spurs kein Mittel gegen den Franzosen.
Parker verbuchte gegen Dallas 43 Zählern, davon 31 in Halbzeit eins (interne Playoff-Bestmarke von George Gervin eingestellt). Doch mit zunehmender Spieldauer fiel es dem 26-Jährigen sichtlich schwerer, die komplette Punktelast im Angriff seiner Mannschaft zu tragen. Das dritte Viertel beendete er mit lediglich vier Punkten, im Schlussabschnitt verbuchte er deren acht. Duncan konnte derweil an seinem 33. Geburtstag 25 Zähler und zehn Rebounds für sich verzeichnen. Doch kein anderer Akteur im Trikot San Antonios erzielte daneben mehr als sieben Punkte. Zusammengerechnet waren die Spurs-Akteure, die nicht Parker oder Duncan hießen, für nur 22 Zähler verantwortlich.
„Die Mavs haben im Angriff deutlich mehr Waffen als wir“, so Parker nach der Begegnung. „Unser Fokus ist limitiert auf Dirk und Jason Terry, und mit denen kommen wir bisher auch gut zurecht. Aber die anderen Jungs bringen uns um.“
Dallas erbrachte somit den Beweis, dass Basketball noch immer ein Teamsport ist. Fünf Spieler der Mavs wiesen eine zweistellige Punkteausbeute auf, darunterJosh Howard (Foto) mit 28 Zählern am erfolgreichsten (sieben von 14 aus dem Feld, drei von sechs jenseits der Dreierlinie, 11 von 13 Freiwürfen).
„Was Josh unserer Mannschaft gibt, ist nicht ersetzbar“, so Carlisle anschließend über die starke Leistung Howards.
Dirk Nowitzkierwischte derweil einen rabenschwarzen Tag. Der achtfache All-Star wirkte phasenweise komplett verunsichert und schenkte ein ums andere Mal in Bedrängnis und von den Spurs gedoppelt den Ball her. Mit 12 Punkten und nur neun Versuchen aus dem Feld (bei vier Treffern) zeigte der Deutsche offensiv seine schwächste Partie während der Erstrunden-Serie gegen San Antonio. In der Verteidigung konnte er allerdings mit 13 Rebounds voll überzeugen.
„Die anderen Jungs sind heute für Dirk in die Bresche gesprungen“, äußerte sich Jason Kidd über die Leistung seiner Mannschaft. „So wie wir uns die ganze Saison über auf ihn verlassen konnten, konnte er sich heute auf uns verlassen. Ich glaube nicht, dass er jede Nacht 30 Zähler erzielen muss. Wir sehen momentan in dieser Serie, dass wir auch so gewinnen können.“
Dallas hatte es sich währenddessen selbst zuzuschreiben, dass die Partie überhaupt so spannend geriet. Beim Stand von 47:38 im zweiten Viertel vergabJason Terry(zehn Punkte, lediglich drei Treffer bei 17 Versuchen aus dem Feld) einen offenen Fastbreak-Korbleger. San Antonio drehte in der Folge die Partie und ging mit einer 55:51-Führung in die Halbzeitpause.
Nach einem starken dritten Spielabschnitt, den Dallas mit 29:16 dominierte, fanden die Spurs Mitte des vierten Viertels abermals zurück in die Partie. Beim Stande von 87:84 aus Sicht der Mavs war die Begegnung wieder völlig offen.
Doch das Team aus “Big D” präsentierte sich während der finalen Spielminuten nervenstark. Der defensiv auffällige Ryan Hollins(acht Rebounds, drei Blocks) verbuchte zunächst per Slam-Dunk seine einzigen Punkte des Abends, bevor Nowitzki mit einem Korbleger und Howard durch fünf von sechs verwandelten Freiwürfen die Partie zu Gunsten der Mavericks entschieden. Auf der Gegenseite hatten die Spurs ihr Heil in Dreipunktwürfen gesucht, doch mit sieben Fehlwürfen während der letzten drei Minuten der Begegnung nicht gefunden.
Herauszuheben ist auf Seiten der Mavericks die Leistung vonKidd(17 Punkte, sieben Vorlagen, sieben Rebounds). Dallas’ Spielgestalter lenkte die Geschicke seiner Mannschaft derart umsichtig, dass er in 40 Minuten auf dem Parkett keinen einzigen Ballverlust produzierte. Zudem strahlte er zu jeder Zeit der Begegnung eine absolute Ruhe aus und integrierte geschickt alle Mavs-Akteure ins Spiel seiner Mannschaft.
AuchErick Dampierwusste unter den Brettern zu überzeugen. Mit einer Intensität, die man in Dallas lange von ihm vermisst hatte, stürzte sich der Center in jeden Zweikampf und beendete die Partie mit zehn Punkten und sechs Rebounds. Antoine Wright lies sich derweil von seiner Degradierung in die zweite Garde der der Mannschaft nicht irritieren (J.J. Barea, neun Punkte, vier Vorlagen, startete erneut an seiner Stelle), und lieferte mit neun Zählern, darunter zwei ganz wichtige Dreier, eine ansprechende Leistung ab.
Die Mavericks haben nun alle Chancen in der Hand, einer durchwachsenen Saison mit dem Erreichen der zweiten Playoff-Runde endgültig eine positive Wende zu geben.
San Antonio muss sich hingegen etwas einfallen lassen, um die minimale Chance auf ein Weiterkommen zu wahren. Tony Parker und Tim Duncan sind dabei auf die Hilfe ihrer Team-Kameraden angewiesen. Ohne sie wird es nicht reichen.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Was die Dallas Mavericks gestern gegen die San Antonio Spurs ablieferten, wird als eine der besten Defensiv-Leistungen in die Geschichte der Mannschaft aus Texas eingehen.
88:67 hieß es am Ende zu Gunsten der Mavs, in einer Partie, die schnell entschieden war. Dallas trat derartig dominant auf, dass Headcoach Rick Carlisle seine Stars bereits früh für die nächste Begegnung schonen konnte. Mit J.J. Barea (13 Punkte, sieben Assists) stand nur ein Dallas-Akteur länger als 30 Minuten auf dem Parkett.
Dirk Nowitzki, lediglich 26 Minuten im Einsatz, beendete die Partie mit 20 Zählern als Topscorer der Begegnung (starke acht Treffer bei 12 Versuchen aus dem Feld, sieben Rebounds). Somit endete die Serie von zwei Spielen in Folge, in denen der 30-Jährige die 20-Punkte-Marke nicht durchbrechen konnte. Neben dem Deutschen wussten Josh Howard (17 Zähler, acht Rebounds), sowie Jason Terry und Brandon Bass (jeweils zehn Punkte) zu gefallen.
“Das war heute eine großartige Leistung, offensiv wie defensiv. Doch ausschlaggebend war sicherlich unsere Verteidigung”, so Nowitzki, der vor der Partie als “Spieler des Monats April” der Western-Conference ausgezeichnet wurde.
Nach dem ersten Viertel führten die Mavericks bereits mit 27:16 und sollten in der Folge stets zweistellig in Front liegen. Zeitweise betrug der Vorsprung der Mavs 36 Punkte. Lediglich ein 25:13 Schlussviertel San Antonios lies die Niederlage auf dem Papier etwas milder erscheinen.
„Bitte habt ein bisschen Mitleid mit mir“, äußerte sich Gregg Popovich, Headcoach der Spurs, nach der Begegnung zur Klatsche seiner Mannschaft. „Diese Niederlage ist schlimm genug, da will ich mir nicht auch noch die Statistiken ansehen müssen”. Popovich nahm bereits Mitte des dritten (!) Viertels seine komplette Startformation vom Feld.
Tony Parker, in der Vergangenheit das Schreckgespenst der Mannschaft von Besitzer Mark Cuban, wurde in der Verteidigung das erste Mal während der laufenden Saison von den Dallas-Akteuren komplett unter Kontrolle gehalten. Parker, während dem zweiten Aufeinandertreffen beider Teams mit 38 Punkten noch Matchwinner San Antonios, beendete die Partie mit mageren 12 Zählern (fünf von 14 aus dem Feld) - so viele hatte er am vergangenen Dienstag bereits Mitte des ersten Viertels auf seinem Konto. Dennoch war der Franzose mit dieser Ausbeute Topscorer seiner Mannschaft.
Erick Dampier (zwei Punkte, neun Rebounds, drei Blocks) musste seiner Drohung, die er im Vorfeld der Partie geäußert hatte, keine Taten Folgen lassen. Der bullige Center auf Seiten der Mavs hatte versprochen, Parker mit dem ersten Ballbesitz der Begegnung per Foul auf die Bretter schicken zu wollen. Doch das war nicht von Nöten. Dampiers Nebenleute wussten den gegnerischen Spielmacher auch mit fairen Mitteln zu stoppen. Doch die Worte des 2,11-Meter-Kolosses hatten ihre Wirkung auf den Point-Guard anscheinend nicht verfehlt. Im ersten Viertel pflückte Dampier einen Korbleger-Versuch des 26-Jährigen blitzsauber vom Brett. Insgesamt dreimal während der ersten 12 Spielminuten wurde Parker mustergültig von einem Akteur der Mavs geblockt.
Neben dem Finals-MVP von 2007 punktete auf Seiten der Spurs lediglichFabricio Oberto mit zehnPunkten zweistellig (und das zum größten Teil während der „Garbage-Time“, der Phase der Partie, in der bereits alles entschieden ist).
Tim Duncan stellte derweil mit vier Zählern (neben zwei Rebounds) einen persönlichen Negativ-Rekord auf. Nie zuvor gelangen dem Power-Forward in einer Playoff-Begegnung weniger Punkte, ebenso wie San Antonio nie zuvor eine Partie der Endrunde mit weniger Zählern beendete. „Das war ein schreckliches Spiel“, so Duncan anschließend. „Hoffentlich kann ich das nächste Mal meine Mannschaft besser anführen.“
Zur Halbzeit waren die Mavericks beim Stand von 46:30 ebenfalls für einen neuen Rekord verantwortlich, allerdings im positiven Sinne: 30 zugelassene Punkte bedeuten auch statistisch gesehen die beste Verteidigungs-Leistung der Mannschaft zur Halbzeit einer Playoff-Partie.
Dallas führt die „Best-of-Seven“-Serie nun mit 2:1 Siegen an und kann in der Nacht auf Sonntag im vierten Aufeinandertreffen der Texas-Rivalen einen großen Schritt in Richtung Conference-Semi-Finals unternehmen. Jene Mannschaft, die in einer Serie mit 3:1 in Führung geht, kommt statistisch gesehen zu 76 Prozent auch eine Runde weiter.
„Unsere Aufgabe ist es nun, mit der gleichen Intensität ins nächste Spiel zu gehen“, so Carlisle nach der Partie. „Wir haben tollen Einsatz gezeigt und der Sieg war wichtig. Doch das war nur ein Schritt in die richtige Richtung.“
Partie Nummer vier findet ebenfalls im American Airlines Center zu Dallas statt, wo sich die Mavericks während der Saison als wahre Heim-Macht präsentierten (seit dem All-Star-Game mit einer Bilanz von 15:1 Siegen).
Es darf mit Spannung erwartet werden, ob San Antonio auf diese Klatsche eine Antwort findet.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Da war es wieder, das längst überwunden geglaubte zweite Gesicht der Dallas Mavericks.
Nach einerstarken ersten Partiegegen die San Antonio Spurs in Runde eins der Playoffs 2008/2009 setzte es vergangene Nacht eine schmerzhafte84:105-Klatschegegen den Erzrivalen aus Texas, der die Serie somit zum 1:1 ausgleichen konnte.
Die Fans der Mavericks dürften sich mit einem Déja-vu-Erlebnis konfrontiert sehen. Wie so oft in der vergangenen Saison folgte auf eine viel versprechende Vorstellung der Totalabsturz.
Die Mannschaft von Headcoach Rick Carlisle präsentierte sich wie ausgewechselt. Viel zu viele Einzelaktionen resultierten aus einem kaum vorhandenen Zusammenspiel der Dallas-Akteure.
Nach einem schwachen ersten Viertel, das mit 19:30 abgegeben wurde, konnte man vielleicht noch an den Auftaktsieg der Mavs denken, als die Mannschaft ähnlich mühsam in die Begegnung startete. Im zweiten Spielabschnitt, den Dallas mit 27:27 ausgeglichen gestalten konnte, keimte wieder etwas Hoffnung auf. Doch nach der Pause lief dann gar nichts mehr zusammen. Viertel Nummer drei, ansonsten eher Schlüsselabschnitt im positiven Sinne der Mannschaft, wurde mit 17:28 hergeschenkt und die Partie war beim Stand von 63:85 bereits entschieden.
Tony Parker (Foto), im ersten Spiel der Serie noch mit moderaten 24 Zählern von der Dallas-Defense einigermaßen im Zaum gehalten, präsentierte sich während der vergangenen Nacht wieder als absolute Nemesis der Mavericks. Mit 38 Punkten (16 von 22 verwandelten Würfen aus dem Feld) und acht Vorlagen spielte der Franzose praktisch ohne Gegenspieler und agierte im Angriff seiner Mannschaft nach Belieben.
„Ich habe versucht, mit viel Biss zu spielen“, so Parker nach der Partie. „Ein Sieg war für uns heute einfach Pflicht.“
Gregg Popovich, Headcoach San Antonios, konnte es sich sogar erlauben,Tim Duncan(13 Punkte, 11 Rebounds) nur 28 Minuten einzusetzen um ihn bereits für die kommende Begegnung zu schonen.
Vor allem an den Brettern zeigten sich die Spurs deutlich aggressiver als im ersten Spiel und dominierten gegen schwache Gäste die Rebound-Statistik mit 44:28 Abprallern.
Dirk Nowitzkiblieb auf der Gegenseite während der zweiten Partie in Folge unter 20 Zählern. Der Deutsche spielte phasenweise ohne Selbstvertrauen und beendete die Partie mit 14 Punkten und einer ganz schwachen Wurfquote aus dem Feld von lediglich drei Treffern bei 14 Versuchen. Im dritten Viertel verletzte sich der 30-Jährige zu allem Übel auch noch am Daumen und musste mit einem Verband weiterspielen.
Kein Dallas-Akteur vermochte gegen die Spurs-Verteidigung mehr als 20 Punkte zu erzielen. Am erfolgreichsten präsentierte sich noch Jason Terry mit 16 Zählern, wofür er allerdings auch 15 Würfe aus dem Feld benötigte. Von den zuletzt gelobtenJ.J. Barea(fünf Zähler) undBrandon Bass(acht Punkte) war wenig zu sehen,Josh Howard, viel beschworener X-Faktor im Spiel seiner Mannschaft, tauchte mit lediglich sieben erzielten Zählern komplett ab.
Einzig Jason Kidd erreichte mit 14 Zählern, vier Rebounds, fünf Assists und drei Steals annähernd seine Normalform.
Trotz der unterirdischen Leistung ist die Ausgangssituation der Mavericks für die kommenden Partien komfortabel, schließt man eine Wiederholung der heutigen Vorstellung einmal aus. Durch den Auswärtssieg im ersten Spiel der Serie ist Dallas im Besitzt des Heimvorteils, sprich, wenn das Team von Besitzer Mark Cuban seine drei verbleibenden Heimspiele gewinnt, kommt es eine Runde weiter.
Dazu ist allerdings das andere Gesicht der Mannschaft nötig. Sonst sieht es für die Mavs auch im heimischen American Airlines Center düster aus, wo in der Nacht auf Freitag Spiel Nummer drei der Serie steigt.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Diese Devise gibt Dirk Nowitzki vor der zweiten Partie im Erstrunden-Duell der diesjährigen Playoffs zwischen den Mavericks und San Antonio aus.
Nachdem das Team aus „Big D“ die Auftakt-Begegnung beider Mannschaften in der Nacht von Samstag auf Sonntag überraschend mit 105:97 für sich entscheiden konnte, mahnt Nowitzki an, mit dem gewonnenen Heimvorteil sei in der Serie noch nichts entschieden.
„Wir werden den Druck auf San Antonio weiter erhöhen. Den Vorteil, den wir uns durch die erste Partie erarbeitet haben, wollen wir nicht wieder abgeben. Es könnte durchaus möglich sein, dass wir zweimal bei den Spurs gewinnen müssen, um eine Runde weiter zu kommen.“
Rein statistisch gesehen hat Dallas hervorragende Chancen auf den Einzug in die Conference-Semi-Finals. Rund 78 Prozent aller Teams in der Geschichte der NBA, die das Auftakt-Match einer Erstrunden-Serie gewinnen konnten, kamen später auch weiter. Auf der anderen Seite ist San Antonio ein Spezialist darin, Auftaktniederlagen noch in ein Weiterkommen umzuwandeln. Vergangenes Jahr in Runde zwei der Playoffs ging die erste Partie gegen die New Orleans Hornets verloren, die Spurs gewannen die Serie dennoch. Gleiches Bild während der Erstrunden-Serie 2006/2007 gegen die Denver Nuggets. Nach einer Auftaktniederlage im heimischen AT&T-Center entschied San Antonio das Duell noch zu seinen Gunsten.
Doch Dallas muss sich nach der guten Vorstellung vom Wochenende keinesfalls vor dem verhassten Rivalen aus Texas verstecken. Die Mavericks überzeugten durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, sechs Akteure erzielten eine zweistellige Punkteausbeute. Spieler wie J.J. Barea (Foto), Brandon Bass oder Erick Dampier sprangen für die eher mäßig agierenden Nowitzki und Jason Terry in die Bresche und sammelten direkt zu Playoff-Beginn emsig Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gegen San Antonio.
Tim Duncan bereitete der Dallas-Defense zwar einige Schwierigkeiten, doch Dampier bekam den vielleicht besten Power-Forward aller Zeiten im letzten Viertel immer besser in den Griff. Gleiches Bild bei Tony Parker. Nachdem der Franzose in Halbzeit eins noch 13 Punkte und sieben Vorlagen gegen die Mavericks verbuchen konnte, stellte sich vor allem Barea während der zweiten 24 Spielminuten immer besser auf Parker ein und wusste dessen Kreise durchaus zu stören (unter anderem durch die Aufnahme zweier Offensiv-Fouls des Finals-MVP’s von 2007).
Raum zur Verbesserung gibt es für Dallas dagegen in der Verteidigung der gegnerischen Dreierschhützen. Unglaubliche 11 von 14 Würfen versenkten Roger Mason, Michael Finley & Co. von jenseits der Dreipunktlinie. Hier besteht dringender Handlungsbedarf durch Mavs-Headcoach Rick Carlisle, denn normalerweise ist gegen eine derartige Quote kein Spiel zu gewinnen.
Um es auf den Punkt zu bringen: Parker, Duncan und die Dreierschützen bilden die schlagkräftigsten Waffen im Arsenal der Spurs. Zumindest zwei der genannten Faktoren muss Dallas in der Verteidigung einigermaßen in den Griff bekommen, dann stehen die Chancen auf einen weiteren Sieg mehr als gut.
Nowitzki und Terry werden sich sicher nicht von ihrer durchschnittlichen Leistung im Angriff der Mavs während der ersten Partie beeindrucken lassen.
Und falls doch, sind da ja noch Josh Howard, Barea und Bass, die bewiesenermaßen einen Engpass in der Offensive zumindest zeitweise überbrücken zu können.
Durch einen 95:84-Sieg über die Houston Rockets und einer gleichzeitigen 98:105-Niederlage n.V. der New Orleans Hornets bei den San Antonio Spurs beenden die Dallas Mavericks die reguläre Spielzeit 2008/2009 auf dem sechsten Rang der Western-Conference.
In der ersten Runde der diesjährigen Playoffs kommt es nun zum Texas-Duell mit dem verhassten Nachbarn aus San Antonio.
In einer teilweise hart geführten Begegnung zogen die Mavs den gastierenden Rockets im letzten Viertel den Zahn. Nachdem sich das Team von Headcoach Rick Carlisle während des dritten Spielabschnitts zwischenzeitlich mit 14 Punkten im Hintertreffen befand, dominierte Dallas sein Gegenüber in den finalen zwölf Minuten der Partie mit 30:14.
Jason Terry (23 Zähler, Foto) erzielte im vierten Viertel mit 14 Punkten genauso viele Zähler wie die gesamte Mannschaft der Rockets. Auf der Gegenseite gelang Yao Ming (23 Punkte, neun Rebounds) während der letzten 21 Minuten der Partie, durch Brandon Bass (sechs Zähler) hauteng verteidigt, kein einziger Punkt mehr. Der 26 cm kleinere und 27 kg leichtere Bass meldete den Chinesen völlig ab.
„Wir hatten auf einmal große Probleme, den Ball ordentlich zu bewegen“, so Yao nach der Partie. „Ich konnte meine Position im High-Post nicht ordentlich verteidigen, das geht auf meine Kappe.“
Durch einen Sieg hätte Houston die reguläre Saison auf dem zweiten Rang der Western-Conference abgeschlossen und den ersten Division-Titel seit 1994 eingefahren. Mit der Niederlage rutschen die Rockets dagegen auf Platz fünf der Tabelle ab, müssen in der ersten Runde der Playoffs gegen die Portland Trail Blazers antreten und haben dabei nicht einmal den Heimvorteil im Rücken.
Topscorer der Partie war derweil einmal mehr Dirk Nowitzki, der mit 30 Zählern und 15 Rebounds die 25. Partie in Folge mindestens 20 Punkte erzielte - die längste Serie aller NBA-Akteure während der laufenden Saison. Daneben verbuchte Jason Kidd mit 11 Zählern, 12 Vorlagen und zehn Rebounds das 103. Triple-Double seiner Karriere.
Josh Howard, nach seiner Pause gegen die Minnesota Timberwolves wieder ins Team gerückt, erwischte einen schwachen Start und vergab seine ersten sieben Würfe aus dem Feld. Doch während der Aufholjagd im dritten Viertel erzielte der 28-Jährige 13 Punkte und beendete die Partie mit 15 Zählern.
Auf der Gegenseite verbuchten neben Yao lediglich Kyle Lowry mit 15 und Ron Artest mitzehn Zählern eine zweistellige Punktausbeute.
Nach der Begegnung reckte Terry stolz eine Hand mit fünf ausgestreckten Fingern in Richtung des Publikums, während die andere Hand eine Null formte. 50.
Für Dallas war es der 50. Sieg der Saison und die mittlerweile 9. Spielzeit in Folge, die mit mindestens 50 Erfolgen abgeschlossen wurde. In der Geschichte der NBA gelangen erst drei anderen Teams noch längere derartige Serien.
„Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt mehr Selbstvertrauen als die ganze Saison über“, gab sich Nowitzki angriffslustig im Bezug auf die anstehende Erstrunden-Serie mit den Spurs.
„Es ist großartig, mit solch einer Form in die Playoffs einzuziehen“, blies Carlisle nach der Partie ins selbe Horn. „Es garantiert dir zwar gar nichts, aber mit einem Sieg in die Endrunde zu gehen, gibt mir ein gutes Gefühl.“
Derby-Time!
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Heute Nacht steht für die Dallas Mavericks das letzte Spiel der laufenden Saison auf dem Plan - und ein äußerst wichtiges dazu.
Mit einem Sieg über die Houston Rockets und einer gleichzeitigen Niederlage der New Orleans Hornets bei den San Antonio Spurs beendet Dallas die Spielzeit als Tabellen-Sechster der Western-Conference. Falls beide Ereignisse nicht gemeinsam eintreten, bleiben die Mavs auf Rang sieben.
Durch einen 125:112-Sieg der Los Angeles Lakers über die Utah Jazz aus der vergangenen Nacht hat Dallas das Minimalziel der regulären Saison erreicht, in der ersten Runde der Playoffs einem Duell mit der Truppe von Phil Jackson aus dem Weg zu gehen. Der Druck, gegen Houston unbedingt gewinnen zu müssen, hat sich somit in Rauch aufgelöst und das Team kann heute befreit aufspielen.
Noch ist völlig offen, gegen wen die Mannschaft von Headcoach Rick Carlisle in Runde eins der Playoffs antreten muss. Bis Morgen früh entscheidet sich, ob es gegen die Rockets, Denver Nuggets, Portland Trail Blazers oder San Antonio Spurs gehen wird.
Die Chancen auf einen Sieg im Texas-Derby stehen derweil gut. Und das hat drei Gründe. Erstens stellt Dallas eines der heimstärksten Teams der Liga. Seit dem verpatzten Saisonauftakt mit vier Niederlagen in Serie gewannen die Mavericks 31 von 36 Partien im heimischen American Airlines Center - lediglich die Lakers und die Cleveland Cavaliers weisen in diesem Zeitraum eine bessere Heimbilanz auf.
Zweitens wird aller Voraussicht nach Josh Howard (Foto) in die Mannschaft zurückkehren. Der verletzungsgeplagte Forward (Sprunggelenk) wurde beim 96:94-Sieg über die Minnesota Timberwolves im Hinblick auf die anstehenden Playoffs geschont. Mit Howard im Kader präsentierten sich die Mavs zuletzt in allen Bereichen stark verbessert. Der 28-Jährige verleiht der Defensive Stabilität und entlastet vor allem zu Spielbeginn Dirk Nowitzki und Jason Terry im Angriff.
Drittens zeigten die Dallas-Reservisten zuletzt starke Leistungen. 42,6 Punkte pro Partie erzielten die Einwechsel-Spieler während der letzten fünf Begegnungen, mit einer Trefferquote von über 50 Prozent aus dem Feld.
Auf der anderen Seite werden die Rockets hoch motiviert ins Saisonfinale gehen. Das Team von Headcoach Rick Adelman hat die Chance, mit einem Erfolg das erste Mal seit 1994 die Southwest-Division zu gewinnen. Zuletzt zeigte sich Houston äußerst formstark und konnte fünf Siege in Serie bejubeln. Die Bilanz zwischen Rockets und Mavericks geht in der laufenden Saison bisher mit 2:1 Erfolgen an das Team um Yao Ming & Co.
Dallas wird vor eigenem Publikum alles dran setzen, die Serie auszugleichen um mit einem Sieg und gestärktem Selbstvertrauen in die Playoffs zu starten.
0,2 Sekunden vor Ende der Partie rettete Jason Terry (22 Punkte) den Dallas Mavericks per Jump-Shot einen hauchdünnen 96:94-Sieg über die Minnesota Timberwolves. Durch den Erfolg und einer gleichzeitigen Niederlage der New Orleans Hornets bei den Houston Rockets (66:86), hat Dallas ein Spiel vor Ende der regulären Saison wieder gute Karten auf das Erreichen des sechsten Ranges der Western-Conference.
Bei einem Sieg am Mittwoch zuhause gegen Houston und einer Niederlage der Hornets in San Antonio steigt die Mannschaft um einen Platz in der Tabelle nach oben. Gleichzeitig können die Mavs allerdings auch noch um einen Rang auf Platz acht abrutschen, falls die gestern ebenfalls siegreichen Utah Jazz (106:85 vs. Los Angeles Clippers) ihre letzte Partie in Los Angeles gegen die Lakers gewinnen sollten und Dallas gegen die Rockets gleichzeitig patzt.
Brisant dabei: Für L.A. geht es gegen die Jazz um nichts mehr, da sich die Cleveland Cavaliers vergangene Nacht mit einem 117:109-Sieg bei den Indiana Pacers die beste Bilanz der Liga sicherten. Phil Jackson wird also höchstwahrscheinlich einige Spieler schonen. Daneben gibt es Gerüchte, die Lakers könnten gegen Utah extra verlieren, um in der ersten Runde gegen die Mavericks spielen zu dürfen, die der Mannschaft um Superstar Kobe Bryant in der Vergangenheit deutlich weniger Probleme bereitete als die Jazz.
Für Houston geht es in Dallas dagegen um den Titel der Southwest-Division und den damit verbundenen dritten Rang der Western-Conference.
Dass die Mavericks vor dem Saison-Finale noch alle Chancen in der Hand halten, in der ersten Runde der diesjährigen Playoffs den Lakers aus dem Weg zu gehen, verdanken sie neben Terry hauptsächlich Dirk Nowitzki. Mit 34 Punkten und neun Rebounds war der achtfache All-Star bester Akteur auf dem Parkett. Mit acht von 19 verwandelten Würfen aus dem Feld, zwei von drei Dreiern und starken 16 von 17 Versuchen jenseits der Freiwurflinie zeigte sich Nowitzki gegen die Timberwolves äußerst treffsicher.
Musste er auch.
Denn spannender konnte Dallas, das Josh Howard wegen anhaltender Probleme am Sprunggelenk schonte, die Partie nicht gestalten. Jeden Zähler von Nowitzki hatte das Team bitter nötig. Mit 26:18 ging das erste Viertel an die Mavs, und die Zuschauer im American Airlines Center rechneten bereits mit einem lockeren Sieg der Heimmannschaft. Doch Viertel Nummer zwei wurde mit 25:14 komplett verpatzt. Halbzeitstand 40:43. Auch der dritte Spielabschnitt ging mit 31:28 an die Gäste aus Minnesota, bei denen Craig Smith mit 24 Punkten den auffälligsten Akteur stellte. Mike Miller verpasste daneben mit 18 Punkten, zehn Rebounds und neun Assists ein Triple-Double nur hauchdünn.
Im finalen Viertel blies Dallas dann zur Aufholjagd. Mit Erfolg. Kurz vor Abpfiff der Partie, beim Stand von 94:94, schnappte sich Erick Dampier (sechs Punkte, 13 Rebounds) unterm Korb den Ball von Sebastian Telfair (14 Zähler, 12 Vorlagen). Dallas nahm 2,7 Sekunden vor Schluss unverzüglich eine Auszeit. Dann kam der große Augenblick des Jason Terry, der nach Pass von Jason Kidd (sechs Punkte, sechs Rebounds, acht Assists) erst Telfair aussteigen lies um anschließend eiskalt per Sprungwurf aus etwa sechs Metern Korbentfernung zum Endstand zu versenken.
„Ich wusste einfach, dass ich treffen würde“, gab der Matchwinner nach der Partie zu Protokoll. „Das hatte ich im Blut.“
„Die Jungs haben sich nochmal zusammengerissen und registriert, was für sie alles auf dem Spiel stand“, so Mavs-Coach Rick Carlisle über die Schlussphase der Begegnung.
Es war am Ende ein glücklicher Sieg. Ohne Leidenschaft und mit wenig Einsatz präsentierten sich die Mavs, und eine Niederlage gegen Minnesota wäre am Ende durchaus verdient gewesen. Abermals unterschätze Dallas einen auf dem Papier schwächeren Gegner und hätte somit fast die guten Ergebnisse der vergangenen Woche entwertet.
Am Mittwoch zeigt sich im alles entscheidenden Duell mit den Houston Rockets, ob die Mavericks den Schalter noch einmal umlegen können und die reguläre Saison mit einem positiven Ergebnis und einer ordentlichen Platzierung über die Bühne gebracht werden kann.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Nach zuletzt drei überzeugenden Siegen in Serie musste sich das Team aus Texas am Sonntagabend den New Orleans Hornets mit 92:102 geschlagen geben.
Die Taktik aus dem 100:92-Erfolg über die Hornissen zwei Tage zuvor ging für die Mannschaft von Headcoach Rick Carlisle beim abermaligen Aufeinandertreffen beider Teams nicht auf. Während Freitagnacht die Dallas-Defensive Chris Paul schalten und walten lies, dafür aber seine Nebenleute erfolgreich verteidigte, hatte New Orleans’ Point-Guard am Sonntag wieder die volle Unterstützung seiner Mannschafts-Kameraden.
Mit 31 Punkten, 17 Vorlagen und neun Rebounds schrammte der 23-Jährige knapp an seinem siebten Triple-Double der Saison vorbei. Erfolgreichster Abnehmer von Pauls Pässen war dabei David West, der ebenfalls 31 Punkte für sich verbuchen konnte. Im Hinspiel der Mini-Serie zwischen Mavs und Hornets profitierte Dallas noch von einer durchwachsenen Leistung des Power Forwards, der für 20 Punkte 20 Würfe aus dem Feld benötigte. Beim gestrigen Sieg seiner Mannschaft versenkte West dagegen starke 14 von 21 Versuchen aus dem Feld.
Die Mavericks gestalteten das Spiel währenddessen über lange Zeit offen und waren keinesfalls chancenlos. Nachdem das erste Viertel mit 13:22 verschlafen wurde, startete Dallas, angeführt von einem starken Dirk Nowitzki (29 Punkte, 14 Rebounds), im zweiten Spielabschnitt eine Aufholjagd. Zur Halbzeitpause hieß es 44:45 aus Sicht der Mavs. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, 24 mal hieß es Gleichstand, 16 mal wechselte die Führung. Beim Stand von 79:79 ging es in den finalen Spielabschnitt.
Dann jedoch machte Paul ernst. Der beste Spielmacher der Liga punktete während den letzten 12 Minuten der Partie fast nach Belieben und lies die Dallas-Defensive mit 13 Zählern (vier von vier aus dem Feld, fünf von fünf jenseits der Freiwurflinie) in Viertel Nummer vier ein ums andere mal alt aussehen.
“Wir haben alles versucht”, resignierte Carlisle anschließend. “Egal ob gegen Double-, oder Triple-Teams, er fand immer einen Weg entweder selbst zu punkten oder den freien Mann zu finden. Das macht einen wirklich großen Spieler aus.”
Abermals wurde deutlich, warum New Orleans sieben der letzten neun Begegnungen mit den Mavericks für sich entschied. Im Kader der Texaner findet sich weit und breit kein Akteur, der Paul in der Defensive auch nur ansatzweise das Wasser reichen könnte.
“Auf einen Gegner wie Chris Paul musst du deine ganze Verteidigung einstellen”, gab Jason Terry (13 Zähler) nach der Begegnung zu Protokoll. “Man kann seine Punkte oder Vorlagen kaum verhindern. Er ist der Kopf der Schlange. Aber um zu gewinnen, muss man ihn einer seiner beiden Eigenschaften berauben, Passen oder Punkten.”
Den Mavericks gelang keines von beiden.
Neben Nowitzki und Terry zeigten Josh Howard (15 Punkte) und Brandon Bass (13) für Dallas eine auffällige Partie, doch insgesamt bekam der Deutsche im Angriff der Mavs, bei denen nur acht Akteure zum Einsatz kamen, zu wenig Unterstützung von seinen Nebenleuten.
Durch die Niederlage verpasste Dallas den Sprung auf Rang sechs in der Western-Conference und wird bei noch zwei ausstehenden Begegnungen die Hornets von selbigem wohl nicht mehr verdrängen können. Nur wenn die Mavericks ihre letzten beiden Partien der regulären Spielzeit für sich entscheiden (vs. Minnesota, vs. Houston), und New Orleans seinerseits zweimal patzt (@ Houston, @ San Antonio), erobert Dallas den sechsten Tabellenplatz.
Gleichzeitig muss das Team von Besitzer Mark Cuban auch nach hinten schauen, wo die achtplatzierten Utah Jazz, mit lediglich einem Erfolg weniger auf dem Konto, lauern. Die Mannschaft aus Salt Lake City bestreitet seine letzten Begegnungen zuhause gegen die Los Angeles Clippers und auswärts bei den Los Angeles Lakers, und würde mit zwei Siegen und einer gleichzeitigen Pleite der Mavericks noch auf Rang sieben vorrücken.
Dallas hält trotz der heutigen Niederlage noch alle Trümpfe in der Hand, eine stark durchwachsene Saison zumindest auf dem siebten Platz zu beenden um somit den gefürchteten Lakers in Runde eins der Playoffs aus dem Weg zu gehen.
Auf Chris Paul und seine Hornets würden die Mavericks frühestens in den Conference-Semi-Finals treffen. Gott sei Dank.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Rechzeitig zur entscheidenden Phase der regulären Spielzeit zeigen die Dallas Mavericks ihren besten Basketball der Saison. Vergangene Nacht bekamen dies die New Orleans Hornets durch einen überzeugenden 100:92-Sieg zu spüren.
Mit dem Erfolg über den Angstgegner und einer gleichzeitigen Niederlage Utahs in San Antonio (99:105) rücken die Mavs nach acht langen Wochen auf den ersehnten siebten Rang in der Western-Conference vor. Doch es ist noch mehr drin. Das Team von Headcoach Rick Carlisle ist nun im Besitz der gleichen Bilanz wie die Hornets. Beim abermaligen Aufeinandertreffen beider Teams am Sonntag in New Orleans kann Dallas noch einen Platz in der Tabelle gutmachen.
Nach dem dritten überzeugenden Sieg der Mavericks in Folge zeigte sich Dirk Nowitzki (25 Punkte, sieben Rebounds) angriffslustig: „Wirklich starke Teams können öfter als drei Mal in Serie gewinnen. Wir haben jetzt zuhause ziemlich gut gespielt, doch der wirkliche Test wartet auswärts am Sonntag. Das wird die wichtigste Begegnung der Saison.“
Die Texaner haben jetzt alle Trümpfe in der Hand. Gewinnen sie die letzten drei Partien der regulären Spielzeit (Sonntag @ New Orleans, Montag vs. Minnesota, Mittwoch vs. Houston), startet das Team vom sechsten Rang in die Playoffs.
„Wir spielen zurzeit so, als ob die Endrunde für uns in diesem Jahr einfach früher begonnen hätte“, wusste Nowitzki eine Erklärung für den Leistungssprung der Mavericks in den vergangenen Wochen.
Gegen New Orleans avancierte derweil einmal mehr Josh Howard zum Matchwinner im American Airlines Center. Anhaltende Beschwerden am Sprunggelenk konnten den ehemaligen All-Star nicht an 25 Punkten und 11 Rebounds hindern. Howard hat in den vergangenen Partien endlich wieder die Rolle im Team eingenommen, die er während der Spielzeit 2005/2006 so überzeugend ausfüllen konnte: Anführer in der Defensive, effektiver Scorer im Angriff.
„Alle Spieler im Team sind heute aggressiv zu Korb gegangen“, lobte Howard währenddessen seine Teamkameraden. „Jeder hat für sich die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment getroffen.“
Dass es gegen New Orleans nicht zu einem deutlich höheren Sieg kam, hatte Dallas dem eigenen Schlendrian und Chris Paul von der Gegenseite zu verdanken. Nach dem ersten Viertel lagen die Mavs bereits mit 30:17 in Front, zur Halbzeitpause stand es 49:39. Mit Beginn des letzten Spielabschnittes sah Dallas mit einer 77:61-Führung bereits wie der sichere Sieger aus, bevor erwähnter Schlendrian Einzug hielt.
Paul, der die Partie mit 42 Punkten (davon 17 Zähler im Schlussabschnitt), neun Rebounds und sieben Vorlagen beendete, stellte die Verteidigung der Mavs wie so oft in der Vergangenheit vor fast unlösbare Probleme. Per Dreier verkürzte der Point-Guard eine Minute vor Ende der Partie auf 89:93 aus Sicht der Hornissen. Doch im Gegenzug machte Nowitzki alles klar. Der Deutsche zog zielstrebig zum gegnerischen Korb und wurde von James Posey (fünf Punkte) gefoult. Die fälligen Freiwürfe verwandelte Nowitzki standesgemäß sicher und der Widerstand der Hornets war gebrochen.
Für „Dirkules“ war es das 22. Spiel in Folge mit mindestens 20 erzielten Punkten - längste Serie aller Akteure der Liga während der laufenden Spielzeit.
Neben Howard und Nowitzki zeigten Jason Terry (18 Punkte) und Jason Kidd wie gewohnt starke Leistungen für Dallas. Kidd hatte in der Verteidigung zwar wie so oft große Probleme mit seinem Gegenüber Paul, doch überzeugte er dafür selbst in der Offensive. 15 Vorlagen (neben sieben Rebounds) standen am Ende für den 36-Jährigen zu Buche. Seine einzigen drei Punkte der Partie erzielte Kidd per Freiwürfe in den letzten 26 Sekunden der Begegnung.
Brandon Bass (acht Punkte) griff sich derweil 13 Rebounds aus der Luft - eine neue persönliche Karriere-Bestleistung des Power-Forwards. Insgesamt ging das Duell unter den Brettern mit 54:38 Abprallern an die Mavericks (davon 20 in der Offensive).
Auf Seiten der Gäste punktete neben Paul lediglich David West mit 20 Zählern zweistellig. Für New Orleans war es die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Partien. Die Formkurve der Hornets zeigt steil nach unten.
Ganz im Gegensatz zu der von Dallas.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Heute Nacht müssen die Dallas Mavericks ihrem absoluten Angstgegner gegenübertreten.
Lediglich eine der letzten sieben Partien konnten die Texaner gegen New Orleans für sich entscheiden. Doch es besteht berechtigter Grund zur Hoffnung, dass heute trotz der vernichtenden Bilanz gegen die Hornets ein Sieg eingefahren werden kann.
Zum einen spielt Dallas im heimischen American Airlines Center, wo zuletzt 12 von 13 Begegnungen gewonnen wurden. Zum anderen präsentierten sich die Mavs in den vergangenen Partien gegen Utah und Phoenix äußerst formstark. Auf der anderen Seite setzte New Orleans drei der vergangenen vier Partien in den Sand.
Für das Team um Dirk Nowitzki & Co. dürfte der Schlüssel zum Erfolg einmal mehr in einem gesunden Josh Howard liegen. Trotz anhaltender Probleme mit seiner Sprunggelenksverletzung ist der Small-Forward vielleicht in der besten Form der Saison und für Dallas so wertvoll wie seit langem nicht mehr. In der Defensive glänzt er durch Aggressivität und viele Steals, im Angriff entlastet er Nowitzki und Jason Terry enorm.
Hauptgrund für die schlechte Bilanz gegen das Team aus „The Big Easy“ war in den vergangenen Partien immer wieder Jason Kidd. Der 36-jährige Spielgestalter der Mavs hatte seinem Gegenüber Chris Paul meist nichts entgegenzusetzen. Eine Möglichkeit, den besten Point-Guard der Liga heute Nacht zu verteidigen, könnte darin liegen, J.J. Barea auf Paul anzusetzen. Der kleine Puerto Ricaner ist zwar von geringer Körpergröße, doch pfeilschnell auf den Beinen. Komplett lässt sich der Spielmacher der Hornets sicher nicht aus der Partie nehmen. Doch wäre es eine enorme Hilfe, den erfolgreichsten Passgeber und Balldieb der NBA zumindest in seinen Kreisen zu stören.
Die Alternative wäre eine Zonen-Verteidigung, um Paul effektiv am Zug zum Korb zu hindern. Diese Defensiv-Variante hat während vergangenen Partien gegen Mannschaften mit schwächeren Schützen zum Teil gut funktioniert. Doch hatten die Mavs dann des Öfteren Probleme am Rebound, weil sie ihre Gegner beim Ausboxen zu spät ausfindig machen konnten.
Verlassen konnte sich Dallas zuletzt immer auf Nowitzki, der während den vergangenen fünf Partien 56 von 92 Würfen aus dem Feld für eine starke Quote von 60,9 Prozent verwandelte.
Ein weiterer Vorteil auf Seiten der Mannschaft von Rick Carlisle besteht darin, dass Tyson Chandler (Sprunggelenk) und James Posey (Ellbogen) New Orleans verletzungsbedingt fehlen werden. Dafür kann Hornissen-Headcoach Byron Scott wieder auf Peja Stojakovic zurückgreifen, der seine anhaltenden Rückenbeschwerden überwunden hat. Zuletzt zeigte der Serbe mit 24 und 18 Zählern zwei ansprechende Partien.
Bereits am Sonntag kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen der Mannschaften in New Orleans. Dallas muss beide Partien gewinnen, um die Hornets von Rang sechs der Western-Conference zu verdrängen, wodurch ein Erstrunden-Duell in den Playoffs mit den Los Angeles Lakers verhindert werden könnte.
Neuerdings heizt der amtierende All-Star-Game-MVP (zusammen mit Kobe Bryant) Gerüchte an, er könnte in der kommenden Spielzeit für die Dallas Mavericks auf Korbjagd gehen. Auf die Frage von ESPN.com nach seiner Zukunft, antwortete O’Neal geheimnisvoll „ihr wisst wer mich braucht“. Als der Reporter nachhakte, ob er damit die Mavericks meine, gab der Center knapp „genau das werdet ihr schreiben“ zu Protokoll.
In schöner Regelmäßigkeit geisterte in den vergangenen Jahren das Gerücht durch die Gazetten, Dallas-Besitzer Mark Cuban wäre ein an einer Verpflichtung seines langjährigen Kumpels interessiert. Dabei hatten die Mavs jedoch immer auf eine Vertragsauflösung O’Neals bei einem seiner vorherigen Arbeitgeber gehofft, um ihn günstig verpflichten zu können.
„The Big Cactus“, wie sich der 37-Jährige seit seiner Ankunft im Wüstenstaat Arizona vor 15 Monaten nennt, wird 2009/2010 im letzten Jahr seines Mega-Vertrages den Spitzengehaltsatz von 21 Millionen US-Dollar einstreichen.
Zwar zeigte O’Neal während der laufenden Saison für Phoenix durchaus ansprechende Leistungen und zum Teil lieferte er beeindruckende Zahlen ab, die an seine Glanzzeiten erinnern lassen. Doch soviel Geld lässt sich mit seinem Können kaum noch rechtfertigen.
So ruderte Cuban auch direkt zurück, und beschrieb das Verhältnis zu O’Neal als rein freundschaftlich. „Wir reden über alles, außer über Basketball.“
Zudem werden in der Texas-Metropole inzwischen Stimmen laut, die trotz des eher enttäuschenden Saisonverlaufs davon sprechen, den Kern des Teams um Dirk Nowitzki, Jason Kidd, Jason Terry und dem zuletzt so starken Josh Howard zusammen zu halten. Kidd wird bereits heftig von anderen Vereinen umworben, macht jedoch immer wieder deutlich, seinen auslaufenden Vertrag in Dallas verlängern zu wollen.
Nowitzki, dessen Vertrag bei den Mavericks noch eine Spielzeit gültig ist, soll ebenfalls gehalten werden. Auf die Frage eines deutschen Reporters an Cuban nach dem Utah-Spiel, ob in Betracht gezogen würde, den Deutschen per Trade abzugeben, antwortete der exzentrische Milliardär eindeutig „bevor ich ‘auf Wiedersehen’ zu Dirk sage, sagt er ‘auf Wiedersehen’ zu uns.
Über die mögliche Verpflichtung O’Neals gab sich Cuban derweil weniger aussagekräftig. „Ich sage niemals nie, denn in dieser verrückten Liga kann alles passieren. Jedoch ließe sich das über jeden Spieler der NBA behaupten.“
Also alles nur Show des selbsternannten „Supermans“? Will er durch die Aussage seinen Abgang von den Phoenix Suns provozieren? Oder sieht er sich nur gerne im Mittelpunkt des medialen Interesses, wie so oft während seiner bewegten Karriere? O’Neal wäre nicht O’Neal, wenn es mal eine Woche nichts über ihn zu berichten gäbe.