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Vorschau: Dallas Mavericks gegen New Orleans Hornets

Freitag, 10. April 2009

Heute Nacht müssen die Dallas Mavericks ihrem absoluten Angstgegner gegenübertreten.

Lediglich eine der letzten sieben Partien konnten die Texaner gegen New Orleans für sich entscheiden. Doch es besteht berechtigter Grund zur Hoffnung, dass heute trotz der vernichtenden Bilanz gegen die Hornets ein Sieg eingefahren werden kann.

Zum einen spielt Dallas im heimischen American Airlines Center, wo zuletzt 12 von 13 Begegnungen gewonnen wurden. Zum anderen präsentierten sich die Mavs in den vergangenen Partien gegen Utah und Phoenix äußerst formstark. Auf der anderen Seite setzte New Orleans drei der vergangenen vier Partien in den Sand.

Für das Team um Dirk Nowitzki & Co. dürfte der Schlüssel zum Erfolg einmal mehr in einem gesunden Josh Howard liegen. Trotz anhaltender Probleme mit seiner Sprunggelenksverletzung ist der Small-Forward vielleicht in der besten Form der Saison und für Dallas so wertvoll wie seit langem nicht mehr. In der Defensive glänzt er durch Aggressivität und viele Steals, im Angriff entlastet er Nowitzki und Jason Terry enorm.

Hauptgrund für die schlechte Bilanz gegen das Team aus „The Big Easy“ war in den vergangenen Partien immer wieder Jason Kidd. Der 36-jährige Spielgestalter der Mavs hatte seinem Gegenüber Chris Paul meist nichts entgegenzusetzen. Eine Möglichkeit, den besten Point-Guard der Liga heute Nacht zu verteidigen, könnte darin liegen, J.J. Barea auf Paul anzusetzen. Der kleine Puerto Ricaner ist zwar von geringer Körpergröße, doch pfeilschnell auf den Beinen. Komplett lässt sich der Spielmacher der Hornets sicher nicht aus der Partie nehmen. Doch wäre es eine enorme Hilfe, den erfolgreichsten Passgeber und Balldieb der NBA zumindest in seinen Kreisen zu stören.

Die Alternative wäre eine Zonen-Verteidigung, um Paul effektiv am Zug zum Korb zu hindern. Diese Defensiv-Variante hat während vergangenen Partien gegen Mannschaften mit schwächeren Schützen zum Teil gut funktioniert.  Doch hatten die Mavs dann des Öfteren Probleme am Rebound, weil sie ihre Gegner beim Ausboxen zu spät ausfindig machen konnten.

Verlassen konnte sich Dallas zuletzt immer auf Nowitzki, der während den vergangenen fünf Partien 56 von 92 Würfen aus dem Feld für eine starke Quote von 60,9 Prozent verwandelte.

Ein weiterer Vorteil auf Seiten der Mannschaft von Rick Carlisle besteht darin, dass Tyson Chandler (Sprunggelenk) und James Posey (Ellbogen) New Orleans verletzungsbedingt fehlen werden. Dafür kann Hornissen-Headcoach Byron Scott wieder auf Peja Stojakovic zurückgreifen, der seine anhaltenden Rückenbeschwerden überwunden hat. Zuletzt zeigte der Serbe mit 24 und 18 Zählern zwei ansprechende Partien.

Bereits am Sonntag kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen der Mannschaften in New Orleans. Dallas muss beide Partien gewinnen, um die Hornets von Rang sechs der Western-Conference zu verdrängen, wodurch ein Erstrunden-Duell in den Playoffs mit den Los Angeles Lakers verhindert werden könnte.

Sie haben es selbst in der Hand.

Shaquille O’Neal zu den Dallas Mavericks?

Donnerstag, 9. April 2009

Shaquille O’Neal ist ein Meister im Umgang mit den Medien. 

Shaquille O'NealNeuerdings heizt der amtierende All-Star-Game-MVP (zusammen mit Kobe Bryant) Gerüchte an, er könnte in der kommenden Spielzeit für die Dallas Mavericks auf Korbjagd gehen. Auf die Frage von ESPN.com nach seiner Zukunft, antwortete O’Neal geheimnisvoll „ihr wisst wer mich braucht“. Als der Reporter nachhakte, ob er damit die Mavericks meine, gab der Center knapp „genau das werdet ihr schreiben“ zu Protokoll.

In schöner Regelmäßigkeit geisterte in den vergangenen Jahren das Gerücht durch die Gazetten, Dallas-Besitzer Mark Cuban wäre ein an einer Verpflichtung seines langjährigen Kumpels interessiert. Dabei hatten die Mavs jedoch immer auf eine Vertragsauflösung O’Neals bei einem seiner vorherigen Arbeitgeber gehofft, um ihn günstig verpflichten zu können.

„The Big Cactus“, wie sich der 37-Jährige seit seiner Ankunft im Wüstenstaat Arizona vor 15 Monaten nennt, wird 2009/2010 im letzten Jahr seines Mega-Vertrages den Spitzengehaltsatz von 21 Millionen US-Dollar einstreichen.

Zwar zeigte O’Neal während der laufenden Saison für Phoenix durchaus ansprechende Leistungen und zum Teil lieferte er beeindruckende Zahlen ab, die an seine Glanzzeiten erinnern lassen. Doch soviel Geld lässt sich mit seinem Können kaum noch rechtfertigen.

So ruderte Cuban auch direkt zurück, und beschrieb das Verhältnis zu O’Neal als rein freundschaftlich. „Wir reden über alles, außer über Basketball.“

Zudem werden in der Texas-Metropole inzwischen Stimmen laut, die trotz des eher enttäuschenden Saisonverlaufs davon sprechen, den Kern des Teams um Dirk Nowitzki, Jason Kidd, Jason Terry und dem zuletzt so starken Josh Howard zusammen zu halten. Kidd wird bereits heftig von anderen Vereinen umworben, macht jedoch immer wieder deutlich, seinen auslaufenden Vertrag in Dallas verlängern zu wollen.

Nowitzki, dessen Vertrag bei den Mavericks noch eine Spielzeit gültig ist, soll ebenfalls gehalten werden. Auf die Frage eines deutschen Reporters an Cuban nach dem Utah-Spiel, ob in Betracht gezogen würde, den Deutschen per Trade abzugeben, antwortete der exzentrische Milliardär eindeutig „bevor ich ‘auf Wiedersehen’ zu Dirk sage, sagt er ‘auf Wiedersehen’ zu uns.

Über die mögliche Verpflichtung O’Neals gab sich Cuban derweil weniger aussagekräftig. „Ich sage niemals nie, denn in dieser verrückten Liga kann alles passieren. Jedoch ließe sich das über jeden Spieler der NBA behaupten.“

Also alles nur Show des selbsternannten „Supermans“? Will er durch die Aussage seinen Abgang von den Phoenix Suns provozieren? Oder sieht er sich nur gerne im Mittelpunkt des medialen Interesses, wie so oft während seiner bewegten Karriere? O’Neal wäre nicht O’Neal, wenn es mal eine Woche nichts über ihn zu berichten gäbe.

Dallas Mavericks gegen Utah Jazz 130:101

Donnerstag, 9. April 2009

„Jetzt haben wir unser eigenes Schicksal in der Hand.“

Rick Carlisle, ansonsten eher als reservierter Zeitgenosse bekannt, konnte mit seiner Freude kaum hinterm Berg halten: „Was für eine Nacht.“

Mit 130:101 prügelten die Mavericks die gegnerischen Utah Jazz förmlich aus der Halle und verbuchten somit den letzten nötigen Erfolg, der den Texanern nun auch auf dem Papier eine Playoff-Teilnahme zusichert. Daneben hat Dallas jetzt die allerbesten Karten, während den restlichen vier Partien der regulären Spielzeit noch ein oder zwei Plätze in der Tabelle der Western-Conference gutzumachen.

Angeführt von einem starken Dirk Nowitzki (31 Punkte, sieben Rebounds) ließen die Mavs ihren Gegnern aus Salt Lake City von Anfang an keine Chance. Jedes Viertel entschied Dallas für sich, nach dem ersten Spielabschnitt stand es bereits 28:17.

„Es ist äußerst ungewöhnlich, wenn man während einer Partie jedes Viertel abgibt“, zeigte sich Utahs Coach Jerry Sloan nach der Begegnung frustriert. „Sie haben uns das ganze Spiel über beherrscht.“

Josh Howard, der zuletzt so oft den Unterschied für die Mavs ausmachte, konnte trotz seiner Sprunggelenksverletzung spielen. Und wie. Neben 13 Punkten und acht Rebounds erzielte der bissige Small-Forward einen persönlichen Karriere-Rekord von sieben Steals. Dallas klaute den Jazz insgesammt 16 Mal den Ball - neue Saison-Bestmarke. Ende des ersten Viertels kassierte Howard einen Schlag von Utahs Ronnie Brewer (16 Punkte) ins Gesicht und musste mit einer Platzwunde vom Feld. Doch das hielt den 28-Jährigen nicht davon ab,  später wieder ins Spielgeschehen einzugreifen.

„Solange mir meine Augäpfel nicht herausfallen oder ich nicht halb tot bin, spiele ich weiter“, so Howard nach der Partie.

An diesem Abend zeigte jeder der neun eingesetzten Mavs-Akteure eine engagierte Leistung, doch Howard war ganz deutlich der emotionale Führer auf dem Parkett. „Sein Auge war in der zweiten Halbzeit fast komplett zugeschwollen, doch er hat uns weiter gepusht“, so ein beeindruckter Carlisle anschließend.

Nowitzki benötigte für seine 31 Punkte lediglich 18 Würfe aus dem Feld. Der 30-Jährige baute somit seine Serie auf 21 Spiele in Folge mit mindestens 20 erzielten Zählern aus. Als die Jazz im dritten Viertel gefährlich nahe auf neun Punkte an Dallas herankamen, erzielte der Deutsche 12 Zähler in Serie.

Jason Terry führte die starke Bank der Mavericks mit 21 Punkten an und versenkte in den letzten 35 Sekunden des ersten Viertels zwei aufeinander folgende Dreier - Utah zeigte sich daraufhin früh demoralisiert. Insgesamt erzielten die Dallas-Ersatzspieler 63 Zähler - ein herausragender Wert.

J.J. Barea setzte seinen Höheflug aus den vergangenen Wochen fort und beendete die Partie mit 18 Punkten und neun Vorlagen (Saison-Rekord). Auffällig: Jeder Spieler der Mavs zeigte in der Defensive vollen Einsatz. Aggressiv wurden Passwege zugemacht und sich nach jedem Ball gehechtet. „Aus meiner Sicht war heute entscheidend, dass wir Utah in der Verteidigung wirklich stoppen konnten“, so Barea nach der Begegnung. „Wenn wir dazu in der Lage sind, präsentieren wir uns als komplett anderes Team.“

Dazu trugen auch Erick Dampier mit zehn Zählern und zehn Rebounds sowie James Singleton mit elf Punkten und sechs Abprallern bei. Jason Kidd zeigte sich mit fünf Zählern, zehn Vorlangen und sechs Rebounds gewohnt vielseitig. Utah hatte in Deron Williams mit 18 Punkten und 12 Assists seinen stärksten Akteur.  

Dallas hat nun die gleiche Bilanz wie die siebtplatzierten Jazz, bei noch vier ausstehenden Partien. Weil New Orleans auf Rang sechs liegend gestern eine Niederlage einstecken musste (100:105 zuhause gegen Phoenix), beträgt der Abstand zwischen Dallas und den Hornets nur eine Partie. Da die Mavericks noch zweimal gegen New Orleans antreten müssen, ist nun sogar Platz sechs der Tabelle in unmittelbarer Reichweite.

Restprogramm der Konkurrenten:

Dallas: vs. New Orleans, @ New Orleans, vs. Minnesota, vs. Houston Utah: @ San Antonio, vs. Golden State, vs. L.A. Clippers, @ L.A. Lakers New Orleans: @ Dallas, vs. Dallas, @ Houston, @ San Antonio

Dallas hat demzufolge den einfachsten Spielplan der drei Teams.

„Das war der größte Sieg der Saison für uns“, gab sich Terry währenddessen euphorisch. „Jetzt wissen wir, dass wir in den Playoffs sind. Mit welcher Platzierung wir die Spielzeit abschließen werden, liegt jetzt an uns. Wir werden unsere Chancen nutzen.“

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Vorschau: Dallas Mavericks gegen Utah Jazz

Mittwoch, 8. April 2009

Für die Dallas Mavericks steht heute Nacht eine Schlüsselpartie auf dem Programm.

Die Utah Jazz kommen in die Stadt, um sich mit den Texanern im American Airlines Center ein Duell um Rang sieben der Western-Conference zu liefern. Utah ist momentan im Besitz dieser begehrten Platzierung, die in Runde eins der Playoffs ein Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers verhindern würde.

Auch wenn Dallas heute Nacht das Team aus Salt Lake City bezwingen sollte, die Mavs würden trotz gleicher Anzahl an Siegen und Niederlagen nicht an den Jazz vorbeiziehen. Die direkte Bilanz wäre dann nämlich mit 2:2 ebenfalls ausgeglichen, und als drittes Kriterium zählen die Erfolge innerhalb der eigenen Conference. Und da hat Utah noch die Nase vorn.

Die Chancen der Mavs, im restlichen Verlauf der regulären Spielzeit noch einen Rang gutzumachen, würden mit einem Sieg jedoch sprunghaft steigen, da anschließend noch vier Partien zu absolvieren sind.

Utah zeigte sich in den vergangenen Spielen derweil unkonstant. Nach drei Niederlagen in Folge konnten jedoch am Sonntag überraschend die Hornets in New Orleans mit 108:94 bezwungen werden - der erste Auswärtserfolg der Jazz über eine Mannschaft im Westen mit positiver Bilanz während der laufenden Spielzeit.

Verzichten muss die Truppe von Headcoach Jerry Sloan gegen Dallas eventuell auf C.J. Miles, der sich gegen die Hornets einen Finger auskugelte. „Es hat sich angefühlt, als ob jemand mit einem Hammer auf meine Hand eingedroschen hätte“, so Miles anschließend. Für den sprunggewaltigen Forward würde aller Voraussicht nach Andrei Kirilenko in die erste Fünf rücken.

Mavs-Coach Rick Carlisle zeigt sich indessen von Utah beeindruckt. „Sie sind ein unglaublich starkes Team und zum ersten Mal während dieser Saison auch komplett verletzungsfrei, wenn man von Miles absieht. Dadurch sind sie beim Rebound noch stärker und müssen sich kaum auf ihre Würfe aus der Mitteldistanz verlassen. Und Deron Williams ist natürlich ein überragender Spieler.“

Für Dallas dürfte es auf der Gegenseite von größter Bedeutung sein, Josh Howard einigermaßen fit aufs Parkett zu bekommen. Mit dem verletzungsgeplagten Forward (Sprunggelenk) im Einsatz zeigte das Team zuletzt ein völlig anderes Gesicht. Daneben wird es wahrscheinlich spielentscheidend sein, ob Jason Kidd mit Williams endlich einen jungen und schnellen Point-Guard von Format in der Defensive in den Griff bekommt.

Dirk Nowitzki hat währenddessen ganz gemischte Gefühle, wenn er an die Begegnungen mit Utah zurückdenkt. Während den letzten beiden Partien in Salt Lake City wurde der achtfache All-Star zweimal wegen eines unsportlichen Fouls des Feldes verwiesen.

„Aus irgendeinem  Grund gerät Dirk gegen die Jazz immer in Turbulenzen“, so Team-Kollege Jason Terry scherzhaft. „Aber wir werden auf ihn aufpassen.“

„Er ist viel zu klein, um mich zu beschützen“, antwortete der Deutsche mit einem Schmunzeln im Gesicht. „Er könnte gar nichts ausrichten.“

Gut, dass Dallas heute Nacht zuhause spielt, wo Nowitzki den Jazz im letzten Aufeinandertreffen (115:108) 39 Punkte einschenkte.

Eine Wiederholung wäre aus Sicht der Mavericks-Fans sicherlich sehr willkommen.

Nowitzki vs. Kirilenko:

Phoenix @ Dallas 116:140

Montag, 6. April 2009

Die Dallas Mavericks können endlich für die Playoffs planen.

Mit 140:116 wurden Sonntagabend die Suns aus Phoenix demontiert. Für die Texaner war es der lang ersehnte Befreiungsschlag nach einer Saison voller Höhen und Tiefen und die fällige Wiedergutmachung für eine peinliche 102:107-Niederlage in Memphis.

Dallas hat nun einen komfortablen, vier Spiele umfassenden Vorsprung auf die neuntplatzierten Suns. Zudem sind die Mavs im Besitz des Tiebreakers, da drei von vier Partien  aus der regulären Spielzeit gegen die Mannschaft aus der Pacific-Division gewonnen wurden. Dies bedeutet, dass Dallas die restlichen fünf Saisonspiele verlieren müsste um noch aus den Playoff-Rängen zu rutschen. Phoenix hätte gleichzeitig fünf Mal in Folge zu gewinnen.

„Wir müssen immer noch ein Spiel gewinnen, um die Qualifikation zu erreichen“, trat Headcoach Rick Carlisle nach der Partie erst einmal auf die Euphoriebremse. „Dennoch, wir haben ein äußerst gefährliches Team und werden alles daran setzen, in der Tabelle noch ein Stück nach oben zu klettern.“

Das direkte Duell der Kontrahenten geriet im ausverkauften American Airlines Center derweil zum Schaulaufen der Mavericks vor ihren begeisterten Anhängern. Während Phoenix das erste Viertel mit 33:39 noch relativ ausgeglichen gestalten konnte, dominierten die Mavs Abschnitt zwei mit 42:26 und lagen zum Halbzeitpfiff mit 81:59 in Front - Saisonrekord für die meisten Punkte in einer Halbzeit.

Der Ausgang der Partie war in der Folge nur noch Formsache. Doch die Begegnung bot weiteren Raum für Rekorde. Jason Kidd erzielte in lediglich drei Vierteln auf dem Parkett neben 19 Punkten überragende 20 Assists (Saison-Bestmarke und Vereins-Rekord) und verdrängte somit Magic Johnson vom dritten Rang der ewigen Vorlagen-Statistik der NBA.

1. John Stockton: 15.806 Assists
2. Mark Jackson: 10.334 Assists
3. Jason Kidd: 10.148 Assists
4. Magic Johnson: 10.141 Assists
5. Oscar Robertson: 9.887 Assists 

Kidd verbuchte daneben mit 16 Assists in einer Halbzeit einen weiteren clubinternen Meilenstein.

34 Vorlagen und 15 verwandelte Dreier bedeuten zudem ebenfalls interne Rekorde für die laufende Spielzeit der Mavericks.

Insgesamt punkteten bei Dallas sieben Spieler zweistellig - noch eine Saison-Bestmarke. Angeführt wurden die Mavs-Akteure dabei einmal mehr von Dirk Nowitzki, der 28 Punkte erzielte und starke zehn von zwölf Würfen aus dem Feld verwandelte (in lediglich 29 Minuten Einsatzzeit). Für den Deutschen war es bereits die 20. Partie in Folge mit mindestens 20 erzielten Punkten - aktuell die längste Serie der NBA.

Unterstützung bekam Nowitzki von Rückkehrer Josh Howard (24 Punkte), Jason Terry (18), Brandon Bass (14), J.J. Barea (12, für Antoine Wright in der Startformation) und James Singleton (zehn). Howard sorgte auch für das Highlight der an spektakulären Szenen reichen Partie, als er mit der Schlusssirene des zweiten Viertels einen Wurf tief aus der eigenen Hälfte verwandelte. An diesem Abend lief einfach alles für Dallas. Sogar der 3000-US-Dollar-Wurf eines Fans von der Mittellinie in der Halbzeitpause fand sein Ziel.

„Wir waren immer davon überzeugt, dass wir mit allen Spielern an Bord über eine gute Truppe verfügen“, so Nowitzki nach der Begegnung. „Leider hatten wir immer wieder mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen, aber das ist Teil dieses Spiels. Wenn sich Josh weiterhin in dieser Form präsentiert und auch die anderen Jungs fit bleiben, sind wir als Mannschaft schwer zu schlagen.“

Wie treffsicher sich der Vizemeister der Saison 2005/2006 gegen das Team aus Arizona präsentierte, belegen folgende Statistiken: 60 % Trefferquote aus dem Feld, 60 % Trefferquote von der Dreierlinie und 92 % Trefferquote von der Freiwurflinie - außergewöhnlich. Phoenix hatte dem nichts entgegenzusetzen.

Auf Seiten der chancenlosen Suns spielten Grant Hill mit 23, sowie Leandro Barbosa mit 24 Zählern am auffälligsten. Für Phoenix beendeten ebenfalls sieben Akteure die Partie mit einer zweistelligen Punktausbeute.

Dallas hat nun die Möglichkeit, in der Tabelle doch noch den ersehnten Sprung auf den siebten Rang zu vollziehen. Die abschließenden fünf Partien der Saison bestreitet das Team zuhause gegen Utah, New Orleans, Minnesota und Houston, daneben auswärts abermals gegen New Orleans.

Vor allem das Duell gegen die siebtplatzierten Jazz am kommenden Mittwoch dürfte zum vorgezogenen Endspiel um Rang sieben avancieren. Damit würde Dallas in der ersten Runde der Playoffs ein Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers verhindern.

„Ich habe unseren Jungs vor dem Spiel gesagt, dass es in dieser Liga kein anderes Team gibt, das einen ähnlichen Saisonverlauf erlebt hat wie wir“, so Coach Carlisle. „Die Höhen und Tiefen, die Erfolgsserien, die großen Siege und die harten Niederlagen. All das bereitet dich auf eine Partie wie die heutige vor. Wenn jeder mit voller Konzentration und Energie bei der Sache ist, es fällt mir schwer die richtigen Worte zu finden, aber dann können magische Dinge passieren. Wir schauen, dass wir weiter auf dieser Welle reiten.“

An Selbstvertrauen dürfte es den Dallas Mavericks für die kommenden Aufgaben nicht mangeln.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas @ Memphis 102:107

Samstag, 4. April 2009

Es ist das alte Spiel, das die Dallas Mavericks in der laufenden Saison mit ihren Fans treiben.

Nach zuletzt zwei Siegen und der damit verbundenen Hoffnung, die Saison wenigstens einigermaßen ordentlich über die Bühne zu bringen, kassierten die Mavs vergangene Nacht eine peinliche 102:107-Pleite gegen die Memphis Grizzlies.

Doppelt bitter: Da gleichzeitig die Rivalen der Texaner, Utah gegen die Timberwolves (102:103), Houston in Los Angeles (81:93) und New Orleans gegen Golden State (103:111) patzten, wurde leichfertig die Chance auf eine bessere Platzierung in der Western-Conference vergeben.

Und jetzt könnte sogar das Erreichen der Playoffs noch einmal ernsthaft in Gefahr geraten. Phoenix, das seine Partie gegen die Sacramento Kings mit 139:111 gewinnen konnte, verkürzte den Abstand von Rang neun zu den achtplatzierten Mavericks auf drei Partien. Am Sonntag kommt es zum direkten Duell der Kontrahenten im American Airlines Center - eine Begegnung mit Endspielcharakter.

Gegen Memphis zeigte Dallas wie schon so oft in dieser Saison, dass es dem Team schwer fällt, einen vermeintlich unterlegenen Gegner ernst zu nehmen. „Da kannst du sagen was du willst“, so ein frustrierter Antoine Wright (fünf Punkte) nach der Partie. „Im Vorfeld haben wir viel von einer besseren Platzierung in der Tabelle gesprochen. Wenn Du dann gegen die Grizzlies so auftrittst, waren das nichts mehr als leere Worte.“

Auch das verletzungsbedingte Fehlen von Josh Howard (Sprunggelenk), der zuletzt stark aufspielte, darf nicht als Entschuldigung für die Niederlage herhalten. Memphis erzielte in der ersten Halbzeit 61 Punkte, beendete die Partie mit einer Trefferquote von 53,8 Prozent und stellte fünf Spieler, die zweistellig punkteten. „Unentschuldbar“, so Wright. „Dafür haben wir alle die Verantwortung zu übernehmen.“

Auch Dirk Nowitzki konnte mit 35 Punkten und neun Rebounds die Schwächen in der Defensive nicht ausgleichen. Neben dem All-Star punkteten auf Seiten der Mavericks Erick Dampier (zehn), J.J. Barea (zehn), Brandon Bass (zehn) und Jason Terry (16) zweistellig. Jason Kidd beendete die Partie mit neun Punkten und zehn Assists. Bei den Grizzlies agierten Rudy Gay mit 27 Zählern neben zehn Rebounds sowie Mike Conley mit 25 Punkten am stärksten.

Hauptgrund für die wackelige Defensive und die damit verbundene Niederlage der Mavs war einmal mehr das schwache Reboundverhalten. Mit 45:32 dominierte Memphis diese Statistik. Drei Minuten vor Ende der Partie, bei einem ausgeglichenen Spielstand, war für Dallas noch alles drin. Doch abermals verfiel die Mannschaft in ein altes Verhaltensmuster, mit dem kein Spiel zu gewinnen ist. Sechs der letzten acht Dallas-Würfe waren Dreier - nur einer davon fand sein Ziel.

Im Gegenzug zeigten die jungen Grizzlies den erfahrenen Mavericks, wie ein Spiel in der Schlussphase entschieden wird. Mit aggressivem Zug zum Korb und den damit verbundenen Freiwürfen.

„Wir hatten hier die Möglichkeit auf einen Sieg“, gab sich Dampier anschließend frustriert. „Doch wir haben sie leichtfertig vergeben. Man darf in dieser Liga kein Team unterschätzen.“

„Eine ganz schmerzvolle Niederlage“, assistierte Nowitzki. „Mit oder ohne Josh, wir müssen einen Weg finden, solche Spiele zu gewinnen.“

Da Howards Einsatz gegen Phoenix noch fraglich ist, und er nach eigenen Aussagen auch für die Playoffs nicht zu hundert Prozent fit sein wird, wäre am Sonntag ein guter Zeitpunkt, direkt damit anzufangen.

Zusammenfassung der Partie:

Miami @ Dallas 96:98

Donnerstag, 2. April 2009

Diese Partie versprühte Playoff-Atmosphäre.

In einer hart umkämpften, teils ruppig geführten Begegnung behielten die Dallas Mavericks am Ende die Oberhand und besiegten die Miami Heat mit 98:96.

22 Mal wechselte die Führung, neun Mal war das Spiel ausgeglichen. Die Spielentscheidende Szene trug sich 2,3 Sekunden vor dem Schlusspfiff zu, als Josh Howard (20 Punkte, acht Rebounds) beim Stand von 97:96 ein Offensiv-Foul von Rookie Mario Chalmers (18 Zähler) aufnahm.

„Er hat mich auf seine rechte Seite gelockt, doch ich bin einfach stehen geblieben und habe meine Position verteidigt“, äußerte sich Howard zu der Szene. „Chalmers hat mich über den Haufen gerannt und ich bekam den Foulpfiff.“

Miami foulte im Gegenzug Jason Terry (13 Punkte), der einen von zwei Freiwürfen verwandeln konnte. Dwyane Wade (23 Punkte, sechs Assists) kam in der letzten Sekunde der Partie, von Jason Kidd (drei Punkte, 11 Assists) hauteng verteidigt, nicht mehr rechtzeitig zum Abschluss und verfehlte seinen Wurf zudem.

„Wir haben heute als Mannschaft großartig verteidigt“, so Matchwinner Howard nach der Partie. „Alle Spieler auf dem Parkett haben gut kommuniziert und jeder hat heute mit einer Menge Energie gespielt.“ Allen voran der Foward selbst, der im zweiten Spiel nach seiner Zwangspause wegen einer Sprunggelenksverletzung den Unterschied ausmachte.

Howard verbuchte zwei seiner drei Steals in den letzten sechs Minuten der Partie, als die Mavericks einen 87:91-Rückstand  wettmachen konnten. Dallas bekam vor allem Wade, Topscorer der Liga, während der Schlussphase immer besser in den Griff.

„Wir haben einen Weg gefunden, ihn zu stoppen“, so Mavs-Headcoach Rick Carlisle anschließend. „Und das war auch nötig. Am Ende waren es Courage und Einsatz, denen wir diesen Sieg zu verdanken haben.“

Courage und Einsatz, beides nicht unbedingt Eigenschaften, mit denen man üblicherweise die Mavericks in Verbindung bringt. Doch Howard sorgte neben seiner Entlastung im Angriff vor allem für den nötigen Biss in der Defensive, um so eine Partie zu gewinnen.

Fleißigster Punktesammler auf dem Parkett war derweil Dirk Nowitzki, der die Partie mit 30 Zählern beendete. Neben dem Deutschen, Howard und Terry punktete Brandon Bass für Dallas mit zehn Zählern zweistellig. Auf Seiten Miamis spielten außer Wade und Chalmers Michael Beasley mit 17, Jermaine O’Neal mit 12 und Daequan Cook mit 13 Punkten auffällig.

Für die Mavericks war es bereits der zehnte Sieg in Folge über Miami bei einer Begegnung aus der regulären Saison. Nach den NBA-Finals der Saison 2005/2006 hatte Wade seinen ersten Auftritt in Texas, da er die Partien aus den vergangenen beiden Spielzeit verletzt aussetzen musste.

Über die Rückkehr zu der Stätte seines größten Triumphes meinte der Goldmedaillen-Gewinner von Peking nur lapidar: “Ich dachte vor der Partie, die Mavericks-Fans würden mich etwas lauter ausbuhen.”

Da vergangene Nacht auch die Phoenix Suns ihr Heimspiel gegen die Houston Rockets mit 114:109 gewinnen konnten, beträgt der Abstand zwischen Dallas auf Rang acht und dem Team aus Arizona auf Platz neun weiterhin vier Siege. Doch bei lediglich sieben ausstehenden Partien dürften die Mavericks so langsam für die Playoffs planen.

Zum direkten Duell der beiden Kontrahenten kommt es am Sonntag, wenn Dallas im heimischen American Airlines Center die Suns empfängt. Zuvor müssen die Texaner am Freitag noch bei den Memphis Grizzlies antreten.

Gelegenheit also, in dieser Woche alles klar zu machen.

Zusammenfassung der Partie:

Dallas @ Minnesota 108:88

Mittwoch, 1. April 2009

„Ein komplett anderes Team.”

So beschrieb James Singleton (11 Punkte, sieben Rebounds) die Mavericks nach ihrem deutlichen 108:88-Sieg über Minnesota mit Josh Howard (14 Punkte, sechs Rebounds) zurück in der ersten Fünf.

Howard musste zuvor wegen einer Sprunggelenksverletzung 11 Partien pausieren, von denen Dallas fünfmal als Verlierer vom Platz ging. Gegen die Timberwolves lieferte er vergangene Nacht  in 22 Minuten auf dem Parkett ein starkes Comeback ab.

„Ein großartiger Sieg“, so der Forward anschließend. „Ich bin einfach raus gegangen und habe die Dinge umgesetzt, von denen ich weiß, wie sie funktionieren.“

Headcoach Rick Carlisle blies ins gleiche Horn: „Von den zwei oder drei Situationen, in denen Josh nach einer Verletzung zurück ins Team kam, hat die Mannschaft immer extrem profitiert. Es war fast wie ein spiritueller Effekt für uns.”

Neben der Rückkehr des 28-Jährigen kam Dallas zugute, dass Jason Terry (21 Punkte) endlich wieder von seinem geliebten Platz auf der Bank ins Spiel kommen konnte. In den vergangenen Partien musste „Jet“ stets in der ersten Fünf aushelfen, weil diese über zuwenig Feuerkraft im Angriff verfügte. Mit Howard zurück in der Startformation kann sich Terry wieder auf seine äußerst effektive Rolle als sechster Mann konzentrieren.

„In einer optimalen Lage sind wir dann, wenn wir Terry als zusätzlichen Antreiber von der Bank aus in eine Partie schicken können“, so Carlisle nach der Begegnung.

Bester Mann auf dem Platz war einmal mehr Dirk Nowitzki mit 23 Punkten und 12 Rebounds. Für den Deutschen war es bereits das 17. Spiel in Folge, in dem er mindestens 20 Punkte erzielte - aktuell die längste Serie unter allen Akteuren der NBA.

Neben Nowitzki, Terry und Howard wusste Jason Kidd mit acht Punkten und 13 Assists zu überzeugen. Auf Seiten der Timberwolves präsentierten sich Rookie Kevin Love mit 23 Punkten und 12 Rebounds, sowie Mike Miller mit 15 Zählern und acht Abprallern am auffälligsten.

„Wir haben in den vergangenen Tagen ein paar harte Niederlagen wegstecken müssen“, gab Nowitzki nach der Partie zu Protokoll. „Diesen Sieg heute haben wir definitiv gebraucht.”

Nachdem Dallas das erste Viertel mit 36:21 für sich entschied, kam Minnesota in der folgenden Spielzeit nie näher als auf zehn Punkte an die Texaner heran. Schon früh ging es lediglich um die Höhe des Erfolges.

Für die Mavericks war es nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Cleveland und Denver der 44. Saisonsieg bei 30 Niederlagen. Der Abstand auf die neuntplatzierten Suns aus Phoenix beträgt bei acht ausstehenden Saisonspielen nun vier Partien.

Heute Nacht geht es für Dallas direkt weiter im Programm, dann gastieren die verhassten Miami Heat im heimischen American Airlines Center. Donnerstag wird sich dann zeigen, wie gut Howards Sprunggelenk zwei aufeinander folgende Partien verkraftet hat.

„Wir werden alle den Atem anhalten und hoffen, dass er in Ordnung ist“, so Carlisle.

Dallas @ Indiana 94:92

Samstag, 21. März 2009

Spielstand: 92:92. Noch 19 Sekunden zu spielen, Ballbesitz Dallas. Jeder im Conseco Fieldhouse wusste, was geschehen würde. Die Uhr tickt herunter, der Ball kommt zu Dirk Nowitzki an der rechten Ecke der gegnerischen Freiwurflinie.

Der Deutsche lässt weitere Sekunden verstreichen. Ein schnelles Dribbling zum Korb, ein Schritt zurück, Wurf. 1,1 Sekunden vor Schluss, Treffer. 94:92-Endstand. Sieg für die Mavericks.

„Ich habe versucht, möglichst viel Zeit von der Uhr zu nehmen“, so Nowitzki nach der Partie. „Ich konnte mir etwas Platz verschaffen und war glücklicherweise in der Lage, meinen Wurf zu versenken.“

Mit 23 Punkten war der Forward Topscorer der Partie.

Der spielentscheidenden Szene war eine äußert eng geführte Partie vorausgegangen, die von den Defensivreihen beider Teams bestimmt wurde. Jason Terry (17 Punkte) rückte zu Beginn der Begegnung für J.J. Barea (sieben Punkte, sechs Assists) in die erste Fünf der Mavs.

„Ich wollte ihm heute viele Minuten zusammen mit Jason Kidd (zehn Punkte, neun Rebounds, fünf Assists) auf dem Spielfeld geben“, begründete Coach Rick Carlisle seinen Schachzug. „Gegen Atlanta hatte er Probleme mit seinem Wurf, ich wollte ihn heute direkt von Beginn an in unser Spiel integrieren.”

Wie gegen die Hawks zeigte Dallas abermals von Außen keine gute Partie. Lediglich 42,2 % der Würfe aus dem Feld konnten die Mavs verwandeln. Doch die Verteidigung machte dieses Manko wieder wett und zwang Indiana zu einer noch schwächeren Wurfquote von 40,5% aus dem Feld. Dies schlug sich auch auf Danny Granger nieder, stärksten Akteur der Pacers. Zwar erzielte der Forward 18 Punkte (neben 11 Rebounds), doch benötigte er dafür 26 Würfe.

Zur Halbzeit waren die Mavericks mit 51:46 leicht in Front, jedoch gelang es den Texanern gelang zu keinem Zeitpunkt der Partie, sich abzusetzen. 11 mal wechselte die Führung, 12 mal war das Spiel ausgeglichen. Zwei Minuten war Schluss lag Dallas mit 87:89 im Hintertreffen. Doch erst verwandelte Nowitzki einen Turnaround-Jumpshot, bevor Terry eiskalt einen Dreipunkt-Wurf zur 92:89-Führung einstreute. Im Gegenzug versenkte T.J. Ford (11 Punkte) einen Verzweiflungsdreier, und die Partie war abermals ausgeglichen.

Dann kam Nowitzkis großer Auftritt. „Er ist der Mann, mit dessen Spiel wir leben oder sterben“, gab Carlisle anschließend martialisch zu Protokoll.

Für Dallas war es erst der fünfte Sieg in den letzten 15 Begegnungen bei den Pacers und lediglich der dritte Erfolg aus den vergangenen 11 Auswärtspartien. Nun hat das Team fünf Tage Zeit, sich zu erholen und eventuell den einen oder anderen verletzen Spieler zurück zu gewinnen. Erick Dampier setzte gegen Indiana bereits die zweite Partie in Folge mit einem geschwollenen Knie aus, fühlt sich aber in der Lage, am Mittwoch gegen Golden State wieder aufzulaufen. 

Ungewiss ist hingegen die Situation um Josh Howard (Sprunggelenk) und Jerry Stackhouse (Fuß). Stackhouse hätte bereits vor einer Woche wieder mit dem Team trainieren sollen,  sein Comeback wurde jedoch abermals verschoben. Howard soll in den nächsten Tagen mit dem Aufbautraining beginnen, doch wann er seine Mannschaft auf dem Parkett unterstützen kann, ist noch ungewiss.

In der Tabelle der Western-Conference hat sich derweil nichts geändert, da die Rivalen der Mavericks ihre Partien ebenfalls gewinnen konnten. New Orleans besiegte Memphis mit 96:84, Houston kam zu einem 107:88-Erfolg  über Minnesota. Utah bezwang Oklahoma City mit 101:94, und Denver konnte Washington mit 116:105 auf Distanz halten. Lediglich für San Antonio setzte es eine 77:80-Pleite gegen den Meister aus Boston.

Zusammenfassung der Partie:

Dallas @ Atlanta 87:95

Freitag, 20. März 2009

Personell stark gebeutelt und ohne Fortune von der Dreierlinie musste sich Dallas den Hawks in Atlanta mit 87:95 geschlagen geben.

Neben Josh Howard (Sprunggelenk) fehlte den Mavericks vergangene Nacht auch Erick Dampier mit einem geschwollenen Knie. Dazu mussten die Texaner ab dem Ende des zweiten Viertels auf Coach Rick Carlisle verzichten, der nach zwei technischen Fouls der Halle verwiesen wurde.

Hinzu kam, dass Jason Terry mit lediglich acht Punkten (drei von 13 aus dem Feld, einer von neun Dreier-Versuchen) eine ganz schwache Vorstellung ablieferte. Auch Dirk Nowitzki konnte mit 23 Punkten und 12 Rebounds die Niederlage nicht verhindern.

Dabei waren gegen Atlanta nicht mangelnder Einsatz oder schlechtes Rebounding Ursachen für die Niederlage. Dallas dominierte vor allem in der Offensive die Bretter und entschied diese Statistik mit 16:8 für sich. Auch in der Verteidigung schnappten sich die Mavericks mit 33:30 mehr Abpraller als der Gegner. Nein, für die Pleite verantwortlich waren die schlechte Wurfauswahl und die Trefferquote von Außen.

Dallas verwandelte gegen die Hawks lediglich sechs von 31 Dreipunkt-Würfen (19,4%). Im letzten Viertel waren es gar null von zehn. Unverständlich, warum die Mavericks nicht versuchten, öfter zum Korb zu gehen um damit  auch mehr Freiwürfe zugesprochen zu bekommen. In der ersten Halbzeit standen die Akteure von Dallas nicht ein einziges Mal an der Linie. Aus diesem Grund fing sich Carlisle auch seine Verbannung ein, als er lautstark mit den Offiziellen über ein nicht gegebenes Foul an Nowitzki debattierte.

„Ich glaube, Dirk wurde gehalten und geschubst“, so Carlisle nach der Partie. „Ich habe immer wieder auf ein Foul hingewiesen. Als ich mich direkt zum Schiedsrichter umgedreht habe, wurde ich rausgeschmissen.“

Nach dem ersten Viertel lagen die Mavs noch mit 29:23 in Führung, bevor das Team aus der Southwest-Division in Spielabschnitt zwei völlig einbrach und mit einem 45:56-Rückstand in die Halbzeit ging.

„Unser Start in die Partie war wirklich ansprechend“, analysierte Jason Kidd (acht Punkte, sechs Assists, acht Rebounds) das Spielgeschehen, „Im zweiten Viertel lief für uns dann leider nicht mehr viel zusammen. Wir haben gegen die Hawks zwar phasenweise gut verteidigt, doch durch die schlechte Dreierquote kamen wir einfach zu selten zu Punkten.“

Ein Lichtblick für Dallas war Ryan Hollins, der Dampier auf der Center-Position mit 13 Punkten (Karriere-Bestmarke) und sieben Rebounds (Karriere-Bestmarke eingestellt) mehr als ordentlich vertrat. Daneben zeigte Antoine Wright mit 16 Punkten eine solide Partie für die Mavericks. Auf Seiten der Hawks, die die Saison zum ersten mal seit 1999 mit einer positiven Bilanz abschließen werden, spielten Joe Johnson (24 Punkte) und Ronald Murray (19) am stärksten.

Für das Team von Mark Cuban wird es jetzt so langsam eng. Der Vorsprung auf die neuntplatzierten Suns beträgt nur noch dreieinhalb Spiele, wobei Phoenix auch noch über das einfachere Restprogramm verfügt.

Heute Nacht geht es für Dallas direkt weiter nach Indiana zu den Pacers. Dort droht bereits die vierte Auswärts-Niederlage in Folge.

Zusammenfassung der Partie:

Mavericks Konkurrenz siegt geschlossen

Donnerstag, 19. März 2009

Obwohl Dallas spielfrei hatte, war es keine gute Nacht für die Mavericks.

Die gesamte Konkurrenz im Kampf um die Plätze drei bis acht der Western-Conference konnte ihre Spiele gewinnen - zum Teil äußerst knapp und mit viel Glück.

Denver konnte einen Zehn-Punkte-Rückstand im letzten Viertel der Partie gegen Memphis noch drehen und war am Ende mit 111:109 siegreich. Houston setzt sich erst nach zwei Verlängerungen mit 106:101 gegen die stark ersatzgeschwächten Pistons durch, während New Orleans die Timberwolves ganz knapp mit 94:93 besiegen konnten.

Daneben kam Portland zu einem 95:85-Erfolg bei den Pacers und Phoenix setzte sich in einem Offensiv-Spektakel mit 126:116 gegen Philadelphia durch. Somit verkürzen die Suns auf Rang neun liegend den Abstand zu den achtplatzierten Mavs auf vier Siege.

Die Texaner haben es derweil heute Nacht selbst in der Hand, wieder Boden gut zu machen. Allerdings wartet eine ganz schwere Aufgabe auf Dallas. Es geht nach Atlanta gegen die Hawks, die aktuell mit sechs Siegen in Folge neben Cleveland das heißeste Team der Liga stellen.

Die Mavericks müssen dabei weiterhin auf Josh Howard verzichten, dessen Sprunggelenks-Verletzung ihm schwer zu schaffen macht. Erst hieß es, der Small-Forward wäre spätestens in zwei Wochen wieder einsatzfähig, zur Not auch mit Kortison-Spritzen. Doch mittlerweile scheint sogar ein Ausfall für die komplette reguläre Spielzeit möglich. Dies könnte auch den Tauschwert Howards stark beeinträchtigen, falls sich die Mavericks im Sommer von dem 28-Jährigen per Trade trennen wollen.

Zwar ist die Bilanz der Mavs ohne Howard in den letzten Partien mit vier Siegen bei zwei Niederlagen ordentlich, doch ein gutes Abschneiden in der Tabelle der Western-Conference kann ohne eine zuverlässige dritte Scoring-Option im Angriff neben Dirk Nowitzki und Jason Terry kaum erreicht werden.

Nach der Partie in Atlanta geht es für Dallas zunächst zu den Pacers nach Indiana, bevor die Mavericks im heimischen American Airlines Center die Warriors und die Nuggets empfangen. Um das Saisonziel von 50 Siegen erreichen zu können, müssen die Texaner neun ihrer letzten 14 Partien gewinnen. Eine gute Gelegenheit also, gegen die Hawks direkt damit zu beginnen. 

Detroit @ Dallas 101:103

Mittwoch, 18. März 2009

Am Ende stand ein Sieg, das war das Wichtigste.

Gegen eine Mannschaft aus Detroit, die ohne drei ihrer besten Spieler auskommen musste (Allen Iverson, Rücken, Richard Hamilton, Leiste, Rasheed Wallace, Wade), konnten die Mavericks am Ende knapp mit 103:101 gewinnen.

Ein äußerst wichtiger Sieg im Kampf um eine bessere Playoff-Platzierung für die Endrunde im April.

Abgesehen von einem starken Dirk Nowitzki (30 Punkte) war es das aber auch schon mit den erfreulichen Dingen.

Dallas verschleppte die Probleme aus den Niederlagen in Golden State und Los Angeles mit in die Partie gegen die Pistons. Und das ist hauptsächlich die Rebound-Arbeit. Mit 43:33 entschied Detroit die Abpraller-Statistik für sich, die Bilanz bei den Offensiv-Rebounds sogar mit 17:4. Entscheidend dabei: Die Pistons kamen gegen Dallas zu 27 Punkten aus zweiten Wurf-Chancen. Ein Wert, mit dem normalerweise keine Partie zu gewinnen ist. Daneben dominierte Detroit das Spiel unter dem Korb mit 44 erzielten Punkten - bei lediglich 24 Zählern der Mavericks.

Dallas-Coach Rick Carlisle sah als Ursache für die Schwäche seiner Mannschaft unter den Brettern die häufig verwendete und zuletzt auch recht effektive Zonen-Verteidigung. Hierbei müssten die Verteidiger zu lange nach ihrem Gegenspieler suchen, um diesen erfolgreich auszuboxen - im Gegensatz zu einer Mann-Verteidigung.

„Wir müssen einfach versuchen, gemeinsam und als Team besser zu rebounden“, so Carlisle nach der Partie. „Fünf Spieler müssen dies mit größter Entschlossenheit erledigen, vor allem, wenn wir mit unserer kleinen Aufstellung spielen.“

Das wird auch höchste Zeit, denn in den letzten drei Begegnungen pflückten sich die gegnerischen Teams im Schnitt 9,5 Rebounds mehr als die Mavericks.

Dennoch dominierte Dallas die Partie über weite Strecken. Zur Halbzeit hatten sich die Mavs einen 54:45-Vorsprung herausgespielt, nach dem dritten Viertel stand es sogar 80:65. Doch im letzten Spielabschnitt verkürzten die Pistons (vor allem durch 12 Punkte aus Offensiv-Rebounds) den Rückstand auf 93:98. Nowitzki und Jason Terry (18 Punkte) stellten den Sieg letzendlich in den letzten 15 Sekunden durch fünf von sechs verwandelten Freiwürfen sicher.

„So etwas passiert nun mal in dieser Liga“, gab der Deutsche nach dem Erfolg zu Protokoll. „Wir nehmen den Sieg wie er kommt, da dürfen wir nicht wählerisch sein.“

Sollten die Mavericks jedoch ernsthaft versuchen, das ausgerufene Ziel von 11 Siegen bei 14 ausstehenden Partien zu erreichen, ist eine deutliche Leistungssteigerung unter den Brettern angesagt.

Immerhin bestreitet Dallas acht der letzten Partien im heimischen American Airlines Center, wo das Team seit dem All-Star-Wochenende ungeschlagen ist.

Zusammenfassung der Partie:

Randnotizen: Dallas muss voraussichtlich mindestens bis Ende nächster Woche auf Josh Howard verzichten (Sprunggelenk). +++ Neben Nowitzki und Terry spielte Erick Dampier mit 16 Punkten und 13 Rebounds stark. +++ Detroit hatte in Tayshaun Prince mit 28 Punkten seinen auffälligsten Akteur. +++ Die Akteure der Mavericks trugen zu Ehren des St. Patrick Days ihre grünen Alternativ-Trikots. ++ Das American Airlines Center war bereits zum 309. mal in Folge ausverkauft - aktueller NBA-Rekord.

Dallas @ Golden State 110:119

Samstag, 14. März 2009

Die Berg- und Talfahrt der Dallas Mavericks geht in die nächste Runde.

Nachdem zuletzt Phoenix und Portland auswärts besiegt wurden, setzte es beim alten Angstgegner aus Golden State vergangene Nacht eine 110:119-Niederlage. Die Chance, sich in der Tabelle der Western-Conference höher zu platzieren, wurde somit leichtfertig vertan.

„Wenn Du die ganze Saison über mit solchen Leistungsschwankungen auftrittst, hast Du keine bessere Platzierung als Rang acht verdient“, gab sich Dirk Nowitzki nach der Partie enttäuscht.

Der Deutsche konnte mit 27 Punkten und neun Rebounds die Niederlage nicht verhindern. Jason Kidd verbuchte sogar ein Triple-Double (21 Punkte, 11 Assists, 10 Rebounds) gegen das Team um Ex-Mavericks-Coach Don Nelson.

Doch die Offensive war an diesem Abend nicht das Problem. In der Verteidigung sah es zeitweise ganz düster aus. Golden State, eine der rebound-schwächsten Mannschaften der Liga, dominierte die Texaner ist dieser Kategorie mit 59:50. Daneben kamen die Warriors zu 28 Punkten aus zweiten Wurfchancen. Ein Wert, mit dem kaum eine Partie zu gewinnen ist.

„Unser Fehler lag heute Nacht darin, dass wir in der Verteidigung nicht die nötigen Rebounds geholt haben“, blies Mavs-Coach Rick Carlisle ins gleiche Horn.

Die Verletzungen von Josh Howard (Knöchel), Devean George (Knie) und Jerry Stackhouse (Fuß) dürfen nicht als Entschuldigung für die Niederlage herhalten. Denn bei Golden State fehlten mit Corey Maggette (Nebenhöhlen-Entzündung) und Andris Biedrins (im ersten Viertel mit einer Knöchelverletzung raus) ebenfalls zwei Leistungsträger.

Ihre stärksten Akteure hatten die Warriors in Stephen Jackson (31 Punkte, zehn Vorlange, sieben Rebounds) und Monta Ellis (29 Zähler, 11 Abpraller), der sich erst kurz vor der Partie nach den Spätfolgen seiner Fußverletzung fit meldete. Bei Dallas spielte neben Nowitzki und Kidd Jason Terry (20 Punkte) und James Singleton (11 Zähler, 11 Rebounds) auffällig.

Nachdem die Mavericks das erste Viertel noch mit 31:29 für sich entscheiden konnten, ging Golden State mit einer 60:54-Führung in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel kämpfte sich Dallas durch ein Dreipunkt-Spiel Nowitzkis noch einmal auf 74:77 heran, bevor die Warriors einen 9:0-Lauf einleiteten.

Beim Stande von 84:91 mussten die Mavs jede Hoffnung auf einen Sieg begraben, als Golden State zweimal in Folge nach einem Offensiv-Rebound per Dreier punktete.

„Es ist ein ganz deutlichen Zeichen von mangelnder Qualität, wenn Du Spiele wie heute gegen weniger erfolgreiche Teams nicht gewinnen kannst“, analysierte Nowitzki die Leistung seiner Mannschaft treffend.

Durch gleichzeitige Siege Houstons (91:86 @ Charlotte), New Orleans (95:86 @ Milwaukee) und Portlands (109:100 vs. New Jersey) muss Dallas somit einen deutlichen Rückschlag im Kampf um eine bessere Platzierung für die erste Runde der diesjährigen Playoffs hinnehmen.

Der vier Spiele umfassende Auswärtstrip endet am Sonntag mit der Partie bei den Los Angeles Lakers. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Mavericks ihre Reise mit einer Bilanz von zwei Siegen bei zwei Niederlagen abschließen werden.

Dallas @ Portland 93:89

Donnerstag, 12. März 2009

12 Partien in Folge hatte Portland im heimischen Rose Garden zuletzt gewonnen.

Dann kam Dallas. Mit 93:89 entschieden die Mavericks die Partie zu ihren Gunsten und gewannen somit auch die dritte und letzte Begegnung gegen die Trail Blazers in der laufenden Saison. Die Texaner finden sich zwar noch auf Rang acht der Western-Conference wieder, jedoch haben die dritt platzierten Houston Rockets lediglich eine Niederlage weniger auf dem Konto. Dies zeigt, wie eng es derzeitig im „Wilden Westen“ der NBA zugeht.

Vergangenen Nacht waren einmal mehr Dirk Nowitzki (29 Punkte, zehn Rebounds) und Jason Terry (24 Zähler) die Garanten für den Sieg der Mavericks.

Nur einen Tag nach dem 122:117-Erfolg über die Phoenix Suns bewies Dallas in der Endphase der Partie die besseren Nerven. Nachdem die Mavs über weite Teile der zweiten Halbzeit in Führung lagen, kämpfte sich Portland drei Minuten vor Schluss  durch Travis Outlaw (20 Zähler) wieder auf 84:86 heran.

Im Gegenzug verwandelte Nowitzki einen ganz schweren Wurf über LaMarcus Aldridge (23 Punkte, 11 Rebounds) bevor Outlaw wieder verkürzen konnte. Im nächsten Angriff der Mavericks wurde Terry zunächst geblockt, doch der Ball landete abermals bei Nowitzki. Dirk für Drei - 17 Sekunden vor Schluss - 91:86. Die Partie war somit entschieden.

„Dirk hat ganz schwere Würfe verwandelt“, lobte Brandon Roy (22 Punkte) von der Gegenseite den Deutschen. „Er hat die Bälle einfach Richtung Korb geworfen und sie fanden irgendwie Ihr Ziel.

Der Schlüssel zum Sieg der Mavericks lag neben Nowitzkis Heldentaten in der Verteidigung. Portland hatte große Probleme, konstant gegen die Zone von Dallas zu punkten. Die Trail Blazers konnten lediglich 41% ihrer Würfe aus dem Feld verwandeln, in der ersten Halbzeit waren es sogar nur 35%.

„Ihre Zone hat uns ein wenig aus der Bahn geworfen“, so Roy. „Wir haben einfach keine Wege zum Korb gefunden.“

Auf Seiten der Mavericks verpasste Jason Kidd mit sieben Punkten, zehn Rebounds und zehn Assists nur knapp ein Tripple-Double. J.J. Barea, abermals für den verletzten Josh Howard (Knöchel) in der ersten Fünf, beendete die Partie mit acht Zählern und fünf Abprallern. Erick Dampier zeigte mit zwölf Punkten und neun Rebounds ebenfalls eine ansprechende Leistung.

Terry gab sich währenddessen hochzufrieden. „Dieser Sieg ist für unser Selbstvertrauen ganz wichtig“, so der Anwärter auf den diesjährigen „Sixth-Man-Award“. „Die Leute haben uns schon das ganze Jahr über abgeschrieben. Aber uns gefällt, wo wir gerade stehen. Es fühlt sich wie eine neue Saison an, der Westen spielt im Moment verrückt.“

Gute Nachrichten gibt es unterdessen auch vom langzeitverletzten Jerry Stackhouse (Fuß). Der Shooting-Guard geht davon aus, in den nächsten Tagen wieder mit der Mannschaft trainieren zu können.

Für Dallas geht es Freitagnacht zu den Golden State Warriors. Dort kann der dritte Auswärtssieg in Folge eingefahren werden um in der Tabelle weiter Druck auf die Plätze drei bis sieben auszuüben.

Dallas @ Phoenix 122:117

Mittwoch, 11. März 2009

Im Fußball werden solche Partien als „Sechs-Punkte-Spiele“ bezeichnet.

Durch einen 122:117-Sieg über Phoenix festigte Dallas vergangene Nacht den achten Tabellenplatz in der Western-Conference. Der Abstand zu den neunt platzierten Suns wurde somit auf fünf Siege vergrößert.

Angeführt von einem ganz starken Dirk Nowitzki (34 Punkte, 13 Rebounds) gelang Dallas der erste Auswärtssieg bei einem Team aus dem Westen mit positiver Bilanz seit Weihnachten.

„Jetzt sind wir die Jäger“, gab Jason Kidd (12 Punkte, acht Rebounds) nach der Partie zu Protokoll. “Wir schauen nach vorne, nicht hinter uns. Wir wollen in der Tabelle so weit wie möglich nach oben.“

Bis zur Halbzeit entwickelte sich in Phoenix eine offene Partie. Die Suns gingen mit einer knappen 62:58-Führung in die Pause. Doch das dritte Viertel sollte für Dallas die Wende bringen. Coach Rick Carlisle fand laut Jason Terry (25 Punkte) in der Kabine die richtigen Worte. „Er sagte einfach, ihr seid das bessere Teams, also spielt auch so.“

Und das taten sie. Durch einen 18:4-Lauf zogen die Mavericks auf 82:74 davon. Mit 34:25 wurde das dritte Viertel zu Dallas Gunsten entschieden. Allein Nowitzki erzielte 15 Punkte in diesem Spielabschnitt.

„Dirk hat großartig gespielt, er war nicht zu stoppen“, zeigte sich Steve Nash (23 Zähler, 13 Assists) von der Gegenseite voll des Lobes über seinen alten Freund.

Drei Minuten vor Ende der Partie waren es Kidd und Nowitzki, die für die Entscheidung sorgten. Der Deutsche, von zwei Gegenspielern gedoppelt, passte den Ball gleich zweimal auf den freistehenden Kidd, der beide Male eiskalt von der Dreierlinie versenken konnte. Beim Stand von 112:99 war die Partie so gut wie entschieden.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung der Mavericks sind J.J. Barea und Ryan Hollins hervorzuheben. Barea rückte für den verletzten Josh Howard in die erste Fünf und beendete die Begegnung mit 16 Punkten. Hollins, in den vergangenen Spielen kaum zum Einsatz gekommen, musste früh für Erick Dampier (vier Punkte, fünf Rebounds) in die Partie, da dieser mit Foulproblemen zu kämpfen hatte. Und er erledigte seinen Job mit Bravour. In 14 Minuten auf dem Feld erzielte der Center neben sechs Punkte vier Rebounds und verteidigte Shaquille O’Neal (21 Punkte, acht Rebounds) äußerst effektiv. Shaq konnte Hollins auch mit einem Ellenbogen-Schlag ins Gesicht nicht verunsichern, wofür Dallas ein Offensiv-Foul zugesprochen bekam.

„Auf diese Chance habe ich lange gewartet“, zeigte sich Hollins nach der Partie euphorisch. „Ich spiele sehr gerne gegen körperlich überlegene Center. Gegen Shaq habe ich einfach versucht, meine Position zwischen Korb und ihm zu halten.“

Für Dallas war es der erste Auswärtserfolg seit dem 2. Februar in Orlando. Mit weiteren Siegen in fremder Halle in den kommenden Partien (in Portland, Golden State und bei den Lakers) können die Mavericks in der Tabelle weiter Boden gut machen. Die Suns müssen sich hingegen so langsam mit dem Gedanken an einen frühen Sommerurlaub anfreunden.

Zusammenfassung der Partie: