Artikel-Schlagworte: „Josh Howard“

Washington @ Dallas 103:119

Sonntag, 8. März 2009

Das Erfolgsrezept war altbekannt und simpel.

Dirk Nowitzki und Jason Terry trugen die Dallas Mavericks fast im Alleingang zu einem 119:103-Sieg über die Washington Wizards. Das Duo erzielte dabei 67 Punkte (Nowitzki 34, daneben neun Rebounds und eine Saison-Bestleistung von sieben Assitst, Terry 33 Zähler, Saison-Bestleistung) im heimischen American Airlines Center.

In Abwesenheit des verletzten Josh Howards (Knöchel), der den kommenden Auswärts-Trip von vier Partien zu verpassen droht, ging der Plan gegen eines der schlechtesten Teams der Liga auf. Ob Nowitzki und Terry aber in jedem Spiel und auch gegen deutlich stärkere Mannschaften die komplette Last in der Offensive schultern können, darf bezweifelt werden.

Dem widersprach Terry nach der Partie. „Ich sehe das nicht so. Das ist schließlich unser Job. Dirk und ich sind dazu in der Lage, wir haben keine Angst vor der Verantwortung. In meinen Augen ist es nicht verrückt, wenn Dirk und ich jede Nacht 25 Würfe nehmen würden.“

Zumindest sind die Mavericks mit dieser Taktik mehr als leicht auszurechnen.

Gegen die Wizards  entwickelte sich bis zur Halbzeit eine offene Partie (51:51), bevor sich Dallas im dritten Viertel auf 81:71 absetzen konnte. Im letzten Spielabschnitt wurde der Vorsprung schnell weiter ausgebaut. Doch die Wizards kamen noch einmal auf 97:105 heran. Angeführt von Terry, der einem 14:6-Lauf acht Punkte beisteuerte, wurde der Sieg letztendlich ungefährdet unter Dach und Fach gebracht.

Neben Terry und Nowitzki punkteten bei Dallas lediglich Antoine Wright (16) und Brandon Bass (13) zweistellig. Jason Kidd wusste daneben mit 11 Vorlagen zu überzeugen. Washington hatte in Antawn Jamison (24 Punkte, 11 Rebounds) und Caron Butler (20 Zähler) seine stärksten Akteure.

Ohne Howard könnte es in den kommenden Auswärtspartien gegen Phoenix, Portland, Golden State und die Lakers vor allem in den Anfangsphasen zu Problemen kommen. Howard ist zu Beginn einer Partie die Option Nummer eins im Angriff der Mavericks. Er war stets in der Lage, bereits im ersten Viertel zweistellig zu punkten, bevor dann Terry eingewechselt wurde. Gegen Washington startete für Howard Devean George (sechs Punkte), der wenn überhaupt für seine Defense bekannt ist. Es wird sich also zeigen, wie Dallas gegen einen stärkeren Gegner zu seinen Punkten kommt.

Von Nowitzki und Terry können nicht jede Nacht 67 Zähler erwartet werden.

Zusammenfassung der Partie:

Dallas @ New Orleans 88:104

Freitag, 6. März 2009

Am Ende ging Dallas der Saft aus.

Nach sieben Partien in zehn Tagen, inklusive vier in den letzten fünf, hatten die Mavericks den New Orleans Hornets ab Halbzeit zwei nichts mehr entgegenzusetzen und gaben die Partie am Ende deutlich mit 88:104 ab. Bis zur Pause konnten die Texaner das Duell gegen den Rivalen aus der Western-Conference offen gestalten. Zu Beginn des Dritten Viertels ging Dallas sogar durch einen Dreier von Dirk Nowitzki (27 Punkte) mit 51:46 in Führung.

Dann übernahm Chris Paul (27 Punkte, 15 Assists) die Partie.

Mit drei schnellen Alley-Oop-Pässen auf Tyson Chandler (zehn Punkte, 11 Rebounds) und ein paar unglaublichen Dribblings des Spielmachers zogen die Hornets auf 71:59 davon.

„Er hat das Spiel ab Halbzeit zwei komplett kontrolliert“, zeigte sich Jason Kidd (13 Punte) schwer beeindruckt. „Er traf immer die richtige Entscheidung.“

Dallas sollte in der verbleibenden Spielzeit nie  näher als auf acht Punkte an New Orleans herankommen.

„Es lag heute nicht an mangelndem Einsatz“, so Jason Terry (zehn Punkte, lediglich vier von 13 aus dem Feld). „Wir hatten einfach nicht genug Benzin im Tank.“ Die Mavericks mussten zudem ab Halbzeit zwei ohne Josh Howard (bis dahin sieben Zähler) auskommen, dessen Knöchel-Verletzung aus der Oklahoma-City-Partie ihm wieder schwer zu schaffen machte.

Für Dallas war es bereits die fünfte Auswärtsniederlage in Folge, zuletzt gelang am 2. Februar in Orlando ein Sieg in der Fremde.

„Wir müssen dringend einen Weg finden, auch auswärts ein paar Spiele für uns zu entscheiden“, so Nowitzki. „In den Playoffs zeichnen sich gute Teams darin aus, dass sie auch in fremden Hallen gewinnen.“

Auch wenn der harte Spielplan sicherlich ein Grund für die Niederlage der Mavericks war, so wurden daneben bekannte Schwächen abermals schonungslos aufgedeckt. Kidd hat seinem Gegenüber Paul absolut nichts entgegenzusetzen. Nach der verlorenen Erstrunden-Serie in den Playoffs 2007/2008 zeigten sich die Mavs auch im zweiten Spiel der laufenden Saison gegen New Orleans deutlich unterlegen.

Dazu kamen gravierende Probleme unter dem Korb. 41:35 ging die Rebound-Statistik an die Hornets. Erick Dampier (sieben Punkte, neun Rebounds) und Nowitzki machten mehrmals einen schwachen Eindruck gegen Chandler und David West (19 Zähler, zehn Rebounds).

Wenn Paul zum Korb zieht, legt er entweder auf einen Mitspieler ab oder punktet selbst. Darin ist er der effektivste Spieler der Liga und fast unmöglich zu verteidigen. Warum jedoch mit James Singleton (zwei Punkte, zwei Rebounds), der zuletzt mehrmals stark aufspielte, ein schneller und athletischer Mann unter dem Korb nur sieben Minuten im Einsatz war, dürfte Rick Carlisles Geheimnis bleiben.

Nun hat Dallas bis Samstag erst einmal Verschnaufpause. Gegen Washington sollte dann nicht der Spielplan, sondern die Wizards der eigentliche Gegner sein. Ein Sieg wird ob der engen Tabellen-Konstellation im Westen dringend benötigt. Denn danach muss Dallas viermal in Folge auswärts antreten. Gelegenheit, die Statistik auf fremden Boden etwas aufzupolieren.

San Antonio @ Dallas 102:107

Donnerstag, 5. März 2009

What a Difference a Day makes.

Nach der enttäuschendsten Saison-Pleite gegen die Oklahoma City Thunder besiegten die Dallas Mavericks vergangene Nacht den Erzrivalen aus Texas, die San Antonio Spurs, mit 107:102 im heimischen American Airlines Center.

Angestachelt durch die Aussage von Mark Cuban, Besitzer der Mavericks, er würde jeden Spieler aus dem Vertrag entlassen, der noch einmal so wie gegen Oklahoma City spielen würde, zeigten die Mavericks eine klare Leistungssteigerung.

„Wenn wir bei jedem Ballbesitz so hart und konzentriert spielen wie heute Nacht, können wir die wirklich guten Teams schlagen“, so Cuban nach der Partie. „Jetzt liegt es an den Jungs, weiterhin diesen Einsatz zu zeigen.“

Angeführt von Dirk Nowitzki (24 Punkte, 12 Rebounds, fünf Assists), Josh Howard (29 Zähler, sieben Rebounds) und Jason Kidd (17 Punkte, neun Vorlagen, sieben Rebounds) behielt Dallas in einer stets eng geführten Partie letztendlich die Oberhand. Kurz vor Schluss waren es Howard mit einem Korbleger (nach Assist von Nowitzki), Kidd durch einen Dreier und Jason Terry (17 Punkte) mit zwei verwandelten Freiwürfen, die den Sieg unter Dach und Fach brachten.

Ein Schlüsselspieler für die Mavs war zudem Erick Dampier (neun Punkte). Der bullige Center kontrollierte in der Defensive Tim Duncan (19 Zähler, 12 Rebounds) und hielt ihn bei einer schwachen Wurfquote von sieben bei 21 Versuchen aus dem Feld. Zudem konnte Dampier kurz vor Schluss einen Korbleger von Tony Parker (37 Punkte) blocken.

„Die Niederlage geht auf meine Kappe“, so ein enttäuschter Duncan. „Ich habe ein furchtbares Spiel abgeliefert, in der Offensive wie in der Defensive. Dallas hat einfach körperlicher gespielt.”

In den vergangenen Partien ging „Damp“ zwar jeweils als Starter ins Spiel, landete aber relativ schnell und für den Großteil der Partien wieder auf der Bank. Sein Backup James Singleton zeigte sich einfach aggressiver und in besserer Form. Gegen die Spurs war dann jedoch Dampier gefragt, der im Vergleich zu Singleton deutlich größer und massiger ist. Gegen Duncan und Co. sollte es das richtige Rezept sein.

Vergangene Woche hatte Dallas gegen eine ersatzgeschwächte Mannschaft der Spurs in San Antonio noch mit 76:93 verloren. Zuhause dagegen läuft es mitlerweile richtig rund. Der Sieg war bereits der sechste Heimerfolg in Serie, von den letzten 18 Partien vor eigenem Publikum konnten die Mavericks 16 für sich entscheiden.

Durch Niederlagen der Suns (129:135 @ Miami) und Rockets (94:101 @ Utah) sieht es für Dallas auch in der Tabelle wieder etwas besser aus. Zumindest Rang acht konnte weiter gefestigt werden.

Die nächsten Tage bieten für Dallas ein bockelhartes Programm. Es geht auswärts gegen New Orleans, Phoenix, Portland, Golden State und die Lakers. Zwischenzeitlich gastiert jedoch die schlechteste Mannschaft des Ostens, die Washington Wizards, im American Airlines Center.

Ausreichend Gelegenheiten also, den Boss der Mavericks durch gute Leistung und hohen Einsatz milde zu stimmen.

Randnotiz: Wegen der “Noche Latina” (Lateinamerikanische Nacht) trugen Dallas und San Antonio Trikokts mit den Aufschriften “Los Mavs”, bzw. “Los Spurs”.

Zusammenfassung der Partie:

Das Fenster schließt sich für Dallas

Dienstag, 3. März 2009

Kaum wächst da ein zartes Pflänzchen der Hoffnung heran, wird es auch schon wüst zusammengetreten. Vom eigenen Gärtner.

Anstatt des vierten Sieges in Folge setzte es für die Dallas Mavericks eine 87:96-Niederlage in Oklahoma City. Und das, obwohl die Thunder ohne ihre beiden besten Männer Kevin Durant (Knöchel) und Jeff Green (Rücken) antreten mussten.

Für die Fans der Dallas Mavericks ist es ein bekanntes Bild in der laufenden Saison. Wie ein roter Faden ziehen sich starke Leistungsschwankungen durch die Spielzeit, Konstanz sucht man vergebens. Es scheint, als hätte das Team von Headcoach Rick Carlisle den Schritt in die Mittelklasse der Liga endgültig vollzogen. Sogar das Erreichen der Playoffs gerät wieder in akute Gefahr, bei lediglich einer Niederlage weniger auf dem Konto als die Phoenix Suns auf Rang neun.

Die Probleme der Maversicks sind derweil wohlbekannt. In der Offensive tragen Dirk Nowitzki (28 Punkte) und Jason Terry (im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr aufs Parkett starke 20 Zähler) die Scoring-Last fast alleine. Josh Howard (mit einer Knöchelverletzung zur Halbzeit raus, bis dahin sieben Punkte) spielt eine viel zu unkonstante Saison, als dass er im Angriff zu einer echten Stütze werden könnte. 

Die Position des startenden Shooting-Guards ist mit Antoine Wright (null Punkte) zu schwach besetzt, während die Probleme auf der Center-Position fast noch größer sind. Erick Dampier (vier Zähler) ist zwar ein solider Rebounder, in der Offensive jedoch viel zu ungefährlich. Gegen schnellere und athletischere Gegenspieler sieht er zudem in der Verteidigung meist alt aus. Sein Backup James Singleton (8 Punkte, sechs Rebounds) verfügt zwar über alle Fähigkeiten, die Dampier nicht besitzt, ist jedoch mit lediglich 2,03 Metern Körpergröße für die Center-Position deutlich zu klein.

Kommen wir zum letzten und vielleicht größten Problem: Jason Kidd (neun Punkte, fünf Vorlagen). Seine außergewöhnlichen Spielmacher-Qualitäten stehen nicht zur Debatte. Doch er ist lange nicht mehr der gefürchtete Verteidiger vergangener Tage. In der laufenden Saison sah er gegen so ziemlich jeden gegnerischen Point-Guard von Qualität alt aus. Im Falle Oklahoma Citys war dies Rookie Russell Westbrook, der gegen Kidd zum ersten Tripple-Double seiner Karriere kam (17 Punkte, zehn Rebounds, zehn Assists). Durch sein gutes Auge für den freien Mann und seine ungeheure Erfahrung kann Kidd vieles wettmachen, fehlende Schnelligkeit und Athletik jedoch nicht.

Davon besitzt sein Backup J.J. Barea (zwei Zähler) genug. Neben einem guten Wurf zeigt der gebürtige Puerto Ricaner auch den nötigen Einsatz auf dem Spielfeld. Jedoch fehlt es ihm in der Defensive an einigen Zentimetern Körpergröße (1,83 m).

Gerüchten zufolge kann Dallas auf eine Verpflichtung von Drew Gooden (von den Sacramento Kings aus dem Vertrag entlassen) hoffen, der die Probleme unter dem Korb eventuell etwas eindämmen könnte. Die Fans der Mavericks müssen sich aber so langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass die fetten Jahre endgültig vorbei sind.

Toronto @ Dallas 98:109

Montag, 2. März 2009

Der lockere 109:98-Sieg der Dallas Mavericks über die Toronto Raptors geriet fast zur Nebensache.

Zum einen, weil Jason Kidd mit 15 Vorlagen (neben neun Punkten und sechs Rebounds) als vierter Spieler in der Geschichte der NBA die 10.000-Assists-Marke durchbrach. Zum anderen, weil Jason Terry (acht Punkte) nach drei Wochen Verletzungspause wegen seiner gebrochenen Hand unter stehenden Ovationen aufs Parkett zurückkehrte.

„Die 10.000 Assists sagen viel über die Scoring-Qualitäten meiner Mitspieler aus“, gab sich Kidd nach der Partie bescheiden. „Ich hatte zu meinem Karrierebeginn nie damit gerechnet, diesen Meilenstein zu erreichen.“

Stärkster Akteur auf Seiten der Mavs, die das Spielgeschehen fast durchgängig bestimmten, war Dirk Nowitzki mit 24 Punkten, fünf Assists und zehn Rebounds. Daneben verbuchten Josh Howard 16 und Antoine Wright 15 Zähler. James Singleton bestätigte seine hervorragende Form der vergangenen Spiele mit 12 Punkten und einem Karriere-Bestwert von 16 Rebounds

Singleton kommt zwar hinter Erick Dampier (vier Punkte, fünf Rebounds) von der Bank ins Spiel, steht aber mittlerweile deutlich länger als der Starting-Center der Mavericks auf dem Parkett. Gegen Toronto waren es 33 Minuten für Singleton bei sieben Minuten für Dampier. Singleton ist zwar mit nur 2,03 Meter Körpergröße deutlich zu klein für die Center-Position, durch seine Atheltik, Schnelligkeit und seinen Einsatz machte er in den vergangen Partien diesen Nachteil jedoch mehr als wett.

Auf Seiten der Raptors spielte Chris Bosh, ehemaliger Star der Dallas-High-School, mit 28 Punkten und zehn Rebounds am auffälligsten. Doch auch er konnte die neunte Niederlage in Folge bei den Mavericks nicht verhindern. Der letzte Sieg der Kanadier über Dallas datiert noch aus den Zeiten, als Tracy McGrady und Vince Carter für Toronto aufliefen.

Als Hauptgrund für die Niederlage machte Jay Triano, Headcoach der Raptors, die Unterlegenheit seines Teams beim Rebounding aus. Mit 57:44 ging die Abpraller-Statistik an Dallas. „Die Mavericks hatten zu viele zweite Chancen am Brett“, so Triano. Durch den Ausfall von Shawn Marion, der im ersten Viertel mit Grippe-Symptomen vom Feld musste, fehlte den Raptors ein wichtiger Rebounder.

Dallas erwartet unterdessen ein knüppelhartes Programm von vier Spielen in den nächsten sechs Partien. Montagabend geht es zunächst nach Oklahoma City gegen die Thunder.

Randnotizen: Kidd kann in dieser Saison noch Magic Johnson (10.141 Karriere-Assists) und Mark Jackson (10.334) von Platz drei und zwei in der ewigen Vorlagen-Statistik der NBA verdrängen. +++ J.J. Barea verletzte sich bei einem Hechtsprung nach dem Ball an den Zähnen und wird am heutigen Montag operiert. Gegen Oklahoma City wird er aber aller Wahrscheinlichkeit nach auflaufen können. +++ Für Nowitzki war es erst das zweite Spiel in der laufenden Saison, in dem er mindestens 20 Punkte, zehn Rebounds und fünf Assists verbuchen konnte. Während seiner MVP-Saison 2006/2007 gelang ihm dies zum Vergleich 17 Mal.

Zusammenfassung der Partie:

Oklahoma City @ Dallas 108:110

Samstag, 28. Februar 2009

Dirk Nowitzki ist wieder da.

Nach vier Partien, in denen der Deutsche jeweils unter 15 Punkten blieb, zeigte Nowitzki beim 110:108-Sieg nach Verlängerung über Oklahoma City eine Leistung der Extraklasse. In 46 Minuten auf dem Parkett verbuchte der Power-Forward 41 Punkte (16 von 30 aus dem Feld) und neun Rebounds.

Die Leistungsexplosion hatten die Mavericks auch bitter nötig. Obwohl sich Oklahomas bester Mann, Kevin Durant, kurz vor Ablauf des ersten Viertels am Knöchel verletzte und nicht mehr aufs Spielfeld zurückkehren konnte, tat sich Dallas gegen den Underdog aus der Northwest-Division äußerst schwer.

Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit lagen die Mavs mit 75:87 zurück und sahen sich bereits auf der Verliererstraße. Doch dann drehte „Dirkules“ auf. Durch einen 16:0-Lauf, dem Nowitzki zehn Punkte beisteuerte, ging Dallas mit 91:87 in Führung.

Nach vier Punkten von Josh Howard (13 Zähler insgesamt) und zwei weiteren von Nowitzki sahen die Mavericks 26 Sekunden vor Schluss mit einer 95:90-Führung im Rücken bereits wie die sicheren Sieger aus. Doch wie so oft in der laufenden Spielzeit sollte es anders kommen.

Jason Kidd (zehn Punkte, alle in der Verlängerung, 13 Assists, vier Steals) foulte Russel Westbrook (33 Zähler, acht Rebounds) bei dessen Dreierversuch. Westbrook Verwandelte zwei von drei Freiwürfen, Nenad Krstic (zehn Punkte, neun Rebounds) schnappte sich den Rebound von Wurfversuch Nummer drei. Pass auf Westbrook, dieser verwandelt eiskalt aus der Ecke für Drei zum 95:95. Verlängerung.

„Wir haben einen starken Dreipunkt-Schützen gefoult und nicht richtig ausgeboxt“, so ein verärgerter Nowitzki. „So etwas darf einem erfahrenen Team wie uns nicht passieren.“

In der Verlängerung drehte Kidd dann mit zwei Dreiern und vier von vier verwandelten Freiwürfen auf. Er und Nowitzki sorgten für alle 15 Punkte der Mavericks.

„Der Sieg hat uns gezeigt, dass wir da sind wenn es darauf ankommt“, gab Kidd nach der Begegnung zu Protokoll. „Das haben wir verinnerlicht. Wir müssen solche Spiele gewinnen.“

„Es war definitiv ein glücklicher Sieg“, so Nowitzki. „Es passiert nicht oft, dass man einen hohen Rückstand noch in einen Erfolg ummünzen kann.“

Neben dem Deutschen, Kidd und Howard überzeugte bei Dallas einmal mehr James Singleton mit 12 Punkten und neun Rebounds. Auf Seiten der Thunder spielte neben Westbrook Jeff Green (28 Zähler, 12 Rebounds) am stärksten,

Randnotizen: Dallas hat bereits das achte Spiel in Folge zuhause gegen Oklahoma City/Seattle gewonnen. +++ Für die Thunder war die Pleite bereits Auswärts-Niederlage Nummer acht in Folge. +++ Wann Durant wieder spielen kann bleibt zunächst ungewiss, sein offizieller Status lautet „Day to Day“.

Zusammenfassung der Partie:

Milwaukee @ Dallas 96:116

Donnerstag, 26. Februar 2009

Die Mavericks hatten eine Rechnung zu begleichen.

Am 21. Januar setzte es bei den Milwaukee Bucks eine 99:133-Pleite, die höchste Niederlage der Saison. „Ich habe mich daran erinnert“, so Josh Howard über die Demütigung. „Dieses Spiel habe ich in meinem Kalender angestrichen, es war eine Erniedrigung.“

Vergangene Nacht führte Howard Dallas zur ersehnten 116:96-Wiedergutmachung gegen die Bucks im heimischen American Airlines Center. Mit 27 Punkten war der so oft gescholtene Forward Topscorer der Mavericks. Unterstützung kam von Jason Kidd, der nach seiner Vorstellung gegen die San Antonio Spurs einiges wieder gut zu machen hatte. 19 Punkte und neun Assists konnte der 35-Jährige Aufbauspieler für sich verbuchen.

„Es war eine enttäuschende Niederlage gegen die Spurs“, zeigte sich Kidd nach der Partie einsichtig. „Ich denke, wir haben nicht genug Einsatz gezeigt. Wir haben eine gute Möglichkeit ausgelassen. Aber heute haben wir wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das machen wir schon die ganze Saison über so.“

Dallas schloss die erste Halbzeit mit einem 18:2-Lauf ab und ging mit einer komfortablen 65:41-Führung in die Pause. Dank einer starken Wurfquote aus dem Feld (53%, 39 von 73) und einer überragenden Reboundarbeit (51:25) geriet der Sieg in Halbzeit zwei zu keiner Zeit wirklich in Gefahr. Zwar kamen die Bucks acht Minuten vor Schluss noch einmal auf 83:94 heran, doch zwei schnelle Korbleger von Kidd und ein daraus resultierender 14:0-Lauf besiegelte die Niederlage Milwaukees.

Brandon Bass zeigte von der Bank kommend mit 18 Punkten und 11 Rebounds eine starke Vorstellung, während sich Dirk Nowitzki zurückhielt. Lediglich 14 Punkte erzielte der Deutsche und blieb damit im vierten Spiel hintereinander unter 15 Zählern.

Auf Seiten der Bucks zeigte Charlie Villanueva eine starke Partie. Der Forward verbuchte die ersten 11 Punkte Milwaukees für sich und schloss die Partie mit 25 Zählern ab. Daneben spielten Charlie Bell mit 19 und Richard Jefferson mit 16 Punkten auffällig.

Dallas bleibt trotz des Sieges auf Platz acht in der Western-Conference, hat aber in den nächsten drei Partien gegen Oklahoma City, Toronto und abermals Oklahoma City die Möglichkeit, Boden gut zu machen. Milwaukee steht weiterhin auf Platz acht der Eastern-Conference und wäre damit trotz der Ausfälle von Leistungsträgern wie Michael Redd (Knie) und Andrew Bogut (Rücken) für die Playoffs qualifiziert.

Randnotizen: Gegen die Mavericks wurden im ersten Viertel drei technische Fouls gepfiffen (Antoine Wright, Howard und Rick Carlisle). +++ Dallas verwandelte die letzten sieben Würfe in Halbzeit eins.

Dallas @ Miami 111:96

Sonntag, 1. Februar 2009

Same procedure.

Bereits den neunten Sieg in Folge über die Miami Heat konnten die Dallas Mavericks Samstag Nacht für sich verbuchen.

Beim 111:96-Erfolg war vor allem Dirk Nowitzki nicht zu stoppen. Mit 30 Punkten und einer überragenden Wurfquote war „Dirkules“ der beste Mann auf dem Platz.

„Weil Dirk ein so guter Spieler ist, nehmen wir seine Leistungen oft für selbstverständlich hin“, gab Coach Rick Carlisle nach der Partie zu Protokoll. „Er hat heute 12 von 14 Würfen gegen eine starke Defense aus dem Feld verwandelt und es dabei leicht aussehen lassen.“

Dallas markierte mit einer Trefferquote von 60% aus dem Feld einen neuen Saison-Rekord. Beachtlich vor allem, wenn man bedenkt, dass Miami im Schnitt nur eine Trefferquote von 44% zulässt.

Für die Mavericks war es ein besonderes Spiel unter dem Championship-Banner der Heat von 2006, dass Dallas so gerne in der eigenen Halle gehisst hätte.

„So lange das Banner da oben hängt, beschäftigst du dich damit“, zeigte sich Jason Terry (20 Punkte) wehmütig. Doch Dalls bezog aus der Schmach von 2006 seine Motivation.

Mit 24:15 wurde das erste Viertel entschieden, im dritten Viertel führten die Mavs zeitweilig mit 21 Punkte - der Sieg sollte zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet werden. „Auch wenn wir heute unser bestes Spiel gezeigt hätten, wäre es schwer geworden Dallas zu besiegen“, meinte Miamis Superstar Dwyane Wade nach der Partie. „Sie haben einfach viel zu gut geworfen“.

Wade war mit 30 Punkten bester Spieler auf Seiten der Mannschaft aus Florida. Unterstützt wurde er von den Rookies Michael Beasley (18 Zähler, zehn Rebounds) und Mario Chalmers (17 Punkte). Miamis Shawn Marion musste bereits das sechste Spiel in Folge mit einer Leistenzerrung aussetzen.

Neben Nowitzki und Terrx überzeugten bei Dallas Josh Howard mit 15 Zählern und  Jason Kidd mit 11 Assists.

Zusammenfassung der Partie:

Golden State @ Dallas 93:117

Donnerstag, 29. Januar 2009

“Wenn wir so verteidigen, ist unsere Offensive automatisch gut”.

Dallas Coach Rick Carlisle war nach dem 117:93-Sieg (69:47) der Mavericks über die Golden State Warrios voll des Lobes für sein Team. Defensiv deutlich verbessert gegenüber den deftigen Niederlagen in Milwaukee und Boston hielt Dallas die zweitbeste Offensive der Liga unter 100 Punkten.

“Wenn Du eine wirklich starke Offensive mit vielen Schützen so gut im Griff hast, machst Du einen guten Job in der Verteidigung”, blies Dirk Nowitzki (20 Punkte) nach der Partie ins selbe Horn. “Wir haben gut rotiert, wir hatten schnelle Hände und haben super gereboundet.”

Spielentscheidend war neben der Defensive ein Zwischenspurt der Mavericks im zweiten Viertel. Angeführt von Nowitzki  und Josh Howard (19 Punkte) gelang Dallas in acht Minuten vor der Halbzeit ein 32:11-Lauf. Die Partie war danach beim Stande von 69:47 praktisch entschieden.

Auf  Seiten der Warriors zeigten Stephen Jackson mit 25 und  Corey Maggette mit 21 Punkten eine ansprechende Partie. Neben Nowitzki und Howard stachen bei den Mavs Jason Terry mit 22 und Brandon Bass mit 16 Zählern heraus. Bass erzielte zudem elf Rebounds und vier Blocks und zeigte seine vielleicht stärkste Leistung der Saison.

Randnotiz: 69 Punkte zur Halbzeit bedeuten einen Saisonrekord für Dallas, die alte Bestmarke lag bei 67 Zählern. Mavericks-Center Erick Dampier erzielte mit zehn Punkten und elf Rebounds das erste Double-Doulbe seit 13 Partien.

Zusammenfassung der Partie:

Dallas @ Detroit 112:91

Samstag, 24. Januar 2009

Wiedergutmachung war angesagt.

“Letzte Nacht haben wir 133 Punkte zugelassen.  Unser Coach musste nicht viel sagen, um uns deutlich zu machen, dass wir heute alles geben müssen”, so Jason Kidd nach der Partie.

Von Anfang an spielten die Mavericks mit einer ganz anderen Intensität als im Spiel zuvor, der deutlichsten Saison-Niederlage  gegen die Milwaukee Bucks (99:133). Angeführt von Dirk Nowitzki (26 Punkte, 7 Rebounds), einem stark verbesserten Josh Howard (22 Punkte) und Jason Kidd (11 Punkte, 10 Assists), bestimmten die Mavs fast das komplette Spielgeschehen und entschieden jedes Viertel für sich.

66% der Würfe verwandelte Dallas in Halbzeit eins aus dem Feld, die sie mit 63:51 für sich entschieden. “Mir gefiel die Art, wie wir auf das Milwaukee-Spiel geantwortet haben” meinte Dirk Nowitzki nach der Partie. “Detroit ist ein großartiges Team, speziell zu Hause. Für uns war es wichtig, dass wir direkt zu Beginn richtig Gas gegeben haben”.

Für die Pistons startete Amir Johnson anstatt Richard Hamilton, der in seiner  Karriere erst das zweite mal für Detroit von der Bank ins Spiel kam. Der Wechsel sollte sich letztendlich nicht auszahlen. Johnson, der über weite Strecken der Partie gegen Nowitzki verteidigte, bekam den Deutschen nie in den Griff. “Ich habe versucht ihn zu stoppen, aber es ist schwer gegen einen 2,13m-Mann mit einem Fade-Away-Jumpshot zu verteidigen”.

Brandon Bass erzielte mit 18 Punkten eine persönliche Saisonbestleistung und sorgte mit einem spektakulären Tip-In -Dunk für das Highlight des Spiels.

Seit Allen Iversons (11 Punkte, 3 von 9 Treffer aus dem Feld) Ankunft in Detroit stehen die Pistons bei 20:18 Siegen und belegen in der Eastern Conference den 5. Rang (24:18 Siege). Von den letzten zehn Spielen wurden sieben verloren.

Die Mavericks rücken durch ihren Sieg bei gleichzeitigen Niederlagen der Rivalen aus Houston (102:107 @ Indiana), Phoenix (76:98 @ Charlotte) und New Orleans (108:116 @ Minnesota) auf den siebten Rang in der Western Conference vor.

Statistik zum Spiel

Video zum Spiel: