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Dallas Mavericks @ Denver Nuggets 105:117

Mittwoch, 6. Mai 2009

Déjà-vu.

Die Dallas Mavericks haben es verpasst, aus ihrer Auftaktpleite die nötigen Lehren zu ziehen.

Nach einem fast identischen Spielverlauf musste sich das Team aus Texas auch im zweiten Duell gegen die Denver Nuggets am Ende deutlich mit 105:117 geschlagen geben.

Abermals legte Dallas mit 30:22 ein starkes erstes Viertel hin, abermals war die Partie zur Halbzeit beim Stand von 55:58 völlig offen. Nach einem ausgeglichenen dritten Abschnitt brachen im finalen Viertel jedoch erneut alle Dämme im Spiel der Mavericks.

„Ich glaube, dass Dallas heute teilweise sogar das bessere Team war“, lies Nuggets-Coach George Karl nach dem Sieg seiner Mannschaft verlauten. „Aber es liegt im Charakter unserer Mannschaft, während der letzten 12 Minuten einer Partie noch einmal richtig Gas zu geben und die Intensität unseres Spiels zu steigern.“

Darauf fanden die Mavericks in der entscheidenden Phase der Begegnung keine Antwort.

Zwar leistete sich die Truppe von Headcoach Rick Carlisle neun Ballverluste weniger als im ersten Aufeinandertreffen beider Teams (11 anstatt 20), und die Punkte-Differenz unter den Brettern konnte mit 34:50 etwas ausgeglichener gestaltet werden, doch waren es letztendlich die selben Schwächen, die Dallas jeglicher Chancen auf den Sieg berauben sollten: entscheidende Ballverluste im finalen Viertel, Defizite unterm Korb, schwache Verteidigung der gegnerischen Fast-Breaks.

Und dann kam auch noch Pech hinzu.

Josh HowardJosh Howard (Foto), neben Jason Kidd bester Maverick in der Erstrunden-Serie gegen die San Antonio Spurs, kam nach seiner Sprunggelenks-Verletzung aus Partie Nummer eins lediglich während den ersten sechs Minuten der Begegnung zum Einsatz. Dallas vermisste in der Folge Howards Zug zum Korb und dessen Verteidigung gegen den offensiv gefährlichsten Akteur der Nuggets, Carmelo Anthony (25 Punkte), schmerzlich.

Dirk Nowitzki zeigte derweil abermals eine ganz starke Partie und war mit 35 Punkten (11 von 20 aus dem Feld, 12 von 13 Freiwürfen, daneben neun Rebounds) Topscorer der Begegnung. Doch in Abwesenheit von Howard war die Scoring-Last der Mavericks auf zu wenigen Schultern verteilt. Neben dem Würzburger punkteten lediglich Jason Terry mit 21 und Antoine Wright mit zehn Zählern zweistellig. Carlisle hatte Wright anstelle von J.J. Barea (fünf Punkte) in die erste Fünf berufen, um seiner Mannschaft mehr spielerische Härte einzuimpfen - mit durchwachsenem Ergebnis. Abermals präsentierten sich die Nuggets über weite Strecken einsatzfreudiger und aggressiver.

„Wir sind einfach ein explosives Team“, gab Chauncey Billups (18 Punkte, acht Vorlagen) nach der Partie zu Protokoll. „Das ist unser Stil. So spielen wir bereits das ganze Jahr über.“

Kenyon MartinDas Schlüssel-Matchup der Serie spielte sich währenddessen abermals unter den Körben ab. Hier hat Dallas die größten Defizite, und Denver wusste dies bisher schonungslos offen zu legen. Erneut ließen der starke Nené (25 Zähler, acht Rebounds), Kenyon Martin (Foto, 12 Punkte) und Chris Andersen (acht Zähler, neun Rebounds) durch ihre Athletik und Schnelligkeit Erick Dampier (vier Punkte, vier Abpraller) und Ryan Hollins (acht Zähler, vier Rebounds) ganz alt aussehen. Carlisle versuchte es daneben mit James Singleton (fünf Punkte), der im bisherigen Playoff-Verlauf kaum zum Einsatz kam - ohne Erfolg.

Daneben spielten die Nuggets ihren Geschwindigkeits-Vorteil abermals gnadenlos aus und entschieden die Fast-Break-Statistik mit 25:9 Punkten deutlich zu ihren Gunsten.

Die Mavericks gehen nun mit einem 0:2-Rückstand aus der Serie „Best of Seven“ in den dritten Schlagabtausch beider Mannschaften, der Samstagnacht im American Airlines Center zu Dallas steigt. Dort besteht berechtigter Grund zur Hoffnung auf eine bessere Leistung, schließlich wurden von den vergangenen 18 Heimpartien 17 gewonnen. Die einzige Niederlage kam allerdings gegen die Nuggets zustande, die während der laufenden Saison nun eine Bilanz von 6:0 Siegen gegen das Team von Besitzer Mark Cuban aufweisen können.

Für die Mavericks wird es Zeit, diese Serie zu brechen, denn ein 0:3-Rückstand wäre mit dem Ausscheiden aus der Endrunde gleichzusetzen. Noch nie in der Geschichte der NBA-Playoffs war eine Mannschaft in der Lage, dieses Ergebnis noch drehen.

„Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit, um uns zu sammeln und neu zu formieren“, so Carlisle über die anstehende Aufgabe. „Wir müssen dringend an ein paar Dingen arbeiten.“

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

NBA-Playoffs: Dallas im Duell mit Denver

Donnerstag, 30. April 2009

Jetzt ist es amtlich.

Die Dallas Mavericks treffen in der zweiten Runde der NBA-Playoffs 2008/2009 auf die Denver Nuggets. Das Team aus dem Bundesstaat Colorado setzte sich vergangene Nacht abermals deutlich mit 107:87 gegen die chancenlosen New Orleans Hornets durch. Mit 4:1 Siegen geht die Erstunden-Serie somit an die Mannschaft von Headcoach George Karl, die zum ersten Mal nach 15 Jahren wieder in den Conference-Semi-Finals steht.

Carmelo AnthonyAngeführt von einem starken Carmelo Anthony (Foto), der mit 34 Punkten (13 Treffer bei 25 Versuchen aus dem Feld, sieben von sieben verwandelten Freiwürfen) eine neue persönliche Playoff-Bestleistung aufstellte, entschieden die Nuggets das Spiel dank eines 31:17 Zwischenspurtes im dritten Viertel  zu ihren Gunsten. 

Neben Anthony überzeugten auf Seiten Denvers J.R. Smith mit 20 Zählern (darunter fünf Dreier) und Kenyon Martin mit 15 Punkten. New Orleans hatte in David West mit 24 Zählern und neun Rebounds seinen stärksten Akteur. Daneben beendete Chris Paul die Partie durch 12 Punkte und zehn Vorlange mit einem Double-Double.

Am kommenden Sonntag steigt am östlichen Fuße der Rocky Mountains das erste Duell zwischen Nuggets und Mavs.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Dienstag, 24. März 2009

Die Phoenix Suns geben einfach nicht auf.

Im Rennen um den achten Platz der Western-Conference und die damit verbundene Playoff-Qualifikation besiegte das Team aus Arizona vergangene Nacht die Denver Nuggets mit 118:115. Es war bereits der fünfte Erfolg in Serie für die im Westen aktuell auf Rang neun liegende Mannschaft aus der Pacific-Division. Der Abstand zu den Mavericks wurde somit auf drei Spiele verkürzt.

Gegen Denver war es Oldie Grant Hill (23 Punkte, zehn Rebounds, fünf Assists), der die eng geführte Begegnung am Ende entschied. Knapp eine Minute vor Schluss brachte der Forward seine Truppe per Jump-Shot mit 115:113 in Front. Sechs Sekunden vor Ende der Partie schnappte er sich dann den Rebound eines Wurfes von Chauncey Billups (20 Punkte, acht Vorlagen) und wurde von selbigem gefoult. Hill verwandelte einen Freiwurf zur 116:113-Führung. Der Rest war Ergebniskosmetik.

„Ich hatte das Gefühl, nicht gut gespielt zu haben“, gab sich der 36-Jährige nach der Partie gewohnt selbstkritisch. „Ich hatte viele Ballverluste und konnte einige Korbleger nicht verwandeln. Am Ende war ich einfach bemüht, aktiv ins Spielgeschehen einzugreifen.“

Auf Seiten der Nuggets, die zuvor selbst fünf Spiele in Folge gewinnen konnten, spielten neben Billups Carmelo Anthony mit 29 Punkten und Kenyon Martin mit 18 Zählern und neun Rebounds auffällig. Bei den Suns zeigten außer Hill Jason Richardson (22 Punkte) und Steve Nash (15 Zähler, neun Assists) eine starke Partie.

Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Shaquille O’Neal, der wegen Foulproblemen lediglich 24 Minuten auf dem Parkett stand. Doch die hatten es in sich. O’Neal zeigte sich nervenstark und verwandelte sieben von acht Freiwürfen und erzielte sechs seiner 19 Punkte in den letzten fünf Minuten der Partie.

„Ich bin bekannt dafür, meine Freiwürfe dann zu verwandeln, wenn unser Team sie braucht“, zeigte sich Shaq anschließend betohnt selbstbewusst. „Wenn wir konzentriert in eine Partie gehen, können wir immer so spielen wie heute.“

Und das wäre für die Suns auch von Nöten, wollen sie die nächsten drei Begegnungen erfolgreich gestalten. Dann geht es nämlich gegen die Portland Trail Blazers und zweimal gegen die Utah Jazz. Und das innerhalb von nur vier Tagen. Geht Phoenix aus diesen Partien relativ unbeschadet heraus, kann es am 5. April in Dallas zu einem richtigen Endspiel um den achten Platz der Western-Conference kommen.

Zusammenfassung der Partie:

Shaq gegen Howard, Billups kehrt heim

Mittwoch, 4. März 2009

Aus Sicht der Dallas Mavericks gab es vergangene Nacht zwei interessante Partien.

Im Duell der aktuell formstärksten Center der Liga besiegten Dwight Howards Orlando Magic Shaquille O’Neals Phoenix Suns mit 111:99. Daneben konnten die Detroit Pistons den dritten Sieg in Folge verbuchen. Mit 100:95 wurde Rückkehrer Chauncey Billups und seine Denver Nuggets bezwungen.

In Orlando lieferten sich Howard (21 Punkte, acht Rebounds) und O`Neal (19 Zähler, 11 Abpraller) ein heißes Duell, das alle Erwartungen erfüllte. Magic-Coach Stan Van Gundy wollte sogar eine Schwalbe Shaqs gegen seinen Center ausgemacht haben. „Ich war wirklich geschockt“, so Van Gundy. „Und ziemlich enttäuscht. Shaquille sollte einfach stehen bleiben und weiterspielen, so wie es unser Center die ganze Nacht über gemacht hat.“

 

Bei den Suns gab Steve Nash (20 Punkte, acht Assists, sieben Rebounds) nach drei Partien, die er wegen einer Knöchelverletzung aussetzen musste, sein Comeback. Auf Seiten Orlandos spielte Rashard Lewis mit 29 Punkten und 12 Rebounds am stärksten.

Warmer Empfang für Rückkehrer

In Detroit wurden die Zuschauer derweil Zeuge einer feinen Geste. Der Hallensprecher der Pistons stellte Billups von den gegnerischen Nuggets wie in alten Zeiten mit dem berühmten „B-B-B-B-Billups“ vor. Der Point-Guard, der zu Beginn der Saison im Tausch für Allen Iverson Detroit nach sechs Jahren in Richtung Denver verließ, zeigte sich ob des Jubels der Zuschauer sichtlich gerührt. „Ich kann das Spiel getrost vergessen“, so Billups über die Niederlage. „Aber die Ovationen und der warme Empfang der Fans werden mir ewig in Erinnerung bleiben.

Billups erzielte mit 34 Punkten gegen sein Ex-Team eine neue persönliche Saison-Bestleistung. Doch in Abwesenheit von Carmelo Anthony (interne Sperre) und einer schwachen Vorstellung von Kenyon Martin (lediglich sechs Punkte und drei Rebounds) hatten die Nuggets den Pistons unter den Körben wenig entgegenzusetzen. Für das Team aus Motor-City zeigten sich Richard Hamilton (21 Punkte) und Tayshaun Prince (23) am stärksten.

Seit Hamilton wieder in der ersten Fünf aufläuft, haben die Pistons gegen Boston, Orlando und nun gegen Denver gewonnen. Allen Iverson wird laut Coach Michael Curry nach seiner verletzungsbedingten Pause (Rücken) von der Bank ins Spiel kommen.

Zusammenfassung der Partie:

Beide Ergebnisse sind hilfreich für die Playoff-Hoffnungen der Mavericks. Die Plätze drei bist acht in der Western-Conference liegen aktuell nur um zwei Niederlagen auseinander. Zeit für Dallas, einen Zwischenspurt zu starten. Betrachtet man jedoch die Leistung gegen Oklahoma City und schaut sich die kommenden Gegner an, San Antonio, New Orleans, Washington, Phoenix, Portland, können einem berechtige Zweifel kommen.