In diesem Jahr ging es bis kurz vor Ablauf der Trade-Deadline drunter und drüber. Die Leitungen der General Manager müssen wie verrückt geglüht haben. Einige Deals wurden hier schon genauer durchleuchtet, nun gibt es nochmal ein kleines Recap aller Transaktionen der diesjährigen Deadline. Angefangen mit den Spielerwechseln, die am meisten Aufmerksamkeit erregen konnten. (mehr…)
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Deadline Frenzy
Montag, 28. Februar 2011Cleveland siegt unaufhaltsam weiter
Freitag, 8. Mai 2009Die Cleveland Cavaliers spielen derzeitig in einer eigenen Liga.
Das Team aus Ohio gewann alle seine sechs Playoff-Partien bisher mit einer zweistelligen Punkte-Differenz. Vergangene Nacht traf es die Atlanta Hakws besonders hart. Mit 105:85 wurde die fast schon bemitleidenswerte Truppe von Headcoach Mike Woodson aus der Quicken Loans Arena zu Cleveland geprügelt. Zeitweilig lagen die Cavs dabei mit 36 Zählern in Front - ein Klassenunterschied wurde deutlich.
„Wir spielen momentan einfach nicht gut“, so Woodson nach der Begegnung über die Leistung seiner Mannschaft. „Im Gegensatz zu unseren Gegnern, die auf einem extrem hohen Level agieren. Die nächsten Partien bestreiten wir zuhause. Dann besteht die Chance, uns neu zu formieren und vor unseren Fans besser aufzutreten.“
So dominant wie Cleveland momentan jedoch in Erscheinung tritt, könnten sich die Pläne Woodsons ganz schnell als reines Wunschdenken herausstellen. Zu homogen agieren die Cavs im Angriff wie in der Verteidigung, zu stark ist jede Rolle im Team besetzt, zu übermächtig präsentiert sich LeBron James (Foto).
Der frisch gekürte MVP der Liga war gestern abermals bester Spieler auf dem Parkett. James, lediglich über drei Viertel der Partie im Einsatz, führte seine Mannschaft mit 27 Punkten, fünf Vorlagen und vier Steals auf dem Statistikbogen an. Dabei gab es mehrere gewohnt spektakuläre Szenen des „Kings“ zu bewundern. Unter Anderem zwei Buzzer-Beater, die das erste und zweite Viertel beenden sollten, einen spektakulären Reverse-Dunk über die halbe Verteidigung der hilflosen Hawks sowie einen atemberaubenden No-Look-Pass auf Wally Szczerbiak.
„Ich hatte einfach Spaß“, so James anschließend. „Mit einem Ball in der Hand bin ich glücklich.
Auf die Dominanz seiner Mannschaft angesprochen, antwortete der 24-Jährige: „Ich will nicht sagen, dass mich das überrascht. Wir sind einfach ein wirklich starkes Team mit viel Selbstvertrauen und dem Glauben in den Mitspieler.“
Dieser Glauben zahlte sich auch vergangene Nacht abermals aus, als die Cavaliers durch eine ausgeglichene Punkteverteilung der eingesetzten Spieler zu überzeugen wussten. Neben James beendeten Anderson Varejao (12 Zähler), Mo Williams (15), Delonte West (14) und Szczerbiak (17) die Partie mit einer zweistelligen Punkteausbeute.
Auf Seiten der Hawks waren Maurice Evans mit 16 Zählern sowie Mike Bibby mit 11 Punkten noch die auffälligsten Akteure. Neben der deutlichen Niederlage musste die Mannschaft aus Georgia zudem eine Verletzung ihres besten Spielers verkraften: Joe Johnson. Der Shooting Guard, bis dahin mit zehn erzielten Zählern, verstauchte sich im dritten Viertel das rechte Sprunggelenk und musste in der Folge das Parkett verlassen. Für Spiel Nummer drei der Serie „Best of Seven“ wird aber mit einer Rückkehr Johnsons in den Kader Atlantas gerechnet.
„Ich werde auf jeden Fall spielen“, so der dreifache All-Star anschließend. „Eine andere Möglichkeit kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Wir liegen mit 0:2 Siegen im Rückstand und ich muss meiner Mannschaft helfen. In 48 Stunden fühle ich mich hoffentlich besser.“
Das wäre den Hawks auch zu wünschen, denn sonst könnte die kommende Partie noch deutlicher ausfallen als die vergangene.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Atlanta dominiert überharte Playoff-Keilerei
Donnerstag, 30. April 2009Die Erstrunden-Serie zwischen den Atlanta Hawks und den Miami Heat machte vergangene Nacht dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatte: physisches Spiel, harte Fouls, hohes Verletzungs-Risiko.
Mit dem besseren Ende für die gastgebende Mannschaft.
Die Hakws entschieden das Duell mit 106:91 zu Ihren Gunsten und übernehmen somit die 3:2-Führung in der Playoff-Serie „Best of Seven“. In der Nacht auf Samstag kann Atlanta nun zum ersten Mal nach 1997 wieder in die Conference-Semi-Finals der NBA einziehen.
Und das hatte die Truppe von Headcoach Mike Woodson zum größten Teil Joe Johnson (Foto) zu verdanken, der mit 25 Punkten sein bestes Spiel der Serie ablieferte. Johnson war während des zweiten Viertels nicht zu bremsen und führte seine Mannschaft mit 13 Punkten in diesem Spielabschnitt zu einer 63:40-Halbzeitführung, von der sich Miami in der Folge nicht mehr erholen sollte.
Dwyane Wade, Superstar der Heat und Anwärter auf den diesjährigen MVP-Award, war mit 29 Punkten zwar Topscorer der Partie, doch erzielte er einen Großteil seiner Punkte erst dann, als die Begegnung bereits entschieden war.
Wade musste im ersten Viertel minutenlang auf dem Platz behandelt werden, nachdem er zuvor in Folge eines Zusammenstoßes mit Josh Smith (20 Punkte, acht Rebounds) mit dem Kopf auf dem Parkett aufgeschlagen war. Doch der Shooting-Guard stand seiner Mannschaft im zweiten Spielabschnitt wieder zur Verfügung.
Auf der Gegenseite forderte das körperbetonte Spiel beider Mannschaften einen weiteren Tribut: Nach einem harten Foul von James Jones (sechs Punkte, vier Vorlagen) an Al Horford (bis dahin drei Zähler und vier Rebounds) landete dieser unglücklich auf seinem rechten Fuß. Zwar ging der Center Atlantas noch an die Freiwurflinie, um die fälligen Würfe zu versenken, doch schell wurde deutlich, dass er nicht weitermachen konnte. Gestützt von zwei Mitgliedern des Coaching-Teams verließ Horford die Halle in Richtung Umkleidekabine und sollte nicht zurückkehren.
Unter den Augen von NBA-Comissioner David Stern stellte die Partie alle vorangegangenen Begegnungen beider Mannschaften in Sachen Intensität in den Schatten. In Halbzeit eins drohte das Spiel den Schiedsrichtern phasenweise aus den Händen zu gleiten, als es zu einem wüsten Gerangel zwischen Atlantas Solomon Jones (zwei Punkte, fünf Rebounds) und Miamis Wade kam, in das sich auch noch Smith und Jamaal Magloire (ohne Punkte und Rebounds) einmischten. Die Referees ließen in der Folge Milde walten, alle vier Akteure kamen mit einem technischen Foul davon.
“Ich denke, nach fünf Begegnungen können wir uns gegenseitig nicht mehr ausstehen”, äußerte sich Miamis Headcoach Erik Spoelstra nach der Begegnung über die Rivalität mit den Hawks.
Doch das war noch nicht alles.
Maurice Evans (zehn Zähler) wurde während eines Dunking-Versuches von Wade überhart gefoult. Abermals kam es zur Rudel-Bildung, woraufhin der Goldmedaillen-Gewinner von Peking wegen seiner Aktion mit einem unsportlichen Foul behaftet wurde. Schließlich setzte Zaza Pachulia (sechs Punkte, sechs Rebounds), selbst mit einem blauen Auge aus der vorherigen Partie gezeichnet, den Schlusspunkt im Austausch der Nicklichkeiten, als er Miamis Jermaine O`Neal (14 Zähler) mit dem Ellbogen im Gesicht traf.
Playoff-Basketball par excellence.
„Wir lassen uns von niemandem herumschubsen“, so Mike Bibby (17 Punkte) über die Gangart seiner Mannschaft“. Und diese sollte Wirkung zeigen. Mit 37:29 dominierte Atlanta die Rebound-Statistik und steht nun vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte seit 15 Jahren.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):



