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Déjà-vu in Hollywood

Mittwoch, 22. April 2009

Das zweite Spiel der Erstrunden-Serie zwischen Los Angeles und Utah erinnerte in seinem Verlauf stark an die Auftaktbegegnung beider Mannschaften.

Obwohl sich die Lakers mit einer starken ersten Halbzeit auf 66:55 absetzen konnten, gaben die Jazz nicht auf und kämpften sich im letzten Viertel bis auf drei Punkte an die Mannschaft aus Kaliforniern heran. Am Sieg L.A.’s sollte das letztendlich nichts ändern (Endstand: 119:109), doch Andrew Bynum (10 Punkte, vier Rebounds) zeigte sich nach der Begegnung trotz des Erfolges selbstkritisch: „Wir haben wieder einen tollen Start hingelegt, doch Utah konnte langsam aber sicher zu uns aufschließen. Das müssen wir in Zukunft ändern.“

Die Jazz steigerten sich im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen beider Teams deutlich, mussten sich aber letztendlich der Übermacht der Lakers in Form von Kobe Bryant (26 Punkte), Pau Gasol (22) und Lamar Odom (19) geschlagen geben. Über weite Phasen der Partie agierte Utah ohne echten Center auf dem Parkett. Mit Carlos Boozer (20 Zähler, zehn Rebounds) und Paul Millsap (13 Punkte, sieben Abpraller), beides gelernte Power-Forwards, fehlte es der Mannschaft aus Salt Lake City unter dem Korb an einigen Zentimetern Körpergröße, was für den Ausgang der Partie mit entscheidend war.

Mehmet Okur, etatmäßiger Center der Jazz, laboriert derzeitig an einer Knieverletzung und ein Einsatz ist auch für die kommenden Partien fraglich. Sein Backup Jarron Collins zeigte während der ersten Begegnung mit Los Angeles zwar eine ansprechende Leistung (sieben Punkte, sieben Abpraller), gestern war er jedoch mit zwei Rebounds und ohne Zähler ein Totalausfall.

Ganz im Gegensatz zu Deron Williams, der mit 35 Punkten (neben neun Vorlagen und vier Steals) eine neue persönliche Karriere-Bestmarke für die Playoffs aufstellte. „Deron war richtig stark“, gab es nach der Partie lobende Worte durch Bryant von der Gegenseite. „Er hat Utah im Spiel gehalten und die wichtigen Punkte erzielt.“

„Wir waren eigentlich guter Dinge, hier eventuell für eine Überraschung sorgen zu können“, so Williams anschließend. „Wir haben einfach zum falschen Zeitpunkt der Partie zu viele Ballverluste produziert. Das endete letztlich in einem Schneeball-Effekt. Die Lakers haben uns dafür bluten lassen.“

Beim Spielstand von 106:109 aus Sicht der Jazz und noch knapp drei zu absolvierenden Minuten leistete sich Utah in der Folge vier Ballverluste, die fast immer zu direkten Gegenpunkten durch die Lakers führten. Bryant profitierte von der Schwächephase der Jazz am meisten und erzielte während dieser Zeitspanne fünf Punkte.

Mit einer 2:0-Führung L.A.’s geht die “Best-of-Seven”-Serie nun erstmals nach Salt Lake City, wo die Jazz eine beeindruckende Saison absolvierten. 33 von 41 Partien konnte die Mannschaft von Jerry Sloan in der heimischen EnergySolutions Arena während der regulären Spielzeit für sich entscheiden.

Die Begegnungen versprechen also noch spannender zu werden.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Miami gewinnt Florida-Derby, LeBron verpasst Triple Double knapp

Sonntag, 25. Januar 2009

Nun also auch Orlando.

Nachdem sich die Celtics und die Cavaliers im Saison-Verlauf schon kleine Schwächephasen erlaubt haben, verlieren nun auch die Magic das erste mal Seit ihrem 0:2-Start in die Saison zwei aufeinander folgende Spiele (80:90 zwei Nächte zuvor gegen die Boston Celtics).

Mit 97:103 ging die Partie gegen den Rivalen aus Florida, die Miami Heat, verloren. Trotz starker Punkteausbeute von Orlandos Starting-Five (Hedo Turkoglu 18 Punkte, Rashard Lewis 21, Dwight Howard 20, Jameer Nelson 16 und Courtney Lee 7) musste sich die Magic der Truppe um Dwyane Wade (27 Punkte) geschlagen geben. Von der Bank kam so gut wie nichts, nur 13 Punkte konnte die zweite Garde für sich verbuchen.

Bei Miami erwischte Rookie Mario Chalmers einen Sahne-Tag. Neben 20 Punkten und sechs Assists klaute er seinem Gegenüber Jameer Nelson im letzten Spielzug der Magic den Ball und stellte somit den Sieg des Meisters der Saison 2005/2006 sicher.

Es war nach zehn Niederlagen in Folge der erste Sieg Miamis gegen Orlando. Dementsprechend erfreut zeigte sich Wade nach der Partie: “Dieser Sieg ist sehr befriedigend. Wir mussten uns selbst beweisen, dass wir mit den Elite-Teams der Liga mithalten können.”

“The King” nicht zu stoppen

In Salt Lake City verpasste LeBron James derweil ein Triple Double nur knapp (es wäre Nummer drei der Sasison gewesen). Beim 102:97-Sieg der Cleveland Cavaliers über die Utah Jazz verbuchte James 33 Punkte, 14 Rebounds und neun Assists. Unterstützung bekam er von Mo Williams, der 25 Punkte (fünf von elf Dreiern) erzielte.

Bei den Jazz stellte Point Guard Deron Williams mit 16 Assists (neben 17 Punkten) eine persönliche Saison-Bestmarke auf. Neben Williams überzeugte Paul Millsap mit einem weiteren Double-Double (24 Puntke, 15 Rebounds), bereits sein 21. der Saison.

Für das Highlight der Partie sorgte “The King”  persönlich mit einem krachenden Dunk (seltsamerweise bekam er keinen zusätzlichen Foul-Pfiff):

Auf den Schlag ins Gesicht von Gegenüber Kyrylo Fesenko angesprochen, antwortete James nur lapidar: “Sowas passiert in jedem Spiel, und ich habe deswegen noch keins verpasst.”

Die weiteren Ergebnisse: New York @ Philadelphia 110:116, New Jersey @ Memphis 99:88, Sacramento @ Milwaukee 104:106 und Washington @ Portland 87:100.