Das zweite Spiel der Erstrunden-Serie zwischen Los Angeles und Utah erinnerte in seinem Verlauf stark an die Auftaktbegegnung beider Mannschaften.
Obwohl sich die Lakers mit einer starken ersten Halbzeit auf 66:55 absetzen konnten, gaben die Jazz nicht auf und kämpften sich im letzten Viertel bis auf drei Punkte an die Mannschaft aus Kaliforniern heran. Am Sieg L.A.’s sollte das letztendlich nichts ändern (Endstand: 119:109), doch Andrew Bynum (10 Punkte, vier Rebounds) zeigte sich nach der Begegnung trotz des Erfolges selbstkritisch: „Wir haben wieder einen tollen Start hingelegt, doch Utah konnte langsam aber sicher zu uns aufschließen. Das müssen wir in Zukunft ändern.“
Die Jazz steigerten sich im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen beider Teams deutlich, mussten sich aber letztendlich der Übermacht der Lakers in Form von Kobe Bryant (26 Punkte), Pau Gasol (22) und Lamar Odom (19) geschlagen geben. Über weite Phasen der Partie agierte Utah ohne echten Center auf dem Parkett. Mit Carlos Boozer (20 Zähler, zehn Rebounds) und Paul Millsap (13 Punkte, sieben Abpraller), beides gelernte Power-Forwards, fehlte es der Mannschaft aus Salt Lake City unter dem Korb an einigen Zentimetern Körpergröße, was für den Ausgang der Partie mit entscheidend war.
Mehmet Okur, etatmäßiger Center der Jazz, laboriert derzeitig an einer Knieverletzung und ein Einsatz ist auch für die kommenden Partien fraglich. Sein Backup Jarron Collins zeigte während der ersten Begegnung mit Los Angeles zwar eine ansprechende Leistung (sieben Punkte, sieben Abpraller), gestern war er jedoch mit zwei Rebounds und ohne Zähler ein Totalausfall.
Ganz im Gegensatz zu Deron Williams, der mit 35 Punkten (neben neun Vorlagen und vier Steals) eine neue persönliche Karriere-Bestmarke für die Playoffs aufstellte. „Deron war richtig stark“, gab es nach der Partie lobende Worte durch Bryant von der Gegenseite. „Er hat Utah im Spiel gehalten und die wichtigen Punkte erzielt.“
„Wir waren eigentlich guter Dinge, hier eventuell für eine Überraschung sorgen zu können“, so Williams anschließend. „Wir haben einfach zum falschen Zeitpunkt der Partie zu viele Ballverluste produziert. Das endete letztlich in einem Schneeball-Effekt. Die Lakers haben uns dafür bluten lassen.“
Beim Spielstand von 106:109 aus Sicht der Jazz und noch knapp drei zu absolvierenden Minuten leistete sich Utah in der Folge vier Ballverluste, die fast immer zu direkten Gegenpunkten durch die Lakers führten. Bryant profitierte von der Schwächephase der Jazz am meisten und erzielte während dieser Zeitspanne fünf Punkte.
Mit einer 2:0-Führung L.A.’s geht die “Best-of-Seven”-Serie nun erstmals nach Salt Lake City, wo die Jazz eine beeindruckende Saison absolvierten. 33 von 41 Partien konnte die Mannschaft von Jerry Sloan in der heimischen EnergySolutions Arena während der regulären Spielzeit für sich entscheiden.
Die Begegnungen versprechen also noch spannender zu werden.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):



