Der Bann ist gebrochen. Nach 11 Playoff-Niederlagen in Folge gelang den Denver Nuggets vergangene Nacht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein Endrunden-Sieg über die Los Angeles Lakers. Somit erobert das Team um Chauncey Billups (Foto) den Heimvorteil der Western-Conference-Finals und gleicht die Serie „Best of Seven“ gegen L.A. zum 1-1 nach Siegen aus. (mehr…)
Artikel-Schlagworte: „Phil Jackson“
Nuggets entführen Sieg aus L.A.
Freitag, 22. Mai 2009Vorschau: Das Duell zweier Freunde
Dienstag, 19. Mai 2009
Heute Nacht steigt die erste Partie der mit Spannung erwarteten Western-Conference-Finals zwischen den Los Angeles Lakers und den Denver Nuggets. Es ist das Duell der Goldmedaillen-Gewinner von Peking, Carmelo Anthony (Foto) und Kobe Bryant, das Aufeinandertreffen der beiden besten Mannschaften des „Wilden Westens“ aus der regulären Saison. (mehr…)
Blamage abgewendet: Lakers souverän
Montag, 18. Mai 2009
Das war deutlich. Im entscheidenden siebten Aufeinandertreffen zwischen Los Angeles und Houston besiegten die Lakers die gastierenden Rockets mit 89:70 und ziehen somit in die Western-Conference-Finals der NBA-Playoffs ein. Dort trifft das Team von Headcoach Phil Jackson (Foto) auf die Denver Nuggets. (mehr…)
“Sie wollen einfach nicht aufgeben”
Freitag, 15. Mai 2009
„Die letzten zwei Tage musste ich überall hören, dass wir niemals ein siebtes Spiel erzwingen können“, so Rick Adelman (Foto), Headcoach der Houston Rockets. „Das Problem an der Aussage ist nur, dass meine Mannschaft ihr keinen Glauben geschenkt hat“. Mit 95:80 besiegte das Team aus Texas die Los Angeles Lakers und gleicht somit die Zweitrunden-Serie zum 3:3 aus. (mehr…)
Revanche: L.A. demütigt Houston
Mittwoch, 13. Mai 2009
Die Los Angeles Lakers rücken die Verhältnisse in den NBA-Playoffs 2008/2009 wieder zurecht. Mit 118:78 besiegt das Team um Kobe Bryant (Foto) die Houston Rockets und nimmt somit erfolgreich Revanche für die vorhergegangene Niederlage gegen ersatzgeschwächte Gäste aus der Texas-Metropole. (mehr…)
Totgesagte leben länger
Montag, 11. Mai 2009Faustdicke Überraschung in Texas. Ohne den verletzten Yao Ming (gebrochener Fuß), der den Houston Rockets während der Playoffs nicht mehr zur Verfügung stehen wird, demontierte das Team von Rick Adelman die gastierenden Los Angeles Lakers mit 99:87 und gleicht somit die Serie „Best of Seven“ zum 2:2 nach Siegen aus. (mehr…)
Playoff-Prügel in L.A.
Donnerstag, 7. Mai 2009Diese Serie verspricht spannende Unterhaltung pur.
Bereits im zweiten Aufeinandertreffen zwischen den Los Angeles Lakers und den Houston Rockets wurden fünf technische Fouls gepfiffen und zwei Spieler des Feldes verwiesen.
Playoff-Basketball vom Feinsten.
Mit dem besseren Ende für die gastgebenden Lakers, die nach der vorangegangenen Niederlage die Serie dank eines 111:99-Sieges zum 1:1 ausgleichen konnten.
Das Team um Meistermacher Phil Jackson ging dabei äußerst druckvoll in die Partie und entschied das erste Viertel mit 39:25 zu seinen Gunsten. Doch Houston steckte im Gegenzug keinesfalls auf und erkämpfte sich zur Halbzeitpause einen ausgeglichenen Spielstand von 57:57.
Bis dahin ging es einigermaßen zivilisiert zur Sache. Doch das sollte sich ganz schnell ändern.
Ende des dritten Spielabschnittes wurden zunächst Luis Scola von den Rockets und Lamar Odom sowie Luke Walton von den Lakers kollektiv mit einem technischen Foul belegt, kurz bevor Derek Fisher wegen eines rüden Remplers gegen Scola vom Spielgeschehen ausgeschlossen wurde.
„Das sind die Playoffs“, so Kobe Bryant, mit 40 Punkten (16 Treffer bei 27 Versuchen aus dem Feld) überragender Akteur auf dem Parkett. „So läuft das nun einmal.“
Den Höhepunkt einer intensiv geführten Partie stellte dann der Platzverweis von Ron Artest (Foto) dar. Mit 25 Punkten bis dato bester Spieler der Rockets, fühlte sich Artest nach einem Ellbogen-Check durch Bryant gegen seinen Hals von den Schiedsrichtern übergangen, woraufhin er gestenreich lamentierte und ein unsportliches Foul für den Superstar der Lakers einforderte. Als Artest schließlich Bryant selbst zur Rede stellen wollte, hatten die Referees genug und verwiesen den exzentrischen Forward des Feldes.
„Wir spielen hier Basketball, da gibt es nun mal jede Menge Körperkontakt“, so Bryant anschließend. „Wenn unser Gegner austeilt, muss er auch damit rechnen, irgendwann mal einzustecken.“
Ohne Artest waren die Rockets im Angriff ihrer effektivsten Waffe beraubt. Zudem bekam die Truppe aus Texas Bryant in der Folge nicht mehr unter Kontrolle. Mit sieben Punkten in Serie brach der Shooting-Guard den Rockets kurz vor Ende der Partie das Genick.
Bryant wurde, im Gegensatz zur Auftaktniederlage gegen Houston, von Seiten Pau Gasols mit 22 Punkten und 14 Rebounds eine Menge Unterstützung zuteil, der zudem vier Würfe blocken konnte. Auf Seiten der Rockets zeigte neben Artest Carl Landry mit 21 Zählern (persönliche Playoff-Bestmarke) und zehn Rebounds eine starke Leistung, wohingegen Yao Ming mit 12 Punkten und zehn Abprallern einen eher ruhigen Abend durchlebte.
In der Schlussphase der Partie machten vor allem unzählige Ballverluste und die daraus resultierenden Fast-Break-Punkte der Lakers Houston zu schaffen, die den bisherigen Serien-Verlauf dennoch als Erfolg verbuchen dürfen. Das Team von Headcoach Rick Adelman konnte sich durch den Sieg im ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften den Heimvorteil sichern und hat in der Nacht auf Samstag im heimischen Texas abermals die Gelegenheit, die Führung in der Serie „Best of Seven“ zu übernehmen.
Dann wäre es allerdings von Vorteil, wenn sich die Rockets nicht abermals während der entscheidenden Phase der Partie selbst schwächen würden.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Rockets mit dicker Überraschung in L.A.
Dienstag, 5. Mai 2009Kein guter Tag für die NBA-Finalisten der vergangenen Saison.
Nachdem bereits die Boston Celtics ihre Auftaktpartie zur zweiten Playoff-Runde gegen die Orlando Magic abgeben mussten, zogen auch die Los Angeles Lakers im heimischen Staples Center gegen die Houston Rockets mit 92:100 den Kürzeren.
Dabei ging es heftig zur Sache.
Im ersten Viertel wurde zunächst Shane Battier von den Rockets mit vier Stichen am linken Auge genäht, bevor es Pau Gasol im zweiten Spielabschnitt ebenfalls per Cut am Auge erwischte. Schließlich musste Yao Ming (Foto) im finalen Viertel nach einer Kollision mit Kobe Bryant aufgrund einer Knieprellung in die Katakomben der Halle begleitet werden. Doch der Chinese konnte wenig später aufs Parkett zurückkehren.
„Ich bin Gott sei Dank nicht verletzt“, so der 28-Jährige nach der Partie. „Ich habe einen starken Schlag auf mein Knie abbekommen, doch ich wusste sofort, dass es nichts Ernstes ist und es weitergehen würde.“
Yao war es auch, auf den die Lakers vergangene Nacht keine Antwort fanden. 28 Punkte und zehn Rebounds standen am Ende der Partie für den Center zu Buche, darunter zehn von zehn erfolgreich verwandelten Freiwürfen und acht Zähler nach seinem Zusammenstoß mit Bryant. Unterstützung wurde ihm dabei von Ron Artest (21 Zähler) und Aaron Brooks (19) zuteil. Dabei narrte Brooks mit seiner Schnelligkeit die Abwehr-Reihen L.A.’s ein ums andere Mal.
Auf Seiten der Lakers ragte in der Offensive einmal mehr Bryant selbst heraus. Der Shooting-Guard erzielte in 44 Minuten Einsatzzeit 32 Punkte (neben acht Rebounds), benötigte dafür allerdings auch 31 Würfe aus dem Feld. In einer durchweg eng geführten Partie markierte der Superstar nach einer holprigen ersten Hälfte (lediglich acht Zähler gegen die eisenharte Defense von Battier und Artest) 22 der letzten 42 Lakers-Punkte - letztendlich dennoch zuwenig.
Houston zeigte sich im Vergleich zu Los Angeles defensiv stabiler und im Angriff ausgeglichener besetzt. Neben Bryant, Zweiter bei der Wahl zum diesjährigen MVP der regulären Saison, konnte kein Akteur der Lakers mehr als 15 Zähler für sich verbuchen. Trevor Ariza mit zehn, Gasol mit 14 (neben 13 Rebounds) und Andrew Bynum ebenfalls mit zehn Zählern (früh mit drei Fouls belastet) waren an Unterstützung für Bryant deutlich zuwenig.
„Unsere Offensive hat mir heute überhaupt nicht gefallen“, so Lakers-Headcoach Phil Jackson nach der Begegnung. „Wir haben jeglichen Killerinstinkt im Abschluss vermissen lassen.“
Los Angeles konnte von 18 Würfen jenseits der Dreierlinie lediglich zwei verwandeln. Daneben wusste das Team mit 12 von 19 erfolgreichen Freiwürfen ebenfalls nicht zu überzeugen.
Dennoch blieb Jackson auf der anschließenden Pressekonferenz betont gelassen. „Es ist nicht so schlimm wie es aussieht, wir sind ok. In der kommenden Partie werden wir die richtige Antwort finden. Schlechter als heute können wir sowieso nicht spielen.”
„Wir waren heute extrem hungrig, wir wollten diesen Sieg“, so Yao von der Gegenseite über die Leistung seiner Mannschaft. „Wir wissen dennoch, dass wir die Lakers auf keinen Fall unterschätzen dürfen. Sie werden mit Sicherheit viel stärker in die zweite Partie gehen.“
Das müssen sie auch, denn sonst wird es mit zwei Heimniederlagen ganz schwierig, die Serie „Best of Seven“ gegen ein hoch motiviertes und extrem selbstbewusstes Team aus Houston noch zu drehen.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Spieler des Tages: Lamar Odom
Dienstag, 28. April 2009Die Los Angeles Lakers ziehen als erste Mannschaft der Western-Conference in die zweite Runde der NBA-Playoffs 2008/2009 ein.
Mit 107:96 besiegte das Team aus Kalifornien die gastierenden Utah Jazz im fünften Spiel der „Best-of-Seven“-Serie, die dadurch mit 4:1 an L.A. geht.
Den größten Anteil am Sieg der Lakers hatte neben Kobe Bryant (31 Punkte) der potenzielle sechste Mann des Teams: Lamar Odom.
Im gestrigen Spiel entschied sich Headcoach Phil Jackson, den vielseitigen Power-Forward anstelle Andrew Bynums in die erste Fünf seiner Mannschaft zu berufen. Und Odom sollte ihn nicht enttäuschen.
Mit 26 Punkten, 15 Rebounds und drei Blocks lieferte der 29-Jährige sein bestes Spiel der laufenden Endrunde ab. Daneben war seine Quote aus dem Feld mit 10 Treffern bei 15 Versuchen äußerst sehenswert.
Als Utah im letzten Viertel durch einen 23:11-Zwischenspurt noch einmal bis auf sieben Punkte an Los Angeles herankam, beerdigte Odom mit einem krachenden Dunk zum 98:89 alle Hoffnungen der Jazz auf einen Sieg.
„Lamar hat fantastisch gespielt“, so Jackson nach der Begegnung. „Sein Einsatz, ob in der ersten Fünf oder von der Bank, wird sehr wichtig für uns werden.“
Vorschau: Dallas Mavericks vs. Houston Rockets
Mittwoch, 15. April 2009Heute Nacht steht für die Dallas Mavericks das letzte Spiel der laufenden Saison auf dem Plan - und ein äußerst wichtiges dazu.
Mit einem Sieg über die Houston Rockets und einer gleichzeitigen Niederlage der New Orleans Hornets bei den San Antonio Spurs beendet Dallas die Spielzeit als Tabellen-Sechster der Western-Conference. Falls beide Ereignisse nicht gemeinsam eintreten, bleiben die Mavs auf Rang sieben.
Durch einen 125:112-Sieg der Los Angeles Lakers über die Utah Jazz aus der vergangenen Nacht hat Dallas das Minimalziel der regulären Saison erreicht, in der ersten Runde der Playoffs einem Duell mit der Truppe von Phil Jackson aus dem Weg zu gehen. Der Druck, gegen Houston unbedingt gewinnen zu müssen, hat sich somit in Rauch aufgelöst und das Team kann heute befreit aufspielen.
Noch ist völlig offen, gegen wen die Mannschaft von Headcoach Rick Carlisle in Runde eins der Playoffs antreten muss. Bis Morgen früh entscheidet sich, ob es gegen die Rockets, Denver Nuggets, Portland Trail Blazers oder San Antonio Spurs gehen wird.
Die Chancen auf einen Sieg im Texas-Derby stehen derweil gut. Und das hat drei Gründe. Erstens stellt Dallas eines der heimstärksten Teams der Liga. Seit dem verpatzten Saisonauftakt mit vier Niederlagen in Serie gewannen die Mavericks 31 von 36 Partien im heimischen American Airlines Center - lediglich die Lakers und die Cleveland Cavaliers weisen in diesem Zeitraum eine bessere Heimbilanz auf.
Zweitens wird aller Voraussicht nach Josh Howard (Foto) in die Mannschaft zurückkehren. Der verletzungsgeplagte Forward (Sprunggelenk) wurde beim 96:94-Sieg über die Minnesota Timberwolves im Hinblick auf die anstehenden Playoffs geschont. Mit Howard im Kader präsentierten sich die Mavs zuletzt in allen Bereichen stark verbessert. Der 28-Jährige verleiht der Defensive Stabilität und entlastet vor allem zu Spielbeginn Dirk Nowitzki und Jason Terry im Angriff.
Drittens zeigten die Dallas-Reservisten zuletzt starke Leistungen. 42,6 Punkte pro Partie erzielten die Einwechsel-Spieler während der letzten fünf Begegnungen, mit einer Trefferquote von über 50 Prozent aus dem Feld.
Auf der anderen Seite werden die Rockets hoch motiviert ins Saisonfinale gehen. Das Team von Headcoach Rick Adelman hat die Chance, mit einem Erfolg das erste Mal seit 1994 die Southwest-Division zu gewinnen. Zuletzt zeigte sich Houston äußerst formstark und konnte fünf Siege in Serie bejubeln. Die Bilanz zwischen Rockets und Mavericks geht in der laufenden Saison bisher mit 2:1 Erfolgen an das Team um Yao Ming & Co.
Dallas wird vor eigenem Publikum alles dran setzen, die Serie auszugleichen um mit einem Sieg und gestärktem Selbstvertrauen in die Playoffs zu starten.
Schützenhilfe für die Dallas Mavericks
Mittwoch, 15. April 2009Alle Sorgen in Texas erwiesen sich als unbegründet.
Durch einen 125:112-Sieg der Los Angeles Lakers über die gastierenden Utah Jazz ist den Dallas Mavericks der siebte Rang in der Western-Conference nicht mehr zu nehmen.
Die Truppe von Phil Jackson machte vergangene Nacht von Beginn an klar, dass sie mit einem Erstrunden-Duell gegen die Jazz in den anstehenden Playoffs durchaus leben können. Kein Star wurde geschont, obwohl es für die Lakers um nichts mehr ging.
Gerüchte, wonach L.A. mit Absicht verlieren würde, um so in Runde eins der Endrunde auf die Dallas Mavericks zu treffen, wurden somit ins Reich der Märchen verbannt.
Doch es war lange knapp. Erst beim Stand von 78:76 aus Sicht der Lakers begann die Mannschaft, angeführt von Andrew Bynum mit 22 Punkten, davonzuziehen. Mit 91:83 ging es ins vierte Viertel, in dem der Vorsprung innerhalb von nur fünf Minuten auf 110:90 ausgebaut wurde. Die Partie war somit entschieden.
Neben Bynum stachen bei L.A. Pau Gasol mit 20, Lamar Odom mit 16 und Kobe Bryant ebenfalls mit 16 Zählern hervor. Utah hatte in Deron Williams (25 Punkte, 13 Vorlange) und Andrei Kirilenko (20 Zähler) seine stärksten Akteure.
Bereits am Wochenende kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen beider Teams in Los Angeles, wenn nach einer langen Saison endlich die Playoffs beginnen.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Boston vor Erstrunden-Duell mit Philly
Ebenfalls einen Vorgeschmack auf die Endrunde bekamen die Fans in Philadelphia, wo die 76ers die Boston Celtics empfingen. Nach der 98:100-Niederlage des Heimteams ist eine Erstrunden-Paarung beider Mannschaften in den Playoffs äußerst wahrscheinlich, jedoch noch nicht sicher.
Um diesem Duell aus dem Weg zu gehen, müssten die Sixers heute Nacht in Cleveland bei den Cavaliers gewinnen und gleichzeitig auf einen Ausrutscher der Chicago Bulls zuhause gegen die Toronto Raptors hoffen - äußerst unwahrscheinlich.
Angeführt von einem starken Paul Pierce (31 Punkte, darunter sieben von neun verwandelten Dreiern) entwickelte sich eine enge Partie, die von den Celtics erst im vierten Viertel entschieden wurde, als man Philadelphia lediglich 15 Zähler gewährte.
Auf Seiten der 76ers, die inzwischen sechs Spiele in Folge abgeben mussten, zeigte Andre Iguodala mit 25 Punkten und sieben Vorlagen eine ansprechende Partie.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
L.A. Lakers gegen Denver Nuggets 116:102
Freitag, 10. April 2009Andrew Bynum ist zurück.
Nach seiner Knieverletzung am 31. Januar gab das Center-Talent beim 116:102-Sieg der Los Angeles Lakers im Spitzenspiel der Western-Conference über die gastierenden Denver Nuggets ein glänzendes Comeback. In 21 Minuten auf dem Parkett erzielte Bynum, für die ersten Fünf seiner Mannschaft auflaufend, 16 Punkte und pflückte sich daneben sieben Rebounds aus der Luft.
„Es fühlt sich toll an, wieder auf dem Platz zu stehen“, gab der 21-Jährige anschließend zu Protokoll. „Meine Mitspieler haben auf mich gewartet. Sie haben mir heute den Ball besonders oft zugepasst, um mich schnell wieder in ihr Spiel zu integrieren.“
Angeführt von Kobe Bryant (33 Punkte) und Pau Gasol (27 Zähler, 19 Rebounds) zogen die Lakers durch ihren 63. Sieg der Saison mit den Cleveland Cavaliers gleich, die allerdings noch eine Niederlage weniger auf dem Konto haben (15).
L.A.-Coach Phil Jackson nahm für Bynum Lamar Odom (sieben Punkte, neun Rebounds) aus der Startformation, um zu testen, wie das Zusammenspiel mit Gasol funktioniert. Der Spanier rückte wie zu Beginn der Saison von der Center-Position Bynums auf die des Power-Forwards.
„Es war großartig“, zeigte sich Gasol nach der Partie begeistert von der Rückkehr seines Team-Kameraden. „Fast war es so, als ob er nie weg gewesen wäre. Für ein Comeback nach so langer Zeit ohne Spielpraxis war es eine tolle Vorstellung von ihm. Das zeigt einfach, wie hart er während seiner Abwesenheit gearbeitet hat.”
Es ist zu erwarten, dass Los Angeles mit dieser Formation die Playoffs bestreiten wird und Odom als sechster Mann von der Bank aus ins Spiel kommt, wie bereits äußerst erfolgreich in der ersten Hälfte der laufenden Spielzeit geschehen.
Auf der anderen Seite verpasste Denver den vorzeitigen Titelgewinn der Northwest-Division. Für das Team aus dem Bundesstaat Colorado war es nach acht Siegen in Folge die erste Niederlage. Carmelo Anthonys 23 Punkte, sowie 19 Zähler von J.R. Smith und jeweils 17 Punkte durch Chauncey Billups und Nené sollten gegen den amtierenden Vizemeister der Liga am Ende nicht ausreichen.
Die Tabellensituation in der Western-Conference spitzt sich unterdessen immer weiter zu. Die Plätze zwei bis fünf trennt nur eine einzige Partie. Welche Teams zu Beginn der Endrunde letztendlich aufeinander treffen werden, ist noch völlig offen.
Lediglich die Lakers haben ihre Platzierung auf der Pole-Position schon gesichert. Und durch die Rückkehr Bynums darf die Mannschaft aus Kalifornien noch stärker eingeschätzt werden. Ein Albtraum-Matchup für jeden Gegner in Runde eins der diesjährigen Playoffs.
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Packt Kidd schon bald die Koffer?
Dienstag, 31. März 2009Jason Kidd ist in diesem Sommer zu beneiden.
Zwar wird der Point-Guard ab der kommenden Spielzeit keine 21,4 Millionen US-Dollar jährlich mehr verdienen, doch hat er die Möglichkeit, als Free Agent bei einem Club seiner Wahl zu unterschreiben.
Bei seinem aktuellen Arbeitgeber, den Dallas Mavericks, verließ man sich bisher auf die Aussagen Kidds, auch weiterhin für den Verein spielen zu wollen, der ihn 1994 an zweiter Stelle im Draft verpflichtete.
Doch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt der Saison, dem hart umkämpften Schlussspurt um die Playoff-Platzierungen, werden Gerüchte laut, der 36-Jährige könnte sich anders entscheiden. Denn interessant ist Kidd für so ziemlich jeden Verein der Liga. Für relativ wenig Geld würde der Veteran jedes Team auf der Point-Guard Position verstärken. Und sei es von der Bank kommend.
Ganz konkretes Interesse äußerten in den vergangenen Tagen die Los Angeles Lakers und die Cleveland Cavaliers. Dort stehen mit Kobe Bryant und LeBron James zwei Mitspieler von Kidd aus der US-Nationalmannschaft im Kader. Zu beiden pflegt er eine innige Freundschaft. Zudem hätte er im Gegensatz zu den schwächelnden Mavericks in Kalifornien oder Ohio durchaus die besseren Karten, auf seine alten Tage noch einen Championship-Ring abzustauben.
So richtig heizte Kidd die Gerüchteküche am vergangenen Sonntag selbst an, als er sich nach der deutlichen 74:102-Klatsche seiner Mannschaft gegen die Cavaliers zu einem Kommentar über seine Zukunft hinreißen lies: „Neben LeBron zu spielen ist durchaus eine Option für mich. Ich könnte hier in Cleveland auf der Bank sitzen und seinem außergewöhnlichen Spiel zusehen. Er ist so talentiert, er verschafft jedem Mitspieler auf dem Feld offene Würfe. Ich werde im Sommer schauen, wohin mich mein Weg führen wird.“
Noch lauter dürften bei Mark Cuban & Co. die Alarmglocken geschrillt haben, als er sich konkret über seine Kontakte zu James und Bryant äußerte: „Wenn einer von beiden demnächst bei mir anrufen würde, wäre es wirklich schwer, den Hörer nicht abzunehmen.“
Für die Lakers würde neben der Freundschaft zu Bryant die Tatsache sprechen, dass Headcoach Phil Jackson ein bekennender Fan von Kidd ist und in seiner Karriere als Trainer immer auf große, erfahrene Aufbauspieler setzte.
Dallas hätte gegen ein konkretes Angebot aus Cleveland oder Los Angeles eher schlechte Karten. Wenn Kidd dort das gleiche Geld wie in Texas verdienen könnte, wäre die weitaus bessere sportliche Perspektive sicher ein überzeugendes Argument für einen Vereinswechsel.
Die Mavericks hätten dann für 1,5 erfolglose Jahre mit dem achtfachen All-Star den zehn Jahre jüngeren Devin Harris und die Erstrunden-Draftpicks aus den Jahren 2008 (Ryan Anderson) und 2010 an New Jersey abgegeben. Selbst Cuban könnte dann nicht mehr, wie bisher vehement geschehen, den Trade als Gewinn für die Mavericks verkaufen.
Für Dallas wäre es zudem ein Ding der Unmöglichkeit, im Sommer einen adäquaten Ersatz auf der Aufbauposition zu finden. Das gesamte Spiel der Mavericks ist bereits auf Kidd zugeschnitten. Im Angriff verfügt er über die alleinige Entscheidungsgewalt eines jeden Spielzuges. Wie sich die Mannschaft ohne ihren Spielführer präsentiert, konnte man vergangene Woche während der 101:103-Heimniederlage gegen die Denver Nuggets sehen: Über weite Strecken ohne Durchschlagskraft und mit wenigen Ideen im Angriff. Durch einen Abgang Kidds müsste das Team in der nächsten Saison die komplette Spielweise ändern und es käme unweigerlich zu einem Schnitt.
Schaut man auf die Bilanz der vergangenen 14 Monate, wäre ein Neuanfang vielleicht nicht der schlechteste Weg. Doch durch den Qualitätsverlust und fehlenden Alternativen auf dem Transfermarkt würde Dallas der Abstieg aus dem gesicherten Mittelfeld in die unteren Regionen der Liga drohen.



