Im Angriff trafen die Schützen der Orlando Magic fast nach Belieben, in der Verteidigung erwies sich Dwight Howard (Foto) als schier unüberwindbares Hindernis für die Boston Celtics. Spiel Nummer drei der Serie „Best of Seven“ ging folgerichtig mit 117:96 deutlich an das Team aus Florida. (mehr…)
Artikel-Schlagworte: „Rafer Alston“
Boston in Orlando chancenlos
Samstag, 9. Mai 2009Fisher und Alston gesperrt, Bryant spielberechtigt
Freitag, 8. Mai 2009Für Derek Fisher von den Los Angeles Lakers und Rafer Alston von den Orlando Magic werden die vergangenen Playoff-Partien ihrer Teams ein Nachspiel haben.
Fisher wird wegen seines Body-Checks gegen Luis Scola im dritten Aufeinandertreffen mit den Houston Rockets gesperrt fehlen, während Alston für seinen Schlag auf Eddie House’ Hinterkopf von seiner Mannschaft im nächsten Spiel gegen die Boston Celtics ersetzt werden muss.
Derek Fisher vs. Luis Scola:
Rafer Alston vs. Eddie House:
Kobe Bryant kommt dagegen nach seinem Ellbogen-Check gegen Ron Artest ohne Sperre davon. Stu Jackson, Vize-Präsident der Liga und für die Sichtung und Ahndung harter Fouls zuständig, kommentiere die Entscheidung wie folgt: „Der Ellbogen-Hieb war Teil des Kampfes um den Rebound. Daneben ging die Attacke nicht, wie von Artest reklamiert, gegen dessen Hals, sondern gegen seine Brust. Wir haben das Foul im Nachhinein als unsportliches Foul der Klasse 1 gewertet, da der Kontakt nicht oberhalb des Schulterbereiches stattfand.“
Kobe Bryant vs. Ron Artest:
Unsportliche Fouls der Klasse 1 führen im Gegensatz zu unsportlichen Fouls der Klasse 2 nicht zu einer automatischen Sperre, wie im Falle von Fisher und Alston geschehen.
Vor gut einer Woche wurde bereits Dwight Howard von den Orlando Magic im Spiel gegen die Philadelphia 76 nachträglich aufgrund eines Ellbogen-Checks gegen den Kopf von Samuel Dalembert für eine Partie gesperrt.
Der Champion schlägt zurück
Donnerstag, 7. Mai 2009Die Boston Celtics sind wieder da. Und wie.
Nach ihrer Auftaktpleite in Runde zwei der NBA-Playoffs gegen die Orlando Magic war für die Mannschaft aus „Beantown“ vergangene Nacht Wiedergutmachung angesagt.
Und darum sollten sich Rajon Rondo und Eddie House (Foto) persönlich kümmern. Das Duo auf den Guard-Positionen zeigte gegen Orlando eine herausragende Vorstellung und führte die Celtics zu einem deutlichen 112:94-Erfolg über die gastierenden Magic. Rondo erzielte dabei mit 15 Punkten, 18 Vorlagen und 11 Rebounds sein drittes Triple-Double der laufenden Playoffs, während House mit 31 Punkten (11 Treffer bei 14 Versuchen aus dem Feld, darunter vier von vier erfolgreichen Dreiern) seine bisherige Karriere-Bestleistung einstellte.
„Ich habe in meinem Leben schon so einige Spieler heiß laufen sehen“, gab Magic-Headcoach Stan Van Gundy nach der Begegnung zu Protokoll. „Aber was die Celtics heute abgeliefert haben, das war einfach nur unglaublich. Sie konnten machen was sie wollten, wir sind ihnen nur hinterhergelaufen.“
Daran hatte auch Ray Allen mit 22 Zählern seinen Anteil. Auf Seiten Orlandos beendete kein Akteur die Partie mit mehr als 17 Zählern, in Rashard Lewis (17 Punkte, zehn Rebounds) und Dwight Howard (zwölf Zähler, zwölf Rebounds) hatten die Magic noch ihre erfolgreichsten Akteure.
„Wir reden hier vom amtierenden Meister“, so Howard anschließend über die Celtics. „Wenn ein Spieler nicht so gut spielen sollte, springen einfach die anderen in die Bresche.“
Damit dürfte er Paul Pierce gemeint haben, der während der Partie lediglich drei Punkte für sich verbuchen konnte und aufgrund von frühen Foulproblemen nur 16 Minuten im Einsatz war. Doch es gab ja noch House, der die Lücke im Scoring zu schließen wusste. Sehr zum Ärgernis seines Gegenübers Rafer Alston (sieben Punkte, fünf Vorlagen), der nach einem erfolgreichen Wurf von House diesen auf den Hinterkopf schlug.
„Ich habe meinen Wurf verwandelt, mich umgedreht und wollte zurück in die Verteidigung laufen. Da hat er mich auf den Kopf geschlagen“, beschrieb House die Szene nach der Partie. „Ich glaube, er war einfach nur frustriert, dass ich durch meine Dreier das Gleiche mit ihm gemacht habe.“
Der kleine Shooting-Guard befindet sich momentan in einer bestechenden Form. Über die vergangenen drei Partien der Celtics verwandelte House 18 Würfe bei 24 Versuchen aus dem Feld, darunter zehn von zwölf erfolgreichen Dreiern.
Wenn Samstagnacht Partie Nummer drei der Serie in Florida steigt, sollten die Magic schleunigst eine Antwort auf den Scharfschützen in Reihen des Meisters finden. Sonst dürfte House weitere Unsportlichkeiten auf Seiten Orlandos provozieren.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Top5: Cleveland vor dem großen Wurf
Sonntag, 22. März 20091. Cleveland Cavaliers (Vorwoche 2.) 56:13
Die Cavaliers eilen auf ihrem Weg zur ersten Conference-Meisterschaft der Clubgeschichte von Sieg zu Sieg. Zuletzt konnte die Mannschaft aus Ohio acht Spiele in Folge gewinnen. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Celtics beträgt bereits fünf Spiele. Auch die Lakers können da mit einer Niederlage mehr auf dem Konto nicht mithalten. Aktuell hätte Cleveland bis in die Finals den Heimvorteil.
2. Los Angeles Lakers (1.) 55:14
Für das Team um Headcoach Phil Jackson steht der Conference-Titel bereits vorzeitig fest. Jetzt sieht sich der „Zen-Meister“ vor der entscheidenden Frage, ob er in den restlichen Saison-Spielen seine Stars schonen oder einen Angriff auf die beste Bilanz der Liga starten soll. Da die Lakers über die beste Bank der Liga verfügen, ist vielleicht sogar beides möglich.
3. Boston Celtics (3.) 53:18
Kevin Garnett gab gegen San Antonio nach einer Pause von 13 Partien wegen einer Knieverletzung sein Comeback. Mit Erfolg. In 15 Minuten auf dem Parkett verbuchte der amtierende „Defensive-Player-of-the-Year“ zehn Punkte und verhalf durch sein energiegeladenes Spiel den Celtics zu einem 80:77-Sieg. Garnett hat jetzt noch 11 Partien Zeit, Spielpraxis für die Playoffs zu sammeln.
4. Orlando Magic (5.) 51:18
Die Endphase der regulären Spielzeit verspricht ein heißes Rennen zwischen Orlando und Boston um den zweiten Platz in der Eastern-Conference und das damit verbundene Heimrecht in einem eventuellen Zweitrunden-Showdown beider Teams in den Playoff. Beide Mannschaften liegen mit 18 Niederlagen gleichauf, am Mittwoch kommt es zum vielleicht entscheidenden Duell der Kontrahenten in Florida.
5. Houston Rockets (7.) 46:25
Seit dem Ausfall von Tracy McGrady (Knie) läuft es rund in Houston. Ohne den Shooting-Guard gewannen die Rockets 15 von 19 Partien. Spielmacher Aaron Brooks hat sich seit dem Abgang von Rafer Alston in Richtung Orlando prächtig in die erste fünf der Texaner eingefügt und verbesserte seinen Punkteschnitt von 5,2 aus dem vergangenen Jahr auf durchschnittlich 11,1 Zähler in der laufenden Saison.
6 - 10: 6. Denver Nuggets (-), 7. San Antonio Spurs (4.), 8. Utah Jazz (6.), 9. Portland Trail Blazers (8.), 10. Atlanta Hawks (-).
Pistons überraschen, Rockets marschieren
Dienstag, 10. März 2009Auch außerhalb Miamis wurde vergangene Nacht in der NBA einiges geboten. Gleich vier Partien springen dabei ins Auge.
Bleiben wir zunächst in der Eastern-Conference. Seit Allen Iversons Verletzung (Rücken) spielen die Pistons wie ausgewechselt. Der 98:94-Sieg über den Favoriten aus Orlando war bereits der fünfte Erfolg im sechsten Spiel ohne „The Answer“. Drei Siege für das Team aus “Motown” kamen dabei gegen Division-Tabellenführer zustande. Richard Hamilton, für Iverson in die Starting-Five gerutscht, spielte gegen die Magic ganz stark auf und beendete die Partie mit 29 Punkten und 14 Vorlagen (Karriere-Bestleistung).
Aus Sicht der Dallas Mavericks kam die Partie der Hornets gegen die Hawks zu einem freudigen Ergebnis. Atlanta konnte New Orleans mit 89:79 bezwingen. Die längste Siegesserie der Hornets in der laufenden Saison (sieben Erfolge) beendete dabei der zuletzt etwas formschwache Joe Johnson fast im Alleingang. 30 Punkte verbuchte der Shooting-Guard in 41 Minuten auf dem Parkett. Bei New Orleans spielte Chris Paul mit 24 Zählern und zehn Assists gewohnt stark.
Brooks überzeugt, Fernandez verletzt
Im Westen der Liga bewiesen die Rockets abermals ihre starke Form. Mit 97:95 wurde der Rivale aus Denver bezwungen. Seit fest steht, dass Tracy McGrady für den Rest der Saison ausfällt (Knie), spielt Houston äußerst konstant und konnte von den vergangenen zehn Partien acht für sich entscheiden. Aaron Brooks, für den nach Orlando abgegebenen Rafer Alston auf die Position des startenden Point-Guards gerückt, zeigte mit 19 Punkten abermals eine starke Partie. Denver hingegen befindet sich in einer Mini-Krise und verlor bereits die dritte Partie in Folge.
Eine unschöne Szene gab es derweil in Portland. Beim deutlichen 111:94-Sieg der Trail Blazers über die Los Angeles Lakers foulte Trevor Ariza Portlands Rudy Fernandez bei einem Korbleger-Versuch Ende des dritten Viertels derart heftig, dass der Spanier zehn Minuten lang auf dem Platz behandelt werden musste. Anschließend ging es für Fernandez auf einer Trage ins nächste Krankenhaus. Brandon Roy führte seine Mannschaft währenddessen mit 27 Punkten zu einem wichtigen Sieg im Kampf um die Playoff-Ränge. Für die Lakers war es bereits die siebte Niederlage in Folge im Rose Garden der Trail Blazers.
Der Spieltag wurde durch einen 110:99-Sieg der Washington Wizards über die Minnesota Timberwolves komplettiert.
Top5: Celtics ohne Garnett, Spurs ohne Duncan
Freitag, 27. Februar 20091. Los Angeles Lakers (Vorwoche 1.) 46:10
Die Lakers dominieren im Februar auch ohne den verletzten Andrew Bynum mit 9:1 Siegen weiterhin die NBA. Auch die finanziell bedingten Abgänge von Vladimir Radmanovic (nach Charlotte) und Chris Mihm (Memphis) wurden problemlos von der besten Bank der Liga kompensiert. Zuletzt machte der Erzrivale aus Phoenix die schmerzhafte Erfahrung, dass Los Angeles zurzeit in einer eigenen Liga spielt.
2. Boston Celtics (2.) 46:13
Ohne den verletzten Kevin Garnett (Knie) setzte es die Woche eine überraschende 91:93-Niederlage bei den Clippers aus Los Angeles. Immerhin konnten sich die Celtics mit Center Mikki Moore verstärken (aus Sacramento). Für den heutigen Freitag wird die Ankunft von Enfant Terrible Stephon Marbury (New York) erwartet. Es dürfte interessant werden, ob der Point-Guard der schwächelnden Bank des Meisters weiterhelfen kann.
3. Cleveland Cavaliers (3.) 44:12
Trotz der Genesung von Delonte West setzte es bei den Houston Rockets mit 74:93 die höchste Pleite der Saison. LeBron James erwischte einen rabenschwarzen Tag und die im Vergleich zur letzten Saison so verbesserte Offensive machte einen ganz schwachen Eindruck. Hier besteht Steigerungsbedarf, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Cavaliers sieben der nächsten zehn Spiele auswärts bestreiten.
4. San Antonio Spurs (5.) 39:17
Es war die Woche des Tony Parker. In Abwesenheit von Tim Duncan und Manu Ginobili trug der Point-Guard die gesamte Scoring-Last der Spurs auf seinen Schultern - mit Erfolg. 37 Punkten gegen die Mavericks folgten 39 Zähler gegen die Trail Blazers. Die Konkurrenz bekommt bereits das große Zittern, wenn sie an eine komplett gesunde Mannschaft San Antonios denkt.
5. Orlando Magic (4.) 42:15
Neuzugang Rafer Alston (aus Houston) hat sich bereits gut eingefügt und die Spielgestaltung Orlandos übernommen. Zuletzt zeigte Dwight Howard beim knappen 114:109-Sieg über die New York Knicks abermals seine ganze Extraklasse. Bereits zum sechsten Mal in dieser Saison erzielte er mindestens 20 Punkte und 20 Rebounds - so oft wie alle anderen Akteure der Liga zusammen.
6 - 10: 6. Houston Rockets (7.), 7. Utah Jazz (9.), 8. Denver Nuggets (6.), 9. Portland Trail Blazers (8.), 10. New Orleans Hornets (-).



