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Shaq gegen Howard, Billups kehrt heim

Mittwoch, 4. März 2009

Aus Sicht der Dallas Mavericks gab es vergangene Nacht zwei interessante Partien.

Im Duell der aktuell formstärksten Center der Liga besiegten Dwight Howards Orlando Magic Shaquille O’Neals Phoenix Suns mit 111:99. Daneben konnten die Detroit Pistons den dritten Sieg in Folge verbuchen. Mit 100:95 wurde Rückkehrer Chauncey Billups und seine Denver Nuggets bezwungen.

In Orlando lieferten sich Howard (21 Punkte, acht Rebounds) und O`Neal (19 Zähler, 11 Abpraller) ein heißes Duell, das alle Erwartungen erfüllte. Magic-Coach Stan Van Gundy wollte sogar eine Schwalbe Shaqs gegen seinen Center ausgemacht haben. „Ich war wirklich geschockt“, so Van Gundy. „Und ziemlich enttäuscht. Shaquille sollte einfach stehen bleiben und weiterspielen, so wie es unser Center die ganze Nacht über gemacht hat.“

 

Bei den Suns gab Steve Nash (20 Punkte, acht Assists, sieben Rebounds) nach drei Partien, die er wegen einer Knöchelverletzung aussetzen musste, sein Comeback. Auf Seiten Orlandos spielte Rashard Lewis mit 29 Punkten und 12 Rebounds am stärksten.

Warmer Empfang für Rückkehrer

In Detroit wurden die Zuschauer derweil Zeuge einer feinen Geste. Der Hallensprecher der Pistons stellte Billups von den gegnerischen Nuggets wie in alten Zeiten mit dem berühmten „B-B-B-B-Billups“ vor. Der Point-Guard, der zu Beginn der Saison im Tausch für Allen Iverson Detroit nach sechs Jahren in Richtung Denver verließ, zeigte sich ob des Jubels der Zuschauer sichtlich gerührt. „Ich kann das Spiel getrost vergessen“, so Billups über die Niederlage. „Aber die Ovationen und der warme Empfang der Fans werden mir ewig in Erinnerung bleiben.

Billups erzielte mit 34 Punkten gegen sein Ex-Team eine neue persönliche Saison-Bestleistung. Doch in Abwesenheit von Carmelo Anthony (interne Sperre) und einer schwachen Vorstellung von Kenyon Martin (lediglich sechs Punkte und drei Rebounds) hatten die Nuggets den Pistons unter den Körben wenig entgegenzusetzen. Für das Team aus Motor-City zeigten sich Richard Hamilton (21 Punkte) und Tayshaun Prince (23) am stärksten.

Seit Hamilton wieder in der ersten Fünf aufläuft, haben die Pistons gegen Boston, Orlando und nun gegen Denver gewonnen. Allen Iverson wird laut Coach Michael Curry nach seiner verletzungsbedingten Pause (Rücken) von der Bank ins Spiel kommen.

Zusammenfassung der Partie:

Beide Ergebnisse sind hilfreich für die Playoff-Hoffnungen der Mavericks. Die Plätze drei bist acht in der Western-Conference liegen aktuell nur um zwei Niederlagen auseinander. Zeit für Dallas, einen Zwischenspurt zu starten. Betrachtet man jedoch die Leistung gegen Oklahoma City und schaut sich die kommenden Gegner an, San Antonio, New Orleans, Washington, Phoenix, Portland, können einem berechtige Zweifel kommen.

L.A. deklassiert San Antonio, Houston siegt ohne Yao

Montag, 26. Januar 2009

Sieben der letzten zehn Meisterschaften in der NBA gingen an die Lakers oder Spurs.

Wer im Rennen um den Titel der Saison 2008/2009 die Nase vorne hat, wurde Sonntag Nacht deutlich. 99:85 (51:45) besiegte das Team um Kobe Bryant die Rivalen aus Texas und setzt sich damit im Kampf um das Heimrecht in den Playoffs weiter ab.

Es war außerdem die Revanche für die bittere 111:112-Niederlage vom 14. Januar (Roger Masons Drei-Punkt-Spiel).

Im ersten Viertel konnten die Spurs noch mithalten (23:22), danach bauten die Lakers ihren Vorsprung immer weiter aus (29:22, 28:21, 20:19). Ein Grund für die Niederlage San Antonios war die schwache Trefferquote von Außen, nur fünf von 23 Dreiern konnten verwandelt werden (21,7%).

Bester Werfer auf dem Platz war einmal mehr Bryant mit 22 Zählern, bevor er das komplette vierte Viertel auf der Bank pausieren konnte - die Partie war zu dem Zeitpunkt bereits entschieden. Unterstützung erhielt er vom äußerst formstarken Andrew Bynum (15 Punkte, elf Rebounds), Pau Gasol (16 Punkte) und Trevor Ariza (17).

Ein starkes Comeback feierte Lakers Point Guard Jordan Farmar, der nach 18 Spielen Verletzungspause 14 Punkte erzielte. “Wir haben ihn sehr vermisst”, meinte Bryant nach der Partie. “Er bringt unsere zweite Garde auf Touren, er ist ihr Motor. Jetzt laufen wir wieder auf allen Zylindern”.

Auf Seiten der Spurs punkteten lediglich Tony Parker (19) und Tim Duncan (15) zweistellig. Eine schwache Vorstellung lieferte Manu Ginobili ab, der Argentinier kam auf neun Punkte und verwandelte lediglich einen von sechs Dreiern. Von seiner Form aus den letzten Jahren ist der Small Forward meilenweit entfernt.

Ohne Yao, aber mit Artest und McGrady

Einen wichtigen Erfolg im Kampf um die Playoff-Plätze in der Western Conference feierten die Rockets aus Houston. 108:105 (61:57) wurde das Spiel bei den Detroit Pistons gewonnen.

Houston, das in der laufenden Saison  bei nur 22 von 45 Partien seine Stars Tracy McGrady, Ron Artest und Yao Ming gleichzeitig aufbieten konnte, musste dieses mal den Ausfall des Chinesen verkraften. In die Bresche sprangen Artest (24 Punkte, neun Rebounds), Luis Scola (21 Punkte) und McGrady (15).

“Ein großer Sieg für uns”, meinte Coach Rick Adelman nach der Partie. “Die Pistons haben eine solch gefährliche Offensive, ich weiß noch nicht einmal, wie wir die Partie gewonnen haben”.

Ernüchterung herrschte dagegen auf Seiten Detroits. 20:19 heißt die Bilanz nach Siegen seit Allen Iverson in Motor City seine Zelte aufgeschlagen hat. Eine äußerst dürftiges Abschneiden für den zuletzt sechsmaligen Teilnehmer der Eastern-Conference-Finals.

“Das macht mich krank”, äußerte sich Antonio McDyess zu der Niederlage. In Richard Hamilton (27 Punkte, abermals von der Bank) und Rasheed Wallace (22 Punkte, 11 Rebounds) hatte Detroit seine stärksten Akteure.  Allen Iverson zeigte mit 17 Punkten und acht Assists eine ordentliche Leistung, stand aber in Sachen Enttäuschung seinem Kollegen McDyess in nichts nach: “Ich müsste lügen wenn ich behaupten würde, ich wäre nicht frustriert. Ich denke, ich kann viel mehr tun, damit wir unsere Spiele gewinnen.

Die weiteren Partien vom Sonntag: Phoenix @ Atlanta 104:99, Sacramento @ Toronto 97:113, Charlotte @ Indiana 93:98, Chicago @ Minnesota 108:109, Utah @ Denver 97:117, Los Angeles Clippers @ Golden State 92:107.

Highlight des Tages: Josh Smith dunkt über Steve Nash (ok, etwas unfair):

Dallas @ Detroit 112:91

Samstag, 24. Januar 2009

Wiedergutmachung war angesagt.

“Letzte Nacht haben wir 133 Punkte zugelassen.  Unser Coach musste nicht viel sagen, um uns deutlich zu machen, dass wir heute alles geben müssen”, so Jason Kidd nach der Partie.

Von Anfang an spielten die Mavericks mit einer ganz anderen Intensität als im Spiel zuvor, der deutlichsten Saison-Niederlage  gegen die Milwaukee Bucks (99:133). Angeführt von Dirk Nowitzki (26 Punkte, 7 Rebounds), einem stark verbesserten Josh Howard (22 Punkte) und Jason Kidd (11 Punkte, 10 Assists), bestimmten die Mavs fast das komplette Spielgeschehen und entschieden jedes Viertel für sich.

66% der Würfe verwandelte Dallas in Halbzeit eins aus dem Feld, die sie mit 63:51 für sich entschieden. “Mir gefiel die Art, wie wir auf das Milwaukee-Spiel geantwortet haben” meinte Dirk Nowitzki nach der Partie. “Detroit ist ein großartiges Team, speziell zu Hause. Für uns war es wichtig, dass wir direkt zu Beginn richtig Gas gegeben haben”.

Für die Pistons startete Amir Johnson anstatt Richard Hamilton, der in seiner  Karriere erst das zweite mal für Detroit von der Bank ins Spiel kam. Der Wechsel sollte sich letztendlich nicht auszahlen. Johnson, der über weite Strecken der Partie gegen Nowitzki verteidigte, bekam den Deutschen nie in den Griff. “Ich habe versucht ihn zu stoppen, aber es ist schwer gegen einen 2,13m-Mann mit einem Fade-Away-Jumpshot zu verteidigen”.

Brandon Bass erzielte mit 18 Punkten eine persönliche Saisonbestleistung und sorgte mit einem spektakulären Tip-In -Dunk für das Highlight des Spiels.

Seit Allen Iversons (11 Punkte, 3 von 9 Treffer aus dem Feld) Ankunft in Detroit stehen die Pistons bei 20:18 Siegen und belegen in der Eastern Conference den 5. Rang (24:18 Siege). Von den letzten zehn Spielen wurden sieben verloren.

Die Mavericks rücken durch ihren Sieg bei gleichzeitigen Niederlagen der Rivalen aus Houston (102:107 @ Indiana), Phoenix (76:98 @ Charlotte) und New Orleans (108:116 @ Minnesota) auf den siebten Rang in der Western Conference vor.

Statistik zum Spiel

Video zum Spiel: