Rechzeitig zur entscheidenden Phase der regulären Spielzeit zeigen die Dallas Mavericks ihren besten Basketball der Saison. Vergangene Nacht bekamen dies die New Orleans Hornets durch einen überzeugenden 100:92-Sieg zu spüren.
Mit dem Erfolg über den Angstgegner und einer gleichzeitigen Niederlage Utahs in San Antonio (99:105) rücken die Mavs nach acht langen Wochen auf den ersehnten siebten Rang in der Western-Conference vor. Doch es ist noch mehr drin. Das Team von Headcoach Rick Carlisle ist nun im Besitz der gleichen Bilanz wie die Hornets. Beim abermaligen Aufeinandertreffen beider Teams am Sonntag in New Orleans kann Dallas noch einen Platz in der Tabelle gutmachen.
Nach dem dritten überzeugenden Sieg der Mavericks in Folge zeigte sich Dirk Nowitzki (25 Punkte, sieben Rebounds) angriffslustig: „Wirklich starke Teams können öfter als drei Mal in Serie gewinnen. Wir haben jetzt zuhause ziemlich gut gespielt, doch der wirkliche Test wartet auswärts am Sonntag. Das wird die wichtigste Begegnung der Saison.“
Die Texaner haben jetzt alle Trümpfe in der Hand. Gewinnen sie die letzten drei Partien der regulären Spielzeit (Sonntag @ New Orleans, Montag vs. Minnesota, Mittwoch vs. Houston), startet das Team vom sechsten Rang in die Playoffs.
„Wir spielen zurzeit so, als ob die Endrunde für uns in diesem Jahr einfach früher begonnen hätte“, wusste Nowitzki eine Erklärung für den Leistungssprung der Mavericks in den vergangenen Wochen.
Gegen New Orleans avancierte derweil einmal mehr Josh Howard zum Matchwinner im American Airlines Center. Anhaltende Beschwerden am Sprunggelenk konnten den ehemaligen All-Star nicht an 25 Punkten und 11 Rebounds hindern. Howard hat in den vergangenen Partien endlich wieder die Rolle im Team eingenommen, die er während der Spielzeit 2005/2006 so überzeugend ausfüllen konnte: Anführer in der Defensive, effektiver Scorer im Angriff.
„Alle Spieler im Team sind heute aggressiv zu Korb gegangen“, lobte Howard währenddessen seine Teamkameraden. „Jeder hat für sich die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment getroffen.“
Dass es gegen New Orleans nicht zu einem deutlich höheren Sieg kam, hatte Dallas dem eigenen Schlendrian und Chris Paul von der Gegenseite zu verdanken. Nach dem ersten Viertel lagen die Mavs bereits mit 30:17 in Front, zur Halbzeitpause stand es 49:39. Mit Beginn des letzten Spielabschnittes sah Dallas mit einer 77:61-Führung bereits wie der sichere Sieger aus, bevor erwähnter Schlendrian Einzug hielt.
Paul, der die Partie mit 42 Punkten (davon 17 Zähler im Schlussabschnitt), neun Rebounds und sieben Vorlagen beendete, stellte die Verteidigung der Mavs wie so oft in der Vergangenheit vor fast unlösbare Probleme. Per Dreier verkürzte der Point-Guard eine Minute vor Ende der Partie auf 89:93 aus Sicht der Hornissen. Doch im Gegenzug machte Nowitzki alles klar. Der Deutsche zog zielstrebig zum gegnerischen Korb und wurde von James Posey (fünf Punkte) gefoult. Die fälligen Freiwürfe verwandelte Nowitzki standesgemäß sicher und der Widerstand der Hornets war gebrochen.
Für „Dirkules“ war es das 22. Spiel in Folge mit mindestens 20 erzielten Punkten - längste Serie aller Akteure der Liga während der laufenden Spielzeit.
Neben Howard und Nowitzki zeigten Jason Terry (18 Punkte) und Jason Kidd wie gewohnt starke Leistungen für Dallas. Kidd hatte in der Verteidigung zwar wie so oft große Probleme mit seinem Gegenüber Paul, doch überzeugte er dafür selbst in der Offensive. 15 Vorlagen (neben sieben Rebounds) standen am Ende für den 36-Jährigen zu Buche. Seine einzigen drei Punkte der Partie erzielte Kidd per Freiwürfe in den letzten 26 Sekunden der Begegnung.
Brandon Bass (acht Punkte) griff sich derweil 13 Rebounds aus der Luft - eine neue persönliche Karriere-Bestleistung des Power-Forwards. Insgesamt ging das Duell unter den Brettern mit 54:38 Abprallern an die Mavericks (davon 20 in der Offensive).
Auf Seiten der Gäste punktete neben Paul lediglich David West mit 20 Zählern zweistellig. Für New Orleans war es die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Partien. Die Formkurve der Hornets zeigt steil nach unten.
Ganz im Gegensatz zu der von Dallas.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Heute Nacht müssen die Dallas Mavericks ihrem absoluten Angstgegner gegenübertreten.
Lediglich eine der letzten sieben Partien konnten die Texaner gegen New Orleans für sich entscheiden. Doch es besteht berechtigter Grund zur Hoffnung, dass heute trotz der vernichtenden Bilanz gegen die Hornets ein Sieg eingefahren werden kann.
Zum einen spielt Dallas im heimischen American Airlines Center, wo zuletzt 12 von 13 Begegnungen gewonnen wurden. Zum anderen präsentierten sich die Mavs in den vergangenen Partien gegen Utah und Phoenix äußerst formstark. Auf der anderen Seite setzte New Orleans drei der vergangenen vier Partien in den Sand.
Für das Team um Dirk Nowitzki & Co. dürfte der Schlüssel zum Erfolg einmal mehr in einem gesunden Josh Howard liegen. Trotz anhaltender Probleme mit seiner Sprunggelenksverletzung ist der Small-Forward vielleicht in der besten Form der Saison und für Dallas so wertvoll wie seit langem nicht mehr. In der Defensive glänzt er durch Aggressivität und viele Steals, im Angriff entlastet er Nowitzki und Jason Terry enorm.
Hauptgrund für die schlechte Bilanz gegen das Team aus „The Big Easy“ war in den vergangenen Partien immer wieder Jason Kidd. Der 36-jährige Spielgestalter der Mavs hatte seinem Gegenüber Chris Paul meist nichts entgegenzusetzen. Eine Möglichkeit, den besten Point-Guard der Liga heute Nacht zu verteidigen, könnte darin liegen, J.J. Barea auf Paul anzusetzen. Der kleine Puerto Ricaner ist zwar von geringer Körpergröße, doch pfeilschnell auf den Beinen. Komplett lässt sich der Spielmacher der Hornets sicher nicht aus der Partie nehmen. Doch wäre es eine enorme Hilfe, den erfolgreichsten Passgeber und Balldieb der NBA zumindest in seinen Kreisen zu stören.
Die Alternative wäre eine Zonen-Verteidigung, um Paul effektiv am Zug zum Korb zu hindern. Diese Defensiv-Variante hat während vergangenen Partien gegen Mannschaften mit schwächeren Schützen zum Teil gut funktioniert. Doch hatten die Mavs dann des Öfteren Probleme am Rebound, weil sie ihre Gegner beim Ausboxen zu spät ausfindig machen konnten.
Verlassen konnte sich Dallas zuletzt immer auf Nowitzki, der während den vergangenen fünf Partien 56 von 92 Würfen aus dem Feld für eine starke Quote von 60,9 Prozent verwandelte.
Ein weiterer Vorteil auf Seiten der Mannschaft von Rick Carlisle besteht darin, dass Tyson Chandler (Sprunggelenk) und James Posey (Ellbogen) New Orleans verletzungsbedingt fehlen werden. Dafür kann Hornissen-Headcoach Byron Scott wieder auf Peja Stojakovic zurückgreifen, der seine anhaltenden Rückenbeschwerden überwunden hat. Zuletzt zeigte der Serbe mit 24 und 18 Zählern zwei ansprechende Partien.
Bereits am Sonntag kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen der Mannschaften in New Orleans. Dallas muss beide Partien gewinnen, um die Hornets von Rang sechs der Western-Conference zu verdrängen, wodurch ein Erstrunden-Duell in den Playoffs mit den Los Angeles Lakers verhindert werden könnte.
„Jetzt haben wir unser eigenes Schicksal in der Hand.“
Rick Carlisle, ansonsten eher als reservierter Zeitgenosse bekannt, konnte mit seiner Freude kaum hinterm Berg halten: „Was für eine Nacht.“
Mit 130:101 prügelten die Mavericks die gegnerischen Utah Jazz förmlich aus der Halle und verbuchten somit den letzten nötigen Erfolg, der den Texanern nun auch auf dem Papier eine Playoff-Teilnahme zusichert. Daneben hat Dallas jetzt die allerbesten Karten, während den restlichen vier Partien der regulären Spielzeit noch ein oder zwei Plätze in der Tabelle der Western-Conference gutzumachen.
Angeführt von einem starken Dirk Nowitzki (31 Punkte, sieben Rebounds) ließen die Mavs ihren Gegnern aus Salt Lake City von Anfang an keine Chance. Jedes Viertel entschied Dallas für sich, nach dem ersten Spielabschnitt stand es bereits 28:17.
„Es ist äußerst ungewöhnlich, wenn man während einer Partie jedes Viertel abgibt“, zeigte sich Utahs Coach Jerry Sloan nach der Begegnung frustriert. „Sie haben uns das ganze Spiel über beherrscht.“
Josh Howard, der zuletzt so oft den Unterschied für die Mavs ausmachte, konnte trotz seiner Sprunggelenksverletzung spielen. Und wie. Neben 13 Punkten und acht Rebounds erzielte der bissige Small-Forward einen persönlichen Karriere-Rekord von sieben Steals. Dallas klaute den Jazz insgesammt 16 Mal den Ball - neue Saison-Bestmarke. Ende des ersten Viertels kassierte Howard einen Schlag von Utahs Ronnie Brewer (16 Punkte) ins Gesicht und musste mit einer Platzwunde vom Feld. Doch das hielt den 28-Jährigen nicht davon ab, später wieder ins Spielgeschehen einzugreifen.
„Solange mir meine Augäpfel nicht herausfallen oder ich nicht halb tot bin, spiele ich weiter“, so Howard nach der Partie.
An diesem Abend zeigte jeder der neun eingesetzten Mavs-Akteure eine engagierte Leistung, doch Howard war ganz deutlich der emotionale Führer auf dem Parkett. „Sein Auge war in der zweiten Halbzeit fast komplett zugeschwollen, doch er hat uns weiter gepusht“, so ein beeindruckter Carlisle anschließend.
Nowitzki benötigte für seine 31 Punkte lediglich 18 Würfe aus dem Feld. Der 30-Jährige baute somit seine Serie auf 21 Spiele in Folge mit mindestens 20 erzielten Zählern aus. Als die Jazz im dritten Viertel gefährlich nahe auf neun Punkte an Dallas herankamen, erzielte der Deutsche 12 Zähler in Serie.
Jason Terry führte die starke Bank der Mavericks mit 21 Punkten an und versenkte in den letzten 35 Sekunden des ersten Viertels zwei aufeinander folgende Dreier - Utah zeigte sich daraufhin früh demoralisiert. Insgesamt erzielten die Dallas-Ersatzspieler 63 Zähler - ein herausragender Wert.
J.J. Barea setzte seinen Höheflug aus den vergangenen Wochen fort und beendete die Partie mit 18 Punkten und neun Vorlagen (Saison-Rekord). Auffällig: Jeder Spieler der Mavs zeigte in der Defensive vollen Einsatz. Aggressiv wurden Passwege zugemacht und sich nach jedem Ball gehechtet. „Aus meiner Sicht war heute entscheidend, dass wir Utah in der Verteidigung wirklich stoppen konnten“, so Barea nach der Begegnung. „Wenn wir dazu in der Lage sind, präsentieren wir uns als komplett anderes Team.“
Dazu trugen auch Erick Dampier mit zehn Zählern und zehn Rebounds sowie James Singleton mit elf Punkten und sechs Abprallern bei. Jason Kidd zeigte sich mit fünf Zählern, zehn Vorlangen und sechs Rebounds gewohnt vielseitig. Utah hatte in Deron Williams mit 18 Punkten und 12 Assists seinen stärksten Akteur.
Dallas hat nun die gleiche Bilanz wie die siebtplatzierten Jazz, bei noch vier ausstehenden Partien. Weil New Orleans auf Rang sechs liegend gestern eine Niederlage einstecken musste (100:105 zuhause gegen Phoenix), beträgt der Abstand zwischen Dallas und den Hornets nur eine Partie. Da die Mavericks noch zweimal gegen New Orleans antreten müssen, ist nun sogar Platz sechs der Tabelle in unmittelbarer Reichweite.
Restprogramm der Konkurrenten:
Dallas: vs. New Orleans, @ New Orleans, vs. Minnesota, vs. Houston Utah: @ San Antonio, vs. Golden State, vs. L.A. Clippers, @ L.A. Lakers New Orleans: @ Dallas, vs. Dallas, @ Houston, @ San Antonio
Dallas hat demzufolge den einfachsten Spielplan der drei Teams.
„Das war der größte Sieg der Saison für uns“, gab sich Terry währenddessen euphorisch. „Jetzt wissen wir, dass wir in den Playoffs sind. Mit welcher Platzierung wir die Spielzeit abschließen werden, liegt jetzt an uns. Wir werden unsere Chancen nutzen.“
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Für die Dallas Mavericks steht heute Nacht eine Schlüsselpartie auf dem Programm.
Die Utah Jazz kommen in die Stadt, um sich mit den Texanern im American Airlines Center ein Duell um Rang sieben der Western-Conference zu liefern. Utah ist momentan im Besitz dieser begehrten Platzierung, die in Runde eins der Playoffs ein Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers verhindern würde.
Auch wenn Dallas heute Nacht das Team aus Salt Lake City bezwingen sollte, die Mavs würden trotz gleicher Anzahl an Siegen und Niederlagen nicht an den Jazz vorbeiziehen. Die direkte Bilanz wäre dann nämlich mit 2:2 ebenfalls ausgeglichen, und als drittes Kriterium zählen die Erfolge innerhalb der eigenen Conference. Und da hat Utah noch die Nase vorn.
Die Chancen der Mavs, im restlichen Verlauf der regulären Spielzeit noch einen Rang gutzumachen, würden mit einem Sieg jedoch sprunghaft steigen, da anschließend noch vier Partien zu absolvieren sind.
Utah zeigte sich in den vergangenen Spielen derweil unkonstant. Nach drei Niederlagen in Folge konnten jedoch am Sonntag überraschend die Hornets in New Orleans mit 108:94 bezwungen werden - der erste Auswärtserfolg der Jazz über eine Mannschaft im Westen mit positiver Bilanz während der laufenden Spielzeit.
Verzichten muss die Truppe von Headcoach Jerry Sloan gegen Dallas eventuell auf C.J. Miles, der sich gegen die Hornets einen Finger auskugelte. „Es hat sich angefühlt, als ob jemand mit einem Hammer auf meine Hand eingedroschen hätte“, so Miles anschließend. Für den sprunggewaltigen Forward würde aller Voraussicht nach Andrei Kirilenko in die erste Fünf rücken.
Mavs-Coach Rick Carlisle zeigt sich indessen von Utah beeindruckt. „Sie sind ein unglaublich starkes Team und zum ersten Mal während dieser Saison auch komplett verletzungsfrei, wenn man von Miles absieht. Dadurch sind sie beim Rebound noch stärker und müssen sich kaum auf ihre Würfe aus der Mitteldistanz verlassen. Und Deron Williams ist natürlich ein überragender Spieler.“
Für Dallas dürfte es auf der Gegenseite von größter Bedeutung sein, Josh Howard einigermaßen fit aufs Parkett zu bekommen. Mit dem verletzungsgeplagten Forward (Sprunggelenk) im Einsatz zeigte das Team zuletzt ein völlig anderes Gesicht. Daneben wird es wahrscheinlich spielentscheidend sein, ob Jason Kidd mit Williams endlich einen jungen und schnellen Point-Guard von Format in der Defensive in den Griff bekommt.
Dirk Nowitzki hat währenddessen ganz gemischte Gefühle, wenn er an die Begegnungen mit Utah zurückdenkt. Während den letzten beiden Partien in Salt Lake City wurde der achtfache All-Star zweimal wegen eines unsportlichen Fouls des Feldes verwiesen.
„Aus irgendeinem Grund gerät Dirk gegen die Jazz immer in Turbulenzen“, so Team-Kollege Jason Terry scherzhaft. „Aber wir werden auf ihn aufpassen.“
„Er ist viel zu klein, um mich zu beschützen“, antwortete der Deutsche mit einem Schmunzeln im Gesicht. „Er könnte gar nichts ausrichten.“
Gut, dass Dallas heute Nacht zuhause spielt, wo Nowitzki den Jazz im letzten Aufeinandertreffen (115:108) 39 Punkte einschenkte.
Eine Wiederholung wäre aus Sicht der Mavericks-Fans sicherlich sehr willkommen.
Dallas hat die Playoff-Teilnahme so gut wie in der Tasche, und zu verdanken haben das die Mavericks ihrem Spielgestalter - Jason Kidd.
Beim 140:116-Sieg über die Phoenix Suns war der 36-Jährige neben etlichen Rekorden direkt und indirekt an 67 Punkten der Texaner beteiligt. 19 Zähler verbuchte er selbst, 48 Punkte bereitete er durch 20 Assists vor.
Mit seinem überragenden Spielverständnis, dem Auge für den Nebenmann und einem perfekten Passspiel fand Kidd in fast jedem Angriff einen offenen Schützen. Und seine Mitspieler bedankten sich mit 15 von 25 verwandelten Dreiern.
Daneben zerlegte er Steve Nash und Leandro Barbosa durch seine körperliche Überlegenheit im Post-Up. Im ersten Viertel war der achtfache All-Star auf diese Weise für zehn Dallas-Punkte in Folge verantwortlich. Vier Zähler erzielte er selbst, zweimal legte er für Jason Terry zum Dreier auf. Als die verzweifelten Suns danach auf eine Zonen-Verteidigung umstellten, bestrafte er seine Gegner mit erfolgreichen Würfen aus der Distanz.
Der Point-Guard verwandelte gegen Phoenix sechs von acht Würfen aus dem Feld und beendete die Partie mit lediglich zwei Ballverlusten.
„Jason Kidd hat einen eisernen Willen“, zeigte sich Coach Rick Carlisle nach der Partie beeindruckt von seinem verlängerten Arm auf dem Spielfeld. „Einige Dinge, die er im Angriff gezeigt hat, waren phänomenal. Er gab unserem Team mit jedem Angriff mehr Selbstvertrauen.”
Die Dallas Mavericks können endlich für die Playoffs planen.
Mit 140:116 wurden Sonntagabend die Suns aus Phoenix demontiert. Für die Texaner war es der lang ersehnte Befreiungsschlag nach einer Saison voller Höhen und Tiefen und die fällige Wiedergutmachung für eine peinliche 102:107-Niederlage in Memphis.
Dallas hat nun einen komfortablen, vier Spiele umfassenden Vorsprung auf die neuntplatzierten Suns. Zudem sind die Mavs im Besitz des Tiebreakers, da drei von vier Partien aus der regulären Spielzeit gegen die Mannschaft aus der Pacific-Division gewonnen wurden. Dies bedeutet, dass Dallas die restlichen fünf Saisonspiele verlieren müsste um noch aus den Playoff-Rängen zu rutschen. Phoenix hätte gleichzeitig fünf Mal in Folge zu gewinnen.
„Wir müssen immer noch ein Spiel gewinnen, um die Qualifikation zu erreichen“, trat Headcoach Rick Carlisle nach der Partie erst einmal auf die Euphoriebremse. „Dennoch, wir haben ein äußerst gefährliches Team und werden alles daran setzen, in der Tabelle noch ein Stück nach oben zu klettern.“
Das direkte Duell der Kontrahenten geriet im ausverkauften American Airlines Center derweil zum Schaulaufen der Mavericks vor ihren begeisterten Anhängern. Während Phoenix das erste Viertel mit 33:39 noch relativ ausgeglichen gestalten konnte, dominierten die Mavs Abschnitt zwei mit 42:26 und lagen zum Halbzeitpfiff mit 81:59 in Front - Saisonrekord für die meisten Punkte in einer Halbzeit.
Der Ausgang der Partie war in der Folge nur noch Formsache. Doch die Begegnung bot weiteren Raum für Rekorde. Jason Kidd erzielte in lediglich drei Vierteln auf dem Parkett neben 19 Punkten überragende 20 Assists (Saison-Bestmarke und Vereins-Rekord) und verdrängte somit Magic Johnson vom dritten Rang der ewigen Vorlagen-Statistik der NBA.
1. John Stockton: 15.806 Assists
2. Mark Jackson: 10.334 Assists 3. Jason Kidd: 10.148 Assists
4. Magic Johnson: 10.141 Assists
5. Oscar Robertson: 9.887 Assists
Kidd verbuchte daneben mit 16 Assists in einer Halbzeit einen weiteren clubinternen Meilenstein.
34 Vorlagen und 15 verwandelte Dreier bedeuten zudem ebenfalls interne Rekorde für die laufende Spielzeit der Mavericks.
Insgesamt punkteten bei Dallas sieben Spieler zweistellig - noch eine Saison-Bestmarke. Angeführt wurden die Mavs-Akteure dabei einmal mehr von Dirk Nowitzki, der 28 Punkte erzielte und starke zehn von zwölf Würfen aus dem Feld verwandelte (in lediglich 29 Minuten Einsatzzeit). Für den Deutschen war es bereits die 20. Partie in Folge mit mindestens 20 erzielten Punkten - aktuell die längste Serie der NBA.
Unterstützung bekam Nowitzki von Rückkehrer Josh Howard (24 Punkte), Jason Terry (18), Brandon Bass (14), J.J. Barea (12, für Antoine Wright in der Startformation) und James Singleton (zehn). Howard sorgte auch für das Highlight der an spektakulären Szenen reichen Partie, als er mit der Schlusssirene des zweiten Viertels einen Wurf tief aus der eigenen Hälfte verwandelte. An diesem Abend lief einfach alles für Dallas. Sogar der 3000-US-Dollar-Wurf eines Fans von der Mittellinie in der Halbzeitpause fand sein Ziel.
„Wir waren immer davon überzeugt, dass wir mit allen Spielern an Bord über eine gute Truppe verfügen“, so Nowitzki nach der Begegnung. „Leider hatten wir immer wieder mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen, aber das ist Teil dieses Spiels. Wenn sich Josh weiterhin in dieser Form präsentiert und auch die anderen Jungs fit bleiben, sind wir als Mannschaft schwer zu schlagen.“
Wie treffsicher sich der Vizemeister der Saison 2005/2006 gegen das Team aus Arizona präsentierte, belegen folgende Statistiken: 60 % Trefferquote aus dem Feld, 60 % Trefferquote von der Dreierlinie und 92 % Trefferquote von der Freiwurflinie - außergewöhnlich. Phoenix hatte dem nichts entgegenzusetzen.
Auf Seiten der chancenlosen Suns spielten Grant Hill mit 23, sowie Leandro Barbosa mit 24 Zählern am auffälligsten. Für Phoenix beendeten ebenfalls sieben Akteure die Partie mit einer zweistelligen Punktausbeute.
Dallas hat nun die Möglichkeit, in der Tabelle doch noch den ersehnten Sprung auf den siebten Rang zu vollziehen. Die abschließenden fünf Partien der Saison bestreitet das Team zuhause gegen Utah, New Orleans, Minnesota und Houston, daneben auswärts abermals gegen New Orleans.
Vor allem das Duell gegen die siebtplatzierten Jazz am kommenden Mittwoch dürfte zum vorgezogenen Endspiel um Rang sieben avancieren. Damit würde Dallas in der ersten Runde der Playoffs ein Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers verhindern.
„Ich habe unseren Jungs vor dem Spiel gesagt, dass es in dieser Liga kein anderes Team gibt, das einen ähnlichen Saisonverlauf erlebt hat wie wir“, so Coach Carlisle. „Die Höhen und Tiefen, die Erfolgsserien, die großen Siege und die harten Niederlagen. All das bereitet dich auf eine Partie wie die heutige vor. Wenn jeder mit voller Konzentration und Energie bei der Sache ist, es fällt mir schwer die richtigen Worte zu finden, aber dann können magische Dinge passieren. Wir schauen, dass wir weiter auf dieser Welle reiten.“
An Selbstvertrauen dürfte es den Dallas Mavericks für die kommenden Aufgaben nicht mangeln.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
In einer hart umkämpften, teils ruppig geführten Begegnung behielten die Dallas Mavericks am Ende die Oberhand und besiegten die Miami Heat mit 98:96.
22 Mal wechselte die Führung, neun Mal war das Spiel ausgeglichen. Die Spielentscheidende Szene trug sich 2,3 Sekunden vor dem Schlusspfiff zu, als Josh Howard (20 Punkte, acht Rebounds) beim Stand von 97:96 ein Offensiv-Foul von Rookie Mario Chalmers (18 Zähler) aufnahm.
„Er hat mich auf seine rechte Seite gelockt, doch ich bin einfach stehen geblieben und habe meine Position verteidigt“, äußerte sich Howard zu der Szene. „Chalmers hat mich über den Haufen gerannt und ich bekam den Foulpfiff.“
Miami foulte im Gegenzug Jason Terry (13 Punkte), der einen von zwei Freiwürfen verwandeln konnte. Dwyane Wade (23 Punkte, sechs Assists) kam in der letzten Sekunde der Partie, von Jason Kidd (drei Punkte, 11 Assists) hauteng verteidigt, nicht mehr rechtzeitig zum Abschluss und verfehlte seinen Wurf zudem.
„Wir haben heute als Mannschaft großartig verteidigt“, so Matchwinner Howard nach der Partie. „Alle Spieler auf dem Parkett haben gut kommuniziert und jeder hat heute mit einer Menge Energie gespielt.“ Allen voran der Foward selbst, der im zweiten Spiel nach seiner Zwangspause wegen einer Sprunggelenksverletzung den Unterschied ausmachte.
Howard verbuchte zwei seiner drei Steals in den letzten sechs Minuten der Partie, als die Mavericks einen 87:91-Rückstandwettmachen konnten. Dallas bekam vor allem Wade, Topscorer der Liga, während der Schlussphase immer besser in den Griff.
„Wir haben einen Weg gefunden, ihn zu stoppen“, so Mavs-Headcoach Rick Carlisle anschließend. „Und das war auch nötig. Am Ende waren es Courage und Einsatz, denen wir diesen Sieg zu verdanken haben.“
Courage und Einsatz, beides nicht unbedingt Eigenschaften, mit denen man üblicherweise die Mavericks in Verbindung bringt. Doch Howard sorgte neben seiner Entlastung im Angriff vor allem für den nötigen Biss in der Defensive, um so eine Partie zu gewinnen.
Fleißigster Punktesammler auf dem Parkett war derweil Dirk Nowitzki, der die Partie mit 30 Zählern beendete. Neben dem Deutschen, Howard und Terry punktete Brandon Bass für Dallas mit zehn Zählern zweistellig. Auf Seiten Miamis spielten außer Wade und Chalmers Michael Beasley mit 17, Jermaine O’Neal mit 12 und Daequan Cook mit 13 Punkten auffällig.
Für die Mavericks war es bereits der zehnte Sieg in Folge über Miami bei einer Begegnung aus der regulären Saison. Nach den NBA-Finals der Saison 2005/2006 hatte Wade seinen ersten Auftritt in Texas, da er die Partien aus den vergangenen beiden Spielzeit verletzt aussetzen musste.
Über die Rückkehr zu der Stätte seines größten Triumphes meinte der Goldmedaillen-Gewinner von Peking nur lapidar: “Ich dachte vor der Partie, die Mavericks-Fans würden mich etwas lauter ausbuhen.”
Da vergangene Nacht auch die Phoenix Suns ihr Heimspiel gegen die Houston Rockets mit 114:109 gewinnen konnten, beträgt der Abstand zwischen Dallas auf Rang acht und dem Team aus Arizona auf Platz neun weiterhin vier Siege. Doch bei lediglich sieben ausstehenden Partien dürften die Mavericks so langsam für die Playoffs planen.
Zum direkten Duell der beiden Kontrahenten kommt es am Sonntag, wenn Dallas im heimischen American Airlines Center die Suns empfängt. Zuvor müssen die Texaner am Freitag noch bei den Memphis Grizzlies antreten.
Gelegenheit also, in dieser Woche alles klar zu machen.
So beschrieb James Singleton (11 Punkte, sieben Rebounds) die Mavericks nach ihrem deutlichen 108:88-Sieg über Minnesota mit Josh Howard (14 Punkte, sechs Rebounds) zurück in der ersten Fünf.
Howard musste zuvor wegen einer Sprunggelenksverletzung 11 Partien pausieren, von denen Dallas fünfmal als Verlierer vom Platz ging. Gegen die Timberwolves lieferte er vergangene Nacht in 22 Minuten auf dem Parkett ein starkes Comeback ab.
„Ein großartiger Sieg“, so der Forward anschließend. „Ich bin einfach raus gegangen und habe die Dinge umgesetzt, von denen ich weiß, wie sie funktionieren.“
Headcoach Rick Carlisle blies ins gleiche Horn: „Von den zwei oder drei Situationen, in denen Josh nach einer Verletzung zurück ins Team kam, hat die Mannschaft immer extrem profitiert. Es war fast wie ein spiritueller Effekt für uns.”
Neben der Rückkehr des 28-Jährigen kam Dallas zugute, dass Jason Terry (21 Punkte) endlich wieder von seinem geliebten Platz auf der Bank ins Spiel kommen konnte. In den vergangenen Partien musste „Jet“ stets in der ersten Fünf aushelfen, weil diese über zuwenig Feuerkraft im Angriff verfügte. Mit Howard zurück in der Startformation kann sich Terry wieder auf seine äußerst effektive Rolle als sechster Mann konzentrieren.
„In einer optimalen Lage sind wir dann, wenn wir Terry als zusätzlichen Antreiber von der Bank aus in eine Partie schicken können“, so Carlisle nach der Begegnung.
Bester Mann auf dem Platz war einmal mehr Dirk Nowitzki mit 23 Punkten und 12 Rebounds. Für den Deutschen war es bereits das 17. Spiel in Folge, in dem er mindestens 20 Punkte erzielte - aktuell die längste Serie unter allen Akteuren der NBA.
Neben Nowitzki, Terry und Howard wusste Jason Kidd mit acht Punkten und 13 Assists zu überzeugen. Auf Seiten der Timberwolves präsentierten sich Rookie Kevin Love mit 23 Punkten und 12 Rebounds, sowie Mike Miller mit 15 Zählern und acht Abprallern am auffälligsten.
„Wir haben in den vergangenen Tagen ein paar harte Niederlagen wegstecken müssen“, gab Nowitzki nach der Partie zu Protokoll. „Diesen Sieg heute haben wir definitiv gebraucht.”
Nachdem Dallas das erste Viertel mit 36:21 für sich entschied, kam Minnesota in der folgenden Spielzeit nie näher als auf zehn Punkte an die Texaner heran. Schon früh ging es lediglich um die Höhe des Erfolges.
Heute Nacht geht es für Dallas direkt weiter im Programm, dann gastieren die verhassten Miami Heat im heimischen American Airlines Center. Donnerstag wird sich dann zeigen, wie gut Howards Sprunggelenk zwei aufeinander folgende Partien verkraftet hat.
„Wir werden alle den Atem anhalten und hoffen, dass er in Ordnung ist“, so Carlisle.
Die Serie von neun Heimsiegen der Mavericks in Folge fand gestern Nacht ein jähes Ende.
Dirk Nowitzki vergab sieben Sekunden vor Schluss durch einen verpassten Spungwurf die Chance auf den Sieg und Dallas musste sich gegen die Denver Nuggets mit 101:103 geschlagen geben.
„Ich werde einen offenen Wurf mit der Möglichkeit auf den Sieg immer nehmen“, so Nowitzki, mit 26 Punkten und 11 Rebounds bester Mann auf Seiten der Texaner, nach der Partie trotzig. Dallas hatte sogar noch eine zweite Chance auf den Sieg, doch Antoine Wright (ein Punkt, null von sieben Versuchen aus dem Feld) vergab nach einem Offensiv-Rebound ebenfalls.
Durch die Niederlage der Mavs, die das erste Mal in dieser Spielzeit ohne Jason Kidd (Rücken) auskommen mussten, gestaltet sich das Erreichen einer besseren Platzierung für die diesjährigen Playoffs als immer schwieriger. Auf die Plätze sechs und sieben haben die achtplatzierten Mavericks zwei Spiele Abstand, von hinten machen die Phoenix Suns mit drei Partien Rückstand Druck.
„Es ist offensichtlich, wie wichtig Jason für unser Spiel ist“, gab Coach Rick Carlisle nach der Begegnung zu Protokoll. „Unser Gegner würde niemals 56 Prozent seiner Würfe verwandeln, wenn er auf dem Parkett steht.“ Kidd kam zuvor 100 mal in Folge für die Mavericks zum Einsatz.
Gegen Denver war es vor allem Carmelo Anthony, der Dallas vor fast unlösbare Probleme stellte und die Partie mit 43 Zählern, inklusive dem entscheidenden Korb 12 Sekunden vor Schluss, beendete. Egal ob am Brett, per Zug zum Korb oder durch weite Jump-Shots – der Forward kam an diesem Abend nach Belieben zu seinen Punkten.
„Ich kann immer scoren. Ich kann das sogar im Schlaf“, zeigte sich Anthony nach der Partie selbstbewusst. Unterstützung bekam er dabei von J.R. Smith (22 Zähler). Daneben erzielte kein Akteur der Nuggets mehr als zehn Punkte.
Bei Dallas rückte für Kidd Jason Terry (20 Punkte) auf die Position des startenden Spielmachers. Daneben kam James Singleton (drei Punkte, drei Rebounds) zu seinem ersten Einsatz von Beginn an in dieser Saison. Der Schachzug sollte nicht aufgehen. Singleton sah in der Verteidigung gegen Anthony kein Land und war auch im Angriff nicht gefährlich.
Dennoch hatte Dallas die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Am Ende lag es an der mangelnden Durchschlagskraft in der Offensive. 23 Sekunden vor Ende der Partie verwandelte J.J. Barea (22 Punkte) einen Dreier zur 101:100-Führung der Mavs, bevor Anthony die Kontrolle übernahm und Nowitzki scheiterte.
Der Deutsche durchlebte trotz seiner 26 Punkte einen durchwachsenen Abend. In der ersten Halbzeit verwandelte Nowitzki noch fünf von zehn Versuchen aus dem Feld, während es im zweiten Spielabschnitt lediglich zwei von 13 waren. Seine Freiwurfquote war hingegen mit 12 Treffern bei 13 Versuchen wie immer tadellos.
„Wir leben und sterben mit Dirks Würfen“, so Carlisle anschließend. „Gegen Indiana hat er den Game-Winner verwandelt und auch heute hatte er freie Sicht. Wir werden weiterhin auf ihn bauen, denn Dirk ist unser Anführer.“
Neben Nowitzki, Terry und Barea kam kein Spieler der Mavericks auf eine zweistellige Punktausbeute.
Dallas beendete die Partie mit schwachen 35 Prozent aus dem Feld, zeigte jedoch zu jedem Zeitpunkt der Begegnung vollen Einsatz und Leidenschaft. „Wir haben uns heute die Seele aus dem Leib gespielt“, so Ryan Hollins (neun Punkte, acht Rebounds) nach der Partie.
Doch ohne Kidd und den verletzten Josh Howard (Sprunggelenk) fehlt es der Mannschaft am nötigen Talent, Spiele gegen starke Gegner wie die Nuggets zu entscheiden.
Am Sonntag steht für Dallas das härteste Matchup der gesamten Liga auf dem Plan. Dann geht es nämlich zu den Cleveland Cavaliers, die Zuhause bisher erst eine Partie abgeben mussten. Mit oder ohne Kidd, eine fast unmöglich zu lösende Aufgabe.
Die Dallas Mavericks kommen in der laufenden Saison einfach nicht richtig in Fahrt. Im Team von Headcoach Rick Carlisle gibt es viele Baustellen, konstante Leistungen sucht man bisher vergebens.
Woran das liegt und wie die Spielzeit für Nowitzki & Co. enden könnte, versuche ich in einer kleinen Analyse auf Crossover-Online herauszufinden.
Personell stark gebeutelt und ohne Fortune von der Dreierlinie musste sich Dallas den Hawks in Atlanta mit 87:95 geschlagen geben.
Neben Josh Howard (Sprunggelenk) fehlte den Mavericks vergangene Nacht auch Erick Dampier mit einem geschwollenen Knie. Dazu mussten die Texaner ab dem Ende des zweiten Viertels auf Coach Rick Carlisle verzichten, der nach zwei technischen Fouls der Halle verwiesen wurde.
Hinzu kam, dass Jason Terry mit lediglich acht Punkten (drei von 13 aus dem Feld, einer von neun Dreier-Versuchen) eine ganz schwache Vorstellung ablieferte. Auch Dirk Nowitzki konnte mit 23 Punkten und 12 Rebounds die Niederlage nicht verhindern.
Dabei waren gegen Atlanta nicht mangelnder Einsatz oder schlechtes Rebounding Ursachen für die Niederlage. Dallas dominierte vor allem in der Offensive die Bretter und entschied diese Statistik mit 16:8 für sich. Auch in der Verteidigung schnappten sich die Mavericks mit 33:30 mehr Abpraller als der Gegner. Nein, für die Pleite verantwortlich waren die schlechte Wurfauswahl und die Trefferquote von Außen.
Dallas verwandelte gegen die Hawks lediglich sechs von 31 Dreipunkt-Würfen (19,4%). Im letzten Viertel waren es gar null von zehn. Unverständlich, warum die Mavericks nicht versuchten, öfter zum Korb zu gehen um damit auch mehr Freiwürfe zugesprochen zu bekommen. In der ersten Halbzeit standen die Akteure von Dallas nicht ein einziges Mal an der Linie. Aus diesem Grund fing sich Carlisle auch seine Verbannung ein, als er lautstark mit den Offiziellen über ein nicht gegebenes Foul an Nowitzki debattierte.
„Ich glaube, Dirk wurde gehalten und geschubst“, so Carlisle nach der Partie. „Ich habe immer wieder auf ein Foul hingewiesen. Als ich mich direkt zum Schiedsrichter umgedreht habe, wurde ich rausgeschmissen.“
Nach dem ersten Viertel lagen die Mavs noch mit 29:23 in Führung, bevor das Team aus der Southwest-Division in Spielabschnitt zwei völlig einbrach und mit einem 45:56-Rückstand in die Halbzeit ging.
„Unser Start in die Partie war wirklich ansprechend“, analysierte Jason Kidd (acht Punkte, sechs Assists, acht Rebounds) das Spielgeschehen, „Im zweiten Viertel lief für uns dann leider nicht mehr viel zusammen. Wir haben gegen die Hawks zwar phasenweise gut verteidigt, doch durch die schlechte Dreierquote kamen wir einfach zu selten zu Punkten.“
Ein Lichtblick für Dallas war Ryan Hollins, der Dampier auf der Center-Position mit 13 Punkten (Karriere-Bestmarke) und sieben Rebounds (Karriere-Bestmarke eingestellt) mehr als ordentlich vertrat. Daneben zeigte Antoine Wright mit 16 Punkten eine solide Partie für die Mavericks. Auf Seiten der Hawks, die die Saison zum ersten mal seit 1999 mit einer positiven Bilanz abschließen werden, spielten Joe Johnson (24 Punkte) und Ronald Murray (19) am stärksten.
Für das Team von Mark Cuban wird es jetzt so langsam eng. Der Vorsprung auf die neuntplatzierten Suns beträgt nur noch dreieinhalb Spiele, wobei Phoenix auch noch über das einfachere Restprogramm verfügt.
Heute Nacht geht es für Dallas direkt weiter nach Indiana zu den Pacers. Dort droht bereits die vierte Auswärts-Niederlage in Folge.
Gegen eine Mannschaft aus Detroit, die ohne drei ihrer besten Spieler auskommen musste (Allen Iverson, Rücken, Richard Hamilton, Leiste, Rasheed Wallace, Wade), konnten die Mavericks am Ende knapp mit 103:101 gewinnen.
Abgesehen von einem starken Dirk Nowitzki (30 Punkte) war es das aber auch schon mit den erfreulichen Dingen.
Dallas verschleppte die Probleme aus den Niederlagen in Golden State und Los Angeles mit in die Partie gegen die Pistons. Und das ist hauptsächlich die Rebound-Arbeit. Mit 43:33 entschied Detroit die Abpraller-Statistik für sich, die Bilanz bei den Offensiv-Rebounds sogar mit 17:4. Entscheidend dabei: Die Pistons kamen gegen Dallas zu 27 Punkten aus zweiten Wurf-Chancen. Ein Wert, mit dem normalerweise keine Partie zu gewinnen ist. Daneben dominierte Detroit das Spiel unter dem Korb mit 44 erzielten Punkten - bei lediglich 24 Zählern der Mavericks.
Dallas-Coach Rick Carlisle sah als Ursache für die Schwäche seiner Mannschaft unter den Brettern die häufig verwendete und zuletzt auch recht effektive Zonen-Verteidigung. Hierbei müssten die Verteidiger zu lange nach ihrem Gegenspieler suchen, um diesen erfolgreich auszuboxen - im Gegensatz zu einer Mann-Verteidigung.
„Wir müssen einfach versuchen, gemeinsam und als Team besser zu rebounden“, so Carlisle nach der Partie. „Fünf Spieler müssen dies mit größter Entschlossenheit erledigen, vor allem, wenn wir mit unserer kleinen Aufstellung spielen.“
Das wird auch höchste Zeit, denn in den letzten drei Begegnungen pflückten sich die gegnerischen Teams im Schnitt 9,5 Rebounds mehr als die Mavericks.
Dennoch dominierte Dallas die Partie über weite Strecken. Zur Halbzeit hatten sich die Mavs einen 54:45-Vorsprung herausgespielt, nach dem dritten Viertel stand es sogar 80:65. Doch im letzten Spielabschnitt verkürzten die Pistons (vor allem durch 12 Punkte aus Offensiv-Rebounds) den Rückstand auf 93:98. Nowitzki und Jason Terry (18 Punkte) stellten den Sieg letzendlich in den letzten 15 Sekunden durch fünf von sechs verwandelten Freiwürfen sicher.
„So etwas passiert nun mal in dieser Liga“, gab der Deutsche nach dem Erfolg zu Protokoll. „Wir nehmen den Sieg wie er kommt, da dürfen wir nicht wählerisch sein.“
Sollten die Mavericks jedoch ernsthaft versuchen, das ausgerufene Ziel von 11 Siegen bei 14 ausstehenden Partien zu erreichen, ist eine deutliche Leistungssteigerung unter den Brettern angesagt.
Immerhin bestreitet Dallas acht der letzten Partien im heimischen American Airlines Center, wo das Team seit dem All-Star-Wochenende ungeschlagen ist.
Zusammenfassung der Partie:
Randnotizen: Dallas muss voraussichtlich mindestens bis Ende nächster Woche auf Josh Howard verzichten (Sprunggelenk). +++ Neben Nowitzki und Terry spielte Erick Dampier mit 16 Punkten und 13 Rebounds stark. +++ Detroit hatte in Tayshaun Prince mit 28 Punkten seinen auffälligsten Akteur. +++ Die Akteure der Mavericks trugen zu Ehren des St. Patrick Days ihre grünen Alternativ-Trikots. ++ Das American Airlines Center war bereits zum 309. mal in Folge ausverkauft - aktueller NBA-Rekord.
Die Berg- und Talfahrt der Dallas Mavericks geht in die nächste Runde.
Nachdem zuletzt Phoenix und Portland auswärts besiegt wurden, setzte es beim alten Angstgegner aus Golden State vergangene Nacht eine 110:119-Niederlage. Die Chance, sich in der Tabelle der Western-Conference höher zu platzieren, wurde somit leichtfertig vertan.
„Wenn Du die ganze Saison über mit solchen Leistungsschwankungen auftrittst, hast Du keine bessere Platzierung als Rang acht verdient“, gab sich Dirk Nowitzki nach der Partie enttäuscht.
Der Deutsche konnte mit 27 Punkten und neun Rebounds die Niederlage nicht verhindern. Jason Kidd verbuchte sogar ein Triple-Double (21 Punkte, 11 Assists, 10 Rebounds) gegen das Team um Ex-Mavericks-Coach Don Nelson.
Doch die Offensive war an diesem Abend nicht das Problem. In der Verteidigung sah es zeitweise ganz düster aus. Golden State, eine der rebound-schwächsten Mannschaften der Liga, dominierte die Texaner ist dieser Kategorie mit 59:50. Daneben kamen die Warriors zu 28 Punkten aus zweiten Wurfchancen. Ein Wert, mit dem kaum eine Partie zu gewinnen ist.
„Unser Fehler lag heute Nacht darin, dass wir in der Verteidigung nicht die nötigen Rebounds geholt haben“, blies Mavs-Coach Rick Carlisle ins gleiche Horn.
Die Verletzungen von Josh Howard (Knöchel), Devean George (Knie) und Jerry Stackhouse (Fuß) dürfen nicht als Entschuldigung für die Niederlage herhalten. Denn bei Golden State fehlten mit Corey Maggette (Nebenhöhlen-Entzündung) und Andris Biedrins (im ersten Viertel mit einer Knöchelverletzung raus) ebenfalls zwei Leistungsträger.
Ihre stärksten Akteure hatten die Warriors in Stephen Jackson (31 Punkte, zehn Vorlange, sieben Rebounds) und Monta Ellis (29 Zähler, 11 Abpraller), der sich erst kurz vor der Partie nach den Spätfolgen seiner Fußverletzung fit meldete. Bei Dallas spielte neben Nowitzki und Kidd Jason Terry (20 Punkte) und James Singleton (11 Zähler, 11 Rebounds) auffällig.
Nachdem die Mavericks das erste Viertel noch mit 31:29 für sich entscheiden konnten, ging Golden State mit einer 60:54-Führung in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel kämpfte sich Dallas durch ein Dreipunkt-Spiel Nowitzkis noch einmal auf 74:77 heran, bevor die Warriors einen 9:0-Lauf einleiteten.
Beim Stande von 84:91 mussten die Mavs jede Hoffnung auf einen Sieg begraben, als Golden State zweimal in Folge nach einem Offensiv-Rebound per Dreier punktete.
„Es ist ein ganz deutlichen Zeichen von mangelnder Qualität, wenn Du Spiele wie heute gegen weniger erfolgreiche Teams nicht gewinnen kannst“, analysierte Nowitzki die Leistung seiner Mannschaft treffend.
Durch gleichzeitige Siege Houstons (91:86 @ Charlotte), New Orleans (95:86 @ Milwaukee) und Portlands (109:100 vs. New Jersey) muss Dallas somit einen deutlichen Rückschlag im Kampf um eine bessere Platzierung für die erste Runde der diesjährigen Playoffs hinnehmen.
Der vier Spiele umfassende Auswärtstrip endet am Sonntag mit der Partie bei den Los Angeles Lakers. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Mavericks ihre Reise mit einer Bilanz von zwei Siegen bei zwei Niederlagen abschließen werden.
Was früher gut war, kann heute nicht schlecht sein.
Frei nach diesem Motto haben die Mavericks einen alten Spielzug reaktiviert, mit dem unter Ex-Coach Avery Johnson enge Spiele entschieden wurden. Gegen die Suns sowie in Portland wurde bei einer gegnerischen Mann-Verteidigung Dirk Nowitzki im Angriff an der Freiwurflinie isoliert. Wird er gedoppelt, passt er zum freien Mann. Geschieht das nicht, punktet der Forward von seiner absoluten Lieblingsposition auf dem Parkett mit einer hohen Trefferquote selbst.
Zuletzt war dieser Spielzug ausschlaggebend für die Auswärtssiege der Mavericks. Matt Barnes aus Phoenix und LaMarcus Aldridge von den Trail Blazers hatten im direkten Duell mit Nowitzki keine Chance. Als gegen die Suns ein zweiter Verteidiger zur Hilfe eilte, fand Nowitzki gleich zweimal Jason Kidd, der beide Male per Dreier punktete.
„Dieser Spielzug war unser „Go-to-Play“ über viele Jahre”, so der Deutsche. „Wir haben damit bereits San Antonio und Phoenix aus den Playoffs geworfen.”
Zu Beginn der laufenden Spielzeit fand diese Angriffs-Variante keine Beachtung, da Coach Rick Carlisle zunächst seine eigenen Systeme in das Spiel der Mavericks implementieren wollte. Nachdem Carlisle bereits Kidd die volle Verantwortung über die Spielgestaltung der Mavericks während einer Partie übertragen hat, zeigt er sich mit der Reaktivierung dieses Spielzuges abermals flexibel und beweist, dass er den Erfolg der Mannschaft über das eigene Ego stellt.
Nowitzki isoliert an der Freiwurflinie gegen Portland:
Am 21. Januar setzte es bei den Milwaukee Bucks eine 99:133-Pleite, die höchste Niederlage der Saison. „Ich habe mich daran erinnert“, so Josh Howard über die Demütigung. „Dieses Spiel habe ich in meinem Kalender angestrichen, es war eine Erniedrigung.“
Vergangene Nacht führte Howard Dallas zur ersehnten 116:96-Wiedergutmachung gegen die Bucks im heimischen American Airlines Center. Mit 27 Punkten war der so oft gescholtene Forward Topscorer der Mavericks. Unterstützung kam von Jason Kidd, der nach seiner Vorstellung gegen die San Antonio Spurs einiges wieder gut zu machen hatte. 19 Punkte und neun Assists konnte der 35-Jährige Aufbauspieler für sich verbuchen.
„Es war eine enttäuschende Niederlage gegen die Spurs“, zeigte sich Kidd nach der Partie einsichtig. „Ich denke, wir haben nicht genug Einsatz gezeigt. Wir haben eine gute Möglichkeit ausgelassen. Aber heute haben wir wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das machen wir schon die ganze Saison über so.“
Dallas schloss die erste Halbzeit mit einem 18:2-Lauf ab und ging mit einer komfortablen 65:41-Führung in die Pause. Dank einer starken Wurfquote aus dem Feld (53%, 39 von 73) und einer überragenden Reboundarbeit (51:25) geriet der Sieg in Halbzeit zwei zu keiner Zeit wirklich in Gefahr. Zwar kamen die Bucks acht Minuten vor Schluss noch einmal auf 83:94 heran, doch zwei schnelle Korbleger von Kidd und ein daraus resultierender 14:0-Lauf besiegelte die Niederlage Milwaukees.
Brandon Bass zeigte von der Bank kommend mit 18 Punkten und 11 Rebounds eine starke Vorstellung, während sich Dirk Nowitzki zurückhielt. Lediglich 14 Punkte erzielte der Deutsche und blieb damit im vierten Spiel hintereinander unter 15 Zählern.
Auf Seiten der Bucks zeigte Charlie Villanueva eine starke Partie. Der Forward verbuchte die ersten 11 Punkte Milwaukees für sich und schloss die Partie mit 25 Zählern ab. Daneben spielten Charlie Bell mit 19 und Richard Jefferson mit 16 Punkten auffällig.
Dallas bleibt trotz des Sieges auf Platz acht in der Western-Conference, hat aber in den nächsten drei Partien gegen Oklahoma City, Toronto und abermals Oklahoma City die Möglichkeit, Boden gut zu machen. Milwaukee steht weiterhin auf Platz acht der Eastern-Conference und wäre damit trotz der Ausfälle von Leistungsträgern wie Michael Redd (Knie) und Andrew Bogut (Rücken) für die Playoffs qualifiziert.
Randnotizen: Gegen die Mavericks wurden im ersten Viertel drei technische Fouls gepfiffen (Antoine Wright, Howard und Rick Carlisle). +++ Dallas verwandelte die letzten sieben Würfe in Halbzeit eins.