Lamar Odom (Foto) lässt sich Zeit. Auf ein neues Vertragsangebot der Los Angeles Lakers hat der Free-Agent bisher nicht reagiert. Die amtierenden Champions der NBA wollen ihren besten Einwechselspieler unbedingt für drei weitere Jahre an die Franchise binden, doch Odom liegen Gerüchten zufolge auch Angebote von den Miami Heat und den Dallas Mavericks vor. (mehr…)
Artikel-Schlagworte: „Ron Artest“
L.A. Lakers: Verhandlungen mit Odom stocken
Mittwoch, 15. Juli 2009Der Meistermacher hat noch nicht genug
Sonntag, 5. Juli 2009
Derzeit läuft es wie geschmiert in der „Stadt der Engel”. Kurz nach der Verpflichtung von Ron Artest gab Phil Jackson (Foto) bekannt, seinen Vertrag bei den Los Angeles Lakers für die kommende Saison erfüllen zu wollen. Neuigkeiten und Gerüchte gibt es auch aus Boston, Portland, New York und Detroit. (mehr…)
Überraschung: Ron Artest zu den Lakers
Freitag, 3. Juli 2009
Der ehemalige „Bad Boy“ der Liga hat einen neuen Verein. Ron Artest (Foto) wechselt von den Houston Rockets zu seinem absoluten Lieblingsclub, den Los Angeles Lakers. Im Gegenzug verlässt Trevor Ariza den amtierenden Meister und ersetzt Artest zukünftig in Houston. Die Dallas Mavericks stehen währenddessen vor der Verpflichtung eines Neuzugangs auf der Center-Position. (mehr…)
“Sie wollen einfach nicht aufgeben”
Freitag, 15. Mai 2009
„Die letzten zwei Tage musste ich überall hören, dass wir niemals ein siebtes Spiel erzwingen können“, so Rick Adelman (Foto), Headcoach der Houston Rockets. „Das Problem an der Aussage ist nur, dass meine Mannschaft ihr keinen Glauben geschenkt hat“. Mit 95:80 besiegte das Team aus Texas die Los Angeles Lakers und gleicht somit die Zweitrunden-Serie zum 3:3 aus. (mehr…)
Revanche: L.A. demütigt Houston
Mittwoch, 13. Mai 2009
Die Los Angeles Lakers rücken die Verhältnisse in den NBA-Playoffs 2008/2009 wieder zurecht. Mit 118:78 besiegt das Team um Kobe Bryant (Foto) die Houston Rockets und nimmt somit erfolgreich Revanche für die vorhergegangene Niederlage gegen ersatzgeschwächte Gäste aus der Texas-Metropole. (mehr…)
Los Angeles holt sich den Heimvorteil zurück
Samstag, 9. Mai 2009Der große Favorit der Western-Conference meldet sich im Playoff-Geschehen endgültig zurück. Durch einen überzeugenden 108:94-Auswärtserfolg über die Houston Rockets sichern sich die Los Angeles Lakers die 2:1-Führung im hitzigen Zweitrunden-Duell beider Mannschaften. Der obligatorische Platzverweis durfte dabei natürlich nicht fehlen. (mehr…)
Fisher und Alston gesperrt, Bryant spielberechtigt
Freitag, 8. Mai 2009Für Derek Fisher von den Los Angeles Lakers und Rafer Alston von den Orlando Magic werden die vergangenen Playoff-Partien ihrer Teams ein Nachspiel haben.
Fisher wird wegen seines Body-Checks gegen Luis Scola im dritten Aufeinandertreffen mit den Houston Rockets gesperrt fehlen, während Alston für seinen Schlag auf Eddie House’ Hinterkopf von seiner Mannschaft im nächsten Spiel gegen die Boston Celtics ersetzt werden muss.
Derek Fisher vs. Luis Scola:
Rafer Alston vs. Eddie House:
Kobe Bryant kommt dagegen nach seinem Ellbogen-Check gegen Ron Artest ohne Sperre davon. Stu Jackson, Vize-Präsident der Liga und für die Sichtung und Ahndung harter Fouls zuständig, kommentiere die Entscheidung wie folgt: „Der Ellbogen-Hieb war Teil des Kampfes um den Rebound. Daneben ging die Attacke nicht, wie von Artest reklamiert, gegen dessen Hals, sondern gegen seine Brust. Wir haben das Foul im Nachhinein als unsportliches Foul der Klasse 1 gewertet, da der Kontakt nicht oberhalb des Schulterbereiches stattfand.“
Kobe Bryant vs. Ron Artest:
Unsportliche Fouls der Klasse 1 führen im Gegensatz zu unsportlichen Fouls der Klasse 2 nicht zu einer automatischen Sperre, wie im Falle von Fisher und Alston geschehen.
Vor gut einer Woche wurde bereits Dwight Howard von den Orlando Magic im Spiel gegen die Philadelphia 76 nachträglich aufgrund eines Ellbogen-Checks gegen den Kopf von Samuel Dalembert für eine Partie gesperrt.
Spieler des Tages: Kobe Bryant
Donnerstag, 7. Mai 2009„Du kannst mich nicht stoppen.“
Für diese Worte in Richtung Shane Battiers wurde Kobe Bryant Mitte des letzten Viertels mit einem technischen Foul belegt.
Doch er hatte Recht. Beim 111:98-Sieg der Los Angeles Lakers über die Houston Rockets im zweiten Spiel der Conference-Semi-Finals entschied Bryant das Duell mit dem Defensiv-Spezialisten deutlich zu seinen Gunsten.
Nicht nur 40 Punkte sprechen eine deutliche Sprache. Mit 16 erfolgreichen Würfen bei 27 Versuchen lieferte L.A.’s Superstar daneben eine beeindruckende Quote aus dem Feld ab. Zudem wusste er Gegenspieler Ron Artest geschickt zu provozieren und diesem indirekt einen Platzverweis anzuhängen.
„Es war ein gutes, physisches Spiel“, so Bryant nach der Partie. „Wir haben mit einer sehr hohen Intensität agiert, weil für uns viel auf dem Spiel stand. Von der zunehmenden Härte haben wir letztendlich nur profitiert.“
„Von Beginn an wollten wir aggressiv und konzentriert zur Sache gehen“, so der 30-Jährige weiter. „Für uns war das heute ein Test, und es hat großen Spaß gemacht.“
Bryant verpasste es gegen Houston nur knapp, Larry Bird vom fünften Rang der erfolgreichsten Punktesammler in der Geschichte der NBA-Playoffs zu verdrängen. Dafür fehlen ihm noch drei Zähler, die er mit Sicherheit im nächsten Aufeinandertreffen beider Teams für sich verbuchen kann.
Playoff-Prügel in L.A.
Donnerstag, 7. Mai 2009Diese Serie verspricht spannende Unterhaltung pur.
Bereits im zweiten Aufeinandertreffen zwischen den Los Angeles Lakers und den Houston Rockets wurden fünf technische Fouls gepfiffen und zwei Spieler des Feldes verwiesen.
Playoff-Basketball vom Feinsten.
Mit dem besseren Ende für die gastgebenden Lakers, die nach der vorangegangenen Niederlage die Serie dank eines 111:99-Sieges zum 1:1 ausgleichen konnten.
Das Team um Meistermacher Phil Jackson ging dabei äußerst druckvoll in die Partie und entschied das erste Viertel mit 39:25 zu seinen Gunsten. Doch Houston steckte im Gegenzug keinesfalls auf und erkämpfte sich zur Halbzeitpause einen ausgeglichenen Spielstand von 57:57.
Bis dahin ging es einigermaßen zivilisiert zur Sache. Doch das sollte sich ganz schnell ändern.
Ende des dritten Spielabschnittes wurden zunächst Luis Scola von den Rockets und Lamar Odom sowie Luke Walton von den Lakers kollektiv mit einem technischen Foul belegt, kurz bevor Derek Fisher wegen eines rüden Remplers gegen Scola vom Spielgeschehen ausgeschlossen wurde.
„Das sind die Playoffs“, so Kobe Bryant, mit 40 Punkten (16 Treffer bei 27 Versuchen aus dem Feld) überragender Akteur auf dem Parkett. „So läuft das nun einmal.“
Den Höhepunkt einer intensiv geführten Partie stellte dann der Platzverweis von Ron Artest (Foto) dar. Mit 25 Punkten bis dato bester Spieler der Rockets, fühlte sich Artest nach einem Ellbogen-Check durch Bryant gegen seinen Hals von den Schiedsrichtern übergangen, woraufhin er gestenreich lamentierte und ein unsportliches Foul für den Superstar der Lakers einforderte. Als Artest schließlich Bryant selbst zur Rede stellen wollte, hatten die Referees genug und verwiesen den exzentrischen Forward des Feldes.
„Wir spielen hier Basketball, da gibt es nun mal jede Menge Körperkontakt“, so Bryant anschließend. „Wenn unser Gegner austeilt, muss er auch damit rechnen, irgendwann mal einzustecken.“
Ohne Artest waren die Rockets im Angriff ihrer effektivsten Waffe beraubt. Zudem bekam die Truppe aus Texas Bryant in der Folge nicht mehr unter Kontrolle. Mit sieben Punkten in Serie brach der Shooting-Guard den Rockets kurz vor Ende der Partie das Genick.
Bryant wurde, im Gegensatz zur Auftaktniederlage gegen Houston, von Seiten Pau Gasols mit 22 Punkten und 14 Rebounds eine Menge Unterstützung zuteil, der zudem vier Würfe blocken konnte. Auf Seiten der Rockets zeigte neben Artest Carl Landry mit 21 Zählern (persönliche Playoff-Bestmarke) und zehn Rebounds eine starke Leistung, wohingegen Yao Ming mit 12 Punkten und zehn Abprallern einen eher ruhigen Abend durchlebte.
In der Schlussphase der Partie machten vor allem unzählige Ballverluste und die daraus resultierenden Fast-Break-Punkte der Lakers Houston zu schaffen, die den bisherigen Serien-Verlauf dennoch als Erfolg verbuchen dürfen. Das Team von Headcoach Rick Adelman konnte sich durch den Sieg im ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften den Heimvorteil sichern und hat in der Nacht auf Samstag im heimischen Texas abermals die Gelegenheit, die Führung in der Serie „Best of Seven“ zu übernehmen.
Dann wäre es allerdings von Vorteil, wenn sich die Rockets nicht abermals während der entscheidenden Phase der Partie selbst schwächen würden.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Spieler des Tages: Yao Ming
Dienstag, 5. Mai 2009„Ich habe keine Ahnung, was unsere medizinische Betreuung mit ihm angestellt hat, aber er kam aus der Umkleidekabine wie Rocky.“
So beschrieb Rick Adelman, Headcoach der Houston Rockets, die Rückkehr Yao Mings in die Partie gegen Los Angeles.
Yao hatte sich kurz zuvor im letzten Viertel bei einem Zusammenstoß mit Kobe Bryant heftig das Knie geprellt und musste von zwei Gehilfen gestützt das Spielfeld verlassen. Eine Kamera fing daraufhin die ergreifenden Bilder des Chinesen ein, wie er sich gegen eine Behandlung in der Umkleidekabine wehrte und nur eins im Sinn hatte: zurück zu seiner Mannschaft, zurück aufs Parkett.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Lakers in der Verteidigung kein Mittel gegen den 2,29-Meter-Riesen gefunden - und sollten es auch nach seiner Rückkehr nicht. 28 Punkte und zehn Rebounds steuerte Yao dem überraschenden 100:92-Sieg seiner Mannschaft bei, acht Zähler davon nach der Prellung seines Knies.
„Er hatte es verdammt eilig zurückzukommen“, so Team-Kamerad Ron Artest über seinen Mitspieler. „Jede Sekunde, die er nicht auf dem Feld stehen konnte, hat ihn innerlich umgebracht. Ich war so stolz auf ihn. Er hat eine Menge Courage bewiesen und gewusst, dass wir ihn für diesen Sieg benötigen.“
Yao erzielte seine Punkte dabei durch einer starken Quote von der Freiwurflinie: zehn Treffer bei zehn Versuchen. Aus dem Feld konnte er daneben neun von 17 Würfen versenken.
„Mir geht es gut, Dankeschön“, so der Center anschließend auf die Frage nach seiner Gesundheit. „Mein Knie fühlt sich gut an, ich muss jetzt nur noch ein wenig Eis draufpacken.“
Bis zum nächsten Aufeinandertreffen beider Teams in der Nacht auf Donnerstag hat er dazu jede Menge Zeit.
Yao Ming gegen die Los Angeles Lakers (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Rockets mit dicker Überraschung in L.A.
Dienstag, 5. Mai 2009Kein guter Tag für die NBA-Finalisten der vergangenen Saison.
Nachdem bereits die Boston Celtics ihre Auftaktpartie zur zweiten Playoff-Runde gegen die Orlando Magic abgeben mussten, zogen auch die Los Angeles Lakers im heimischen Staples Center gegen die Houston Rockets mit 92:100 den Kürzeren.
Dabei ging es heftig zur Sache.
Im ersten Viertel wurde zunächst Shane Battier von den Rockets mit vier Stichen am linken Auge genäht, bevor es Pau Gasol im zweiten Spielabschnitt ebenfalls per Cut am Auge erwischte. Schließlich musste Yao Ming (Foto) im finalen Viertel nach einer Kollision mit Kobe Bryant aufgrund einer Knieprellung in die Katakomben der Halle begleitet werden. Doch der Chinese konnte wenig später aufs Parkett zurückkehren.
„Ich bin Gott sei Dank nicht verletzt“, so der 28-Jährige nach der Partie. „Ich habe einen starken Schlag auf mein Knie abbekommen, doch ich wusste sofort, dass es nichts Ernstes ist und es weitergehen würde.“
Yao war es auch, auf den die Lakers vergangene Nacht keine Antwort fanden. 28 Punkte und zehn Rebounds standen am Ende der Partie für den Center zu Buche, darunter zehn von zehn erfolgreich verwandelten Freiwürfen und acht Zähler nach seinem Zusammenstoß mit Bryant. Unterstützung wurde ihm dabei von Ron Artest (21 Zähler) und Aaron Brooks (19) zuteil. Dabei narrte Brooks mit seiner Schnelligkeit die Abwehr-Reihen L.A.’s ein ums andere Mal.
Auf Seiten der Lakers ragte in der Offensive einmal mehr Bryant selbst heraus. Der Shooting-Guard erzielte in 44 Minuten Einsatzzeit 32 Punkte (neben acht Rebounds), benötigte dafür allerdings auch 31 Würfe aus dem Feld. In einer durchweg eng geführten Partie markierte der Superstar nach einer holprigen ersten Hälfte (lediglich acht Zähler gegen die eisenharte Defense von Battier und Artest) 22 der letzten 42 Lakers-Punkte - letztendlich dennoch zuwenig.
Houston zeigte sich im Vergleich zu Los Angeles defensiv stabiler und im Angriff ausgeglichener besetzt. Neben Bryant, Zweiter bei der Wahl zum diesjährigen MVP der regulären Saison, konnte kein Akteur der Lakers mehr als 15 Zähler für sich verbuchen. Trevor Ariza mit zehn, Gasol mit 14 (neben 13 Rebounds) und Andrew Bynum ebenfalls mit zehn Zählern (früh mit drei Fouls belastet) waren an Unterstützung für Bryant deutlich zuwenig.
„Unsere Offensive hat mir heute überhaupt nicht gefallen“, so Lakers-Headcoach Phil Jackson nach der Begegnung. „Wir haben jeglichen Killerinstinkt im Abschluss vermissen lassen.“
Los Angeles konnte von 18 Würfen jenseits der Dreierlinie lediglich zwei verwandeln. Daneben wusste das Team mit 12 von 19 erfolgreichen Freiwürfen ebenfalls nicht zu überzeugen.
Dennoch blieb Jackson auf der anschließenden Pressekonferenz betont gelassen. „Es ist nicht so schlimm wie es aussieht, wir sind ok. In der kommenden Partie werden wir die richtige Antwort finden. Schlechter als heute können wir sowieso nicht spielen.”
„Wir waren heute extrem hungrig, wir wollten diesen Sieg“, so Yao von der Gegenseite über die Leistung seiner Mannschaft. „Wir wissen dennoch, dass wir die Lakers auf keinen Fall unterschätzen dürfen. Sie werden mit Sicherheit viel stärker in die zweite Partie gehen.“
Das müssen sie auch, denn sonst wird es mit zwei Heimniederlagen ganz schwierig, die Serie „Best of Seven“ gegen ein hoch motiviertes und extrem selbstbewusstes Team aus Houston noch zu drehen.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Das Ende einer schwarzen Serie
Freitag, 1. Mai 2009„Das war der größte Sieg meiner Karriere.“
Mit Yao Ming (Foto) steht nach Carmelo Anthony ein weiterer NBA-Superstar in Runde zwei der Playoffs, der zuvor stets an der Auftakthürde gescheitert war. Nach einem 92:76-Sieg über die Portland Trail Blazers in Spiel sechs der Serie ziehen die Houston Rockets zum ersten Mal nach 1996 wieder in die Conference-Semi-Finals ein. Nach sieben Erstrunden-Pleiten in Serie.
„Es gab viel Gerede über mich und das Team, dass wir es niemals schaffen würden“, so Yao nach dem gestrigen Sieg seiner Mannschaft. „Damit ist jetzt endlich Schluss.“
Auch der Headcoach des Teams, Rick Adelman, zeigte sich nach dem Weiterkommen erleichtert, obwohl er lediglich für einen Erstrunden-Exitus der Rockets verantwortlich war. „Ich muss jetzt Gott sei Dank keine Fragen nach der schwarzen Serie dieser Franchise beantworten.“
Small-Forward Shane Battier blies daneben ins selbe Rohr: „Es ist wirklich angenehm, diese Fragen nie wieder gestellt zu bekommen.“
Großen Anteil am Sieg über Portland im sechsten Aufeinandertreffen beider Mannschaften hatte Ron Artest (Foto). Houstons Neuverpflichtung vor der laufenden Spielzeit war mit 27 Punkten Topscorer seiner Mannschaft und ein Vorbild für das ganze Team. 90 Sekunden vor Ende der Partie, die Rockets hatten den Sieg bereits in der Tasche, hechtete sich der massige Forward mit vollem Einsatz nach einem Ball in die Zuschauerränge.
„Ich wollte den jungen Spielern damit demonstrieren, wie wichtig jeder Ballbesitz während einer Playoff-Partie ist“, so Artest anschließend.
Den ausgelassen feiernden Houston-Fans gab der 29-Jährige nach dem Spiel noch eine Botschaft mit nach Hause. „Wir sind noch lange nicht fertig“, so Artest über die Hallenlautsprecher.
Eine Kampfansage an die Los Angeles Lakers, die in Runde zwei der Playoffs auf die Rockets warten.
Defensivstarke Rockets behalten die Nerven
Samstag, 25. April 2009„Wir spielen als Mannschaft. Und genau deswegen haben wir heute gewonnen.“
Dieser Satz aus dem Munde Luis Scolas (Foto) beschreibt eingängig die große Stärke der Houston Rockets. Trotz durchwachsener Leistungen der beiden besten Akteure im Kader des Teams, Yao Ming (sieben Punkte, 13 Rebounds) und Ron Arterst (neun Zähler), gelang den Texanern ein 86:83-Sieg über die Portland Trail Blazers.
Für Ming und Artest sprangen Scola (19 Punkte, neun Rebounds) und Shane Battier (16 Zähler) in die Bresche und führten die Mannschaft von Headcoach Rick Adelman zur 2:1-Führung der Playoff-Erstrunden-Serie.
„Wir können Spiele mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewinnen“, so Scola weiter. „Erwischen Ron und Yao einen schwachen Tag, sind wir trotzdem in der Lage, jeden Gegner zu schlagen. Und das ist eine überaus wertvolle Eigenschaft.“
Der Schlüssel zum Erfolg lag neben einer starken Team-Leistung einmal mehr im Abwehrverhalten der Rockets. Battier und Artest hielten den zuvor so stark agierenden Brandon Roy von der Gegenseite bei 19 Punkten, für die er 18 Würfe aus dem Feld benötigte.
„Artest und Battier klebten heute wie die Fliegen an mir“, so der Shooting-Guard nach der Begegnung. „Auch sauber gestellte Blöcke konnten sie nicht von einer hautengen Verteidigung abhalten.“
Für Portland war es die alte Leier: Spielen Roy und LaMarcus Aldridge (13 Zähler, acht Rebounds) gut, sind sie schwer zu schlagen. Erwischen beide nicht ihren besten Tag, kommt von den restlichen Blazers-Akteuren meist zu wenig.
Und genau in diesem Punkt unterscheidet sich Portland von Houston.
Dennoch gelang es der Mannschaft aus dem Bundesstaat Oregon, die Partie fast noch zu kippen. Ein 17-Punkte-Vorsprung der Rockets schmolz in der Schlussphase der Begegnung bis auf einen Punkt zusammen. Doch Houston bewahrte die Nerven an der Freiwurflinie und verwandelte während der finalen 18 Sekunden der Partie fünf von sechs Versuchen. Den letzten Wurf vergab Aaron Brooks (11 Punkte), doch der 1,83-Meter-Flitzer schnappte sich den Rebound seines eigenen Versuches und sicherte somit Houston den Sieg.
Für Portland bleibt derweil zu hoffen, dass Roy und Aldridge im vierten Aufeinandertreffen mit den Rockets am morgigen Sonntag einen besseren Tag erwischen. Sonst droht die Vorentscheidung in der Serie „Best of Seven“.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Spieler des Tages: Brandon Roy
Mittwoch, 22. April 200942 Punkte.
In der Geschichte der Portland Trail Blazers bedeuten 42 Zähler die zweithöchste Ausbeute eines Spielers während einer Playoff-Partie.
Verantwortlich für diese bemerkenswerte Leistung, und daneben auch für den 107:103-Sieg Portlands über die Houston Rockets, war Brandon Roy.
In seiner zweiten Playoff-Begegnung überhaupt.
Ron Artest und Shane Battier, zwei der besten Verteidiger in der NBA, konnten den Shooting-Guard nicht an einer starken Quote von 15 Treffern bei 27 Würfen aus dem Feld hindern. Daneben fand Roy noch die Zeit, sieben Rebounds aus der Luft zu pflücken.
„Aus meiner Sicht war Brandon heute deswegen so gut, weil keine seiner Aktionen erzwungen war“, zeigte sich Portlands Headcoach Nate McMillan nach der Partie angetan von seinem All-Star. „Und das gegen einen so unglaublich starken Verteidiger wie Artest.“
Der Gelobte selbst stellte anschließend den Erfolg der Mannschaft über seine eigene Leistung. „Wir haben heute Nacht als Team Selbstvertrauen gesammelt, und das ist das Wichtigste überhaupt.“
Brandon Roy gegen die Houston Rockets (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
NBA-Playoffs: Heimteams setzen sich durch
Mittwoch, 22. April 2009Nachdem die NBA-Playoffs 2008/2009 vergangenes Wochenende mit drei Auswärtssiegen eröffnet wurden, zieht langsam aber sicher so etwas wie Normalität in die Endrunde ein.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gaben sich die gastgebenden Mannschaften keine Blöße.
Erwartungsgemäß besiegten die Cleveland Cavaliers in der Quicken Loans Arena die gastierenden Detroi Pistons mit 94:82 und führen die Erstrunden-Serie nun mit 2:0 Siegen an. Wie bereits beim 102:84-Auftakterfolg ließen die Cavs den Gästen aus „Motown“ lange Zeit keine Chance. Nach drei absolvierten Vierteln schien die Partie beim Stand von 77:50 entschieden. Doch Detroit nutzte die Abwesenheit von LeBron James, der bereits für die nächste Begegnung geschont werden sollte, zu einem 27:5-Lauf und verkürzte den Abstand zu Cleveland auf sieben Punkte.
„The King“ kehrte aufs Spielfeld zurück und sorgte dafür, dass die Pistons nur kurz an einer Sensation schnuppern konnten.
„Die ersten sieben Spielabschnitte dieser Serie haben wir einen eindrucksvollen Basketball gezeigt“, so der Superstar nach der Partie. „Wir lassen uns das durch ein schwaches letztes Viertel sicher nicht kaputt machen.“
Das Trio um James (29 Punkte, 13 Rebounds, sechs Assists), Delonte West (20 Zähler) und Mo Williams (21 Punkte, sieben Vorlagen) präsentierte sich als übermächtiger Gegner für eine zeitweise desolat auftretende Mannschaft aus Detroit. Richard Hamilton mit 17 sowie Rodney Stuckey mit 14 Zählern punkteten für die Pistons noch am häufigsten, benötigten für ihre Ausbeute jedoch ganze 31 Würfe aus dem Feld.
„Es will einfach nichts funktionieren, egal was wir auch unternehmen“, gab sich Antonio McDyess (acht Punkte, 11 Rebounds) nach der Begegnung ratlos. „Wir müssen ein perfektes Spiel abliefern, um gegen Cleveland gewinnen zu können.“
Gelegenheit dazu haben die Pistons am kommenden Freitag, wenn es in der Serie für Partie Nummer drei nach Detroit geht.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Roy dominiert Houston, Mutombo mit Karriere-Ende
Richtig spannend entwickelte sich währenddessen die Begegnung zwischen den Portland Trail Blazers und den Houston Rockets. Nachdem das Team aus dem Bundesstaat Oregon zum Playoff-Auftakt vor heimischem Publikum noch eine 81:108-Klatsche hinnehmen musste, hatten die Blazers vergangene Nacht das bessere Ende auf ihrer Seite.
Mit 107:103 besiegte Portland die Gäste aus Texas und glich die Erstrunden-Serie somit nach zwei Begegnungen wieder aus. Angeführt von einem überragenden Brandon Roy (42 Punkte, sieben Rebounds) konnten die Blazers ihre erste Playoff-Partie seit sechs Jahren gewinnen.
Roy war es auch, der in der spielentscheidenden Phase den Unterschied für seine Mannschaft ausmachte. Sechs Punkte erzielte der Shooting-Guard während der letzten zwei Minuten der Partie. Auf der Gegenseite war es Aaron Brooks (23 Punkte), der sein Team mit drei Verzweiflungs-Dreiern in den verbleibenden 30 Sekunden im Spiel hielt. Doch auf der Gegenseite verwandelten die Akteure der Tail Blazers ihre Freiwürfe sicher (neun von 12) und entschieden die Partie letztendlich knapp zu ihren Gunsten.
Insgesamt 12 Mal wechselte die Führung, 16 Mal wies die Begegnung einen ausgeglichenen Spielstand auf. Keine Mannschaft konnte sich im Verlauf der Partie mit mehr als acht Punkten absetzen.
Neben Roy trumpfte auf Seiten Portlands LaMarcus Aldridge mit 27 Punkten und 12 Rebounds auf. Bei Houston zeigte sich neben Brooks Von Wafer mit 21 und Ron Artest mit 19 Zählern am treffsichersten. Yao Ming blieb dagegen mit 11 Zählern (neben acht Rebounds) erstaunlich blass.
„Jetzt wissen wir was zu tun ist“, so Aldridge nach der Begegnung. „Wir müssen körperlich dagegenhalten und mit Selbstvertrauen agieren, um in den Playoffs ein Spiel zu gewinnen.“
Die zweitjüngste Mannschaft der Liga (nach den Golden State Warriors) bekommt am Freitag eine weitere Möglichkeit, zusätzliche Erfahrung in der Endrunde zu sammeln.
Auf Seiten der Rockets kam es im ersten Viertel der Begegnung derweil zu einem tragischen Zwischenfall. Center-Legende Dikembe Mutombo (bis dahin ohne Punkte) verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Greg Oden (vier Zähler, vier Rebounds) so schwer am Bein, dass er das Spielfeld auf einer Trage verlassen musste.
Nach der Partie erklärte der gebürtige Kongolese seine Karriere für beendet: „Das wars mit Basketball.“
„Als ich mit der Verletzung auf dem Spielfeld lag, musste ich richtig weinen“, so Mutombo anschließend. „Doch in der Umkleidekabine entschied ich mich, positiv zu denken. Ich danke Gott für die wundervollen 18 Jahre, die ich in dieser Liga hatte.“
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):



