Artikel-Schlagworte: „Ryan Hollins“

News-Überblick: Singleton verlängert in Dallas

Mittwoch, 16. September 2009

James Singleton verstärkt auch im kommenden Jahr den Frontcourt der Dallas Mavericks. Trotz bescheidenen Aussichten auf große Spielanteile verlängert der Power-Forward seinen Vertrag in Texas um eine Spielzeit. Die Minnesota Timberwolves können derweil einen weiteren Neuzugang vermelden, ebenso wie die New York Knicks. (mehr…)

Die Odyssee des Q. Rich

Freitag, 14. August 2009

Quentin Richardson muss sich in diesen Tagen vorkommen wie auf einem modernen Sklavenmarkt. Bereits zum vierten Mal in diesem Sommer wurde der Dreierspezialist per Spielertausch an ein anderes Team abgegeben. Seit vergangener Nacht sind die Miami Heat offizieller Arbeitgeber Richardsons, die im Gegenzug einen Center nach Minnesota zu den Timberwolves schickten. (mehr…)

Brandon Roy soll in Portland verlängern

Mittwoch, 5. August 2009

Brandon RoyDie Portland Trail Blazers stehen kurz davor, mit ihrem besten Spieler zu verlängern. Brandon Roy (Foto), dessen Vertrag in einem Jahr ausläuft, soll für eine astronomische Summe langfristig an die Mannschaft gebunden werden. Die Dallas Mavericks werden sich währenddessen aller Voraussicht nach von einem Center trennen. (mehr…)

Dallas Mavericks @ Denver Nuggets 105:117

Mittwoch, 6. Mai 2009

Déjà-vu.

Die Dallas Mavericks haben es verpasst, aus ihrer Auftaktpleite die nötigen Lehren zu ziehen.

Nach einem fast identischen Spielverlauf musste sich das Team aus Texas auch im zweiten Duell gegen die Denver Nuggets am Ende deutlich mit 105:117 geschlagen geben.

Abermals legte Dallas mit 30:22 ein starkes erstes Viertel hin, abermals war die Partie zur Halbzeit beim Stand von 55:58 völlig offen. Nach einem ausgeglichenen dritten Abschnitt brachen im finalen Viertel jedoch erneut alle Dämme im Spiel der Mavericks.

„Ich glaube, dass Dallas heute teilweise sogar das bessere Team war“, lies Nuggets-Coach George Karl nach dem Sieg seiner Mannschaft verlauten. „Aber es liegt im Charakter unserer Mannschaft, während der letzten 12 Minuten einer Partie noch einmal richtig Gas zu geben und die Intensität unseres Spiels zu steigern.“

Darauf fanden die Mavericks in der entscheidenden Phase der Begegnung keine Antwort.

Zwar leistete sich die Truppe von Headcoach Rick Carlisle neun Ballverluste weniger als im ersten Aufeinandertreffen beider Teams (11 anstatt 20), und die Punkte-Differenz unter den Brettern konnte mit 34:50 etwas ausgeglichener gestaltet werden, doch waren es letztendlich die selben Schwächen, die Dallas jeglicher Chancen auf den Sieg berauben sollten: entscheidende Ballverluste im finalen Viertel, Defizite unterm Korb, schwache Verteidigung der gegnerischen Fast-Breaks.

Und dann kam auch noch Pech hinzu.

Josh HowardJosh Howard (Foto), neben Jason Kidd bester Maverick in der Erstrunden-Serie gegen die San Antonio Spurs, kam nach seiner Sprunggelenks-Verletzung aus Partie Nummer eins lediglich während den ersten sechs Minuten der Begegnung zum Einsatz. Dallas vermisste in der Folge Howards Zug zum Korb und dessen Verteidigung gegen den offensiv gefährlichsten Akteur der Nuggets, Carmelo Anthony (25 Punkte), schmerzlich.

Dirk Nowitzki zeigte derweil abermals eine ganz starke Partie und war mit 35 Punkten (11 von 20 aus dem Feld, 12 von 13 Freiwürfen, daneben neun Rebounds) Topscorer der Begegnung. Doch in Abwesenheit von Howard war die Scoring-Last der Mavericks auf zu wenigen Schultern verteilt. Neben dem Würzburger punkteten lediglich Jason Terry mit 21 und Antoine Wright mit zehn Zählern zweistellig. Carlisle hatte Wright anstelle von J.J. Barea (fünf Punkte) in die erste Fünf berufen, um seiner Mannschaft mehr spielerische Härte einzuimpfen - mit durchwachsenem Ergebnis. Abermals präsentierten sich die Nuggets über weite Strecken einsatzfreudiger und aggressiver.

„Wir sind einfach ein explosives Team“, gab Chauncey Billups (18 Punkte, acht Vorlagen) nach der Partie zu Protokoll. „Das ist unser Stil. So spielen wir bereits das ganze Jahr über.“

Kenyon MartinDas Schlüssel-Matchup der Serie spielte sich währenddessen abermals unter den Körben ab. Hier hat Dallas die größten Defizite, und Denver wusste dies bisher schonungslos offen zu legen. Erneut ließen der starke Nené (25 Zähler, acht Rebounds), Kenyon Martin (Foto, 12 Punkte) und Chris Andersen (acht Zähler, neun Rebounds) durch ihre Athletik und Schnelligkeit Erick Dampier (vier Punkte, vier Abpraller) und Ryan Hollins (acht Zähler, vier Rebounds) ganz alt aussehen. Carlisle versuchte es daneben mit James Singleton (fünf Punkte), der im bisherigen Playoff-Verlauf kaum zum Einsatz kam - ohne Erfolg.

Daneben spielten die Nuggets ihren Geschwindigkeits-Vorteil abermals gnadenlos aus und entschieden die Fast-Break-Statistik mit 25:9 Punkten deutlich zu ihren Gunsten.

Die Mavericks gehen nun mit einem 0:2-Rückstand aus der Serie „Best of Seven“ in den dritten Schlagabtausch beider Mannschaften, der Samstagnacht im American Airlines Center zu Dallas steigt. Dort besteht berechtigter Grund zur Hoffnung auf eine bessere Leistung, schließlich wurden von den vergangenen 18 Heimpartien 17 gewonnen. Die einzige Niederlage kam allerdings gegen die Nuggets zustande, die während der laufenden Saison nun eine Bilanz von 6:0 Siegen gegen das Team von Besitzer Mark Cuban aufweisen können.

Für die Mavericks wird es Zeit, diese Serie zu brechen, denn ein 0:3-Rückstand wäre mit dem Ausscheiden aus der Endrunde gleichzusetzen. Noch nie in der Geschichte der NBA-Playoffs war eine Mannschaft in der Lage, dieses Ergebnis noch drehen.

„Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit, um uns zu sammeln und neu zu formieren“, so Carlisle über die anstehende Aufgabe. „Wir müssen dringend an ein paar Dingen arbeiten.“

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks @ Denver Nuggets 95:109

Sonntag, 3. Mai 2009

Euphoriebremse für die Dallas Mavericks.

Im ersten Spiel der Conference-Semi-Finals gegen die Denver Nuggets musste das Team aus Texas am Ende eine deutliche 95:109-Schlappe einstecken. Die Mavs liegen zu Beginn der Serie „Best-of-Seven“ dadurch mit 0:1 Siegen im Hintertreffen.

Lange Zeit sah die körperbetonte Begegnung nach einer engen Angelegenheit aus. Viertel Nummer eins entschieden die Mavericks mit 24:16 zu ihren Gunsten, Denver wusste sich dabei phasenweise nur durch rüde Fouls zu helfen. Nach einem anschließenden 17:8 Zwischenspurt der Nuggets und dem Halbzeitergebnis von 47:51 hatten sich die Verhältnisse aber schnell wieder ausgeglichen. Im dritten Spielabschnitt konnte die Mannschaft von Rick Carlisle nochmals mit 66:64 in Führung gehen, bevor das Team komplett den Faden verlor.

Jason KiddWährend den letzten 15 Minuten der Partie häuften sich die individuellen Fehler auf Seiten der Mavs. Jason Kidd (Foto, 15 Punkte, vier Vorlagen), der über die komplette Serie gegen die San Antonio Spurs lediglich drei Ballverluste fabrizierte, verbuchte derer acht (!) gegen Denver. Völlig untypisch für den ansonsten so umsichtig agierenden Spielmacher. „Ich habe den Ball teilweise in die Zuschauerränge geworfen”, so Kidd anschließend. “Das darf mir nicht passieren.”

Insgesamt war die Truppe von Besitzer Mark Cuban für 20 Ballverluste verantwortlich. Ein Wert, mit dem keine Endrunden-Partie zu gewinnen ist. „Wir haben uns selbst geschlagen”, so Jason Terry nach der Begegnung, der selbst vier Mal den Ball verlor.

Ebenfalls ungewohnt für den bisherigen Playoff-Verlauf präsentierte sich die Bank der Mavericks. Terry erzielte zwar 15 Zähler für die zweite Garde seines Teams, doch daneben konnte kein Dallas-Einwechsel-Spieler mehr als sechs Zähler auf der Anzeigetafel vermerken. Ganz im Gegensatz zur Bank der Nuggets, die starke 39 Punkte zum Sieg ihrer Mannschaft beitrug.

Ein spielentscheidender Faktor der Partie war daneben die Punkteausbeute beider Mannschaften im Fast-Break. Denver schaltete stets blitzartig von Verteidigung in Offensive und beendete die Begegnung mit 29 Zählern nach schnellen Konterangriffen. Dallas dagegen konnte in dieser Statistik lediglich vier Punkte für sich verbuchen, auch dank der vielen Stockfehler von Kidd.

Nene HilarioGroße Defizite im Spiel der Mavericks wurden daneben unter den Brettern erkennbar. Erick Dampier (schwerfällig, drei Punkte, sechs Rebounds) und Ryan Hollins (unkonzentriert und übermotiviert, sechs Zähler, sechs Abpraller) hatten ihren Gegenspielern Nené (Foto, 24 Punkte, Karriere-Playoff-Bestleitungs) und Chris Andersen (11 Zähler, ebenfalls eine persönliche Bestmarke während der Endrunde, daneben fünf Blocks) offensiv wie defensiv nur wenig entgegenzusetzen. Vor allem Nené entwickelte sich bereits früh zum absoluten Albtraum-Matchup für Dampier, der dem gebürtigen Brasilianer in Sachen Athletik und Schnelligkeit nicht gewachsen war.

Dirk Nowitzki zeigte dagegen phasenweise ein ganz starkes Spiel und begann die Partie mit sechs Treffern bei sechs Versuchen aus dem Feld. Doch der Deutsche hatte gegen den „Birdman“ Andersen auch des Öfteren Schwierigkeiten, einen sauberen Wurf in der Offensive zu bekommen. Der achtfache All-Star beendete die Begegnung mit 28 Zählern und zehn Rebounds.

„Als ich mir nach dem Spiel die Statistik angeschaut habe, dachte ich, ich sehe nicht recht”, so Nowitzki über den Ausgang der Partie. „Ich hatte eher das Gefühl, wir hätten mit 30 Zählern Unterschied verloren. Jedes Mal, wenn wir die Chance hatten den Spielstand zu verkürzen, haben wir den Ball hergeschenkt.” 

Josh Howard zeigte währenddessen wie gewohnt mit 13 Punkten eine starke Anfangsphase, tauchte im späteren Spielverlauf jedoch völlig ab und beendete das Spiel mit lediglich 15 Zählern. Ende des ersten Viertels hatten Dallas und Howard dabei eine Schrecksekunde zu überstehen, als der 29-Jährige mit dem rechten Fuß umknickte. Nach kurzer Behandlung in der Umkleidekabine konnte Howard im zweiten Spielabschnitt aufs Parkett zurückkehren, doch wirkte er von da an längst nicht mehr so bissig wie zu Beginn der Partie.

Auf Seiten der Nuggets präsentierten sich neben Nené Carmelo Anthony mit 23 und J.R. Smith mit 15 Zählern auffällig. Chauncey Billups, Anführer der Truppe, durchlebte mit sechs Punkten und sechs Vorlagen dagegen einen eher ruhigen Arbeitstag.

Dallas muss währenddessen dringend den eigenen Spielaufbau in den Griff bekommen, um in der Nacht auf Mittwoch nicht bereits mit 0:2 Siegen ins Hintertreffen zu geraten. Daneben gilt es, das schnelle Umschalten der Nuggets von der Defensive in die Offensive effektiver zu unterbinden, sowie die Kreise von Nené unter dem Korb besser einzudämmen.

Viel Arbeit für Coach Carlisle und seine Jungs in ziemlich kurzer Zeit.

„Du kannst im Vorfeld soviel besprechen wie du willst”, gab Nowitzki über die Serie gegen Denver zu Protokoll. „Ich vermute, wir mussten heute hier einfach selbst die Erfahrung machen, wie es ist, in den Playoffs gegen die Nuggets zu spielen.”

„Jetzt liegt es an uns, im nächsten Aufeinandertreffen besser zu spielen.”

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Texas-Showdown vor der Entscheidung

Dienstag, 28. April 2009

Heute Nacht können die Dallas Mavericks das erste Mal seit drei Jahren wieder eine Playoff-Serie für sich entscheiden.

Ab 3:30 Uhr deutscher Zeit steigt in San Antonio das fünfte Duell der Texas-Rivalen. Beim aktuellen Stand von 3:1 zieht Dallas mit einem Sieg in die Conference-Semi-Finals ein und wird dort entweder auf Denver oder New Orleans treffen.

Dirk NowitzkiDirk Nowitzki (Foto) zeigt sich vor dem Showdown äußerst zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft. Auf die Frage, ob er über seinen Punkteschnitt von nur 16,3 Zählern pro Partie enttäuscht wäre, antwortete der Deutsche: „Wir liegen mit 3:1 vorne. Ich spiele für den Erfolg der Mannschaft und nicht für meine persönlichen Statistiken. Ich spiele, um in den Playoffs weiterzukommen.“

Auch ohne 25 Punkte pro Partie durch den achtfachen All-Star waren die Mavericks zuletzt im Stande, San Antonio in die Knie zu zwingen.

Nowitzkis Mitspieler profitieren dabei extrem von der erhöhten Aufmerksamkeit, die dem Forward von Seiten der Spurs-Defensive zuteil wird. „Wer behauptet, Dirk würde nicht genug punkten, der versteht dieses Spiel nicht“, so Team-Kollege Jason Kidd. „Dirk macht das sehr gut. Er bleibt geduldig und nimmt keine schlechten Würfe gegen Double- oder Triple-Teams.“

Stattdessen schafft Nowitzki Räume für seine Nebenleute, die dadurch zu offenen Würfen kommen oder den gewonnenen Platz nutzen, um zum Korb zu ziehen.

Ähnlich steht es um Jason Terry, der mit 12 Punkten pro Spiel gegen die Spurs 6,6 Zähler unter seinem Saisonschnitt liegt. Doch Terry bindet meist Bruce Bowen an sich, den besten Verteidiger in Reihen San Antonios.

Josh HowardDie Spurs befinden sich in einem Dilemma. Nowitzki muss gedoppelt werden, Bowen wird auf Terry angesetzt. Wer verteidigt nun Josh Howard (Foto), J.J. Barea, Antoine Wright oder Brandon Bass? Genau hier liegt der Schlüssel zum guten Abschneiden der Mavericks begraben. Die Mitspieler von Terry und Nowitzki wissen ihre Freiräume exzellent zu nutzen und machen bisher den Unterschied in der Serie aus.

„Wir agieren als Einheit“, so Barea über die Stärke seines Teams. „Wir wollen alle das Gleiche. Man kann es auf dem Parkett in Dirks Augen sehen. Egal wer punktet, er will einfach nur gewinnen. Wenn dein Anführer so denkt, beginnen alle Spieler so zu denken.“

Während der regulären Saison war Dallas die meiste Zeit abhängig von Terry und Nowitzki. Mittlerweile gilt die Ausgeglichenheit im Kader als größte Stärke der Mavericks.

Ganz im Gegensatz zu den Spurs, die im Angriff lediglich über zwei Optionen verfügen. Tony Parker und mit Abstrichen Tim Duncan (anhaltende Knieprobleme). Dahinter kommt absolut nichts. Zuletzt erzielte das Duo während Spiel Nummer vier der Serie 68 der 90 Spurs-Zähler. Zuwenig, Dallas gewann die Partie mit 99:90.

Auch dank einer Energie-Leistung von Nachwuchs-Center Ryan Hollins.

Als Erick Dampier im dritten Viertel mit vier Fouls belastet vom Spielfeld musste, bekam Hollins seine große Chance. Und er packte sie am Schopf. In 19 Spielminuten griff sich der 24-Jährige acht Rebounds und blockte drei Würfe.

„Ich weiß nicht, was er vor dem Spiel eingeworfen hat“, so Nowitzki scherzhaft über seinen Mitspieler. „Aber er muss mir unbedingt etwas von diesem Zeug abgeben.“

Der Würzburger weiter: „Er war überall auf dem Platz. Er ist unsere Ein-Mann-Presse.“

Weniger gute Nachrichten gibt es derweil von Josh Howard, der heute nicht am Training seiner Mannschaft teilnehmen konnte. Der Small-Forward plagt sich immer noch mit den Folgen einer Sprunggelenksverletzung herum. Doch es gilt als unwahrscheinlich, dass Howard an seinem 29. Geburtstag nicht für die Mavericks auflaufen wird.

„Ich habe für diesen Tag nur einen Wunsch. Den Sieg.“

Dallas Mavericks gegen San Antonio Spurs 99:90

Sonntag, 26. April 2009

Tony Parker und Tim Duncan können es alleine nicht richten.

Auch 68 Punkte des Duos der San Antonio Spurs sollten an diesem Abend gegen eine ausgeglichene Mannschaftsleistung und ein frenetisches Publikum der Dallas Mavericks nicht ausreichen. Mit 99:90 bezwang die Truppe von Headcoach Rick Carlisle vergangene Nacht den ewigen Rivalen aus Texas. Dallas führt die Serie „Best of Seven“ nun mit 3:1 Siegen an und kann bereits am kommenden Dienstag den Einzug in die Conference-Semi-Finals durch einen Erfolg in San Antonio perfekt machen.

Doch dieser komfortablen Ausgangslage ging ein schweres Stück Arbeit voraus.

Von Beginn an narrte Parker die Dallas-Defense nach Lust und Laune. Ganz im Gegensatz zum vergangenen Duell beider Mannschaften, in dem der Shooting-Guard lediglich 12 Punkte erzielen konnte, fanden die Mavericks im vierten Aufeinandertreffen mit den Spurs kein Mittel gegen den Franzosen.

Parker verbuchte gegen Dallas 43 Zählern, davon 31 in Halbzeit eins (interne Playoff-Bestmarke von George Gervin eingestellt). Doch mit zunehmender Spieldauer fiel es dem 26-Jährigen sichtlich schwerer, die komplette Punktelast im Angriff seiner Mannschaft zu tragen. Das dritte Viertel beendete er mit lediglich vier Punkten, im Schlussabschnitt verbuchte er deren acht. Duncan konnte derweil an seinem 33. Geburtstag 25 Zähler und zehn Rebounds für sich verzeichnen. Doch kein anderer Akteur im Trikot San Antonios erzielte daneben mehr als sieben Punkte. Zusammengerechnet waren die Spurs-Akteure, die nicht Parker oder Duncan hießen, für nur 22  Zähler verantwortlich.

„Die Mavs haben im Angriff deutlich mehr Waffen als wir“, so Parker nach der Begegnung. „Unser Fokus ist limitiert auf Dirk und Jason Terry, und mit denen kommen wir bisher auch gut zurecht. Aber die anderen Jungs bringen uns um.“

Josh HowardDallas erbrachte somit den Beweis, dass Basketball noch immer ein Teamsport ist. Fünf Spieler der Mavs wiesen eine zweistellige Punkteausbeute auf, darunter Josh Howard (Foto) mit 28 Zählern am erfolgreichsten (sieben von 14 aus dem Feld, drei von sechs jenseits der Dreierlinie, 11 von 13 Freiwürfen).

„Was Josh unserer Mannschaft gibt, ist nicht ersetzbar“, so Carlisle anschließend über die starke Leistung Howards.

Dirk Nowitzki erwischte derweil einen rabenschwarzen Tag. Der achtfache All-Star wirkte phasenweise komplett verunsichert und schenkte ein ums andere Mal in Bedrängnis und von den Spurs gedoppelt den Ball her. Mit 12 Punkten und nur neun Versuchen aus dem Feld (bei vier Treffern) zeigte der Deutsche offensiv seine schwächste Partie während der Erstrunden-Serie gegen San Antonio. In der Verteidigung konnte er allerdings mit 13 Rebounds voll überzeugen.

„Die anderen Jungs sind heute für Dirk in die Bresche gesprungen“, äußerte sich Jason Kidd über die Leistung seiner Mannschaft. „So wie wir uns die ganze Saison über auf ihn verlassen konnten, konnte er sich heute auf uns verlassen. Ich glaube nicht, dass er jede Nacht 30 Zähler erzielen muss. Wir sehen momentan in dieser Serie, dass wir auch so gewinnen können.“

Dallas hatte es sich währenddessen selbst zuzuschreiben, dass die Partie überhaupt so spannend geriet. Beim Stand von 47:38 im zweiten Viertel vergab Jason Terry (zehn Punkte, lediglich drei Treffer bei 17 Versuchen aus dem Feld) einen offenen Fastbreak-Korbleger. San Antonio drehte in der Folge die Partie und ging mit einer 55:51-Führung in die Halbzeitpause.

Nach einem starken dritten Spielabschnitt, den Dallas mit 29:16 dominierte, fanden die Spurs Mitte des vierten Viertels abermals zurück in die Partie. Beim Stande von 87:84 aus Sicht der Mavs war die Begegnung wieder völlig offen.

Doch das Team aus “Big D” präsentierte sich während der finalen Spielminuten nervenstark. Der defensiv auffällige Ryan Hollins (acht Rebounds, drei Blocks) verbuchte zunächst per Slam-Dunk seine einzigen Punkte des Abends, bevor Nowitzki mit einem Korbleger und Howard durch fünf von sechs verwandelten Freiwürfen die Partie zu Gunsten der Mavericks entschieden. Auf der Gegenseite hatten die Spurs ihr Heil in Dreipunktwürfen gesucht, doch mit sieben Fehlwürfen während der letzten drei Minuten der Begegnung nicht gefunden.

Herauszuheben ist auf Seiten der Mavericks die Leistung von Kidd (17 Punkte, sieben Vorlagen, sieben Rebounds). Dallas’ Spielgestalter lenkte die Geschicke seiner Mannschaft derart umsichtig, dass er in 40 Minuten auf dem Parkett keinen einzigen Ballverlust produzierte. Zudem strahlte er zu jeder Zeit der Begegnung eine absolute Ruhe aus und integrierte geschickt alle Mavs-Akteure ins Spiel seiner Mannschaft.

Auch Erick Dampier wusste unter den Brettern zu überzeugen. Mit einer Intensität, die man in Dallas lange von ihm vermisst hatte, stürzte sich der Center in jeden Zweikampf und beendete die Partie mit zehn Punkten und sechs Rebounds. Antoine Wright lies sich derweil von seiner Degradierung in die zweite Garde der der Mannschaft nicht irritieren (J.J. Barea, neun Punkte, vier Vorlagen, startete erneut an seiner Stelle), und lieferte mit neun Zählern, darunter zwei ganz wichtige Dreier, eine ansprechende Leistung ab.

Die Mavericks haben nun alle Chancen in der Hand, einer durchwachsenen Saison mit dem Erreichen der zweiten Playoff-Runde endgültig eine positive Wende zu geben.

San Antonio muss sich hingegen etwas einfallen lassen, um die minimale Chance auf ein Weiterkommen zu wahren. Tony Parker und Tim Duncan sind dabei auf die Hilfe ihrer Team-Kameraden angewiesen. Ohne sie wird es nicht reichen.

 Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Denver @ Dallas 103:101

Samstag, 28. März 2009

Die Serie von neun Heimsiegen der Mavericks in Folge fand gestern Nacht ein jähes Ende.

Dirk Nowitzki vergab sieben Sekunden vor Schluss durch einen verpassten Spungwurf die Chance auf den Sieg und Dallas musste sich gegen die Denver Nuggets mit 101:103 geschlagen geben.

„Ich werde einen offenen Wurf mit der Möglichkeit auf den Sieg immer nehmen“, so Nowitzki, mit 26 Punkten und 11 Rebounds bester Mann auf Seiten der Texaner, nach der Partie trotzig. Dallas hatte sogar noch eine zweite Chance auf den Sieg, doch Antoine Wright (ein Punkt, null von sieben Versuchen aus dem Feld) vergab nach einem Offensiv-Rebound ebenfalls.

Durch die Niederlage der Mavs, die das erste Mal in dieser Spielzeit ohne Jason Kidd (Rücken) auskommen mussten, gestaltet sich das Erreichen einer besseren Platzierung für die diesjährigen Playoffs als immer schwieriger. Auf die Plätze sechs und sieben haben die achtplatzierten Mavericks zwei Spiele Abstand, von hinten machen die Phoenix Suns mit drei Partien Rückstand Druck.

„Es ist offensichtlich, wie wichtig Jason für unser Spiel ist“, gab Coach Rick Carlisle nach der Begegnung zu Protokoll. „Unser Gegner würde niemals 56 Prozent seiner Würfe verwandeln, wenn er auf dem Parkett steht.“ Kidd kam zuvor 100 mal in Folge für die Mavericks zum Einsatz.

Gegen Denver war es vor allem Carmelo Anthony, der Dallas vor fast unlösbare Probleme stellte und die Partie mit 43 Zählern, inklusive dem entscheidenden Korb 12 Sekunden vor Schluss, beendete. Egal ob am Brett, per Zug zum Korb oder durch weite Jump-Shots – der Forward kam an diesem Abend nach Belieben zu seinen Punkten.

„Ich kann immer scoren. Ich kann das sogar im Schlaf“, zeigte sich Anthony nach der Partie selbstbewusst. Unterstützung bekam er dabei von J.R. Smith (22 Zähler). Daneben erzielte kein Akteur der Nuggets mehr als zehn Punkte.

Bei Dallas rückte für Kidd Jason Terry (20 Punkte) auf die Position des startenden Spielmachers. Daneben kam James Singleton (drei Punkte, drei Rebounds) zu seinem ersten Einsatz von Beginn an in dieser Saison. Der Schachzug sollte nicht aufgehen. Singleton sah in der Verteidigung gegen Anthony kein Land und war auch im Angriff nicht gefährlich.

Dennoch hatte Dallas die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Am Ende lag es an der mangelnden Durchschlagskraft in der Offensive. 23 Sekunden vor Ende der Partie verwandelte J.J. Barea (22 Punkte) einen Dreier zur 101:100-Führung der Mavs, bevor Anthony die Kontrolle übernahm und Nowitzki scheiterte.

Der Deutsche durchlebte trotz seiner 26 Punkte einen durchwachsenen Abend. In der ersten Halbzeit verwandelte Nowitzki noch fünf von zehn Versuchen aus dem Feld, während es im zweiten Spielabschnitt lediglich zwei von 13 waren. Seine Freiwurfquote war hingegen mit 12 Treffern bei 13 Versuchen wie immer tadellos.

„Wir leben und sterben mit Dirks Würfen“, so Carlisle anschließend. „Gegen Indiana hat er den Game-Winner verwandelt und auch heute hatte er freie Sicht. Wir werden weiterhin auf ihn bauen, denn Dirk ist unser Anführer.“

Neben Nowitzki, Terry und Barea kam kein Spieler der Mavericks auf eine zweistellige Punktausbeute.

Dallas beendete die Partie mit schwachen 35 Prozent aus dem Feld, zeigte jedoch zu jedem Zeitpunkt der Begegnung vollen Einsatz und Leidenschaft. „Wir haben uns heute die Seele aus dem Leib gespielt“, so Ryan Hollins (neun Punkte, acht Rebounds) nach der Partie.

Doch ohne Kidd und den verletzten Josh Howard (Sprunggelenk) fehlt es der Mannschaft am nötigen Talent, Spiele gegen starke Gegner wie die Nuggets zu entscheiden.

Am Sonntag steht für Dallas das härteste Matchup der gesamten Liga auf dem Plan. Dann geht es nämlich zu den Cleveland Cavaliers, die Zuhause bisher erst eine Partie abgeben mussten. Mit oder ohne Kidd, eine fast unmöglich zu lösende Aufgabe.

Zusammenfassung der Partie:

Dallas @ Atlanta 87:95

Freitag, 20. März 2009

Personell stark gebeutelt und ohne Fortune von der Dreierlinie musste sich Dallas den Hawks in Atlanta mit 87:95 geschlagen geben.

Neben Josh Howard (Sprunggelenk) fehlte den Mavericks vergangene Nacht auch Erick Dampier mit einem geschwollenen Knie. Dazu mussten die Texaner ab dem Ende des zweiten Viertels auf Coach Rick Carlisle verzichten, der nach zwei technischen Fouls der Halle verwiesen wurde.

Hinzu kam, dass Jason Terry mit lediglich acht Punkten (drei von 13 aus dem Feld, einer von neun Dreier-Versuchen) eine ganz schwache Vorstellung ablieferte. Auch Dirk Nowitzki konnte mit 23 Punkten und 12 Rebounds die Niederlage nicht verhindern.

Dabei waren gegen Atlanta nicht mangelnder Einsatz oder schlechtes Rebounding Ursachen für die Niederlage. Dallas dominierte vor allem in der Offensive die Bretter und entschied diese Statistik mit 16:8 für sich. Auch in der Verteidigung schnappten sich die Mavericks mit 33:30 mehr Abpraller als der Gegner. Nein, für die Pleite verantwortlich waren die schlechte Wurfauswahl und die Trefferquote von Außen.

Dallas verwandelte gegen die Hawks lediglich sechs von 31 Dreipunkt-Würfen (19,4%). Im letzten Viertel waren es gar null von zehn. Unverständlich, warum die Mavericks nicht versuchten, öfter zum Korb zu gehen um damit  auch mehr Freiwürfe zugesprochen zu bekommen. In der ersten Halbzeit standen die Akteure von Dallas nicht ein einziges Mal an der Linie. Aus diesem Grund fing sich Carlisle auch seine Verbannung ein, als er lautstark mit den Offiziellen über ein nicht gegebenes Foul an Nowitzki debattierte.

„Ich glaube, Dirk wurde gehalten und geschubst“, so Carlisle nach der Partie. „Ich habe immer wieder auf ein Foul hingewiesen. Als ich mich direkt zum Schiedsrichter umgedreht habe, wurde ich rausgeschmissen.“

Nach dem ersten Viertel lagen die Mavs noch mit 29:23 in Führung, bevor das Team aus der Southwest-Division in Spielabschnitt zwei völlig einbrach und mit einem 45:56-Rückstand in die Halbzeit ging.

„Unser Start in die Partie war wirklich ansprechend“, analysierte Jason Kidd (acht Punkte, sechs Assists, acht Rebounds) das Spielgeschehen, „Im zweiten Viertel lief für uns dann leider nicht mehr viel zusammen. Wir haben gegen die Hawks zwar phasenweise gut verteidigt, doch durch die schlechte Dreierquote kamen wir einfach zu selten zu Punkten.“

Ein Lichtblick für Dallas war Ryan Hollins, der Dampier auf der Center-Position mit 13 Punkten (Karriere-Bestmarke) und sieben Rebounds (Karriere-Bestmarke eingestellt) mehr als ordentlich vertrat. Daneben zeigte Antoine Wright mit 16 Punkten eine solide Partie für die Mavericks. Auf Seiten der Hawks, die die Saison zum ersten mal seit 1999 mit einer positiven Bilanz abschließen werden, spielten Joe Johnson (24 Punkte) und Ronald Murray (19) am stärksten.

Für das Team von Mark Cuban wird es jetzt so langsam eng. Der Vorsprung auf die neuntplatzierten Suns beträgt nur noch dreieinhalb Spiele, wobei Phoenix auch noch über das einfachere Restprogramm verfügt.

Heute Nacht geht es für Dallas direkt weiter nach Indiana zu den Pacers. Dort droht bereits die vierte Auswärts-Niederlage in Folge.

Zusammenfassung der Partie:

Dallas @ Phoenix 122:117

Mittwoch, 11. März 2009

Im Fußball werden solche Partien als „Sechs-Punkte-Spiele“ bezeichnet.

Durch einen 122:117-Sieg über Phoenix festigte Dallas vergangene Nacht den achten Tabellenplatz in der Western-Conference. Der Abstand zu den neunt platzierten Suns wurde somit auf fünf Siege vergrößert.

Angeführt von einem ganz starken Dirk Nowitzki (34 Punkte, 13 Rebounds) gelang Dallas der erste Auswärtssieg bei einem Team aus dem Westen mit positiver Bilanz seit Weihnachten.

„Jetzt sind wir die Jäger“, gab Jason Kidd (12 Punkte, acht Rebounds) nach der Partie zu Protokoll. “Wir schauen nach vorne, nicht hinter uns. Wir wollen in der Tabelle so weit wie möglich nach oben.“

Bis zur Halbzeit entwickelte sich in Phoenix eine offene Partie. Die Suns gingen mit einer knappen 62:58-Führung in die Pause. Doch das dritte Viertel sollte für Dallas die Wende bringen. Coach Rick Carlisle fand laut Jason Terry (25 Punkte) in der Kabine die richtigen Worte. „Er sagte einfach, ihr seid das bessere Teams, also spielt auch so.“

Und das taten sie. Durch einen 18:4-Lauf zogen die Mavericks auf 82:74 davon. Mit 34:25 wurde das dritte Viertel zu Dallas Gunsten entschieden. Allein Nowitzki erzielte 15 Punkte in diesem Spielabschnitt.

„Dirk hat großartig gespielt, er war nicht zu stoppen“, zeigte sich Steve Nash (23 Zähler, 13 Assists) von der Gegenseite voll des Lobes über seinen alten Freund.

Drei Minuten vor Ende der Partie waren es Kidd und Nowitzki, die für die Entscheidung sorgten. Der Deutsche, von zwei Gegenspielern gedoppelt, passte den Ball gleich zweimal auf den freistehenden Kidd, der beide Male eiskalt von der Dreierlinie versenken konnte. Beim Stand von 112:99 war die Partie so gut wie entschieden.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung der Mavericks sind J.J. Barea und Ryan Hollins hervorzuheben. Barea rückte für den verletzten Josh Howard in die erste Fünf und beendete die Begegnung mit 16 Punkten. Hollins, in den vergangenen Spielen kaum zum Einsatz gekommen, musste früh für Erick Dampier (vier Punkte, fünf Rebounds) in die Partie, da dieser mit Foulproblemen zu kämpfen hatte. Und er erledigte seinen Job mit Bravour. In 14 Minuten auf dem Feld erzielte der Center neben sechs Punkte vier Rebounds und verteidigte Shaquille O’Neal (21 Punkte, acht Rebounds) äußerst effektiv. Shaq konnte Hollins auch mit einem Ellenbogen-Schlag ins Gesicht nicht verunsichern, wofür Dallas ein Offensiv-Foul zugesprochen bekam.

„Auf diese Chance habe ich lange gewartet“, zeigte sich Hollins nach der Partie euphorisch. „Ich spiele sehr gerne gegen körperlich überlegene Center. Gegen Shaq habe ich einfach versucht, meine Position zwischen Korb und ihm zu halten.“

Für Dallas war es der erste Auswärtserfolg seit dem 2. Februar in Orlando. Mit weiteren Siegen in fremder Halle in den kommenden Partien (in Portland, Golden State und bei den Lakers) können die Mavericks in der Tabelle weiter Boden gut machen. Die Suns müssen sich hingegen so langsam mit dem Gedanken an einen frühen Sommerurlaub anfreunden.

Zusammenfassung der Partie: