Kein guter Tag für die NBA-Finalisten der vergangenen Saison.
Nachdem bereits die Boston Celtics ihre Auftaktpartie zur zweiten Playoff-Runde gegen die Orlando Magic abgeben mussten, zogen auch die Los Angeles Lakers im heimischen Staples Center gegen die Houston Rockets mit 92:100 den Kürzeren.
Dabei ging es heftig zur Sache.
Im ersten Viertel wurde zunächst Shane Battier von den Rockets mit vier Stichen am linken Auge genäht, bevor es Pau Gasol im zweiten Spielabschnitt ebenfalls per Cut am Auge erwischte. Schließlich musste Yao Ming (Foto) im finalen Viertel nach einer Kollision mit Kobe Bryant aufgrund einer Knieprellung in die Katakomben der Halle begleitet werden. Doch der Chinese konnte wenig später aufs Parkett zurückkehren.
„Ich bin Gott sei Dank nicht verletzt“, so der 28-Jährige nach der Partie. „Ich habe einen starken Schlag auf mein Knie abbekommen, doch ich wusste sofort, dass es nichts Ernstes ist und es weitergehen würde.“
Yao war es auch, auf den die Lakers vergangene Nacht keine Antwort fanden. 28 Punkte und zehn Rebounds standen am Ende der Partie für den Center zu Buche, darunter zehn von zehn erfolgreich verwandelten Freiwürfen und acht Zähler nach seinem Zusammenstoß mit Bryant. Unterstützung wurde ihm dabei von Ron Artest (21 Zähler) und Aaron Brooks (19) zuteil. Dabei narrte Brooks mit seiner Schnelligkeit die Abwehr-Reihen L.A.’s ein ums andere Mal.
Auf Seiten der Lakers ragte in der Offensive einmal mehr Bryant selbst heraus. Der Shooting-Guard erzielte in 44 Minuten Einsatzzeit 32 Punkte (neben acht Rebounds), benötigte dafür allerdings auch 31 Würfe aus dem Feld. In einer durchweg eng geführten Partie markierte der Superstar nach einer holprigen ersten Hälfte (lediglich acht Zähler gegen die eisenharte Defense von Battier und Artest) 22 der letzten 42 Lakers-Punkte - letztendlich dennoch zuwenig.
Houston zeigte sich im Vergleich zu Los Angeles defensiv stabiler und im Angriff ausgeglichener besetzt. Neben Bryant, Zweiter bei der Wahl zum diesjährigen MVP der regulären Saison, konnte kein Akteur der Lakers mehr als 15 Zähler für sich verbuchen. Trevor Ariza mit zehn, Gasol mit 14 (neben 13 Rebounds) und Andrew Bynum ebenfalls mit zehn Zählern (früh mit drei Fouls belastet) waren an Unterstützung für Bryant deutlich zuwenig.
„Unsere Offensive hat mir heute überhaupt nicht gefallen“, so Lakers-Headcoach Phil Jackson nach der Begegnung. „Wir haben jeglichen Killerinstinkt im Abschluss vermissen lassen.“
Los Angeles konnte von 18 Würfen jenseits der Dreierlinie lediglich zwei verwandeln. Daneben wusste das Team mit 12 von 19 erfolgreichen Freiwürfen ebenfalls nicht zu überzeugen.
Dennoch blieb Jackson auf der anschließenden Pressekonferenz betont gelassen. „Es ist nicht so schlimm wie es aussieht, wir sind ok. In der kommenden Partie werden wir die richtige Antwort finden. Schlechter als heute können wir sowieso nicht spielen.”
„Wir waren heute extrem hungrig, wir wollten diesen Sieg“, so Yao von der Gegenseite über die Leistung seiner Mannschaft. „Wir wissen dennoch, dass wir die Lakers auf keinen Fall unterschätzen dürfen. Sie werden mit Sicherheit viel stärker in die zweite Partie gehen.“
Das müssen sie auch, denn sonst wird es mit zwei Heimniederlagen ganz schwierig, die Serie „Best of Seven“ gegen ein hoch motiviertes und extrem selbstbewusstes Team aus Houston noch zu drehen.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):




Mit
Großen Anteil am Sieg über Portland im sechsten Aufeinandertreffen beider Mannschaften hatte
„Wir müssen immer noch eine Partie gewinnen“, gab sich
Dieser Satz aus dem Munde