Von: David Lorenz
1. Cleveland Cavaliers (Vorwoche 1.) 38:11
Vier Siege bei vier Begegnungen. So lautet die perfekte Bilanz der Cleveland Cavaliers aus der vergangenen Woche. Somit hat das Team aus dem Bundesstaat Ohio zuletzt acht Partien in Folge gewinnen können - die aktuell längste Siegesserie der Liga. Vergangene Nacht gelang dem Team dabei ein neuer Franchise-Rekord: Beim Heimsieg über die Los Angeles Clippers erzielten die Cavaliers alleine im ersten Viertel unglaubliche 46 Zähler - bei nur 20 zugelassenen Punkten L.A.’s.
2. Los Angeles Lakers (2.) 37:11
Nach einer knappen Niederlage bei den Toronto Raptors fuhren die Los Angeles Lakers zuletzt Auswärtssiege in Washington, Indiana, Philadelphia und Boston ein. Kobe Bryant scheint derweil seinen verletzungsbedingten Durchhänger überwunden zu haben, gegen die Celtics gelang ihm vergangene Nacht der Game-Winner. Mit einer Bilanz von 37 Siegen bei nur elf Niederlagen müsste es schon mit dem Teufel zugehen, sollten die Lakers die beste Bilanz der Western-Conference noch verspielen.

2009/2010 mit 17,4 Punkten (Karriere-Minuswert) und 11,0 Rebounds (Karriere-Bestwert) pro Partie: Pau Gasol
3. Denver Nuggets (3.) 32:15
Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Carmelo Anthony (Sprunggelenk) konnten die Denver Nuggets neun ihrer vergangenen zehn Partien gewinnen und somit Rang zwei in der Western-Conference vor den schwächelnden Dallas Mavericks festigen. Chauncey Billups präsentiert sich aktuell in einer überragenden Form und scheint zusätzliche Motivation aus seiner Nicht-Berücksichtigung fürs Allstar-Game 2010 zu schöpfen. Dafür fährt Denvers Chefstratege George Karl als Headcoach der Auswahl des Westens nach Dallas.
4. Utah Jazz (9.) 28:18
Die Utah Jazz haben endgültig ihre Form gefunden. Mit fünf Siegen in Serie hält die Mannschaft aus Salt Lake City aktuell die längste Erfolgsserie der Western-Conference inne. Von den vergangenen zehn Partien wurden neun gewonnen. Die beste Nachricht aus dem Mormonenstaat lautet diese Tage aber wie folgt: Deron Williams fährt zum Allstar-Game. Endlich! Es ist die erste Nominierung für den Point-Guard, der somit den inoffiziellen Titel des „besten Spielers der Liga, der nie an einem Allstar-Game teilgenommen hat“ abgibt.
5. Orlando Magic (6.) 32:16
Die Orlando Magic haben sich nach einem Zwischentief wieder berappelt. Zuletzt wurden Atlanta und Boston, die direkte Konkurrenz im Kampf um den zweiten Rang der Eastern-Conference, sowie die Detroit Pistons besiegt. Netter Nebeneffekt: Durch den Erfolg bei den Pistons sicherte sich Magic-Headcoach Stan Van Gundy den Job als Verantwortlicher für die Auswahl des Ostens beim Allstar-Game, da Mike Brown von den Cavaliers bereits letztes Jahr Regie an der Seitenlinie führte.
6 - 10: 6. Atlanta Hawks (4.) 30:16, 7. Toronto Raptors (26:22.) 28:15, 8. Dallas Mavericks (7.) 30:17, 9. Portland Trail Blazers (10.) 28:21, 10. Charlotte Bobcats (-) 24:22.
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Schlagworte: Atlanta Hawks, Boston Celtics, Carmelo Anthony, Charlotte Bobcats, Chauncey Billups, Cleveland Cavaliers, Dallas Mavericks, Denver Nuggets, Deron Williams, Detroit Pistons, George Karl, Indiana Pacers, Kobe Bryant, Los Angeles Clippers, Los Angeles Lakers, Orlando Magic, Philadelphia 76ers, Portland Trail Blazers, Stan Van Gundy, Toronto Raptors, Utah Jazz, Washington Wizards




Nach monatelangen Kämpfen um die Tabellenspitze der Eastern-Conference setzen sich die Celveland Cavaliers aktuell Schritt für Schritt von ihrer Konkurrenz ab. Im Westen haben die Los Angeles Lakers derweil zu alter Stärke zurückgefunden. Lediglich die Denver Nuggets, L.A.’s Gegner aus den vergangenen Conference-Finals, können momentan mit dem amtierenden NBA-Champion Schritt halten, während die Utah Jazz den Westen von hinten aufrollen.
Cleveland MUSS sich dieses Jahr die erste Meisterschaft holen! Und ich hoffe auch dass die Utah Jazz weit kommen in den Playoffs, die haben mit Carlos Boozer und Deron Williams einfach zwei der besten Spieler des Westens. Aber Priorität hat erstmal, dass Lebron James erneut MVP wird, bevor die Meisterschaft fokussiert wird!
Für jedes Team ist die Priorität Numero Uno die NBA Meisterschaft. Was bringt es einem Spieler einen “namenhaften” Award zu gewinnen, wenn man in den Playoffs untergeht? Siehe auch am Beispiel Nowitzki! Die Leute erinnern sich nur, dass seine Mavs gegen die Warriors sang- und klanglos in der ersten Runde untergingen und nicht, dass er der MVP dieser Saison war.
Und ich glaube wieder nicht daran, dass die Cavaliers es dieses Jahr schaffen werden. Klar, sie feiern Erfolge in der laufenden Saison. Aber genau das gleiche war es auch in der vergangenen Spielzeit. James gewinnt mit den Cavaliers keine Meisterschaft, so viel steht fest.
Ich glaube sogar, dass James zu der Sorte Spieler gehört, die sich, wenn überhaupt, mit Mühe und Not spät die Meisterschaft holen können.
Es gibt Spieler, wie ein Robert Horry, die einfach das Näschen dafür haben, wo sie das nächste Mal Meister werden können. Und James gehört nicht dazu.
Joa, ich persönlich interessiere mich jedoch sehr für die Statistiken einzelner Spieler, denn finde ich es spannend die Leistungen von Spielern, sei es Rookie oder AllStar, zu analysieren und miteinander zu vergleichen.
Sicherlich steht der Teamerfolg im Vordergrund, doch wenn ein Lebron mit all seinen Qualitäten in Offensive und Defensive so enorm dazu beiträgt, dass Cleveland eine gute Saison spielt und weiter spielen wird, ist es mir wichtig, dass seine Leistungen gewürdigt werden.
Und in Bezug auf die Zielsetzung der einzelnen Teams sollte man eher realistisch bleiben und tiefstapeln, der erfolgreiche Abschluss der Regular Season zur Sicherung eines (guten) Playoff-Platzes ist erstma wichtig.
Über den Verlauf der Playoffs kann man ab Mitte April anfangen zu spekulieren und selbst dann fänd ich es aufgrund der Kaderveränderungen sinnlos jeglichen Vergleich zu den Playoffs 2009 zu ziehen.
Was Robert Horry anbetrifft: Zunächst ist Lebron James kein Ergänzungsspieler, der sich beispielsweise den Lakers anschließen muss, um jemals bzw. weitere Meisterschaften gewinnen zu können. Falls es dieses Jahr für James und Cleveland noch nicht zur Meisterschaft kommen sollte, ist es trotzdem besser für James dort weiter zu spielen. Cleveland ist abgesehen von Shaq und Z ein junges Team, welches durch einzelne Kadererweiterungen in Zukunft auf jeden Fall regelmäßig Meisterschaftsanwärter sein kann.
Siehe Chicago Bulls, dort hat man das Team um Jordan so lange verbessert, bis die richtige Konstellation für die Championships geschaffen war und immerhin sind die Bulls mit Jordan vorher 6 mal in den Playoffs gescheitert, bis es soweit war. Darüber, ob es nun dieses Jahr oder erst in Zukunft zur Cavs-Meisterschaft kommt, kann man nur spekulieren. Was jedoch fest steht, dass James in Cleveland eine Perspektive mit einer jungen Mannschaft hat, welche er lediglich als Ergänzungsspieler für alternde Meisterschaftsanwärter wie die Lakers,Celtics oder Spurs nicht hätte.
Aber es ist schon bemerkenswert, wie gerne die Cavaliers-Fans ihren “Messias” mit Jordan vergleichen
Ich bin wirklich sehr gespannt auf den kommenden Sommer.
Mir geht es speziell um Jordans Stellung als Führungsspieler im Vergleich zu Lebrons Rolle bei den Cavaliers und nicht darum die Stats und Skills der beiden Spieler konkret miteinander zu vergleichen.
Die Ausgangslage der beiden Teams vor dem Draft Pick ist auch vergleichbar, die Bulls hatten nur einen Division-Titel in 1975 geholt, die Cavs einen Division-Titel in 1976 und zwei unerfolgreiche Teilnahmen in den Eastern finals erlebt,bevor die beiden Starspieler der Teams kamen.
Übrigens will ich auch mal daran erinnern, wie sehr auch ein Jordan beim mehrmaligen Scheitern in den Playoffs vor der Meisterschaft kritisiert wurde. Lebron hat noch genügend Zeit seinen Kritikern zu beweisen, dass er für den Gewinn einer Meisterschaft imstande ist.
Ich seh das Ganze auch etwas anders als Dimi. Ich verstehe nicht so ganz, warum Du so wenig von LeBron hälst. Klar muss man sein teilweise arrogantes Auftreten nicht mögen, aber ihm deswegen gleich Meisterschaftschancen mit Cleveland absprechen?
2008 hatten die Cavs das Pech gegen Boston mit 3:4 rauszufliegen, die damals das Maß aller Dinge in der NBA waren. Vergangenes Jahr hatte Orlando genau die Waffen im Gepäck, die Cleveland am meisten zusetzten konnten: sichere Dreierschützen und einen dominanten Center. Das hat für die Cavs einfach nicht gepasst. Doch dieses Jahr sieht es wieder anders aus, sie haben sich genau in den Punkten verstärkt (wobei auch Shaq gegen Howard Probleme bekommen wird und nicht der beste Pick & Roll-Verteidiger ist, doch zumindest die Dreierlinie dürfte mit Parker und Moon besser geschützt sein).
Aus meiner Sicht hat James die allerbesten Voraussetzungen, bereits in diesem Jahr Meister mit Cleveland zu werden, auch wenn es natürlich sehr sehr schwer wird. Aber die Chance ist ohne Zweifel da, Lakers hin, Magic her.
Ich sehe das ähnlich wie David.