MVP-Top5: Dwight Howard & Dirk Nowitzki rücken vor

Von: David Lorenz

Dwight HowardDas Rennen um den diesjährigen MVP-Award der National Basketball Association wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zwischen LeBron James, Kobe Bryant und eventuell Kevin Durant entschieden werden. Daran ist wohl kaum noch zu rütteln. Hinter dem Spitzentrio präsentieren sich derweil Dwight Howard (Foto) und Dirk Nowitzki mit einer stark ansteigenden Formkurve. (mehr…)

1. LeBron James, Cleveland Cavaliers (Vorwoche 1.)

29,8 Punkte, 7,1 Rebounds, 8,5 Assists, 1,7 Steals, 1,0 Blocks, 50,2 FG%, 77,3 FT%

LeBron JamesNach drei Niederlagen in Folge konnten die Cleveland Cavaliers und ihr Superstar LeBron James zuletzt wieder einen Sieg über die New Orleans Hornets feiern. Der Titelverteidiger des letztjährigen MVP-Awards liegt derweil zusammen mit Oklahoma Citys Kevin Durant an der Spitze der besten Korbjäger der Liga. Der Dreikampf um den diesjährigen Scoring-Titel verspricht spannend zu werden, schließlich hat Denvers Carmelo Anthony (29,2 Zähler pro Partie) ebenfalls noch ein Wörtchen mitzureden.

2. Kobe Bryant, Los Angeles Lakers (2.)

27,9 Punkte, 5,4 Rebounds, 4,6 Assists, 1,7 Steals, 0,3 Blocks, 46,3 FG%, 81,6 FT%

Kobe BryantWas für ein Comeback. Im ersten Spiel nach seiner Sprunggelenksverletzung erzielte Kobe Bryant gegen die Memphis Grizzlies 32 Punkte und den entscheidenden Korb zum Sieg seiner Lakers. Eine Nacht später hatte L.A.’s Nummer 24 dann allerdings mit einer schwachen Wurfquote aus dem Feld zu kämpfen. Bei der knappen Niederlage gegen die Dallas Mavericks gelangen Bryant lediglich neun Treffer bei 23 Versuchen aus dem Spiel heraus. Nichtsdestotrotz ist man in Los Angeles heilfroh, den Superstar der Mannschaft gesund zurück zu wissen.

3. Kevin Durant, Oklahoma City Thunder (3.)

29,8 Punkte, 7,6 Rebounds, 2,9 Assists, 1,4 Steals, 0,9 Blocks, 47,9 FG%, 88,2 FT%

Kevin DurantMaurice Brooks von ESPN’s Awards Watch sieht Kevin Durant schon auf Rang zwei in der Liste der diesjährigen MVP-Favoriten - noch vor Kobe Bryant. Gegen Durant spricht jedoch , dass die Oklahoma City Thunder zuletzt zwei Spiele in Folge abgeben mussten, nachdem sie zuvor neunmal in Serie gewinnen konnten. Vergangene Nacht gegen die San Antonio Spurs verpasste Durant darüber hinaus zum ersten Mal nach 29 Spielen in Folge die 25-Punkte-Marke. In der vielleicht entscheidenden Szene der Partie wurde er zu allem Überfluss von Manu Ginobili beim Dunking geblockt. Dennoch: Durant und seine Thunder absolvieren trotz der beiden jüngsten Niederlagen eine fantastische Saison.

4. Dwight Howard, Orlando Magic (6.)

18,7 Punkte, 13,5 Rebounds, 1,6 Assists, 1,6 Steals, 2,8 Blocks, 60,7 FG%, 61,1 FT%

Dwight HowardDwight Howard hat endgültig zu seiner Form aus dem Vizemeisterschafts-Jahr der Orlando Magic zurückgefunden. Nach einem etwas holprigen Beginn in die Saison mischt „D-12“ die Liga mittlerweile wieder kräftig auf. Neben gewohnt starken Leistungen in der Defensive (Howard führt die Liga in Rebounds und Blocks pro Partie an) klappte es zuletzt auch immer besser im Angriff. In den vergangenen vier Partien Orlandos, von denen die Magic drei gewinnen konnten, erzielte Howard 28,5 Punkte im Schnitt. Vergangene Nacht beim Sieg über die Houston Rockets lieferte das Kraftpaket zudem eine perfekte Partie ab, indem er aus dem Feld alle elf Versuche (zumeist per Dunking) verwandeln konnte. Da sich Howard zudem 16 Rebounds von den Brettern griff, stellte er mit 19 Double-Doubles in Folge eine neuen Franchise-Bestmarke auf. Vorheriger Rekordhalter der Magic: Shaquille O’Neal.

5. Dirk Nowitzki, Dallas Mavericks (8.)

24,8 Punkte, 7,6 Rebounds, 2,5 Assists, 0,9 Steals, 1,1 Blocks, 47,4 FG%, 90,5 FT%

Dirk NowitzkiDas erste Drittel der Saison hätte für Dirk Nowitzki nicht besser laufen können. Er punktete so häufig wie noch nie zuvor in seiner Karriere und die Mavericks eilten von Sieg zu Sieg. Dann verirrten sich drei Zähne von Gegenspieler Carl Landry in Nowitzkis rechtem Ellbogen, was ihn in der Folge beim Wurf behindern sollte. Mittlerweile ist der neunfache All-Star aber wieder ganz der Alte. In den vergangenen sechs Partien erzielte Nowitzki stets mindestens 23 Punkte und die Mavericks verließen dabei fünfmal als Sieger das Parkett. Seine 90,5-prozentigen Trefferquote von der Freiwurflinie in der laufenden Saison bedeutet zudem eine Karriere-Bestleistung für den Power-Forward.

6 - 10: 6. Chris Bosh (4.), 7. Deron Williams (7.) , 8. Carmelo Anthony (10.), 9. Steve Nash (9.), 10. Chauncey Billups (5.) / Joe Johnson (-)

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3 Kommentare zu „MVP-Top5: Dwight Howard & Dirk Nowitzki rücken vor“

  1. Dmitrij Karle sagt:

    Ich bewundere einfach das Spiel von Kevin Durant. Wenn er noch etwas mehr Muskelmasse draufpackt, viel braucht er nicht (realistischer Vergleich: Rashard Lewis), wird er noch um einiges athletischer werden.
    Aber dieses Jahr reicht es wohl nicht für den MVP. Aber seine Zeit wird noch kommen. Genauso wie der Thunder. Da baut sich echt was zusammen. Wie ich schon in einem meiner Artikel erwähnt habe, brauchen die Thunder nur noch einen Top-Veteranen in die Zone (Ich würde an dieser Stelle Carlos Boozer gerne bevorzugen, vlt. auch Bosh) und diese Mannschaft könnte u.U. sogar schon in der kommenden Saison um den Titel mitspielen. Ja, soweit möchte ich mich aus dem Fenster lehnen ;)

    p.s.

    Gute Gedanken, die ich jedoch leider, aufgrund von Zeitmangel, nicht in einen Artikel umwandeln kann. Aber es kommt etwas bald. Seid gespannt ;)

  2. Alexander Pippus sagt:

    Ein sehr guter Beitrag - aber mal ehrlich: findet denn außer mir hier keiner, dass Nowitzki etwas überbewertet ist? Sicher ist er der beste deutsche Baller aller Zeiten und zählt sicher auch in die Top20 der NBA, aber außer einem guten Wurf im gesamten Spiel und in der Crunchtime sehe ich nicht viel, was an die Fähigkeiten von LeBron, Kobe und Kevin Durant heranreicht. Und Dwight Howard wird vielleicht mal der beste Center der NBA im neuen Jahrtausend. Aber Nowitzki? Kaum Offensivrebounds und spektakuläre Szenen - versteht mich nicht falsch, er ist sehr gut, aber neulich wurde er in einer Umfrage als bester Powerforward der NBA noch vor Chris Bosh eingestuft, dabei hält der doch die Raptors am Leben und ist viel kompletter und dominanter, wie ich finde.

  3. Matthias sagt:

    @Alexander Pius
    Mit LeBron oder Howard ist Dirk mit Sicherheit nicht zu vergleichen. LeBron ist mit Sicherheit der mit Abstand kompletteste Spieler in der NBA (imer nah am Triple Double) und Howard mit Sicherheit der beste Defensivspieler, lebt aber ansonsten wesentlich von seiner Athletik.
    Aber was haben spektakuläre Aktionen mit dem MVP Ranking zu tun. 25 Punkte sind 25 Punkte, egal ob im Dunking oder als fade away jumper (den Dirk übrigens perfekt drauf hat). Auch das mit den Offensiv Rebounds scheint mir kein Argument. Zum Vergleich: Dirk 1,0; LeBron 1,0;Bosh 2,8; Durant 1,2. Ist halt normal das diejenigen die die meisten Würfe nehmen, wenig Offensiv Rebounds bekommen.
    Nowitzki gehört meines Erachtens auf jeden Fall zu den Top 10 in der NBA und der Beste auf seiner Position. Er ist sicher nicht der spektakulärste Spieler aber dafür eine absolute Führungsfigur und Teamplayer. Ein MVP macht seine Mannschaft besser und trifft in schwierigen Situationen die richtigen Entscheidungen und genau das ist Dirk Nowitzki, der go to guy von Dallas.
    Bosh und Durant sind mit Sicherheit auch überragende Spieler, wirken m.E. aber nur so dominant weil sie in relativ schwachen Mannschaften spielen.

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