Top5: Lebenszeichen von Bryant, James verletzt

Von: David Lorenz

LeBron JamesLeBron James (Foto) schien der versammelten Konkurrenz im Rennen um den diesjährigen MVP-Award bereits enteilt zu sein. Doch momentan ist der Titelverteidiger der prestigeträchtigen Auszeichnung verletzt. Kobe Bryant vermochte währenddessen wieder voll zu überzeugen. Auch Dirk Nowitzki und Kevin Durant präsentieren sich in Topform. Die Favoriten auf den MVP-Award im Überblick. (mehr…)

1. LeBron James, Cleveland Cavaliers (Vorwoche 1.)

30,0 Punkte, 7,2 Rebounds, 8,5 Assists, 1,7 Steals, 1,0 Blocks, 50,6 FG%, 77,7 FT%

LeBron JamesLeBron James musste die vergangenen beiden Partien seiner Cleveland Cavaliers aufgrund einer Sprunggelenksprellung verletzt pausieren. Bis dato hatte der Superstar alle Begegnungen seiner Mannschaft absolvieren können. Doch für Cleveland-Fans besteht kein Anlass zur Sorge. Bereits am kommenden Freitag wird James zurück auf dem Spielfeld erwartet. Seinen Favoritenstatus auf den MVP-Award hat die Verletzung nicht beeinträchtigt. James verbucht in der laufenden Saison Karrierebestwerte bei den Vorlagen und der Trefferquote aus dem Feld. Zudem ist er mit 30,0 Punkten pro Partie aktuell der Topscorer der gesamten Liga.

2. Kobe Bryant, Los Angeles Lakers (2.)

27,8 Punkte, 5,3 Rebounds, 4,8 Assists, 1,7 Steals, 0,3 Blocks, 45,9 FG%, 82,8 FT%

Kobe BryantNach drei verlorenen Begegnungen in Folge führte Kobe Bryant seine Mannschaft vergangene Nacht zu einem hauchdünnen Sieg über die Toronto Raptors. Kein Geringerer als Bryant selbst erzielte dabei die spielentscheidenden Punkte. Was für ein exzellenter Allrounder der 31-Jährige ist, wird ob seines hohen Punkteschnitts derweil häufig vergessen. Mit knapp fünf Vorlagen und fünf Rebounds pro Partie hat Bryant das komplette Paket im Angebot. Mit durchschnittlich 1,7 Steals ist der amtierende Finals-MVP zudem ein äußerst gefährlicher Verteidiger.

3. Kevin Durant, Oklahoma City Thunder (3.)

29,6 Punkte, 7,6 Rebounds, 2,8 Assists, 1,4 Steals, 1,0 Blocks, 47,7 FG%, 88,5 FT%

Kevin DurantDie Entwicklung von Kevin Durant in der laufenden Saison zum Basketball-Superstar ist schlicht und ergreifend sensationell. Man erinnere sich, als im vergangenen Sommer einige ESPN-Experten meinten, sie müssten Durant für sein eindimensionales Spiel, seine wackelige Defense, fehlende Führungsqualitäten und seine mangelhafte Wurfauswahl kritisieren. Durant lieferte in den vergangenen Monaten die richtige Antwort auf dem Parkett. Von den angemahnten Schwächen ist im Spiel des erst 21-Jährigen weit und breit nichts zu sehen. Er spielt individuell betrachtet vielleicht sogar eine noch stärkere Saison als Kobe Bryant. Dieser hat im Vergleich zu Durant jedoch das bessere Team um sich und weiß wie kein anderer Akteur der Liga eine Partie in den Schlusssekunden zu entscheiden.

4. Dirk Nowitzki, Dallas Mavericks (5.)

25,3 Punkte, 7,7 Rebounds, 2,6 Assists, 0,9 Steals, 1,1 Blocks, 47,9 FG%, 90,6 FT%

Dirk NowitzkiWas für ein Lauf. Die Dallas Mavericks halten mit 12 Siegen am Stück aktuell die längste Erfolgsserie der Liga inne. Und Dirk Nowitzki hat einen nicht unerheblichen Anteil am texanischen Wunder. In den vergangenen beiden Wochen vermochte Nowitzki seine Durchschnittswerte bei den Punkten, Rebounds und Assists zu steigern. Zudem konnte er seine Trefferquoten aus dem Feld und von der Freiwurflinie erhöhen. 90,6 Prozent von der Linie bedeuten eine neue Karrierebestleistung für Nowitzki, der zuletzt erstmalig in seiner NBA-Laufbahn zweimal in Folge zum „Western-Conference-Player of the Week“ gekürt wurde.

5. Dwight Howard, Orlando Magic (4.)

18,6 Punkte, 13,3 Rebounds, 1,6 Assists, 1,0 Steals, 2,8 Blocks, 60,1 FG%, 61,1 FT%

Dwight HowardDwight Howard ist kein menschliches Wesen. Dwight Howard ist eine Maschine, programmiert auf Rebounds und Blocks. Dwight Howard ist der Verteidiger, der Shaquille O’Neal aufgrund seiner offensiven Fokussierung nie sein wollte oder konnte. Und genau das macht Howard aus: er liebt die Defensive und hebt dadurch seine Mannschaft auf ein ganz anderes Niveau. Es ist nicht allein die Eins-gegen-Eins-Verteidigung, die den 24-Jährigen so wertvoll macht. Es ist auch Howards Hilfe beim Verteidigen gegnerischer Guards oder Forwards, durch die er defensive Patzer seiner Mitspieler wieder auszubügeln vermag. Da fällt es auch nicht sonderlich schwer ins Gewicht, dass Howard jüngst gegen Miami nur sieben und gegen New Jersey nur 11 Zähler für sich verbuchen konnte.

6 - 10: 6. Carmelo Anthony (8.), 7. Deron Williams (7.), 8. Steve Nash (9.), 9. Chris Bosh (6.), 10. Joe Johnson (10.)

(Photo by Keith Allison | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

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9 Kommentare zu „Top5: Lebenszeichen von Bryant, James verletzt“

  1. nbachef sagt:

    Wade, Dwyane ? Nicht mal Top 10 ??!?!???!?!!!!!!??????? Im Ernst ?

  2. David Lorenz sagt:

    Heat, Miami, Rang 8 in der Eastern-Conference, 32 Siege bei 32 Niederlagen. Die Qualifikation für die Playoffs ist ernsthaft in Gefahr.

    Hab lange über Wade nachgedacht, mit dem Ergebnis, dass Johnson und Bosh Rang neun und zehn aktuell mehr verdient haben.

    Wade wäre meine Nummer 11, Duncan die 12.

  3. Dominik sagt:

    Wade ist zurecht nicht unter den Top 10. Ich vermisse bei ihm dieses Jahr ein bisschen die Konstanz bzw. auch den unbedingten Siegeswille. Die Voraussetzungen im Team sind natürlich nicht die allerbesten, aber er hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass er das Team antreiben und hochziehen kann. Un daran muss er sich nunmal dann messen lassen. Einige wenige Spitzenleistungen in dieser Saison machen keinen MPV - Wenn das das Kriterium wäre könnte sich so ziemlich jeder Hoffnungen auf die Trophäe machen.

  4. Magnus sagt:

    Ich finde die Rangfolge wie sie ist auch sehr gut. Wade spielt diese Saison nicht annähernd so überragend wie letzte und deshalb sind die Heat auch viel schlechter als in der vorausgegangenen Spielzeit.
    Aber eine Bemerkung zu James “Verletzung” … Es ist nicht wirklich eine Verletzung, er hätte beide Spiele bestreiten können.

  5. Dmitrij Karle sagt:

    Bei Dirk und Dwight wäre ich mir nicht 100% sicher. Da ich ein Fan der Verteidigung bin, würde ich wahrscheinlich eher Howard auf der vier sehen wollen. Aber um Gottes Willen nichts gegen den Dirk, Jungs :)

    Beim Thema “Wade und die Heat” kann ich allen zustimmen, die Wade nicht als DEN MVP Kandidaten sehen, wie noch vor einem Jahr.

    Ansonsten würde ich Chris Bosh 1,2 Plätze höher einsiedeln. Spielt wahrlich eine bärenstarke Saison. Melo hat stark nachgelasen. Ohne Billups würden die Nuggets schnell einbrechen.
    Und hätten die Thunder 42-45 Siege auf ihrem Konto wäre Durant in meinen Augen verdient auf dem zweiten Platz gelandet. Nichtsdestotrotz sowohl von ihm als auch den Thunder eine Top-Saison!!

  6. David Lorenz sagt:

    Ich hatte Bosh immer recht weit oben (lange in der Top5), aber jetzt war er ja eine Weile verletzt und Toronto ist ziemlich abgesackt. Er wird sich aber schnell wieder hocharbeiten denke ich.

  7. Magnus sagt:

    Außerdem glaube ich, dass Lebron diese Saison nicht mehr einzuholen ist … in Sachen Regular Season MVP.

  8. Alex No.3 sagt:

    Ich stimme euch im Großen und Ganzen (wie fast immer) zu, dennoch wollte ich nochmals betonen, dass von den Fähigkeiten auf dem Court Nowitzki immernoch etwas überbewertet ist, sicher kann er fantastisch scoren, aber Howard wird sicher als der beste Center der Liga irgendwann in die Hall of Fame einziehen, und LeBron, Kobe und Kevin Durant können im Gegensatz zu Nowitzki auch mal in der Crunchtime gegen 2 Verteidiger einen entscheidenden Wurf verwandeln, sie sind eine Klasse für sich. Findet ihr denn Nowitzki soviel besser als Carmelo Anthony? Beide sind unter den Top15 der NBA, aber beide sind im Gegensatz zu den anderen Kandidaten limitierter. Ich persönlich finde Chris Bosh kompletter und dominanter als Nowitzki und Carmelo ist spektakulärer als der beste Nichtamerikaner der NBA.
    Und die Kritik an Wade kann ich nicht nachvollziehen, ohne ihn hätte Miami vielleicht 16 Siege und wär einens der miesesten Teams der Liga! Wade ist für mich der 3. oder 4.beste Spieler der Welt, er gibt immer 100%, gibt den Playmaker (wie LeBron teilweise auch), dunkt so spektakulär wie nur 1 anderer Spieler (MJ) unter 1,96m es jeh in der NBA tat (und nicht bei einem Dunkcontest), Wade übernimmt auch mal gegen 2 oder 3 Gegenspieler die Verantwortung, kurzum er ist immer noch einer der absoluten Superstars und wird oft zu unrecht kritisiert, wie ich meine.
    und ich bin sehr kritisch mit ihm - denn bei der WM 2006 fand ich ihn so arrogant und er wirkte, als müsse er nach dem FinalsMVP-Titel nichts mehr zeigen, aber seit Sommer 2008 zeigt er uns wieder, welches enorme Potential er hat, und dass er immernoch MVP-würdig spielt!

  9. nbachef sagt:

    @David & co:
    “Die Qualifikation für die Playoffs ist ernsthaft in Gefahr.” ?
    Gilt das für Toronto etwa nicht ?
    Den Beweis, dass Bosh für die Raps wichtiger ist als Wade für Miami kann hier keiner erbringen.
    Dass Wade besser spielt als Bosh lässt sich anhand von Zahlen/Stats aber eindeutig belegen.
    Im Übrigen: die Erfolgsquote der Raps ohne ihren Franchise-Player in dieser Saison: 42.9%.
    Heat ohne Wade: poplige 25%

    @Magnus:
    “und deshalb sind die Heat auch viel schlechter als in der vorausgegangenen Spielzeit.”
    Wie kommst denn darauf, mein Freund ? Miami war zum gleichen Zeitpunkt in der letzten Saison gerade mal 2 Siege besser - mit einem besseren Team wohlgemerkt. Hätteste nicht gedacht, wa ?

    Statistiken sind oft besser, als sich auf ein ungefähres Bauchgefühl zu verlassen.
    Wer Bosh oder Joe Johnson vor DWade sieht, der guckt eindeutig zuwenig NBA.

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