Von: David Lorenz
Heute Nacht müssen die Dallas Mavericks ihrem absoluten Angstgegner gegenübertreten.
Lediglich eine der letzten sieben Partien konnten die Texaner gegen New Orleans für sich entscheiden. Doch es besteht berechtigter Grund zur Hoffnung, dass heute trotz der vernichtenden Bilanz gegen die Hornets ein Sieg eingefahren werden kann.
Zum einen spielt Dallas im heimischen American Airlines Center, wo zuletzt 12 von 13 Begegnungen gewonnen wurden. Zum anderen präsentierten sich die Mavs in den vergangenen Partien gegen Utah und Phoenix äußerst formstark. Auf der anderen Seite setzte New Orleans drei der vergangenen vier Partien in den Sand.
Für das Team um Dirk Nowitzki & Co. dürfte der Schlüssel zum Erfolg einmal mehr in einem gesunden Josh Howard liegen. Trotz anhaltender Probleme mit seiner Sprunggelenksverletzung ist der Small-Forward vielleicht in der besten Form der Saison und für Dallas so wertvoll wie seit langem nicht mehr. In der Defensive glänzt er durch Aggressivität und viele Steals, im Angriff entlastet er Nowitzki und Jason Terry enorm.
Hauptgrund für die schlechte Bilanz gegen das Team aus „The Big Easy“ war in den vergangenen Partien immer wieder Jason Kidd. Der 36-jährige Spielgestalter der Mavs hatte seinem Gegenüber Chris Paul meist nichts entgegenzusetzen. Eine Möglichkeit, den besten Point-Guard der Liga heute Nacht zu verteidigen, könnte darin liegen, J.J. Barea auf Paul anzusetzen. Der kleine Puerto Ricaner ist zwar von geringer Körpergröße, doch pfeilschnell auf den Beinen. Komplett lässt sich der Spielmacher der Hornets sicher nicht aus der Partie nehmen. Doch wäre es eine enorme Hilfe, den erfolgreichsten Passgeber und Balldieb der NBA zumindest in seinen Kreisen zu stören.
Die Alternative wäre eine Zonen-Verteidigung, um Paul effektiv am Zug zum Korb zu hindern. Diese Defensiv-Variante hat während vergangenen Partien gegen Mannschaften mit schwächeren Schützen zum Teil gut funktioniert. Doch hatten die Mavs dann des Öfteren Probleme am Rebound, weil sie ihre Gegner beim Ausboxen zu spät ausfindig machen konnten.
Verlassen konnte sich Dallas zuletzt immer auf Nowitzki, der während den vergangenen fünf Partien 56 von 92 Würfen aus dem Feld für eine starke Quote von 60,9 Prozent verwandelte.
Ein weiterer Vorteil auf Seiten der Mannschaft von Rick Carlisle besteht darin, dass Tyson Chandler (Sprunggelenk) und James Posey (Ellbogen) New Orleans verletzungsbedingt fehlen werden. Dafür kann Hornissen-Headcoach Byron Scott wieder auf Peja Stojakovic zurückgreifen, der seine anhaltenden Rückenbeschwerden überwunden hat. Zuletzt zeigte der Serbe mit 24 und 18 Zählern zwei ansprechende Partien.
Bereits am Sonntag kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen der Mannschaften in New Orleans. Dallas muss beide Partien gewinnen, um die Hornets von Rang sechs der Western-Conference zu verdrängen, wodurch ein Erstrunden-Duell in den Playoffs mit den Los Angeles Lakers verhindert werden könnte.
Sie haben es selbst in der Hand.
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