Von: David Lorenz
Für die Dallas Mavericks steht heute Nacht eine Schlüsselpartie auf dem Programm.
Die Utah Jazz kommen in die Stadt, um sich mit den Texanern im American Airlines Center ein Duell um Rang sieben der Western-Conference zu liefern. Utah ist momentan im Besitz dieser begehrten Platzierung, die in Runde eins der Playoffs ein Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers verhindern würde.
Auch wenn Dallas heute Nacht das Team aus Salt Lake City bezwingen sollte, die Mavs würden trotz gleicher Anzahl an Siegen und Niederlagen nicht an den Jazz vorbeiziehen. Die direkte Bilanz wäre dann nämlich mit 2:2 ebenfalls ausgeglichen, und als drittes Kriterium zählen die Erfolge innerhalb der eigenen Conference. Und da hat Utah noch die Nase vorn.
Die Chancen der Mavs, im restlichen Verlauf der regulären Spielzeit noch einen Rang gutzumachen, würden mit einem Sieg jedoch sprunghaft steigen, da anschließend noch vier Partien zu absolvieren sind.
Utah zeigte sich in den vergangenen Spielen derweil unkonstant. Nach drei Niederlagen in Folge konnten jedoch am Sonntag überraschend die Hornets in New Orleans mit 108:94 bezwungen werden - der erste Auswärtserfolg der Jazz über eine Mannschaft im Westen mit positiver Bilanz während der laufenden Spielzeit.
Verzichten muss die Truppe von Headcoach Jerry Sloan gegen Dallas eventuell auf C.J. Miles, der sich gegen die Hornets einen Finger auskugelte. „Es hat sich angefühlt, als ob jemand mit einem Hammer auf meine Hand eingedroschen hätte“, so Miles anschließend. Für den sprunggewaltigen Forward würde aller Voraussicht nach Andrei Kirilenko in die erste Fünf rücken.
Mavs-Coach Rick Carlisle zeigt sich indessen von Utah beeindruckt. „Sie sind ein unglaublich starkes Team und zum ersten Mal während dieser Saison auch komplett verletzungsfrei, wenn man von Miles absieht. Dadurch sind sie beim Rebound noch stärker und müssen sich kaum auf ihre Würfe aus der Mitteldistanz verlassen. Und Deron Williams ist natürlich ein überragender Spieler.“
Für Dallas dürfte es auf der Gegenseite von größter Bedeutung sein, Josh Howard einigermaßen fit aufs Parkett zu bekommen. Mit dem verletzungsgeplagten Forward (Sprunggelenk) im Einsatz zeigte das Team zuletzt ein völlig anderes Gesicht. Daneben wird es wahrscheinlich spielentscheidend sein, ob Jason Kidd mit Williams endlich einen jungen und schnellen Point-Guard von Format in der Defensive in den Griff bekommt.
Dirk Nowitzki hat währenddessen ganz gemischte Gefühle, wenn er an die Begegnungen mit Utah zurückdenkt. Während den letzten beiden Partien in Salt Lake City wurde der achtfache All-Star zweimal wegen eines unsportlichen Fouls des Feldes verwiesen.
„Aus irgendeinem Grund gerät Dirk gegen die Jazz immer in Turbulenzen“, so Team-Kollege Jason Terry scherzhaft. „Aber wir werden auf ihn aufpassen.“
„Er ist viel zu klein, um mich zu beschützen“, antwortete der Deutsche mit einem Schmunzeln im Gesicht. „Er könnte gar nichts ausrichten.“
Gut, dass Dallas heute Nacht zuhause spielt, wo Nowitzki den Jazz im letzten Aufeinandertreffen (115:108) 39 Punkte einschenkte.
Eine Wiederholung wäre aus Sicht der Mavericks-Fans sicherlich sehr willkommen.
Nowitzki vs. Kirilenko:
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